Veröffentlichungsjahrestag Platten

Liebessamen

Musik komplett (post Post)

Musik komplett (pre Post)

Odessa am Schwarzen Meer

samtundgold

14th of Febuary 1899: The British Ship Veronica was lost without a sign.

Die Bee Gees machen unglaublich opulente Popsongs, Papa mochte die zurecht und Mama rennt ebenfalls zurecht vor den Stimmen der Gibbs davon – Familienbands scheinen schlimme Stimmen haben zu müssen.  Seit 1969 gibt es die Bee Gees Werke auch in Stereosound. Heißt hier: Instrumente werden wirklich auf zwei Kanäle unterschiedlich stark verteilt und die Schallplatte kostet einfach mal nen ordentlichen Batzen mehr. So war das jedenfalls im März 1969, der Sound hält sich seit der Zeit aber unglaublich gut in der Rille. Das Vinyl macht mächtig was her in laut …

Die Krönung ihres Schaffens ist Papas Meinung nach eben auch das Odessa-Werk. Es ist verpackt in rotem Samt mit eingelassener vergoldeten Schrift, ein Ideechen spektakulärer als die Kuschelverpackung von den Ärzten. Die Hälfte aller Songs sind Abschiedslieder verlorener Seeleute die von Europa nach Amerika auswandern wollten, sich dann aber im Atlantik oder dergleichen verschifften. Das war ein extrem passender Soundtrack für die letzten Wochen.

odessa

Lamplight keep on burning, while this heart of mine is yearning.

Robin und Barry haben sich bei der ersten Singleauskopplung so zerstritten, dass die Bee Gees kurzfristig nicht mehr existierten. Das hätte uns allen fast das Saturday Night Fever samt Staying Alive gekostet. Dabei war Robin im Recht, der Song Lamplight wäre die bessere Single gewesen, als die First of May Ballade.

Ich hoffe, Robin und Maurice machen immernoch gute Musik mit Trompeten und Harfen und solange ich das nicht genau weiß, mag ich die Bee Gees einfach mal für meinen Papa mit und beschütze das Vinyl vor Mama.

Die Bee Gees stehen bei Mama im Plattenregal.

I sit alone with my thoughts and love,
Then saw your face on an old photograph.
I didn’t think that I could live without you,
But what am I to do?

odessa-inside

 

 

Liebessamen

youngatheart

Advice for the Young at Heart:

Den Song Shout von Tears for Fears kannte ich schon vom Hören seit den ersten Minuten vermutlich aus der Schlagerralley mit Wolfgang Roth im WDR1 und fand den Song dann direkt 1984 schon sehr gut ohne zu Wissen wir er heißt und wer ihn singt – ähnlich wie Everything Counts von Depeche Mode.

Als 1989 Sowing The Seeds of Love als ein Popsong (den die Beatles nicht hätten besser machen können) ins Radio kam, war ich auch auf das Album Seeds of Love heiß, was es laut überdimensional großem nicht zu entfernenden Preisschild für fast 20 Mark bei Karstadt gab.

tearsforfears

Hier kein Bad Man’s Songs und das wäre eine der besten Album-A-Seite ever …

Das Album beinhaltet drei Krachersongs:

  • Advice for the young at Heart
  • Woman in Chains (mit Phil Collins an den Trommeln, was ich erst 20 Jahre später herausfand, als Phil Collins schon lange nicht mehr so angesagt war, wie er das 1989 war)
  • Sowing the Seeds of Love

und etliches wertloses Zeug, was die zweite Seite der Platte quasi unhörbar macht.

sunforfears

Papa, darf ich mal die Sonne fotografieren?

Tears for Fears steht im Plattenregal neben Talk Talk und Tocotronic.

