Das Lexikon der Liebe

Heute vor 38 Jahren und noch bevor Trevor Horn zu Frankie nach Hollywood gegangen ist und alle die anderen späteren kuhlen Produktionen hergestellt hat, hat er mit Anne Dudley und ABC dieses poppompöse Prachtwerk The Lexicon of Love hergestellt. Es ist schon als Frühwerk zu erkennen, aber es ist auch schon in entsprechenden Ansätzen soundgewaltig.

Alles gelungene Beiwerk endet in dem Hammerpopsong – The Look of Love, der es auch weit über die Stadtgrenzen geschafft hatte und schon sehr sehr früh auch in meinem Ohr gelandet und im Kopf und Herz geblieben ist. Wäre auch ein schöner a-ha Song gewesen, ist aber ABC – die sich aber im Plattenregal neben A-Ha stellen dürfen.

Wie ein Gebet

Als ich 1990 das Geld von meinem ersten Sommerferienjob bekam, konnte ich mir davon meinen ersten Kompaktscheibenabspieler kaufen und direkt noch meine erste Kompaktscheibe: Like a Prayer von Madonna

It’s like a little Prayer

Beinahe 30 Jahre später stolperte ich bei einem Plattenanbieter über eine Near-Mint-Variante der Vinylversion und kaufte. Es ist nach wie vor so, dass es eben die vier TopRadioSingles auf diesem Album gibt:

  • Like a Prayer
  • Express yourself
  • Cherrish
  • Dear Jessie

Der Rest ist mehr oder weniger B-Seiten-Beiwerk und insbesondere der Track von und mit Prince ist Kunstmüll für meine Ohren – und das liegt nicht an Prince, sondern am Müll.

Die Platte ist aber trotzdem ein Madonna Meilenstein und ein Album, das auf immer und ewig einen historischen Wert für mich hat und eben vier Toplieder.

Ganz lustig, beim Plattenriechen steht diese Platte in einem verwirrenden Gegenüber zu Nils‘ 101, falls die Platten das Parfüm 30 Jahre lang halten konnte … (ich sag nur Patchouli)

Gagatonschritte

Nicht nur stark in der Chromatic nachgearbeitet, sonder auch in der Opacity.

Ich lege mich früh fest: Wenn dieses Jahr kein außergewöhnliches Scooter Album mehr veröffentlicht wird, dann ist Chromatica von Lady Gaga das Kirmesmucke Album des Jahres. Es ballert einem wirklich den Kopf weg und das ist ganz okay, das einzige was nervt ist, das die eigentlich nette Stimme von der Lady (bzw. einmal sogar bei Elton John) ständig durch einen Vocoder genoodelt wird. Dann klingt es nicht.

Bei Stupid Love blieb das mehr oder weniger aus, so dass hier ein richtig guter Pop Song ähnlich wie Paparazzi oder Poker Face entstanden ist. Das Album ist viel besser, als das Vorgängerteil Joanne.

Leider ist das crystalclear Vinyl ohne Cover in einer stinkenden Plastikhülle erschienen, daher gibt es diese Platte nicht im Bilderrahmen.

Nimm das, Irrfahrt

Have a little Patience

Vorweg sagt der Bauch erstmal, dass er kein Take That Fan ist, aber wenn man sich dann das ganze Album anhört und schon doch bestimmt vier, fünf gute Tracks dabei sind, dann ist das auf jeden Fall mehr, als manch andere Band so bei mir zählt.

Auf den Punkt sind die Hits für mich Back for good, Patience und Flood – auf diesem Album zusätzlich How deep is your Love, weil Barry Gibb mitsingt – das ist kuhl und treibt einem ein bisschen Tränen in die Augen für Papa gleich mit – der das Take That Ding damals ohne Bee Gees Beteiligung erbärmlich fand.

Gary Barlow hat definitiv ein Händchen für Melodien und Verpackungen von Songs mit Hilfe von Popinstrumenten. Das erklärt für mich so Ergebnisse wie die Songs Back for Good und Patience, die extrem gute Popsongs sind.

