Noch besser als das reale Zeugs

Ich hatte die Tage voll den U2 Flash im Auto und musste schnell mal eine U2-Plattenregal und Scheibenabstellkammer Inventur machen.

Give me one more chance and you’ll be satisfied

Fünf Maxisingles gibt es zusätzlich zum Achtung Baby! Album von U2 dazu. Alle haben hintendrauf noch nette B-Seiten-Tracks und The Lady with the spinning Head sogar nebst der normalen 7″ einen 12″ Extended Alan Moulder Remix.

Also ein U2 Song, wo sowohl Alan Moulder als auch Flood ihre Finger dran hatten – entsprechend fantastisch ist der Track, aus der Achtung Baby Serie einer der drei besten würde ich sagen.

Wobei was würde ich denn sagen, welcher der beste Track aus de Reihe ist? Vermutlich One, aber das ist nur so eine Vermutung …

Ich dende also bin ich

Als Caspar aufkam hatte ich spontan die andere Kratzestimme, die von Dendemann im Ohr. Jetzt kann man gut vergleichen, denn auf dem neuen Album singt Caspar bei einem Song mit.

Über 40 Tage ist das neue Jahr jetzt schon alt, aber bisher ist für mich noch nichts hörbares dabei, was mich wirklich umhaut – so auch nicht Da nicht für.

Allerdings ist das Artwork lustig. Es ist anaglyph 3D hergestellt und sieht mit einer megenta-blauen Brille recht lustig aus.

Darum sehen wir es uns so belustigt an.

Dendemann kommt rechts neben Deine Lakaien ins Plattenregal, vermutlich ist das aber allen Diplomkapellmeistern dieser Erde egal.

Michel Poiccard

Is it the end again? What reason is it this time?

Weil mich Filme das ein oder andere Mal emotional aufwühlen und so irgendwie anders aufnahmefähig machen, kommt es häufig vor, dass mich das Lied im Abspann direkt aufmischt und verzaubert.

So ist das auch mit dem Netflix Film How it ends und dem The Death Set Abspannsong Is it the End again. Schnell wurde herausgefunden dass der Track zum Album Michel Poiccard gehört und dass es das Album auch auf Vinyl gibt, es allerdings selbst bei discogs derbe vergriffen ist.

The Death Set

Doch dann war es relativ günstig bei einem Händler aus Polen zu erwerben und so kam ich zu meinem ersten Paket aus Polen.

Das Album beinhaltet Musik, die wohl in die Richtung Postpunk geht, allerdings nur vereinzelte Songs, der Rest ist Indiepop und macht in der Mischung viel Spaß anzuhören.

Im Regal steht das Album neben Death Cab for Cutie und Deichkind, allerdings ist es zur Zeit noch zu oft im Einsatz und noch gar keine Sekunde wegsortiert worden.

Simulationstheorie

Nochmal eine ganz dicke Überraschung für 2018 aber zu spät um es noch in den Jahresrückblick zu mogeln. ist das neue Muse Album Simulation Theory.

From magenta to bright blue

Weil mich Muse immer so sehr an mein und Kims erstes Jahr Medieninformatik an der FH erinnert mag ich die Experimentierbrachialisten per default. Auch dieses mal ist das Experimentieren in mehreren Track super gut gelungen. Der Opener Algorithm und der Track Propaganda sind die Knaller auf der Alpha Seite. Auf der Beta Seite mag ich den Song Big Down, weil er so wunderbar an alte Klassiker erinnert. Cover ist auch hübsch und es ist meine erste Muse Platte für das Regal, die dort ihren Platz zwischen Münchener Freiheit und Mysterious Arts, äh nein Das Omen gerade in die Arolsenkiste umsortiert The Naked and Famous findet. Kuhl, Münchener Freiheit

Vom Zerfall und der Heilung

The Cure Galore

Dass man das in dem Alter schon so sagen muss, aber 2018 war ein Jahr mit Krankheit bis zum Zerfall unter dem Strich. Da ist es passig, dass man dieses Jahr den 30ten des Zerfalls und der passenden Heilung feiern kann.

The Cure’s Album Disintegration wurde am 2. Mai 1989 veröffentlich – Grund genug ein The Cure Jahr auszurufen auch um selber zu heilen.

