So hübsche Gabelungen in der Landstraße

This is the Sound of me hitting Bottom

Nach acht Jahren Pause kam eine neue Alanis Morissette Platte – ich hab sie auch tatsächlich schon ein zweimal durchgehört und es ist nette gewohnte Kost, die vom SingSang und KlingKlang an die späten 90er Frühwerke erinnert, aber derzeit kommt leider nichts zwischen Jarvis und Erasure – hatte ich schon erzählt, glaub ich.

Sie ist lustig, darum in der nächsten Folge, dann noch einmal die hübsche Geschichte, wie der Haussegen den Alanis Ähnlichkeitswettbewerb gewonnen hatte.

Außerdem sei hier noch einmal eine Filmempfehlung ausgesprochen: Dogma

Über Blässe hinaus – vermisse ich etwas?

Sieben Songs auf transparentem orangenen Vinyl hat Jarvis Cocker mit seiner neuen Band JARV IS als Album namens Beyond the Pale herausgebracht. Und es ist großartig. Vieles davon finde ich sehr gut und Am I missing something? schafft es in meinen Liederhimmel, das ist so super – auch wenn ich lange überlegen musste, woher ich diese geile SynthieKlimperMelodie her kenne – Pet Shop Boy’s / So hard ist es wohl gewesen.

The Arrow knows nothing of its Target

Die Platte hat es nach sieben, acht Wochen noch nicht ins Plattenregal geschafft, da die Other Side sich zu einem Schnellwiederkehrer auf dem Plattenteller gemacht hat. Entweder liegt da Jarvis oder Erasure – da bin ich auch sicher, dass es nicht mehr viel kuhleren Sound dieses Jahr geben wird …

Das Neon – also das Edelgas vermutlich

Rising like a Phoenix

Es ist gut, ich mag es. NeonOrange als Vinyl hätte ich mir brutaler gewünscht, jetzt ist es halt nur so transparent. Ich denke zudem nicht, dass ich das Cover mal aufhängen werde, aber ich hab mir schon ganz oft die neuen Songs in diesem Internet angehört, denn Mute hatte Lieferprobleme – am Ende wusste ich nicht mal mehr, ob ich das dort überhaupt gekauft hatte, denn Mute hatte auch Mail Bestätigungsprobleme.

Neonorange – plenty of time, plenty of time

Als es 10 Tage nach Veröffentlichung immer noch nicht im Haus war, hab ich es bei JPC bestellt und fünf Minuten später war die Post mit einem RoyalMailKarton an der Tür. Die Story fanden die bei JPC auch lustig und haben bevor irgendwelche Transportkosten entstehen konnten alles storniert. Danke jpc.de

Zurück zum eigentlich Grund des Kaufs – die Musik. Es ist hier und da ein bisschen Schlager Musik, aber es ist CandyPop und teilweise auch richtig schön verdamelt, also so wie es gehört.

Bei öftermaligem Hören ist es wieder einmal mehr die A-Seite, wo die Topsongs sich versammelt haben, die kann man durchhören und sich auf alle Lieder freuen.

Ich krieg keinen Schlaf

When the light above my head went bam!

Dieses Rollo Werk ist ja eines meiner Lieblingstechnodinger aus den 90ern, hauptsächlich weil es erst so super abwubbert und danach tatsächlich so herrlich eskaliert, wie es besungen wird – keine Wunder, dass da keiner schlafen kann.

War gerade bei diesem großen Onlinekaufland netterweise als Angebot günstig zu schießen, ich hatte das vorher nämlich nichtmal als Kompaktscheibe rumstehen. Willkommen im Plattenregal: Faithless – Bitte finde Platz zwischen Faith No More und Fanta4.

Eine Flut von Tee und Kaffee von Mark Ellis

Heute stolperte ich über eine lustige Geschichte beim Hören des Erasure Remixes: Sexuality Mark „Flood“ Ellis Mix nämlich, wie Flood – der eigentlich Mark Ellis heißt – seinen Spitznamen bekommen hat.

Er hat soviel Tee und Kaffee bei der Produktion des The Cure Debut Albums serviert, dass damals kaum jemand seinen Kaffee alle bekommen hat, während sein unbekannter Kollege (called Drought) das nie tat. So nannte das komplette The Cure Produktionsteam den guten Mark Ellis Flood, was sich seit 1979 gehalten hat.