Robbie Williams war ja nur ganz am Anfang und ganz am Ende bei Songs wie Flood einer von den Take That Jungens, allerdings vom Timing her wunderbar. In seiner Solopause hat er alles was Guy Chamber so rausgehauen hat gut versungen und sein Stern ging gerade unter, als der von Take That nochmal für zwei Reunited Alben aufging, das erste ohne Robbie, das zweite dann mit Robbie – und warten wir es mal ab, das war es dann vermutlich …

& Party

Barry Gibb – Ich hab mir das Stuart Price polierte 2018er Doppelvinyl gekauft, wegen Patience und Barry und bin ordentlich begeistert von meiner allerersten Take That Schallplatte, die ins Plattenreal neben Stereophonics und Talk Talk kommen.

Das fruchtesque Logo von Take That << ist übrigens auch sehr kuhl.

Urlaubsgelaber

Rappin‘, rockin‘, poppin‘ in the Street-Kid-Show

So ein Mist – Familienurlaub auf den Kanaren kostenpflichtig storniert 30 Tage vor Abflug.

Ich hätte mir dafür ca. die Top 80 der VinylCharts von JPC kaufen können https://www.jpc.de/jpcng/vinyl/charts aber das wäre noch schlimmer gewesen, bei dem ganzen Neukompilationskack, den man da so kaufen kann.

Gegen die Traurigkeit, die man dann ja doch hat, weil man dem Geld nicht böse ist, hab ich aus der Tüte der zurecht aussortierten 7inches den Holiday Rap zum einmal laut anhören befreit und für eine Phase zurück in den Schuhkarton befördert. Ist auch mehr oder weniger Kacke.

Wenigsten ist die Platte von Ariola und so muss man einmal kurz lachen, wegen des dösigen Ariolawerbevogels von früher … Jaaaa, von Arilolaaaa!

Der Teufe, Du und ich

Ornitholgenfreunde aufgepasst, hier kommt euer neues Lieblingscover an meiner Wand:

  1. Graufischer
  2. Purpurreiher
  3. Rotflügelstärling (Flügelschlag)
  4. Haussperling
  5. Schwarzkopf-Ruderente???
  6. nicht abgebildet
  7. nicht abgebildet
  8. Brautente (Flügelschlag)
  9. Blässhuhn (Flügelschlag)
  10. EnteEnteEnte???
Drei von neun in Flügelschlag gefunden

Für zwei Enten habe ich die norwegische Designagentur Yokoland angemailt, ob die die Originallegende irgendwo rumliegen haben und sie wollen mal schauen …

Lights are out, but anyhow this is what they see: It’s the devil, it’s you and me

Musikalisch ist The Devil, you + me ein völlig phantastisches The Notwist Album und ich hab keinen Schimmer, wieso das so außerhalb meines Fokus komplett an mir vorbei gegangen ist. Ich habe es 2008 im Apfelmelodienladen gekauft, allerdings so gut wie gar nicht gehört, sodass es sich nun gerade anfühlt wie eine Neuveröffentlichung für mich – was ganz kuhl ist.

Allein für das Console Geknister von Martin Gretschmann lohnt sich das Album unter dem Kopfhörer anzuhören. Allerdings sind auch Stimme von Markus Acher und viele super arrangierte Instrumente wohl gelungen. Abzüglich der gerade herrschenden Euphorie würde ich trotzdem sagen, dass es eventuell das 2002er Album (des Jahres) Neon Golden toppt. Das darf ich also nicht gegen die Last Shadow Puppets Platte in Frage stellen, sondern mich nur sehr freuen, dass es dieses tolle Album seit 2008 gibt und jetzt endlich auch hier im Bilderrahmen.

Schutz

Wir schützen uns jetzt schon seit etlichen Wochen, immer wieder spannt auch Musik den Bogen dazu. Protection von Massive Attack neu auf Vinyl erschienen, kostet somit nun endlich weit unter 100 EUR und das ist es dann auch wert.

Who says that’s not the Way it should be?

