Blitz

3D Haussegen deluxe

Fünf Sterne Deluxe sind wieder am Mikrophon und wollen uns diesmal ordentlich flashen. (Ich hoffe das wird trotz Flash noch alles angezeigt …)

Hat das flashend geklappt?

Visuell haben die echt alles gegeben und sich diverse Mediengestaltereffekte ausgedacht. 3D-Pop-Up_Booklet, 3D-Anaglyph-Plattenlabel und Songtextdarstellung.

Flash

Auditiv bin ich noch nicht so geflasht. Zwar mag ich nach wie vor die Stimme von Das Bo aber die meisten Sachen haben eher was mit Hörspielen zu tun, als mit Rap. Einzig Inspektor Jabidde bleibt hier heftig in den Kinder- und Erwachsenenohren hängen. Und als alter Kraftwerker ist natürlich die Hommage Moin Bumm Tschack lustig und durchaus gelungen.

Am Ende bin ich aber eher vom mithörenden Auge begeistert als vom hörenden Ohr.

Doppelvinyl 33rpm ist ja der obere Durchschnitt heuer, auch alle vier Seiten sind bespielt. Eigentlich alles gut, aber es gab eben schon deutlich besseres Deluxezeugs.

Moin Bumm Tschack

Naja, ab ins Plattenregal, direkt neben Front 242 und Fury in the Slaughterhouse – da musste auch erstmal stehen …

Schlaf schön Biest

Ach ja, ein The National Album – Sleep Well Beast – weißes Doppelvinyl, sehr nettes Artwork und fantastische Musik. Ich will da dieses Jahr noch kurz was drüber schreiben, weil es eins der bedeutungsvollsten 2017er Alben ist, allerdings ohne den leisen Anflug mein Album des Jahres zu werden.

Der Hasemann und ich hatten uns aber eigentlich schon drauf gefreut, als wir uns im Zollpackhof das letzte Mal über Musik unterhalten hatten.

Sleep well Hasemann!

The Day I die ist einer der ohrwurmigsten und fröhlichsten The National Songs ever, aber keine Chance – er macht nicht fröhlich. Er lässt einen einfach traurig den Kopf schütteln, jedes mal, wenn man den Song hört. Einmal lege ich ihn mir heute aber noch auf …

Ach so und die Frage des Songs kann ich leider beantworten:
Du Berlin, ich Dänemark.

Bolonga Colombo

Zweimal Poprock am 2. Advent aus Österreich. Bisher haben es Wanda geschafft auf jedes Album einen durchaus erwähnenswerten Hittrack zu hauen. Auf dem Debutalbum Amore ist das der Song Bologna.

Tante Ceccarelli hat in Bologna Amore gemacht

Colombo ist der Track auf dem 2017er Album Niente. Gewöhnungsbedürftig ist der Schwarzenegger-Ösi-Slang im Gesang, der den Haussegen aus dem Haus treibt. (Kann ich auch Reinhard Fendrich hören)

Nur wir zwei wie im Traum und Colombo schau’n.

Ich könnte mir vorstellen Colombo im Gesamtkatalog des Track des Jahres sehr weit oben zu platzieren. Ist schon ein HappyTune, der es definitiv auch mit James Last aufnehmen könnte.

Wanda steht im Plattenregal neben VNV Nation und Westernhagen.

Griechenland

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.

Live after being a Zombie …

Ich weiß gar nicht so recht, welches Überlabel ich an den Track And the she kissed her machen müsste. Der Song ist an so viele netten PC69 Momenten und anderen Partyabenden dabei gewesen und er ist zwar gar nicht tanzbar, aber ein so unglaublich wundervoller Song. Piasingsang durch mehrere Kilo Halleffekte gezogen und dahinter Soundwelten, als wenn es bei Boa keinen morgen mehr geben würde. Großartig. Wundervollst.

… and I feel Homesick.

Der Rest des Albums ist dagegen für mich stets eine Schattenwelt geblieben, obgleich es einen ordentlichen Batzen prima Songs auf Helios gibt.

Mir würde in Wirklichkeit die unbezahlbare 12″ Maxi von And the she kissed her reichen. Allerdings würde ich gar nicht wissen, ob das überhaupt schon der beste Boa Track ist, aber vermutlich jetzt gerade schon.