Eine Flut an supertollen Alben von Violator über Achtung Baby diversen Erasure und Nine Inch Nails Platten u.v.m. sind alle aus seiner Produktion.

Erfolgsrezept Tee und Kaffee kann ich mir tatsächlich sehr gut vorstellen.


Eindringling – Die 12zoll Sammelung

Einer der besten Mix von Violatorliedern ist der Pump Mix, der hauptsächlich auf dem kuhlen supersoundigen eigentlichen Zwischenstück von Personal Jesus herschallt, der für meine Empfinden einer der Höhepunkte auf dem Violator Album ist, obgleich Personal Jesus gar nicht so violatoresque ist ansonsten.

Decided in your Youth

Meine erste Depeche Mode Schallplatte, war die gelbe 12″ von Policy of Truth gekauft bei Phonac in der Bielefelder Altstadt, da wo heute Büromöbel vertickt werden … die Platte habe ich dann aber später in Arne’s Pizzahütte getauscht, sodass ich meine allererste Depeche Mode Platte gar nicht mehr hatte, bis es sich irgendwann vor fünf sechs Jahren mal lohnte, diese in einer Sammelbestellung günstig wiederzukaufen.

Bong 10 bis 20 – Die Elf des Jahrhunderts

Mit der 12zoll Sammelung aller ViolatorSingles schließt sich der Kreise, denn die Platte ist jetzt doppelt und unabgespielt und hat ihre blaucoverige Schwester direkt mitgebracht.

Hatte ich schon die unglaublich Klangqualität dieser Platten an sich gelobt?! Es ist der Knaller – die Sammelbox steht jetzt fein im Sonderregal neben den anderen 12″ Sammelboxen aus 1986, 1987.

Der Mottenmann

Das ist seit dem Hexengarten echt mal wieder ein richtig gut gelungenes Cover einer drei Fragezeichenfolge, darum gab es diese mal wieder auf Vinyl.

Story ist auch okay, wobei man bei Doppelvinyl ganz schön oft aufstehen und umdrehen muss.

Elektrokonvulsions-Therapie-Schwermut

Das ist eine der besten Überschriften des gesamten Vinylabelblogs glaube ich und vermutlich auch eine der traurigsten, wenn man die Story von E von den Eels zuhört. Traurigkeit über den Verlust der Mutter, die zuletzt auch so therapiert wurde.

You’re dead but the World keeps spinning

Jetzt Vinyl: Bevor ich diese redoppelvinylte Platte hatte (Gott sei dank, denn die Erstpressung bei discogs war ganz schön teuer, aber dafür transparent blau 10″ – eine Traum für den Hasenmann), hätte ich behauptet, dass es ein Album ist, das von Last Stop: This Town lebt – so ein Single mit vielen Bonustracks, aber in Wirklichkeit ist mehr gutes und auch lustiges Song-Material dabei: Delicious Hospital Food zum Beispiel.

For the last Stop to this Town

Leider auch viel trauriges Material, denn hier wird der Tod der Mutter und der Freitod der Schwester verarbeitet. Dinge die über die man lieber nicht aus gegebenen Anlässen singen muss …

Das so wunderschöne Cover wird durch dieses Wissen natürlich auch ein bisschen trauriger.

Kraft, Korruption und Lügen

No movement, no Colors just silence

Irgendwie ist Power, Corruption and Lies das erste New Order Album, den zuvor gab es nur E.P. und 12″ Maxi Vinyls. Etwa acht Wochen nachdem Blue Monday auch eben nur aks 12″ MaxiVinyl (meist verkaufte MaxiSchallplatte aller Zeiten) veröffentlicht wurde, erschien diese acht Tracks Platte, die mich vor allem mit dem Opener der zweiten Seite Your silent Face verzaubert.

Witzig eigentlich, dass man es sich gespart hat auf das „normale“ Album auch noch den fetten Hit zu packen, denn Blue Monday hat es dann tatsächlich auf die US-Kassettenversion geschafft.

Ich hab jedenfalls gerade meine Kassette gesucht, wo ich mir 1984/85 selber den Blumenstrauß drauf abgemalt hatte, aber nicht gefunden – schade.