Massive Attack fällt mir bestimmt nicht ein, wenn ich mal zwanzig dreißig richtig starke Bands mit richtig starken Songs aufschreiben soll, aber es sollte – es ist so starkes Zeug und der Song Protection ist einfach seine kompletten 6 1/2 Minuten lang der totale Hammer und das obwohl er so megaminimal ist.

Das Album ist von Nellee Hooper produziert und die verschiedenen Songs werden von unterschiedlichen Künstlern unterstützt. Der Song Protection wird zum Beispiel von Tracy Thorn gesungen.

Völlig nur für mich gelassen könnte ich das noch viel länger tun

I get out of Bed at half past ten

Heute zum Vatertag, gab es (ganz ohne albernen Bollerwagen und Alkopush) eines der Lieblingslieder meines Vaters und mir einmal über Kopfhörer in seiner vollkommenen über elfminütigen Länge. Ich weiß noch, dass ich die Platte im Juni 1990 auf einem Klassenausflug der 10b bei dem Megagroßen Saturn Laden in Köln zusammen mit zwei weiteren Pet Shop Boys Maxivinyls gekauft habe.

Schon damals hat das Ding an zwei Stellen einen Sprung. Die Platte hing vermutlich zehn Jahre lang an der Wand in meinem Kinderzimmer.

Es passt ganz gut in meinen aktuellen Wunsch, mehr von Trevor Horn produzierten Werken zu kaufen (eines steht schon in der Kiste, der noch zu erwähnenden Platten), denn es ist definitiv eines seiner Werke auch wenn er hier offiziell nur Co-Produzent war, ist er vermutlich in erster Linie für die pompösen Extrasounds der langen Version – wie zum Beispiel dem startenden Propellergeräusch gegen Start des letztes Viertel des Songs – mitverantwortlich.

Ich weiß, ich hab über diesen Song vor sechs Jahren schonmal was geschrieben, aber er ist auch nicht schlechter geworden und damals ging es um die nach wie vor verschwundene 7″ Version.

100 Lyrics and a Poem

Wir können nicht tanzen

Eo eo eo eo

Für Mittwochabend war eine Radiopremiere für No Son of Mine bzw. ein neuer Song von Genesis angekündigt, ich musste aber mit meinen Eltern weg. Also habe ich eine 45 Minutenkassette direkt auf Aufnahme gestellt und gehofft, das die solange aufnimmt, bis das Lied kommt. Das hat sie, aber nur 2 Minuten, sodass ich wohl den starken Anfang, aber nicht das gelungene Ende hören konnte.

Ein paar Tage später gab es die Maxikompaktscheibe zu kaufen und kurz vor Weihnachten das Doppelvinyl.

Habe es die Tage nochmal durchgehört. Es ist schon ein ordentliches Album. Es klingt nicht alles nach Phil Collins Einheitsbrei, sondern hier und da auch ein bisschen nach Bank und Rutherford. Was ich sehr mag, sind die Felder, die per Synthies unter alle Lieder gezogen wurden und aufkommendes Schlagzeug. Ist alles nicht anders als bei In the Air tonight, aber da ist es auch nicht schlecht.

Fazit: Ich musste mich noch nicht schämend mit Genesisplatten in den Keller schleichen -hörte aber tatsächlich von mehreren Fällen dieser Art – und es ist immer noch ein sehr schöner Teil meiner Musikgeschichte.

Vermutlich wandert das Album jetzt trotzdem für mehrere Jahre zurück ins Plattenregal. Bis bald ihr Nichttänzer.

Resultate

Sleepless nights to think about you

Results bekomme ich beruflich seit Jahre und ständig geliefert, allerdings von Datenbanken, aber eines der besten Resultate der letzten Jahrzehnte bekam sicherlich Liza Minelli von den Pet Shop Boys geliefert – ihr Elektropop Album im Jahr 1989 nämlich.

Wobei nur die erste Seite ein „neues“ Pop Album ist, die zweite Seite sind eher den bekannten klassischen Gesängen für Liza Minelli konzipiert und sind Coverversionen unter anderem dann von Pet Shop Boys (Rent, Tonight is Forever) Liedern. Im direkten vergleich mit dem Pet Shop Boys Album für Dusty Springfield ist dieses zumindest auf der A-Seite um etliches besser.