Lustige Fußnote: Die orchestralen Arrangements  dieses Album sind von keinem geringeren gemacht, als dem Mr. Mainstream Robbie William Maker – Guy Chambers. Lustige kleine Musikwelt.

Erfahrungslieder

You’re the best Thing about me!

Boa, U2 was ein super Album ist das denn? Erst entzückt es durch dunkelblau transparentes Vinyl und dann sind da ja massig viele Supersongs drauf. Hab jetzt unter den offiziell 13 Songs nix gehört, wo ich gelangweilt weggenadelt hab und auch die drei Bonustracks auf der D-Seite sind gut.

Nachdem das Musikjahr schon ziemlich gut war, ist das hier aber eine echte Überraschung. Das letzte Album war schon eher belanglos und daher lag meine Messlatte nicht so arg hoch. Aber schon die Single war besser, als die vom letzten Album und nun also auch die Albumtracks.

Bei der Verpackung haben sie sich auch Mühe gegeben. Gatefold okay, aber auch noch nen Booklet, zu dem Album und extra Plattentüten nebst den normalen 0815 schwarzen Standardverpackungen für Platten. Charmant.

hier:

Anton-Cover, Standard-Hülle, Schmuck-Hülle, Doppelfalz-Booklet

Seit ich es heute aus der frustfrei-Verpackung rausgeholt habe, höre ich es nun seit Stunden. Immer mal wieder eine andere Seite, jetzt gerade nochmal die Single: The best Thing about me. Echt super, 2017 Du warst wenigstens ein gutes Musikjahr, wenn Du schon sonst kaum was geschissen bekommen hast.

Songs of Experience hält was es verspricht, wenn man bedenkt, dass wir hier von einer Erfahrung von 14 Studioalben sprechen.

Träum weiter Anreger

Just Freelove

Der englische Begriff Exciter ist technisch verstanden eine Anreger, größerer technischer Maschinen, ein Schwungbringer oder auf den Menschen übertragen vielleicht ein Motivator. Genau, was das Exciter Album von Depeche Mode sein soll, aber nicht ist. Im Gegenteil, ich finde eher, dass dieses Album von allen aktuell vierzehn Studioalben das unmotivierenste ist und es daher vielleicht auch Breaker hätte genannt werden können.

Death becomes me – Heaven can you see what I see?

Es ist zwar gut untekühlte Synthiemucke, aber es hat nicht einmal in den drei ersten Singles (Dream On, Freelove, I feel loved) sowas wie eine entflammende Melodie. Erst der finale Track, der gleichzeitig die vierte Single ist, kann Herzen erwärmen. Ich habe das heute noch einmal durchgehört und kann leider meine Meinung nicht ändern. Man ist schon vor dem Refrain von Dream On leicht genervt und atmet erleichtert durch, wenn man bei Good Night Lover angekommen ist, wobei der vorletzte Track I am you auch ganz kuhl war – eventuell aber auch nur einen Vorfreudebonus.

Zwischendrin erreicht man bei Comatose – Kunstgetöse von Martin – erstmals Acheselzuck-Status.

Dabei ist das AlbumCover eines der hübschesten – habe ich sehr gerne an der Wand hängen.

Wild!

Kann man gar nicht ins Deutsche übersetzen so richtig den Albumnamen vom vierten Erasurealbum. Wild! Das heißt wohl sowohl auf deutsch als auch auf englisch so.

Es ist das beste Popalbum 1989 und der beste Beweis dafür, dass ein Superalbum auch ein Superalbum ist, wenn es drei Mautracks dabei hat.

La Gloria, 2.000 Miles und Star (das ist sogar eine Singleauskopplung?!) sind mitunter schlechtere Tracks, als die Single B-Seiten der Auskopplungen von Wild.

Trotzdem sind da noch die drei Hammersingles, Drama, You sourround me und Blue Savannah Song, die aus dem Album an kalten Novembertagen fast Sommer machen. Dazu noch eingerahmt von dem Pianosong Intro und Outro und dem vielleicht besten Non-Single-Erasure-Track: Crown of Thorns

You surround me!

Kleiner aber sehr feiner Bonus der Platte – auf dem Cover haben Andy und Vince damals nach dem Konzert in Frankfurt unterschrieben, leider während ich (auch sehr warm) mit Fieber im Bett lag.