Ein mondförmiges Schwimmbecken

Wunderbar, endlich verzaubert mich einmal wieder ein Radiohead Album. Das fängt wunderbar an (Burn the Witch): Viel Orchester und Elfengesang, viel kluge (Synthie-) Drums, viel zauberhafter Synthieklang im Allgemeinen und ein herrlich jaulender Thom Yorke. Wenn das jetzt ironisch klingt?! Ist es nicht, das Album ist wunderschön und wird im Jahresrückblick bestimmt nochmal besungen werden …

radiohead

Da es die mp3s schon etwa eine schrillionen Wochen vor dem Vinyl gab, konnte ich beim Plattehören letzten Dienstag (als es mit drei Tagen Verspätung zugeschickt wurde) schon mitjaulen bzw. mitelfen.

Das hat viel Spaß gemacht und Ohrwürmer hinterlassen, die ulkigerweise am Ende zu OK Computerigen Paranoid Android Würmern mutierten. Aber es gibt ja deutlich blödere Radiohead Alben als OK Computer.

Der Fehlende

sickerman

transparent orangerotes Vinyl

Künstler die man kennt, weil Freunde die kennen sind lustig. Sascha kennt diesen hier: Sicker Man.
Vinyl aus der Nachbarstadt Gütersloh sozusagen und nicht nur das Vinyl an sich ist außergewöhnlich, sondern auch die Musik ist spannend und anders als die breite Masse. Das heißt nicht oft, dass ich es gut finde – hier aber wohl.

Kommt ins Plattenregal neben die Shout Out Louds und Sigur Ros – prima Standort. Thank you nochmal lieber Hasemann.

Königin Katie von Tennessee

Ute hatte mir einen Link zu einem Musikvideo bei youtube geschickt und wollte wissen, wie ich den Song finde. Klang super, also habe ich ganz fix das ganze Vinyl Album bei jpc (der Laden der 1992 oder so in Bielefeld im Schweinetunnel aufmachte) bestellt, welches dann überhaupt nicht fix verschickt wurde, aber am Wochenende doch mal ankam.

the-apache-relay

Es geht um den Opener des 2014er Album von The Apache Relay – Katie Queen of Tennessee ist ein super Song in etwa auf dem Niveau von den The Last Shadow Puppets. Den Rest höre ich gerade zum zweiten aber erst zum ersten Mal in Ruhe, aber das erreicht mich leider nicht so richtig. Folkrock sagt Wikipedia – hmmm, ich bin scheinbar einmal weniger das Folk auf jedenfall rockt es mich nicht so sehr.

Während ich drüber nachdenke, höre ich schon wieder James, das ist viel mehr Rock für ein Volk in dem ich leben möchte. Naja – ich habe mehr als eine Platte auf der nur ein Song richtig gut ist und wo der beste Song dann sicherlich auch noch schlechter ist.

The Apache Relay steht im Plattenregal mittlerweile neben Alt-J und Artic Monkeys noch zwei so Rockerbands!

 

Orchestrale Manöver in der Dunkelheit wollen keine Zuckersteuer zahlen

Sugar Tax ist eines der besten OMD Alben. Im Sommer 1991 habe ich es geliebt, insbesondere die zweite Single Pandora’s Box. Das habe ich ab und wann heimlich während der Arbeitszeit im Ferienjob bei meinem Vater in dessen Auto auf Kassette gehört – bei 80° im Auto, egal hauptsache Synthiepop.

sugartax

I will not pay your sugar tax!

Was auch noch ein bisschen lustig ist. Der Albumname ist nach der Single B Seite der ersten Single Sailing on the seven Seas benannt und Sugar Tax ist ne ziemlich gute B Seite. Warum es der Track wohl nicht auf das gleichnamige Album gebracht hat?!

 

Abspielen

playsticker

1999 – Vier Sterne: www.rollingstone.de/

Mein Album des Jahres 1999 habe ich jahrelang nicht auf Platte gehabt, sondern nur auf Kompaktscheibe. Seit Schallplatten anfangen Kunstliebhaberpreise im Internet zu erreichen, ist es auch nicht empfehlenswert gewesen, sich so eine Platte für 150 – 200 EUR nachzukaufen.