Diese Platte ist zweimal ins Plattenregal eingezogen, am 16. November 1989 in das Regal meines Vaters als Geburtstagsgeschenk erworben bei Gemini Bielefeld. Und ein zweites mal nach einem Besuch in Stuttgart im Jahr 2000 in mein Vilsendorfer Plattenregal.

Arolsen 2020 @ Heimunterführung

Dieses Jahr gab es kein Plattenauflegen in Bad Arolsen, keine Vinyl-Licht-Kuranwendung. Aber es gab einen virtuellen Ersatz mit Jitsi und ein paar zusammengemischte digitale Pakete, sodass zwei Party Mixdowns, ein Düsterparty Mixdown und ein Afterparty-Chill Mixdown dabei rumkamen.

Zu Hause gab es durch die Vorbereitung zum Glück eine ganze Menge Vinylmomente und Spaß mit der guten alten Videosoftware (Danke, Herr Magnifico!):

The flashing Underpass

Highlights waren die Platten von John Foxx mit dem Track The Underpass, sowie das gute alte Tonight von den New Kids on the Block, was so dermaßen ein Beatles Song sein könnte, mit dem ganzen Geigen und Tralala Zeugs innen drinnen.

Weil es am Ende alles digital wurde, konnten auch alle per WhatsApp erfolgreich geäußerten Hörerwünsche berücksichtigt werden und ein paar Track, die man seit 2007 nicht mehr gehört hat ebenfalls – hier der Knaller: Screwing you on the Beach tonight ein Track, den die Bloodhound Gang nicht in die Rille bekommen hat, leider.

Gute Rillen waren aber noch, Nena 7inches, Depeche Mode 12inches, neues und altes von den Pet Shop Boys, Scooter, U2 und so viel mehr – hab ich vergessen in den sechs Wochen.

Das Ende vom Lied war ein toller Freitagabend letzte Woche Freitag – Danke, Party People.

Ohne dich bin ich gar nichts

Every you & Every me

Mit dem wirklich guten Song Every me and every you ist Placebo erstmals in meinem Ohr angekommen, noch zu Zeiten, wo man hin und wann im Zweischlingen oder Lokschuppen unterwegs war.

Was an Placebo Alben immer ein bisschen Schade ist, so auch an Without you I’m nothing: Es ist in der Regel ein Super Song drauf, einer der noch ganz okay ist und dann viel Geschrebbel und Gesuddel. Das ist bei diesem auch so, aber nicht ganz so krass wie bei den anderen. So könnte man sagen, dass dieses hier vermutlich das beste Placebo Album ist.

Das Plattencover hingegen, ist eins der besten Plattencover die man sich so an die Wand hängen kann, darum hab ich das jetzt gerade auch erstmal gemacht …

Ich bin nicht ein Hund in Ketten

Also leider klingt das aber alles so, wie in Ketten. Finde jetzt beim 1 1/2 malsten durchhören, dass ich eigentlich keine Lust mehr habe weiterzuhören. Waren auf den letzten beiden Morrissey Alben noch mindestens zwei Topsongs drauf, ist das hier leer.

Da hilft auch rot transparentes Vinyl nicht drüber weg und auch der witzige Jim-Dog Zusammenhang nicht. 13th Album, Pechzahl irgendwie dann wohl.

Erasure und Pet Shop Boys verlassen das Plattenregal auch

Vor exakt einem Jahr haben die meisten The Cure und Depeche Mode 12inch Platten das Plattenregal verlassen und sich daneben in eine 19 Liter Plastikbox verlagert.

Dieses Wochenende ist eine zweite Box für die Pet Shop Boys und Erasure dazugekommen. Allerdings weiß ich jetzt gerade nicht so recht, wer in die dritte Box wandern könnte, denn die vier Bands haben schon deutlich größere Mengen an Platten im Regal gehabt, als die dort verbliebenen.