Hunderteins

Let me see those Hands!

Gerade meine 103. Order bei Discogs gemacht, zlorfikTM, da hätte ich ja auch nen kleines bisschen besser aufpassen und den Kauf vom timing her in die letzte Oktoberwoche vorverlagern können. Was ich auch nicht gemacht habe – ich habe den Verkäufer nicht gefragt, ob die Platten nach Pachouli riechen, so wie früher die beiden Scheiben vom Nils.

Help me see things in a different light

Wie dem auch sei. Auf meiner ca . 100 minütigen Autofahrt letzte Woche habe ich das ganze Depeche Mode liveAlbum 101 komplett durchgehört und musste an Pacouli und die spätern 80er frühen 90er denken und an den Tag als wir auf dem Highway and er Abfahrt Passadena nicht zum Rosebowl abgefahren sind, um dort einmal laut zu rufen:

Good evening Passadena!

Das Album ist schon eine Livemeilenstein und einige der Liveversionen auch eine Idee besser, als die Studiostücke.

Tief in Hochschulen

In Wortwitzen war Morrissey schon immer grandios und den ein oder anderen Song von ihm mag man sehr weit oben in seinen Favoriten. Spannend was das 2017 Werk noch so zu bieten hat. Fazit vorab: Ich mag es.

Clear Vinyl

Brachial, OldRock, Synthies und MozzerStimme passt in vielen Liedern gut ins Ohr, allerdings ist es auch nicht auf dem Level von You are the Quarry. Was zu Morrissey parallel in der Zeitung zu lesen war ist allerdings eher strange, aber das ist jetzt nichts Neues aus 2017.

Das Hochzeitsalbum

Too much Information
Duran Duran

Wenn man über das Musikjahr 1993 berichtet, dann darf Duran Duran’s The Wedding Album nicht fehlen. Auch wenn nur maximal drei brauchbare Songs drauf sind, so sind Ordinary World, Too much Information und Come Undone schon mit die besten Duran Duran Tracks überhaupt und sind auch nicht die schlechtesten 93er Songs,

Leider ist 1993 eine Kompaktscheiben Hauptkaufzeit gewesen, so dass ich noch die beiden Maxis von Ordinary World und Come undone im anderen Regal stehen hab, die bemerkenswerte kleine Best of Minialben sind, da sie jeweils drei Hits aus den früheren Duran Duran Jahren beinhalten.

A View to a Kill um mal nur einen James Bond Hit zu nennen, den ich aber wiederum auch auf 7″ allerdings auf einem eher gammeligen Stück Vinyl haben.

Derzeit steht Duran Duran eingerahmt von The Drums und The Editors im Regal.

3D

Ich habe mir letzte Woche drei deutschsprachige 7″ Singles bestellt, weil ich das schon so sehr lange nicht mehr gemacht habe und weil ich das Gefühl hab, dass dieses Jahr auch noch nicht gemacht zu haben.

Ich möchte nie wieder Single sein.

Das erste Lied zu dem ich durch den Kindergarten getanzt bin und mich auch noch dran erinnere war: Roboter von Kraftwerk. Das ist es irgendwie schön, auch die Neuauflage Single zu zu haben. Die Kinderohren mögen es auch nachsummen …

Auch Bela B. hat eine ganz lustige Single herausgebracht Einer bleibt liegen. Ist zwar Contrymusik und der Rest von seinem 2017er Album ist so mau, dass nichtmal play bei spotify sich lohnt.

Und dann noch meine erste Fanta4 Single auch noch mit dem Namen Single. Der Song ist ganz ordentlich und hat auch ne spannende Geschichte über Singles mit Bezug auf alte Singleauskopplungen vs ganze Alben.

Noch dürfen die drei hier noch etwas rumliegen, aber dann kommen Sie bald in den 7″ Schukarton.

Ein zerbrochener Rahmen

Die 82er

Erstes Depeche Mode Album ohne Vince Clark und für meinen Geschmack das deutlich bessere Album als Speak and Spell. Schon hier erkennt man bei und zwischen den Tracks Leave in Silence und Sun & Rainfall, was für Supertracks Martin irgendwan mal schreiben wird.