Das Lexikon der Liebe

Heute vor 38 Jahren und noch bevor Trevor Horn zu Frankie nach Hollywood gegangen ist und alle die anderen späteren kuhlen Produktionen hergestellt hat, hat er mit Anne Dudley und ABC dieses poppompöse Prachtwerk The Lexicon of Love hergestellt. Es ist schon als Frühwerk zu erkennen, aber es ist auch schon in entsprechenden Ansätzen soundgewaltig.

Alles gelungene Beiwerk endet in dem Hammerpopsong – The Look of Love, der es auch weit über die Stadtgrenzen geschafft hatte und schon sehr sehr früh auch in meinem Ohr gelandet und im Kopf und Herz geblieben ist. Wäre auch ein schöner a-ha Song gewesen, ist aber ABC – die sich aber im Plattenregal neben A-Ha stellen dürfen.

Wie ein Gebet

Als ich 1990 das Geld von meinem ersten Sommerferienjob bekam, konnte ich mir davon meinen ersten Kompaktscheibenabspieler kaufen und direkt noch meine erste Kompaktscheibe: Like a Prayer von Madonna

It’s like a little Prayer

Beinahe 30 Jahre später stolperte ich bei einem Plattenanbieter über eine Near-Mint-Variante der Vinylversion und kaufte. Es ist nach wie vor so, dass es eben die vier TopRadioSingles auf diesem Album gibt:

  • Like a Prayer
  • Express yourself
  • Cherrish
  • Dear Jessie

Der Rest ist mehr oder weniger B-Seiten-Beiwerk und insbesondere der Track von und mit Prince ist Kunstmüll für meine Ohren – und das liegt nicht an Prince, sondern am Müll.

Die Platte ist aber trotzdem ein Madonna Meilenstein und ein Album, das auf immer und ewig einen historischen Wert für mich hat und eben vier Toplieder.

Ganz lustig, beim Plattenriechen steht diese Platte in einem verwirrenden Gegenüber zu Nils‘ 101, falls die Platten das Parfüm 30 Jahre lang halten konnte … (ich sag nur Patchouli)

Gagatonschritte

Nicht nur stark in der Chromatic nachgearbeitet, sonder auch in der Opacity.

Ich lege mich früh fest: Wenn dieses Jahr kein außergewöhnliches Scooter Album mehr veröffentlicht wird, dann ist Chromatica von Lady Gaga das Kirmesmucke Album des Jahres. Es ballert einem wirklich den Kopf weg und das ist ganz okay, das einzige was nervt ist, das die eigentlich nette Stimme von der Lady (bzw. einmal sogar bei Elton John) ständig durch einen Vocoder genoodelt wird. Dann klingt es nicht.

Bei Stupid Love blieb das mehr oder weniger aus, so dass hier ein richtig guter Pop Song ähnlich wie Paparazzi oder Poker Face entstanden ist. Das Album ist viel besser, als das Vorgängerteil Joanne.

Leider ist das crystalclear Vinyl ohne Cover in einer stinkenden Plastikhülle erschienen, daher gibt es diese Platte nicht im Bilderrahmen.

Nimm das, Irrfahrt

Have a little Patience

Vorweg sagt der Bauch erstmal, dass er kein Take That Fan ist, aber wenn man sich dann das ganze Album anhört und schon doch bestimmt vier, fünf gute Tracks dabei sind, dann ist das auf jeden Fall mehr, als manch andere Band so bei mir zählt.

Auf den Punkt sind die Hits für mich Back for good, Patience und Flood – auf diesem Album zusätzlich How deep is your Love, weil Barry Gibb mitsingt – das ist kuhl und treibt einem ein bisschen Tränen in die Augen für Papa gleich mit – der das Take That Ding damals ohne Bee Gees Beteiligung erbärmlich fand.

Gary Barlow hat definitiv ein Händchen für Melodien und Verpackungen von Songs mit Hilfe von Popinstrumenten. Das erklärt für mich so Ergebnisse wie die Songs Back for Good und Patience, die extrem gute Popsongs sind.

Robbie Williams war ja nur ganz am Anfang und ganz am Ende bei Songs wie Flood einer von den Take That Jungens, allerdings vom Timing her wunderbar. In seiner Solopause hat er alles was Guy Chamber so rausgehauen hat gut versungen und sein Stern ging gerade unter, als der von Take That nochmal für zwei Reunited Alben aufging, das erste ohne Robbie, das zweite dann mit Robbie – und warten wir es mal ab, das war es dann vermutlich …

& Party

Barry Gibb – Ich hab mir das Stuart Price polierte 2018er Doppelvinyl gekauft, wegen Patience und Barry und bin ordentlich begeistert von meiner allerersten Take That Schallplatte, die ins Plattenreal neben Stereophonics und Talk Talk kommen.