Dreamland

Sei jetzt hier und geh nicht weg

Römische Ziffern habe ich anders in der Schule gelernt, um auch mal zu meckern.

Dieses, mein erstes Oasis Vinyl Album habe ich mir im Sommer 1997 direkt nach einem durch und durch sonnigen Schwedenurlaub gekauft, die ganze Zeit schon D’you know what I mean? im Ohr hohe Erwartungen nach neun Megasongs von zwei Megaalben und dann damals die Ernüchterung.

Ich hab mich mal im Winter 23 Jahre später nochmal ganz in Ruhe durch das Album gehört und es schon auch so, dass auf jeder der vier Vinylseiten auch ein echt guter Song drauf ist.

– D’you know what I mean?
– Don’t go away
– Stand by me
– All around the World

Das Cover und das Artwork rundherum ist auch toll, einzig und alleine die Tatsache, dass man auch vom dritten Oasis Album erwartet hat, dass es volle Pulle liefert, hat damals die Enttäuschung anteilig mitgebracht, zumal die damalige vorab Single D’you know, what I mean? sich schon nahtlos in die Reihe der großen ersten Neun eingereiht hatte. Whatever, noch mal nen richtig gutes Oasis Album steht weiter auf meiner Want-Liste für die kommenden Monate und Jahre.

Verschollenheit / Zuflucht / Zuhause

Ich weiß gar nicht, wann ich schonmal fast dieses tolle Album gekauft hätte, aber bin mir sicher, dass es auch damals mit Samskeyti zu tun hatte. Ich hätte gerne ein Klavier und ein Schifferklavier oder ein Harmonium oder so und Klavier-Unterricht.

Die Platte war unglaublich teuer damals, darum habe ich das wohl verworfen – diesmal hat sie erstaunlicher Weise einen ganz normalen Preis für Doppelalben gekostet und kam zudem mit transparent farbigem Vinyl. Blau für Hvarf und Grün für Heim ist es geworden.

Diese limitierte Auflage ist allerdings erst 2013 erschienen, vielleicht raubt ihr das den hohen Preis – mir egal, die war obendrein eingeschweißt und in einer super Qualität für ihre nur sieben statt dreizehn Jahre.

Ich muss direkt nochmal die grüne C Seite auflegen, derweil würde ich was wetten, dass auch das Cover sehr bald mal an der Wand hängt, weil es auch sehr gelungen daherkommt.

Limited edition of 3000 copies on 180g coloured vinyl (Hvarf = clear blue / Heim = clear green) in a gatefold sleeve.
Released for Record Store Day 2013.

und ich brauche ein Klavier …

Es ist jetzt bestimmt vier Wochen her das Ben_ das im Büro wieder ausgepackt hat und ich bin immer noch wie verzaubert von dem Song. Mein Dank geht an Mr. Anmut und Demut.

Mehr Monster

Orange Monster an der Wand

Mal wieder Monster gehört. R.E.M. war in den Neunzigern wirklich nicht wegzudenken, auch wenn das gar nicht das beste R.E.M. Album ist, so war es doch das beste, was mir 1994 so zu bieten hatten.

Hat auch Spaß gemacht es anzuhören, da hatte Nechen eine gute Inspiration geliefert.

Außerdem wollte ich auch mal etwas orange Farbe an die Wand haben in Monster Zeiten wie diesen …

Andere Klasse

I took her to a Supermarket

Völlig aus der Vergessenheit bin ich die Tage im Autochen über den super Song I spy gestolpert und musste mich direkt vergewissern, was für ein Megaalbum Different Class von Pulp ist. Mega.

Disco 2000 und Common People sind damals meine beiden Tracks gewesen, die ich allerdings nur auf so jeweils einer kompakten Scheibe hatte. Unvergessen bleibt zu dieser Zeit der Pulp Auftritt im Eichenring Scheeßel, als sich Jarvis die Füße verbrannt hatte, weil Barfuß ne blöde Idee auf heißem Bühnenboden war.

Mittlerweile hab ich allerdings zu Common People immer den Captain Kirk im Ohr.