Einen extra Beifall bekommen auch die Plattencover von Meaning of Love und See you, die noch so gar nicht nach Kunstfotografie like Anton Corbijn aussehen.  Auch der als Sensen-Ernte-Frau verkleidete Martin auf dem LP-Cover ist großartig.

A broken Frame habe ich die Oktober-Tage viel im Auto gehört und dann schließlich als letztes noch fehlendes LP-Vinyl beim Discogs-Dealer meines Vertrauens gekauft.

Das Plattenregal könnte nicht schön sein, ohne dich!

Papa papapapapa Popstar!

Lieder von den Ärzten waren im Sommer 1988 plötzlich voll kuhl, kuhler als die EAV. Songs wie Ohne Dich und Elke wurden ratzfatz zu Methoden um Mobbingopfer und dicke Mobbingopfer zu besingen. Damals hieß das aber noch nicht Mobbing, sondern hänseln.

Kuhragout aus Dosen

Aber da war auch schon Blumen und Bitte, Bitte die ersten beiden Popsongs der Ärzte, die statt Punk 80er Jahre Synthiepopperlensongs sind – wunderbar und nicht zum ärgern, sondern nur um sie wunderbar zu finden.

Außerdem ist auf diesem Album auch noch das Partyevergreen Westerland zu finden, das ebenfalls zeitloser RockPopPunk mit Sommerlaunetext ist.

Das ist Summe lässt für diese Album die Diskussion zu, ob es sich hierbei eventuell um das beste deutschsprachige Album der 80er oder überhaupt handeln könnte. Das würde ich gerne beizeiten mal mit Tocotronicsachen abgleichen. Aber heute nicht mehr heute grinse ich mir noch einen bei Schwanz ab und freue mich rückblickend über die alten Tage in der achten Klasse, mit den neu entdeckten Ärzten aus Berlin.

Erinnerungen … nicht öffnen!

Warum nicht, Goldschatz?

Genau sowas wie das – Gitarrenpop und Synthiepop und sich noch Coldplay für einen Track dazu holen, das hat beinahe das Zeug zu einem Track des Jahres, aber dafür gab es vermutlich zu viele Tracks dieses Jahr, die diese meine Ansprüche auch erfüllen. Aber es dürfte der Urlaubshit 2017 sein, denn da ließ sich das dänische Radio auch nicht lumpen, diesen Track drei-viermal am Tag zu spielen.

Erinnerungen an sowas wie einen Goldschatz :-)

Was ist mit dem Rest des Albums? Schon ähnlich, aber es fehlt dann am Ende die Stimme von Chris Martin, um es zu einem ebenso Hammeralbum werden zu lassen, wie Something just like this ein Hammertrack ist.

Memories – Do not open! von den Chainsmokers sortiert sich im Regal direkt neben das neue Casper Album und The Charlatans.

PS: Coldplay hat diesen Track nochmal in einem nicht so kuhlen Mix auf eine hübschfarbige Kaleidoscope EP gepresst., die hat immerhin eine kuhlere Farbe als diese pseudogold der LP.

Danke an Arne für das GifMakerTool – rockt, mehr als die EP :-)

Geteilt durch

In unserem doch eher musikalische eintönigen Urlaub geprägt durch dänisches Radio sind immer wieder Songs von Ed Sheeran aufgefallen, die ich eigentlich ganz nett fand. Also mehrere nicht nur Shape of you. Ich fand schon früh das Plattencover ganz spannend, hellblau mathematisches Zeichen und so und dann heißt es auch einfach ÷ (divided).

Auf dem Album sind 16 Songs drauf, aber ich hab die in Dänemark noch so tollen Tracks nicht wiedergefunden. Scheint an der Seeluft anders zu wirken. Jedenfall ist das Album reichlich belangloser Kram – ich weiß nicht, ob ich das Teil überhaupt in das Regal einsortieren soll, eventuell für den hübschen hellblauen Rücken, der sich dann zwischen The Shamen und Shock Therapy zeigt?

Hab mein Urlaubsrestgeld schon besser investiert.

Schade eigentlich, denn immerhin hat die Plattenfirma alles richtig gemacht:
Vier Plattenseiten, vier Tracks pro Seite und 45rpm.