Im Zeichen des wachsenden Mainstreams vom Vinyl ist nun aber ein Rerelease gepresst worden und zwar zu normalen Plattenpreisen. Vor lauter Freude habe ich es das ganze Gewitterregenwochenende lang alle vier Seiten lang lange und immer wieder gehört.

mobyplay

Auch die Hitsingle Why does my Heart beat so sad? finde ich nach wie vor fein. Tut mir leid für alle, die sie damals zu oft im Radio hören mussten – das passiert, wenn man zu viele fremdgesteuerten Medien konsumiert eben – das ist ein toller Song.

Das Foto und Verpackungsdesign ist ebenfalls grandios – fabelhaft verspielt, play eben.

playpaket

play

Beim Hören sind mir übrigens keine Songs aufgefallen, die man dringend skippen müsste, eher welche zu denen man hüpfen möchte. Die ersten beiden zum Beispiel direkt: Honey und Find my Baby

hach, zu der Zeit fand ich Moby so kuhl, der hatte damals Røyksopp mit auf dem Konzert in Hamburg, schade dass wir die Halle nicht gefunden hatten, naja.

Moby steht im Regal neben The Mission und Modern Talking, oh ich sehe gerade, ich muss mal wieder Platten aussortieren und auf den Dachboden bringen. Atlantis is calling!

 

Seltsamer kleiner Vogel

Garbage war eine meiner Lieblingsbands als es sie 1998 auf dem Hurricane Festival bei einer Megaaffenhitze aufgetreten sind. Eine Volljährigkeit später machen die Heinis um Nirvana Proudzent Butch Vig wieder alternativen Rock mit Popdudelei drumherum.

garbage

Typografie with Gepardenschwänzen is always fun.

Gefällt mir, ist gar nicht anders (böse Zungen sagen weiterentwickelt) wie früher, allerdings dann auch gar nicht spannender als früher. Trotzdem war es zu schaffen, dass ganze Album komplett durchzuhören. Ich dachte zuerst, dass das Doppelvinyl wieder ein leere D-Seite hat, wo dann irgendwelche bekloppten Fratzen draufgepresst sind, dessen Sinn sich mir ein weiteres Mal nicht erschließt. Einerseits ist das hier auch so, andererseits ist vor dem Leopardengekrickel ein recht guter (schafft es sicherlich zu den drei besten Tracks des Albums) Hidden-Bonus-Track, dessen Name bisher nirgends zu finden war und dessen zweite Strophe nur aus der ausdrucksstarken Textzeile: Fucking with you is always fun besteht.

hiddenleopard

Hiddentrack

Naja, ich hatte ja mal die Garbage zitronenförmige Platte von I think I’m paranoid Remixes im Regal, aber die ist in eine Dachbodenmarktkauftüte ausgelagert worden. Jetzt steht aber zwischen Gabriel und Genesis wieder eine Garbage Platte.

Ritueller Geist

Da kam heimlich still und leise zu Jahresanfang eine Massive Attack E.P. heraus. Nur vier Tracks sind da drauf, aber ich fand es erstmal nicht so spektakulär – außer dass die Platte dunkelgrau (also nicht so Mute-Platten-grau, sondern dunkler, aber lange noch nicht schwarz) ist erstmal nicht erwähnenswertes dran.

massivegrau

Das Artwork ist so durcheinander, dass man sich erstmal bei den autoripped mp3s schlau machen muss, welcher von den Tracks jetzt wie heißt und auf welcher Plattenseite er ist. Und der E.P. Namensgeber Ritual Spirit ist dann auch irgendwie, die A Seite neben den drei B Seiten …

Mädchen am Ende der Welt

A-girl

I love Silence. Music. Touch on Skins. Love my Sons. I love my Wife. Life is rich and full. So why had I bitch?

James hat in meiner Discojugend einen nicht wegzudenkenden Megahit auf die Tanzfläche gezaubert: Sit down. Allerdings war mir rund um dieses OneHitWonder auch tatsächlich nie etwas anderes von James aufgefallen. Irgendwo im uninteressant Ordner liegt ein altes Album von James rum, das voll ist mit Zweieinhalbsterne Tracks.