As high as I might I can’t get that high

1989 habe ich noch keine The Cure Tonträger gehabt, das ging erst mit High der Vorab-Singleauskopplung von Wish 1991 los. Gekauft im Schweinetunnel. Das erste Vinyl müsste dann knapp danach die Standing at the Beach – The Singles Platte gewesen sein.

Ein schönes Andenken aus dem ersten Schweden Urlaub ist die in Växjö für 25 SEK gekaufte 2nd Hand Seveninch von Never Enough mit der besten Rückseite, die man sich wünschen kann: Harold & Joe.

Vorletztes Jahr sind dann alle meine 24 7″ aus dem Schuhkarton ausgewandert in den Karton, der 7″ Platten von Band beherbergt, von denen ich genug für einen Adventskalender hätte. Depeche Mode, The Cure, Pet Shop Boys.

Jetzt aber erstmal genug geträumt und rumgeheult: Boys don’t cry

Die Single von 86 ist nicht ganz so kuhl, wie die von 79, aber dafür bezahlbar …

2018 gezählte Geister

Grönemeyer 7″, Eels, 10″ und Arctic Monkeys – Suede 12″

Dieses Jahr hatte ich sehr viel Zeit mich mit dem abgelaufenen Musikjahr zu beschäftigen. Vorab muss ich feststellen, dass es durchaus gelungen ist. Meine fetten Lieblinge waren alle veröffentlichungsunwillig dieses Jahr, sodass die Chance auf eine Album des Jahres eines neuen Künstlers sehr hoch ist.

300 Tage ++ an der Wand!

Ein Liebling hat allerdings veröffentlicht und zwar gleich schon in den ersten paar Tagen 2018:
Tocotronic’s Die Unendlichkeit und das Album ist auch wunderbar anzuhören hat auf den Seiten A, B und C jeweils zwei richtig gute Lieder und ein Nebenprodukt. Beim Lieder-des-Jahres-Vergleich ist Electric Guitar oft unter die letzten vier Songs gekommen. Das Plattencover ist außerdem so hübsch, dass es sowohl hier im Rahmen seither dauerhängt, als auch ein Poster und eine 3D Box im Palasthotel abhängt und nachts noch nachleuchtet.

Ein Liebling hat allerdings das belangloseste Album seiner Vita rausgebracht. Axel Bosse sein 2018er ist echt eine Riesenenttäuschung – mehr mag ich hier gar nicht mehr sagen, ich habe kaum schlechtere Platten 2018 gekauft, als diese. Ach doch, Florence & the Machine. Casper & Materia ist zwar sehr witzig im Großen und Ganzen, musiklisch aber sehr weit unter den Erwartungen, die man an Casper nach den letzten Alben so hat. Und dann singt er noch schlecht über Beckhausstraße Bielefeld Mielefarbrik.

AndYpsilon am Arbeiten nicht ansprechen!

Eine fette, weil supersoundige und frischideenreiche Überraschung ist das Fanta4 Album Captain Fantastic. Hier beeindrucken mich mehrere Songs, wie auch Remixe, die direkte mit auf dem Vinyl stecken und Interludes zwischen den Stücken. Vieles davon sehr super: Tunnel und Watchmen zum Beispiel – bestes (ist das noch) HipHop Album des Jahrtausends bisher …

10″ yellow transparent

Doppel ZehnZoll gelbdurchsichtiges Vinyl gab es dieses Jahr von den Eels mit dem Kracher Song The Deconstration welcher dem Album auch den Namen gibt.

Ein paar weitere Songs sind auch ganz gelungen, aber es bleibt so wie seit dem zweiten Eels Album, ein Knaller und etwas Beiwerk fertig ist das Eelsalbum.

Kein Depeche Mode, kein The Cure, kein Erasure, kein Pet Shop Boys, kein New Order, kann es da überhaupt wen geben, der Potential für ein Album des Jahres hat? Ja Phillip Boa, The Editors, PeterLicht, Franz Ferdinand, Gorillaz, sogar Moby, und die haben alle fein verzaubernd geliefert mit mindestens einem Track, der in der Diskussion über den Songs des Jahres auftauchen könnte.

… und so endet nun das Spiel, das du Leben nennst.

In der Spitze gut gelungen sind die beiden Düsterpopalben Noire von VNV Nation und Confessions & Doubts von Peter Heppner hier insbesondere der Track, den er mit seinem alten Wann kommt die Flut– Kumpel Joachim Witt gemacht hat: Was bleibt? 