 

Seit wann schreibt Liam Songs für Liam

Funktioniert doch okay, Oasis nur noch mit Liam Gallagher alleine. Ich hab das Album jetzt schon zweimal durchgehört und es tut für mich was es soll. BritPopGitarre und vorwärts, teilweise wie beim Opener Wall of Glass und beim Finale I’ve all I need sogar mehr als nur ordentlich.

Vinyliam

Ist nicht die Geschichte der Morgenlatte aber jetzt schon eins meiner Überraschungsalben des Jahres. Ich hab übrigens keinen Bock mehr Kritiken im Musikexpress zu lesen, was nen Hinterhergeheule nach Früher. Früher gab es auch Kackmusik.

Super Liam, echtes Oasis Album dann eben erst 2019, ist auch okay.

Oktober, Oktober, Oktober

Dass wir im Palasthotel und auch schon zuvor im Digitalkombinat große Tocotronic Fans waren und sind, ist kein Geheimnis. Gerade musste ich sehr lachen, denn wir haben in einem Terminmodul mal programmiert, dass nach dem September dreimal Oktober auswählbar war.

… und gleich dreimal Oktober.

Es hat sich dann schnell auch ein Kunde gemeldet:

Es wäre vermutlich ein Fehler im Terminmodul, man könnte gleich dreimal Oktober auswählen.
(Ist das nicht lustig.)

Direkt das ganze Es ist mir egal, aber Album gehört, welches wirklich wunderschön ist.

Deeeeeezembaaaa! Aaaaaah! Uh uh uh uuuuh.

Aber hier was drüber schreiben, nein danke!

Ich mag den Knall, Diamanten aus dem All.

Das (Musik-) Jahr 2005 ist ein unübertroffen schönes gewesen. In Gedanken daran hat nun jemand für das fantastische Tocotronic Album Pure Vernunft darf niemals siegen wieder Vinyl in die Plattenpresse geschafft, grün, transparent.

Vor zwölf Jahren wurde sicherlich im Büro auch viel Tocotronic allerdings über Winamp und Logitechboxen abgespielt. Für eine analoge Anlage fehlte in der Gründungsphase die Kaffeekasse. Später hat die Vernunft gesiegt.

Pure Vernunft …

Im Plattenregal steht hiermit das achte Tocotronicalbum, das ist deutscher Rekord bei uns zu Hause.

… darf niemals siegen!

Automaton

I’m not Automaton!

Ich hätte ja bis an mein Lebensende behauptet, dass es nur einen einzigen Supertrack von Jamiroquai gibt. Deeper Underground vom Godzilla Soundtrack, aber das ist nicht der einzige Supertrack, sondern „nur“ der beste, denn da gibt es ne ganze Menge 90er Kram, der auch ordentlich ist, erst recht, wenn Ben die passende Mütze dazu aufsetzt.

Und dann ist da noch das ganz Album Automaton und der gleichnamige Track, von dem KimO behauptet, dass man ihn mal sehr laut im Audi hören müsste.

Vieles erinnert an das letzte Daft Punk Album, was ja nicht die schlechteste Erinnerung ist und Automaton erinnert obendrein noch an Kim Wilde’s You just keep me hanging on, was auch ne lustige Erinnerung ist.

Alte Männer mit albernen Hüte?

Jay A fragt, wo Jay Kay die Mützen her hat?! Ben, weißt Du was?

Beruhige meine Gedanken

Ich habe sei Wochen ein Ohrwurm vom digitalen Teaser Jumbo Jet auf dieses Album. Alles fühlte sich im Vorfeld an, als wenn der verkackte Sommer mit diesem Track und dem dazu passende Album noch einmal ein wenig durchstarten könnte, an seinem allerletzten kalendarischen Sommertag.

This is just a Beginning, this is just a Start!

Und das ist auch so. Es ist wieder einmal ein komplettes Album, welches man die ganze Zeit wohlig lächelnd durchhören kann und sich die ganze Zeit an schönen Popgitarren und netten Background-Stimmen  und Sounds und Gesangstimmen erfreut. Außerdem am Ende direkt Bock auf mehr Shout Out Louds hat. Hat etwas länger als sonst mit neuen Sachen gedauert, das Warten hat sich aber gelohnt.