35kronen

Sit down für 35 Kronen

Girl at the End of the World war mir aufgefallen, weil das Cover sehr hübsch ist. Ich kann ja irgendwie etwas mit Holzbänken und Sonnenauf- und untergangsvisionen anfangen.

Ob es an Forest Gump oder Notting Hill liegt, oder an den Bergstadt Bänken hier im Wald um mein Zuhause herum – ich weiß es nicht. Ich mag halt Bänke.

eno

Nothing but Love

Ich hatte auch in die beiden ersten Tracks in diesem Internet mal reingehorcht und fand es ordentlich genug, um mit dem Restrisiko zu leben, dass es ein Cover nur für die Vinylframes an der Wand wird, aber es ist ein Superalbum. Doppelvinyl und auf der A Seite sind drei Tracks, die ich mir schon mehrfach angehört habe, ohne dass der Logstapel aufgeräumt werden musste, weil das Cover nämlich an der Wand hing. Der Openertrack Bitch und Nothing But Love (feat. Brian Eno) sind super GitarrenPopSongs absolut auf dem Niveau von Sit Down.

Auch die folgenden drei Seite des Albums sind sehr gut anzuhören. Kann ich sehr empfehlen, das Mädchen am Ende der Welt. Am Ende des Jahres wird es eine der besten Vinyl werden, ganz ohne Messlatte sehr hohes Niveau abgeliefert.

James will sit down im Regal neben Jackson, Michael und Jarre, Jean-Michel.

Auch unrest ist super!

erlend-stapel

Erlend Øye hat den Stapel mit Unrest resetet. Das Album ist so gut, dass ich es mir eben recht zügig eine weiteres Mal angehört habe. Außerdem im Stapel, Beatles – man sollte viel öfter die Beatles hören, Oasis ebenfalls, nur nicht das Be here now Album, Rammstein, Blur, Editors und zweimal Air … netter Stapel.

Übrigens haben wir mal wieder die ??? Schattenwelt gehört – verteilt auf sechs Plattenseiten und zwei Wochenendmorgende.

Unruhe

Als die EM angepfiffen wurde habe ich (schweineteuere, ihr spinnt wohl) Post aus Frankreich bekommen, und zwar das Unrest Album von Erlend Øye. Unrest ist das erste Album von Erlend Øye nach den Kings of Convenience und so ganz alleine hat er das auch nicht gemacht, sondern etliche Produzenten aus diversen Ländern mit an Bord.

usaunrest

Auf den vier Plattenseiten, sind diese Songs dann so sortiert, dass die Kooperationpartnerarbeitsstädte via Landkarte abgebildet werden. Das ist nett gemacht, so GeoTaggingmäßig voll vor der Zeit.

Unrest ist sehr synthelektrisch und wunderschön tiefenentspannt, und ich finde es sogar besser als das Legao-Album insbesondere die ersten drei Tracks auf der A-Seite. Die drei haben allesamt fast die Klasse des Röyksopp-Remixes von I dont’t know what I can save you from.

Jedenfalls musste ich es eben gerade nochmal hören und da es im Stapel war, ist auch der Logstapel entsprechend wegsortiert worden.

 

 

62 – 66, 67 – 70 – Rotes und Blaues von den Pilzköpfen

red-beatles

Michelle, ma Belle, these are Words that go together well, my Michelle.

Noch zu Schulzeiten habe ich die doppel-doppel Vinyl Hitsammlung der Beatles aus den roten Jahren 62 – 66 und aus den blauen Jahren 67 – 70 für jeweil 39,95 DM bei Ween (4/92) gekauft und den Plattenspieler nach dem Track Michelle benannt.

Das völlig tolle an den vier Platten ist a) die Vollständigkeit und b) sie sind knallrot und knallblau. Ich persönlich mag ja die späten Beatles (mehr Bombast, mehr Instrumente) lieber als die roten Jahre (nur Gitarre und Schlagzeug). Trotzdem ist es ebenfalls fantastisch, sich die Frühwerke komplett anzuhören und das habe ich gestern (als meine Sorgen noch so weit weg waren) mal wieder gemacht. Sommerlaunig gut.

reandblue

You say stop and I say go go go!