Bei meiner Plattenverpackung kann man aber leider die Cover nicht so lustig austauschen, wie mir das von 1995 im Hinterkopf geblieben ist – schade eigentlich.

Mensch – nimm mich auf eine Reise mit

Take me on a Trip

Sono hab ich auf einer Autofahrt zu einem Kunden weit hinter der Autobahnabfahrt Kirchlengern kennengelernt und mich in die Klänge und Sphären verguckt. Da es dieses Album von 2007 Panoramic View aber nicht auf Platte gibt habe ich da nur so Dateien von.

This is good enough

Im Rahmen der Revinylisierung die gerade alle machen, ist aber das 2018er Album Human als Platte auf den Markt gekommen. Das kannte ich nicht, aber sowohl das Album-Cover als auch das kurze Reinhören sprach mich sehr an.

Zu Hause angeliefert, aufgelegt und durchgehört ist es aber dann tatsächlich noch viel besser als erwartet gewesen. Vermutlich habe ich das Album mitlerweile in kürzester Zeit dreimal durchgehört und insbesondere die A-Seite möchte immer und immer wieder von mir aufgelegt werden.

Kommt ins Plattenregal zwischen Soft Cell und Soulsavers, wenn es nicht noch etwas länger durch sein schönes Cover die Wand ziert.

Von der Nacht getrennt

Wenn man der Nachricht von UPS trauen darf, sind wir am 27.02.2020 erstmal noch mehrere Nächte getrennt, denn die Platte Divided by Night von The Crystal Method ist zwar versandt aber erstmal noch in Kalifornien.

Waiting in California

27.2.
Nach langer Zeit hab ich mal wieder eine Schallplatte in Übersee gekauft, weil sie bei (nur) zwei europäischen Anbietern über 150 Euronen kosten sollte, gleichzeitig aber zB aus Spanien unsägliche 11 EUR Fracht gekostet hätte. Okay UPS nimmt für Flüge über viel Wasser 23 USD, aber dafür Schicken sie auch lustige Nachrichten …

5.3.
Und man merkt dann auch das es ein Doppelalbum ist, denn scheinbar ist erst die eine Hälfte von NY nach Frankfurt gekommen und nen Tag später die andere Hälfte.

Mittlerweile ist die Platte aber komplett in Frankfurt gelandet und hoffentlich nicht beim Zoll eingeschlafen, denn von Frankfurt hierher hat es UPS auch schon mal schneller hinbekommen als dieses mal.

Und am 10.3. hat UPS Germany es angeliefert.

Macht sich gut an der Wand und sehr gut auf dem Plattenteller.

Divided by Night von The Crystal Method höre ich seit Jahren im Auto immer wieder gerne jeden Track.

Drauf gekommen bin ich, weil dieses Album seit 2009 auch in der Vita von Peter Hook auftaucht, da er an zwei Songs mitgeschrieben hat und entsprechend auch am Bass zu hören ist. Außerordentlich gut gelungene Tracks, aber eben nicht nur die beiden, sondern auch noch etliche andere der zwölf Tracks.

Ins Plattenregal kommt The Crystal Method vor The Cure (bzw. was davon übrig geblieben ist):

Collins, Connor, Crystal, Cure

Das ist hartkernig und nicht zum Wiederverkauf

This is hardcore

Vermutlich geht es in dem vor exakt 23 Jahren veröffentlichten Song nicht um Hartkernigkeiten, sondern eher um krassere Pornografie – aber was richtig krass ist, ist dass ich ein Platte gekauft hat, die ich nicht wiederverkaufen darf. Das hat mein Verkäufer auf Mallorca scheinbar irgendwie anders gelöst, aber wie dem auch sei. Dieses Song ist so megagut, dass ich ihn sowieso nicht wieder verkaufen will.

End of the Line

Außerdem ist hier auch der kuhle Abklangsong von This is hardcore mit auf der Platte, der auf der Kompaktscheibe des Albums auch drauf ist, auf dem Vinylalbum aber fehlt.