Das Cover ist nicht so sehr hübsch, aber dafür das Innenleben im Klappcover sehr wohl ein Hingucker, guck hin:

Von Carl und Adam

Ich denke über dieses Album gibt es noch was schönes am Jahresende zu erzählen – ich freue mich jedenfalls bärig über meine fünfte Shout Out Louds Platte und die wunderschöne Musik dadrauf.

Wundervoll, wundervoll

Wonderful, wonderful.

Ein Album das Wonderful, Wonderful heißt und dessen Opener auch und dessen Opener dann auch noch Wonderful ist, ein bisschen The Mission, ein bisschen The Editors ein bisschen The Killers. Wunderbar, die Killers sind wieder da. Nachdem ich die letzten Alben zwischen dem Debut und diesem sehr mau fand, ist dieses jetzt wieder richtig gut anzuhören.

Island Records – ach da fällt einem ne Menge gutes Zeug ein …

Nach dem Opener geht es wundervoll weiter. Die Lieder haben in der Regel ordentlich Tempo und sind teilweise sehr synthiepoppig, sodass sie hier und da fast nach Alphaville klingen. Die beiden Vorabtracks The Man und insbesondere Run For Cover sind fantastische Songs – die hätte man diesen Sommer sehr gut gebrauchen können, naja aber die machen auch den Herbst schöner.

Die Platte steht im Plattenregal neben dem besten Stuart Price Mix aller Zeiten, Mr. Brightside.

Jotjunge

Neue Phoenix Alben haben seit Wolfgang Amadeus Phoenix eine recht hohe Erwartungshürde zu überspringen. Als es den Albumteasertrack früher Single genannt im digitalen Netz zu hören gab, waren diese Erwartungen kurz befriedigt, denn der Track J-Boy war schon ziemlich tanzig anzuhören.

Is it so bad? Is it so true? Is it still you?

Jay fand im übrigen einen Song namens Jayboy ganz gut.

Dann kam Anfang Juni das Album Ti Amo in wunderschönem transparent-türkis Vinyl. Openertrack war ja bekannt, jetzt ging die Suche nach nem zweiten Supertrack los und offen gestanden läuft diese Suche seit ein paar Monaten, denn der Rest ist belangloses B-Seiten gesudel. Daher habe das Album jetzt als Single definiert mit neun B-Seiten – wie U2 Zooropa damals, hihi.

Letztes Jahr hätte es Ti Amo nicht in meine Top 10 der besten Alben geschafft, kein Track ist besser als irgendeiner auf dem Wolfgang Amadeus Phoenix. What Messlatte is all about. Vielleicht das nächste Album.

Der Zwei-Manegen-Zirkus

Vorletztes Jahr habe ich bei New Order Music Complete gefeiert, wie zu einen Album direkt noch ein RemixAlbum mitproduziert wurde. Jetzt merke ich gerade, das Daniel Miller das bei Mute schon vor 30 Jahren gemacht hat.

Vor dreißig Jahren wurde aus The Circus das Remix-Album The Two Ring Circus. Großartige sechs neue Remixe von keinen unbedeutenderen Menschen wie Flood, Eric Radcliffe oder Daniel Miller geremixt. Außerdem hat sich der klassische Komponist Andrew Poppy noch drei Orchesterversionen von weiteren Liedern ausgedacht.

Alles wunderbar auf eine Geschwindigkeit von 45rpm gepresst, gibt es sechs Track auf den ersten drei Seiten und drei auf der vierten Seite:

Sometimes und It doesn’t have to be

Always One against the Other

Victim of Love und Leave me to bleed

I’m building a Wall everyday it’s getting higher.

Hideaway und Don’t Dance

Don’t dance to the Rhythm

Und die Klassikseite: Erasure präsentiert drei Alben ohne Syntheziser sondern im Rahmen eines Orchesters – was ne Manege! If I Could, Spiralling und das unschlagbare My Heart… So Blue das frecherweise nichtmal ein The Circus Song ist.

My Heart, so blue …

Zwei The Circus Albentracks Sexuality und The Circus haben es nicht auf das Mix-Album geschafft – schade, wo es so einen kuhlen Gladiatormix von The Circus gibt und auch einen Extended Mix von Sexuality auf der B-Seite der Sometimes 12″.

Naja, darum sammelt man ja Platten, damit man am Ende nicht alle Tracks auf einer Scheibe hat und auch über mehr als nur die eine Platte was verschreiben kann.