Das fruchtesque Logo von Take That << ist übrigens auch sehr kuhl.

Urlaubsgelaber

Rappin‘, rockin‘, poppin‘ in the Street-Kid-Show

So ein Mist – Familienurlaub auf den Kanaren kostenpflichtig storniert 30 Tage vor Abflug.

Ich hätte mir dafür ca. die Top 80 der VinylCharts von JPC kaufen können https://www.jpc.de/jpcng/vinyl/charts aber das wäre noch schlimmer gewesen, bei dem ganzen Neukompilationskack, den man da so kaufen kann.

Gegen die Traurigkeit, die man dann ja doch hat, weil man dem Geld nicht böse ist, hab ich aus der Tüte der zurecht aussortierten 7inches den Holiday Rap zum einmal laut anhören befreit und für eine Phase zurück in den Schuhkarton befördert. Ist auch mehr oder weniger Kacke.

Wenigsten ist die Platte von Ariola und so muss man einmal kurz lachen, wegen des dösigen Ariolawerbevogels von früher … Jaaaa, von Arilolaaaa!

Der Teufe, Du und ich

Ornitholgenfreunde aufgepasst, hier kommt euer neues Lieblingscover an meiner Wand:

  1. Graufischer
  2. Purpurreiher
  3. Rotflügelstärling (Flügelschlag)
  4. Haussperling
  5. Schwarzkopf-Ruderente???
  6. nicht abgebildet
  7. nicht abgebildet
  8. Brautente (Flügelschlag)
  9. Blässhuhn (Flügelschlag)
  10. EnteEnteEnte???
Drei von neun in Flügelschlag gefunden

Für zwei Enten habe ich die norwegische Designagentur Yokoland angemailt, ob die die Originallegende irgendwo rumliegen haben und sie wollen mal schauen …

Lights are out, but anyhow this is what they see: It’s the devil, it’s you and me

Musikalisch ist The Devil, you + me ein völlig phantastisches The Notwist Album und ich hab keinen Schimmer, wieso das so außerhalb meines Fokus komplett an mir vorbei gegangen ist. Ich habe es 2008 im Apfelmelodienladen gekauft, allerdings so gut wie gar nicht gehört, sodass es sich nun gerade anfühlt wie eine Neuveröffentlichung für mich – was ganz kuhl ist.

Allein für das Console Geknister von Martin Gretschmann lohnt sich das Album unter dem Kopfhörer anzuhören. Allerdings sind auch Stimme von Markus Acher und viele super arrangierte Instrumente wohl gelungen. Abzüglich der gerade herrschenden Euphorie würde ich trotzdem sagen, dass es eventuell das 2002er Album (des Jahres) Neon Golden toppt. Das darf ich also nicht gegen die Last Shadow Puppets Platte in Frage stellen, sondern mich nur sehr freuen, dass es dieses tolle Album seit 2008 gibt und jetzt endlich auch hier im Bilderrahmen.

Schutz

Wir schützen uns jetzt schon seit etlichen Wochen, immer wieder spannt auch Musik den Bogen dazu. Protection von Massive Attack neu auf Vinyl erschienen, kostet somit nun endlich weit unter 100 EUR und das ist es dann auch wert.

Who says that’s not the Way it should be?

Massive Attack fällt mir bestimmt nicht ein, wenn ich mal zwanzig dreißig richtig starke Bands mit richtig starken Songs aufschreiben soll, aber es sollte – es ist so starkes Zeug und der Song Protection ist einfach seine kompletten 6 1/2 Minuten lang der totale Hammer und das obwohl er so megaminimal ist.

Das Album ist von Nellee Hooper produziert und die verschiedenen Songs werden von unterschiedlichen Künstlern unterstützt. Der Song Protection wird zum Beispiel von Tracy Thorn gesungen.