Sekundenglück von Herbert Grönemeyer kann man gut hören – klingt wie immer, darf es auch, warum sollten Pommes nach Nudeln schmecken.

PeterLicht hat auf seinem 2018er auch wirklich gute Track, allerdings verglichen mit Werken von früher etwas gespart an Witz und Songperfektion. Hier liegt die Messlatte auf Vergrabt mein iPhone und da hüpft Menschen und der Chipssong nicht drüber. Wohl eher kein Song des Jahres vom PeterLicht dieses Jahr.

Moby der vor fast 20 Jahren mit Play meine Album des Jahres bekommen hat, hat 2018 auch ein Album mit einem Megatrack veröffentlicht: Mere Anarchy – alles wunderbar und nichts davon tut weh.

MGMT hat ein sehr schönes ElectroExperimentalDoppelAlbum gemacht, welches auf den A+B Seiten mit vier Liedern sein ganzes Pulver schon verschießt und die Hits des Albums abschießt, aber immerhin vier. Ist durchaus eine der positivsten Überraschungsalben des Jahres nach Moby.

Franz Ferdinand dieses Jahr wieder ohne die Sparks unterwegs haben auch wieder sehr gutes Album gemacht, dass aber für mein Empfinden nur einen richtigen Knallersong an Bord hat: Always Ascending das ist ein Song von dem man wirklich mal behaupten kann, dass er gescheit durcheskaliert und definitiv ascending ist. Ich hab ihn am Folgetag der Lieferung morgens über den Kopfhörer gehört und gedacht ich spinne, wie geil ein Album anfangen kann. Hat definitiv ein Nötchen mitzusingen um den Song des Jahres.

Durch und durch gut, aber aus irgendwelchen Gründen immer wieder in Vergessenheit geraten dieses Jahr ist das wunderbare Album von Death Cab for Cutie namens Thank you for Today. Man sollte sich hier mal vornehmen a) mehr Vinyl von den zu kaufen und b) das was man hat mehr zu hören. Es ist wirklich gut in einer Zeit in der es keine neuen The Cure Alben mehr gibt.

Violatorlence

violence-red vinyl

Nochmal besser als die fünf Vorgängeralben ist für mich das The Editors Album Violence. Kein Track muss übersprungen werden und mit Violence und Counting Spooks liefert jede LP-Seite einen Kandidaten für den Track des Jahres. Habe das Album im November bestimmt täglich gehört, während ich vorab nur Counting Spooks abgefeiert habe, bin ich jetzt Fan von jedem einzelnen Track. Das ist dann sehr sicher das Album des Jahres und Counting Spooks der Track des Jahres. Beide haben mich in der Spitze mehr begeistert, als alle anderen Alben oder Einzeltracks.

 

 

 

Hab ich recht?

Der Fundus an Songs, der im Produktionszeitraum vom Chorus Album von Erasure erschaffen wurde, ist wirklich unglaublich. Die vierte und letzte Singleauskopplung 1991 ist der Am I Right? e.p. gewesen. Auf dieser e.p. sind neben einem fantastischen Dave Bacombe Mix von Am I Right? auch noch drei Nichtalbumtracks, die allesamt den Ruf von Chorus nicht geschmälert hätten, wenn sie auf dem Album gewesen wären, oder anders: da gab es deutlich schlechtere Songs auf den vier Alben vor Chorus.

Zusätzlich zu dieser schon fantastischen Platte gab es obendrein auch noch eine Weihnachtsedition mit anderen drei Mixen (einmal von keinem geringeren Mute-Kumpel als Moby) und der Elektroalberei namens B3.

Chorus (Vegan Mix) with additional Vocals by Moby – Dreizehn Mark WOM Köln

Der, die, das Erste

Hier werden Erinnerungen an Freitagabende im PC69 und Mittwochabende im Kick wach:

Electronic Body Music ist düstere Gitarren-Elektro-Pop-Musik und prinzipiell genau auf meiner Wellenlänge und das Album I von Die Krupps ist in seinem Gesamtumfang eigentlich das perfekte EBM-Album. Als jemand der Metallica jetzt erstmal nicht so zu seinen 250 Lieblingsband zählt, ist natürlich die Coverversion von One ein Festschmaus in den Ohren, weil es so viel besser ist, als das rotzige Original.