Wirklich 30 Jahre

Zum Jahresanfang schon angekündigt, jetzt ist es wirklich passiert. Samstag haben wir den 30. Geburtstag von Pet Shop Boy’s actually gefeiert. Es herrschte große Einigkeit, dass es nicht nur für damalige Verhältnisse, sondern für heutige ein hammergutes Album ist. Es ist immer wieder ein Ereignis, es zu hören. Auch letzten Samstag!

Hit Music in Stereo.

Wie gesagt, ist es die erste selbstgekaufte Platte meiner Sammlung. Wenn ich heute alle Platten nochmal kaufen müsste, dann wäre die unter den aller aller ersten.

Aber eine Vinylabelparty, wäre nicht eine Vinylabelparty, wenn nicht davor und dahinter mehr stecken würde:

Erkenntnis 1) des Abends: Man braucht dringender einen VinylStopper, als einen VinylButler.

Drinks a lot of Beer at least he doesn’t smoke.

Erkenntnis 2) des Abends: Man braucht mehr als einen Sixpack Flens, selbst wenn nur ein Gast Bier trinkt. Selbst wenn das SambucaConCoffee nicht fehlte und es sonst viel Fassbrause gab.

Tender is the Night.

Erkenntnis 3) des Abends: Es gibt immer noch ein bestes letztes Lied des Abends als man denkt. Tender von Blur, war schon nen guter Absang, gab trotzdem noch fix nen BeatlesMonoOriginal von einer 50 Jahre alten 7″.

Und dabei wäre auch Rent 12″ Extended Dance ein guter Abschluss, Stunden zuvor :-) Leider musste uns der Professor sogar schon nach dem halben Stapel verlassen und bekam so die Boys an der Seite von Jean-Michel-Jarre zum Abschied, verpasste aber das komplette (nur ohne: Love to hate you) Erasure-Chorus-Happening.

War wunderbar mit Euch, actually.

Lang lebe der Tod

Finger weg vom Stacheldraht?

Alles schon gesehen, alles schon gewohnt …

Am 13.7.2016 habe ich aus dem Strandkorb im Sommerurlaub das neue Casper Album Lang leben der Tod bestellt, noch bevor klar war, wie sehr ich mich in Kürze und für längere Zeit in mehreren Variationen mit dem Thema beschäftigen müssen würde.

Am 01.09.2017 also 415 Tage später, wurde die Platte dann auch mal veröffentlicht. Vorab gab es 2016 schon einen Song. Gemeinsam mit Dagobert und Blixa Bargeld entstand  ein Song der war oberdüster gemischt mit Dagobert-Poesie-Pop. (Über mein Dagobert-Album wollte ich unbedingt mal etwas schreiben, wenn ich mal mit einer Flasche Wein alleine bin.)

… und so sing ich ein Lied und noch ein Lied.

Thematisch hat das Album jedenfalls durchaus Zeug mein Album des Jahres zu werden. Es hat eigentlich alles, was sich das düster Popherz wünscht plus Textmaterial, was beim Verarbeiten von Vitasteps hilft.

Ein Absatz zum Produzenten Markus Ganter darf hier nicht fehlen: Der Herr hat schon zuvor Casper produziert, aber eben auch Dagobert, Sizarr und das Drangsal Album letztes Jahr. Jetzt schafft er es bei ein zwei Songs, seine Künstler alle zusammen nahezu perfekt zu vermischen. Der Track Keine Angst ist so ein Produkt dieser Mischkunst. Ich bin schwer verzaubert und hätte das Lied sehr sehr gerne mal mit dem Lieblingshasen gehört but goesn’t, nie wieder nicht Du nicht ich.

Es ist als ob man den Verstand verliert.

Im Radio gibt es seit Juni den Promotiontrack Sirenen, den ich auch schwer abgefahren finde. Seit Prodigy’s Fat of the Land hat es keiner mehr geschafft so dreckig und düster mit Synthesizern umzugehen. Auch Martin L. Gore nicht. Ist jetzt vielleicht etwas aggressiv, aber das passt schon.

Was mir gerade auffällt: Es gibt gar kein Rückspiel von Axel Bosse, auf dessen letztem Album Casper ja den besten Track mitgebaut hat.

Hat sich gelohnt so lange zu warten, es ist echt gut getimet.