In der zweiten (der blauen) Welle habe ich geschafft, was mein Papa und das Radio 1982 auch mit mir geschafft haben: einen niemals endenden Hey Jude Ohrwurm, nananana Hey Jude Ohrwurm. Generationsübergreifend gute Musik also. Es sollte viel öfter gehört werden

Die Beastie Boys und Beck stehen im Plattenregal neben den Beatles.

 

Gunkferät

Talkie Walkie war 2004 meine erste neue Platte und nach 10.000 Hz Legend habe ich mich riesig gefreut, dass es ein neues Album der Synthietüftler aus Frankreich gab.

talkiewalkie

Surfing on a Rocket!

Cherrie Blossom Girl, Surfing on a Rocket, Alpha Beta Gaga, Run und Venus sind fünf Supersongs, die dieses Album vermutlich zu dem zweitbesten Album des Jahres hinter Keane macht.

Ziemlich der Hammer war auch das Konzert zu diesem Album im Bielefelder Schuppen, ein Licht- und Sound-Spektakel der allerfeinsten Kajüte. Ich wüsste nicht, dass danach Licht nochmal besser zu Sound gepasst hätte.

Fußkrank zu Hause II

log2

Von oben bis unten super

Von Jean-Michel Jarre und Super kann ich aktuell nicht eine Woche die Finger lassen und so stecken sie auch diese Mal wieder mit im Logbuchstapel. Ein besondere Ohrenmerk gilt den 17 besten Tracks von der Simon und Garfunkel Collection, die es neulich zum Grillen gab. Die knistert zwar wie Hölle, aber die war gratis und es sind wirklich schöne Songs drauf.

Nine Inch Nails laut war auch mal wieder fantastisch, sowie notwendig. Die Kinder hatten sich nach langer Zeit  mal wieder den Stadtaffen gewünscht, auch kuhl. Und man sollte viel öfter die Editors hören und latent verschmähte The Cure Alben auch.

Ab sofort werde ich den Stapel übrigens immer wieder fotografieren und danach auflösen, wenn eine Platte aus dem Stapel zur Wiederauflage kommt. Diesmal hat es also 23 Platten gedauert, bis Super wieder auf dem Turntable lag.

Die Kur

Vor zwölf Jahren ist das letzte The Cure Album namens The Cure herausgekommen, welches eine Erwähnung an dieser Stelle verdient hat. Es gab noch eins danach, aber ich denke, da schreib ich nix drüber.

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I couldn’t love you more!

Vor zwölf Jahren gab es auch schon keine richtigen Singleauskoppelungen mehr, aber The End of the World ist sowas wie ein vorab Singletrack gewesen, der es auch unter die besten 20-30* The Cure Tracks schaffen könnte. Und auch vieles von dem Rest ist toller The Cure Sound – der Opener Lost zum Beispiel könnte einer der besten Opener von The Cure sein.

(* Was sind eigentlich die 30 besten The Cure Tracks? Ist schon eine geile Frage, man könnte nämlich vermutlich auch 60 gute The Cure Tracks zusammensuchen auf die man alle Bock hätte sie mindestens einmal zu hören – Wie viele Bands können das noch? Fünf schätze ich.)

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Gute Träume, schlechte Träume.

Kinder Cover malen zu lassen halte ich obendrein auch für eine kuhle Idee.

Alles was du brauchst ist jetzt

anduran

Meine Zuneigung gegenüber Duran Duran wurzelt in vier Ereignissen:
1.) 1,75 80er-Jahre Hits
2.) A View to a Kill und die relativ unspannende Party eines Zahnarztes im Freizeitzentrum Stieghorst Anfang der 90er
3.) Ein netter Duran Duran Listening Abend Anfang der 90er mit dem Album Notorious (als Kaufkassette) im Mittelpunkt
4.) Ordinary Life und etliches mehr vom Wedding Album.

und All you need is now das 2010er Album von Duran Duran.

allyouneed

Blame the Machine!