Völlig nur für mich gelassen könnte ich das noch viel länger tun

I get out of Bed at half past ten

Heute zum Vatertag, gab es (ganz ohne albernen Bollerwagen und Alkopush) eines der Lieblingslieder meines Vaters und mir einmal über Kopfhörer in seiner vollkommenen über elfminütigen Länge. Ich weiß noch, dass ich die Platte im Juni 1990 auf einem Klassenausflug der 10b bei dem Megagroßen Saturn Laden in Köln zusammen mit zwei weiteren Pet Shop Boys Maxivinyls gekauft habe.

Schon damals hat das Ding an zwei Stellen einen Sprung. Die Platte hing vermutlich zehn Jahre lang an der Wand in meinem Kinderzimmer.

Es passt ganz gut in meinen aktuellen Wunsch, mehr von Trevor Horn produzierten Werken zu kaufen (eines steht schon in der Kiste, der noch zu erwähnenden Platten), denn es ist definitiv eines seiner Werke auch wenn er hier offiziell nur Co-Produzent war, ist er vermutlich in erster Linie für die pompösen Extrasounds der langen Version – wie zum Beispiel dem startenden Propellergeräusch gegen Start des letztes Viertel des Songs – mitverantwortlich.

Ich weiß, ich hab über diesen Song vor sechs Jahren schonmal was geschrieben, aber er ist auch nicht schlechter geworden und damals ging es um die nach wie vor verschwundene 7″ Version.

100 Lyrics and a Poem

Wir können nicht tanzen

Eo eo eo eo

Für Mittwochabend war eine Radiopremiere für No Son of Mine bzw. ein neuer Song von Genesis angekündigt, ich musste aber mit meinen Eltern weg. Also habe ich eine 45 Minutenkassette direkt auf Aufnahme gestellt und gehofft, das die solange aufnimmt, bis das Lied kommt. Das hat sie, aber nur 2 Minuten, sodass ich wohl den starken Anfang, aber nicht das gelungene Ende hören konnte.

Ein paar Tage später gab es die Maxikompaktscheibe zu kaufen und kurz vor Weihnachten das Doppelvinyl.

Habe es die Tage nochmal durchgehört. Es ist schon ein ordentliches Album. Es klingt nicht alles nach Phil Collins Einheitsbrei, sondern hier und da auch ein bisschen nach Bank und Rutherford. Was ich sehr mag, sind die Felder, die per Synthies unter alle Lieder gezogen wurden und aufkommendes Schlagzeug. Ist alles nicht anders als bei In the Air tonight, aber da ist es auch nicht schlecht.

Fazit: Ich musste mich noch nicht schämend mit Genesisplatten in den Keller schleichen -hörte aber tatsächlich von mehreren Fällen dieser Art – und es ist immer noch ein sehr schöner Teil meiner Musikgeschichte.

Vermutlich wandert das Album jetzt trotzdem für mehrere Jahre zurück ins Plattenregal. Bis bald ihr Nichttänzer.

Resultate

Sleepless nights to think about you

Results bekomme ich beruflich seit Jahre und ständig geliefert, allerdings von Datenbanken, aber eines der besten Resultate der letzten Jahrzehnte bekam sicherlich Liza Minelli von den Pet Shop Boys geliefert – ihr Elektropop Album im Jahr 1989 nämlich.

Wobei nur die erste Seite ein „neues“ Pop Album ist, die zweite Seite sind eher den bekannten klassischen Gesängen für Liza Minelli konzipiert und sind Coverversionen unter anderem dann von Pet Shop Boys (Rent, Tonight is Forever) Liedern. Im direkten vergleich mit dem Pet Shop Boys Album für Dusty Springfield ist dieses zumindest auf der A-Seite um etliches besser.

Diese Platte ist zweimal ins Plattenregal eingezogen, am 16. November 1989 in das Regal meines Vaters als Geburtstagsgeschenk erworben bei Gemini Bielefeld. Und ein zweites mal nach einem Besuch in Stuttgart im Jahr 2000 in mein Vilsendorfer Plattenregal.

Arolsen 2020 @ Heimunterführung

Dieses Jahr gab es kein Plattenauflegen in Bad Arolsen, keine Vinyl-Licht-Kuranwendung. Aber es gab einen virtuellen Ersatz mit Jitsi und ein paar zusammengemischte digitale Pakete, sodass zwei Party Mixdowns, ein Düsterparty Mixdown und ein Afterparty-Chill Mixdown dabei rumkamen.