Peter, Licht, Chips und Menschen

Ach wie herzerfrischend, wenn auch am Ende nur mit 2,5 richtig guten Liedern kommt das neue PeterLicht Album Wenn wir alle anders sind. Aber das Lied über Menschen und der Chipssong sind schon richtig gut und witzig. Dazu kommt, dass bei dem radiotauglichen Track Menschen, der The Cure Fan in einem wach wird und Schönes aus Just like Heaven wieder zu erkennen glaubt.

Ein Doppelalbum aus gelbdurchsichtigen Vinyl zwar, aber auf den C und D Seiten sind Mixes und anderes NonAlbum Material, das nicht so richtig Mehrwert bringt.

Die blaue Stunde und das goldene Leben

Das letzte Suede Album war ja eine wunderbare Überraschung und daher auch die Vorfreude im Sommer hoch, als man The blue Hour vorbestellen konnte. Irgendwie habe ich das dann aber vergessen und so ist es mir vor ein paar Wochen als „könnte mich interessieren“ vorgeschlagen worden und ja, es interessierte mich und ich hab es bestellt.

Eine von sieben Platten, die nach der Lungenklinik auf mich warteten, war dann das neue Suede Album und es verzückte noch mehr als ich lesen durfte: „Produced by Alan Moulder“ – Jetzt hing die Messlatte ziemlich hoch und dann passierte, was öfter passiert, wenn Messlatten hoch hängen – das Album erfüllt die Erwartungen nicht, außer einem kleinen gallischen Track …

Life is golden ist dann doch definitiv ein pompöser Song der sowohl Alan Moulder als auch Suede würdig geworden ist, jedenfalls mag ich ihn mindestens so gerne wie andere sehr gute Suede Songs. Aber der hat sich als vierter und letzter Song auf Seite B auch extrem gut versteckt auf dem Doppelalbum, was diese mal leider nicht mit 45 RPM daherkommt so wie letztes mal. Egal, klingt trotzdem ordentlich.

 

Wie jetzt alles ist jetzt?

Beim Kauf schon das überbelichtete Selfie-Cover doof gefunden und mir dann beim Hören gewünscht, dass Bosse jetzt bitte eine längere Kreativpause macht. Zwischen dem Album hier und Wartesaal liegen nicht nur sieben Jahre sondern auch sieben Qualitätsligen. Ich muss mal schauen, ob eine Künstler der schonmal mein Album des Jahres geworden ist, auch später oder früher das schlechteste Album des Jahres gemacht hat. Alles ist jetzt könnte das werden. Gar nix bringt mir dieses Album – ich denke es könnte auch direkt auf den Dachboden.

Erfahrung – du bist nicht gut für mich

Mittlerweile kann man ja fast jede Schallplatte, die einst vergriffen oder unbezahlbar war, als eine überarbeitete Neuversion erwerben. Weil das so ist, habe ich meine schon recht umfangreiche Prodigysammlung die Tage um das Debutalbum Experience und dessen Nachfolger Music for the Jilted Generation erweitert.

Pay close Attention

Auf beiden Alben finde ich insgesamt zwar nur zwei Tracks, die richtig gut sind Out of Space und No Good, aber auch die anderen Tracks haben hier und da ihre Energie. Genau das ist es was The Prodigy mir immer mal wieder besser liefert, als eine andere Band. Feuer untern Arsch. Es funktioniert sehr gut als mentale Workout Musik.

Who can hear the Bass-Drum?

Es wäre mal zu untersuchen, ob mich das zu einem schlimmeren Autofahrer macht, aber zu Hause lässt es einen ein paar Minuten krass abzappeln, bis die Kinderohren sich selbige zuhalten und um eine Pause bitten: Das ist schrecklicher Krach …

Haben sie ein bisschen Recht mit, aber der ein oder andere Sound geht auch gut ab und der Raggaetechno von Out of Space bringt das Hirn auch in eine andere Dimension, wie es der Text prophezeit.

I got the pulsating rhythmical Remedy.

Der Hund und die Zukunft

There’s a Hole in my Sock but I can live with it

Von Agar Agar kommt französischer Minimalpop, der auf dem Doppelalbum The Dog & The Future zunächstmal mit dem Track Sorry about the Carpet sehr erfrischend daherkommt. Hier ist Gesang sowie Synthiemelodie interessant, allerdings lässt es genau diese Mischung bei den anderen Track vermissen. Nach nur zwei anderen Tracks, die sich recht gleichmäßig auf alle vier Albumseiten verteilen, ist man schon sehr gelangweilt.