Ich bin angetan, dieses Album hat auf jeder seiner vier Seiten mindestens einen richtig guten Track. Auffällig geworden ist All you need is now, durch den Track Blame the Machine bei mir. Es ist größtenteils gefälliger Synthiepop, der nicht gewollt 80er klingt, sondern einfach und erfrischend duranduranig. Also irgendwo so zwischen The Cure und Depeche Mode, aber schon eine Lieblingsliederliga tiefer.

Duran Duran steht im Plattenregal zwischen The Drums und der EAV (Ding Dong, wer steht vor Deiner Tür! – Hammer!)

Falsch

wrong

There’s something wrong with me, chemically …

Im 21. Jahruhundert hat Depeche Mode mittlerweile vier Alben herausgebracht und die sind alle vier lange nicht so gut wie die 80er und 90er Werke der Depeche Mode Jungs. Trotzdem gibt es da mindestens eine Ausnahme, nämlich den Song Wrong aus dem Sound of the Universe Album.

wrongcover

Platte in mehrfarbigem Vinyl? rot und rot!

Selten hat Martin L. Gore soviel Wortwitz in einen Song gepackt, selten kam der Songname so oft in einem Depeche Mode Song vor und selten war ein Depeche More Song tanzbarer. Ein großartiger Track, den auch meine Kids beide seit Jahren lieben und tatsächlich auch mitsingen können.

Das ich den Song mag ist so sehr aufgefallen, dass der Sascha mir ein kuhles T-Shirt dazu organisiert hat.

Oh well!

Das ist der Name der B-Side, die Martin und Dave (erstmals) zusammen geschrieben haben. Das Teil ist sehr kuhl, hätte irgendwie auch sehr gut auf das Album gepasst und dafür ein wenig weniger Martin-Kunst-Songs. Auf der anderen Seite ist eine kuhle B-Seite ja auch was besonderes.

Bei Eric die Treppe hoch

upstairs

Yazoo, das ist die Musik von Vince Clark zwischen Depeche Mode und Erasure. Es ist verspielte 80er Wundersynthiemusik, nicht so Boyband wie Depeche Mode und nicht so Superkitschpoppig wie Erasure. Es ist die Zeit wo Vince Clark sich verpuppt (mit Alison Moyet als Puppe) und zu dem poppigsten Schmetterling der Traumpopmusikwelt wird.

Aber das ist es ja nicht nur – mit Only You und Don’t go entstehen ja auch wunderbare Songs, die quasi nicht wegzudenken schön sind. Natürlich hat Daniel Miller und Mute ein mal mehr die Finger im Spiel und das reicht in der Regel als Rezeptur, um die Musik gefällig zu machen. So ist das hier auch.

Ich mag Upstairs at Eric’s.

Yazoo steht ganz am Ende des Plattenregals

Der Selbstbefriedigungssicherheitstanz

withouthatsMenschen ohne Hüte ist schon ein ziemlich lustiger Bandname, und ebenfalls das Verbotschild dazu. Wir Lipperländer dürften also mutmaßlich nicht bei denen mitmachen, oder müssten eben einen Hut tragen, wie es deren Gastmusiker ab und wann müssen.

Und auch ein Lied zu singen in dem Masturbation abgefeiert wird ist nicht ganz ohne gehörigen kanadischen Humor. Hintergrund ist hier wohl die Story, dass man von diesem Safety Dance keine HIV bekommen kann. Vermutlich eine der ersten zaghaften Aufklärungskampagnen der 80er.

Aus der Rubrik da hab ich eine 7″ und 12″ Platte von ist hier auch der Doppelnutzen schnell klar: Security ist eine Super 80er 7″ B-Seite und der 12″ The Safety Dance Extended Club Mix ist eine der besten Mixe von 80er Jahre Hits.

safetydance

Trotzdem habe ich vor kurzem überlegt, diese und eine andere 80er Maxis aus dem rappelvollen Plattenregal auszusortieren, aber es kann ja auch kaum eine Lösung sein, auf Dauer seine Sammlung auszulagern. Wie hat Norman das nochmal gelöst?