Die beiden anderen Nonalbum-Tracks The Professional und Ladies‘ Man sind auch stark und wären auf dem Album des Jahres 1998 nicht untergegangen. Schallplatten sollte man übrigens besser nicht bei Verkäufern auf den Balearen kaufen, denn das Ausflugporto ist schon abschreckend, schämt euch was Correos, LastMinute nach Malle fliegen ist ja billiger als Schallplatten verschiffen.

Überflüssige Saxophone und sinnlose Geigen

When do I get to sing „My way“?

Es ist ein Schulzeit-gerade-eben-beendet-Phase-Erinnerungsalbum für mich, wir haben es recht häufig in seiner schwarzen Originalpressung auf Harold oder Joe liegen gehabt. Jetzt gibt es die polierte gelbe Neuauflage im Handel – mit allerlei Klim und Extrabim, aber am Ende bleibt es dabei:

When do I get to sing „My Way“? ist der rausstechende Hit der Platte und der Rest ist so Beiwerk für den man einen besonderen Tag braucht, an dem einem der Sparksgesang auf dem richtigen Fuß erwischt.

Ich fand damals schon Plattencover und Co ziemlich kuhl hätte aber aus dem Stand heraus nicht mal mehr gewußt, dass auch der Albumtitel Gratuitous Sax & Senseless Violins recht lustig ist, selbst wenn man ein Kind hat das wunderbar Saxophon und Cello spielt.

In der Gebärmutter

I sit and drink Pennyroyal Tea

Das Nachfolgealbum zu Smells like Teen Spirit hat es wieder in Teilen in sich. Allerdings taugt für mich nur die Hälfte der Songs was, nämlich die vier die nicht nur Gitarrenkrach und Geschrei sind, oops, das ist sogar nur ein Drittel.

Die Lieder Heart-Shaped Box, Rape me, Pennyroyal Tea, All Apologies sind allerdings sehr sehr große Nummern wie ich finde.

Lange fiel mir gar nichts ein, was ich über dieses 4/12 Megawerk schreiben konnte, außer eben den vier Knallern und dem ziemlich gelungenen Cover. Schade, dass es keine weiteren 4/12 Meisterwerke mehr gegeben hat. Letztes Studioalbum, leider.

Iris strahlend

Iris

Cover sah ziemlich kuhl aus als mir Another Way in meine Playlist der Woche beim Online Hördienst gestellt wurde. Hörprobe klang nett düster, Bandname ist auch ziemlich gut. Da war der Kauf einer bereits sechs Jahre alten Platte beschlossen.

Aber die Platte hat einen Etikettierungsfehler, die Anzahl der Songs auf der A Seite ist nicht identisch mit der Anzahl der Songs die auf dem Label stehen. Lustig, aber die Macher der Platte haben beschlossen, der Platte einen Entschuldigungsschreiben zu verfassen.

Dudelt alles nett daher ohne so richtig aus dem Quark zu kommen, vermutlich hängt die Platte öfter an der Wand, als das sie abgespielt wird, wobei jetzt gerade ist der US-Düsterpop zum zweiten Mal komplett zu Ende gelaufen.

Phanom

Es handelt sich ja wie auf dem Entschuldigungszettel ^^ geschrieben um eine limitierte Auflage, daher ist noch eine Bonusplatte mit ganz gut gelungenen fünf Mixen (die etwas besser aus dem Quark kommen) von Liedern des Radiant Albums mit dabei.

Vierzig Tag nach dem Einkauf, sollte ich auf Kindermundwunsch mal alle Plattencover austauschen und so erlebte ich beim Wegsortieren von Iris eine Überraschung: Im Plattenregal war noch keine einzige Band mit i und so kommt Iris neben Humpe und Jackson.

Tschüss!

Bolgona, Bussi Baby und Colombo sind die drei Hits von den ersten drei Wanda Alben und die sind schon ziemlich gut.

Seit etlichen Wochen suchen wir jetzt auf dem vierten Album Ciao! nach dem Hit.

Es scheint ihn nicht zu geben.

Aber an der Wand macht sich die Platte super.