Zu Hause gab es durch die Vorbereitung zum Glück eine ganze Menge Vinylmomente und Spaß mit der guten alten Videosoftware (Danke, Herr Magnifico!):

The flashing Underpass

Highlights waren die Platten von John Foxx mit dem Track The Underpass, sowie das gute alte Tonight von den New Kids on the Block, was so dermaßen ein Beatles Song sein könnte, mit dem ganzen Geigen und Tralala Zeugs innen drinnen.

Weil es am Ende alles digital wurde, konnten auch alle per WhatsApp erfolgreich geäußerten Hörerwünsche berücksichtigt werden und ein paar Track, die man seit 2007 nicht mehr gehört hat ebenfalls – hier der Knaller: Screwing you on the Beach tonight ein Track, den die Bloodhound Gang nicht in die Rille bekommen hat, leider.

Gute Rillen waren aber noch, Nena 7inches, Depeche Mode 12inches, neues und altes von den Pet Shop Boys, Scooter, U2 und so viel mehr – hab ich vergessen in den sechs Wochen.

Das Ende vom Lied war ein toller Freitagabend letzte Woche Freitag – Danke, Party People.

Ohne dich bin ich gar nichts

Every you & Every me

Mit dem wirklich guten Song Every me and every you ist Placebo erstmals in meinem Ohr angekommen, noch zu Zeiten, wo man hin und wann im Zweischlingen oder Lokschuppen unterwegs war.

Was an Placebo Alben immer ein bisschen Schade ist, so auch an Without you I’m nothing: Es ist in der Regel ein Super Song drauf, einer der noch ganz okay ist und dann viel Geschrebbel und Gesuddel. Das ist bei diesem auch so, aber nicht ganz so krass wie bei den anderen. So könnte man sagen, dass dieses hier vermutlich das beste Placebo Album ist.

Das Plattencover hingegen, ist eins der besten Plattencover die man sich so an die Wand hängen kann, darum hab ich das jetzt gerade auch erstmal gemacht …

Ich bin nicht ein Hund in Ketten

Also leider klingt das aber alles so, wie in Ketten. Finde jetzt beim 1 1/2 malsten durchhören, dass ich eigentlich keine Lust mehr habe weiterzuhören. Waren auf den letzten beiden Morrissey Alben noch mindestens zwei Topsongs drauf, ist das hier leer.

Da hilft auch rot transparentes Vinyl nicht drüber weg und auch der witzige Jim-Dog Zusammenhang nicht. 13th Album, Pechzahl irgendwie dann wohl.

Erasure und Pet Shop Boys verlassen das Plattenregal auch

Vor exakt einem Jahr haben die meisten The Cure und Depeche Mode 12inch Platten das Plattenregal verlassen und sich daneben in eine 19 Liter Plastikbox verlagert.

Dieses Wochenende ist eine zweite Box für die Pet Shop Boys und Erasure dazugekommen. Allerdings weiß ich jetzt gerade nicht so recht, wer in die dritte Box wandern könnte, denn die vier Bands haben schon deutlich größere Mengen an Platten im Regal gehabt, als die dort verbliebenen.

Dreamland

Sei jetzt hier und geh nicht weg

Römische Ziffern habe ich anders in der Schule gelernt, um auch mal zu meckern.

Dieses, mein erstes Oasis Vinyl Album habe ich mir im Sommer 1997 direkt nach einem durch und durch sonnigen Schwedenurlaub gekauft, die ganze Zeit schon D’you know what I mean? im Ohr hohe Erwartungen nach neun Megasongs von zwei Megaalben und dann damals die Ernüchterung.

Ich hab mich mal im Winter 23 Jahre später nochmal ganz in Ruhe durch das Album gehört und es schon auch so, dass auf jeder der vier Vinylseiten auch ein echt guter Song drauf ist.

– D’you know what I mean?
– Don’t go away
– Stand by me
– All around the World

Das Cover und das Artwork rundherum ist auch toll, einzig und alleine die Tatsache, dass man auch vom dritten Oasis Album erwartet hat, dass es volle Pulle liefert, hat damals die Enttäuschung anteilig mitgebracht, zumal die damalige vorab Single D’you know, what I mean? sich schon nahtlos in die Reihe der großen ersten Neun eingereiht hatte. Whatever, noch mal nen richtig gutes Oasis Album steht weiter auf meiner Want-Liste für die kommenden Monate und Jahre.