Du bist gekommen um alles zu erwarten

tlsp16

Vor acht Jahren hat sich Alex Turner von den Arctic Monkey seinen Kumpel Miles Kane geschnappt und mit einem grandiosen The Last Shadow Puppets Album (mein Album des Jahres 2008) herausgebracht. The Age of the Understatement.

ycteeZum ersten April 2016 gab es das zweite Werk. Man konnte das Album plus orange Bonus7″ schon Weihnachten bei Recordstore.co.uk vorbestellen.

Beim ersten Durchhören hat mir das Album ganz gut gefallen, allerdings ohne die Qualität von den beiden Hammertracks des Debutalbums im Ansatz zu erreichen. Schade. Auch das Covergirl hat mir besser gefallen, dafür tanzt das Mädel diesmal hübsch.

Heute gab es You’ve come to expect everyting nochmal in aller Gemütlichkeit. Das ist nettes Gedudel, aber nie im Leben ist hier auch nur ein einziger Track des Jahres dabei.

orange7

Sonnenfarbendes Vinyl des Jahres

Die beiden Tracks auf dem 7″ sind ein Album Track und ein Bonus Track, die sind beide auch gut hörbar. Aber am Ende springt mir der Funke nicht so richtig über.

Unbrauchbares Zeug

Vor ein paar Wochen habe ich eine Junk Mail per DHL bekommen – das neue M83 Album Junk nämlich. Noch vor dem Anhören habe ich mich über die beiden fantastischen Gastvocals gefreut: Susanne Sundfør und Beck Hansen.

Bisher habe ich ja nix von Messier 83 im Plattenschrank, außer die eine Seite auf dem Susanne Sundfør Album und das wollte ich mal ungehört ändern.

Tja, ist beim ersten und auch zweiten Mal hören nicht so der Knaller – aus lauter  Frust, habe ich direkt den Soundtrack von Oblivion nachgeordert, wissend das der Track der dort mit Susanne Sundfør drauf ist, der beste Exit-Song-of-a-Film 2015 gewesen sein könnte.

m83

Junk

Programmieren mit noch mehr Freunden

heartofnoise

Das Herz des Lärms

Heute ist Teil 2 der Jean Michel Jarre and Friends Kooperation herausgekommen. Da die beiden Platten aber mit 3 und 4 nummeriert wurden, sollte man eventuell jetzt von einem Doppel-Album oder Doppeldoppelalbum sprechen?!

Es sind noch ein paar kuhle Freunde dazugekommen, die Pet Shop Boys, Hans Zimmer, Gary Numan, Cyndy Lauper, Yello und Edward Snowden?! (Das ist der Typ von ZZZ-Hacker glaub ich.)

Ich sitze jetzt noch einmal nach dem ersten Durchhören mit den Kopfhörern in der Ecke, um mal die feineren Soundspitzen zu erhaschen, denn da war auf Anhieb das ein oder andere ordentliche Zeux dabei. Der Gary Numan Track (Derbe Apoptygma Berzerk-ig) und der Pet Shop Boys Track ist jedenfalls nicht enttäuschend, sondern geht auch laut am Kopf ordentlich vorwärts.

freundeliste

 

Vaterland am Vatertag

fatherland

Is this the day I used to call Fatherday?

Mein Album Krupps II ist vielleicht mein schönstes Vinyl. Dunkelblau/gelb-mamoriertes Vinyl und die Bonus Platte mit den nicht so kuhlen Demo-Tracks immerhin noch in hübschen rot/gelb-mamorierten Vinyl. Heute gab es zur Feier des Vatertages, statt sich albern mit Bier aus dem Bollerwagen zuzudröhnen, Fatherland und To the Hilt auf die Ohren, zwei wie ich finde super Düsterpopperlen mit Hang zum Industrial Rock.

Das ist ne Dröhnung.

Vielleicht sollte man sich mal nen Bollerwagen mit Platten und Turntables vollladen nächstes Himmelfahrt …

Die Krupps stehen im Regal neben Kruder und Dorfmeister und Lady Gaga.