Ich hab das jetzt zwei Wochen immer mal wieder ausprobiert. Der eine Track hat mich minimal verzaubert, die anderen bleiben maximal langweilig. Allerdings ist der Name der französischen Minimalisten schon auch lustig. Agar Agar – ist japanischer Fischleim – was ein lustiger Bandname, oder?

Vinyl im Handgepäck

Ohne über das Doppelvinyl länger nachzudenken oder sich auf dem Label befindliche Notizen durchzulesen angemacht und sich über die tiefe Stimme von Clueso gewundert …

Nix steht hier zu den 45 RPMs.

Kuhl – der hat sein Doppelalbum auf 45 RPM in die Rille geritzt und kassiert dafür Beifall bevor auch nur ein Lied in der richtigen Frequenz im Ohr ankommt.

No new Adventures :(

Dann kommen die Songs natürlich irgendwann in richtiger Geschwindigkeit am Ohr an, aber der Überraschungsmoment ist vorbei und die Party mag nicht wie bei dem Album davor einfach so beginnen. Es ist mir nicht genug drin im Handgepäck und außer dass sich das Cover ein paar Tage lang gut an der Wand machte ist da kaum was. Mal sehen, ob dieses Album ein Fall von spät den Hit finden ist, aber ich denke Clueso hatte seinen Hit 2018 und der ist nur auf das Fanta Album gekommen auf dem auch sonst jeder Track besser zur Party 2018 passt. Schade Clueso.

Dank Dir für heute

Als ich das erste mal Death Cab for Cutie bewusst hörte, so vor etwa 10 Jahren, hielt ich die Band für eine sehr gute The Cure Kopie was die Instrumente angeht, allerdings einer ganz anderen Stimme.

Mit dem neuen Album Thank you for today verhält es sich hier und da auch so und ich glaube ich habe für mich auch die Stimme etwas einsortiert – es ist vielleicht etwas ähnlich dem Neil Tennant Gesang der Pet Shop Boys, dass bedeutet ich hab in Death Cab for Cutie eine Tochter deren Eltern The Cure und die Boys sind – hätte Potential!

Cover und Verpackung sind auch nett geworden. Gestanztes Rechteck im Cover um das alufarbende Innenleben in den Gestaltungsprozess mit einzubauen und zu guter Letzt gestanzte Typografie.

Halte die Balance richtig

 

there’s more besides Joyrides …

Zwischen dem zweiten Depeche Mode Album The Broken Frame und dem dritten Construction Time Again, hat es eine Singleauskopplung, samt 12″ und 12″-limited gegeben: Get the Balance right.

Good Evening Everybody!

Das war das erste Stück mit dem neuen Bandmitglied Alan Wilder, der auch die Single B-Seite mit dem Track The Great Outdoors bestücken durfte, allerdings nicht bei der 12″-limited. Diese hat nämlich einen kleinen Ausschnitt aus den Livekonzerten 1982 als B-Seiten mit dem unvergessenen PC69 Klassiker My Secret Garden.

Limited

Man dimme also das Licht, flute den Raum mit Nebel, stelle den Turntable auf 33 RPM und starte die B-Seite. Zunächst Oberkornig, danach Secret Gardenig.

Grün

I’ve got my Spine, I’ve got my orange Crush

Orangiges Cover auf dem in schwarz green steht – das ist verwirrend.

11,00 DM

Neben den Überalben von R.E.M. geht das Green Album immer etwas unter, dabei ist es supergut. Popsong, Stand und Orange Crush sind auf jeden Fall bei den besten R.E.M. Songs mit dabei für mich.

Ich weiß gar nicht mehr wann ich es gekauft habe, aber so arg teuer war es nicht und es war noch zu DM Zeiten und wenn man dem Preisschild traut, dürfte es nach dem 20.03.98 gewesen sein.

Bekenntnisse und Zweifel

 

… und wenn auch mein Herz zerbricht – nein, mich zerbrecht ihr nicht!

Drittes Soloalbum von Heppner und erstes was in der schönen Gegenwart auch auf Vinyl erscheinen durfte. Was bleibt? feat. Joachim Witt wurde mit Spannung von mir erwartet und ja, ich finde es wirklich gelungen. Das gesamte Album ist 50/50 gelungen/belanglos, was aber dem Album vier ordentliche Tracks beschert.

Einen Track hat Heppner auch mit ATB geschrieben, Technoman und Heppner? Da ist mir ja direkt der spektakuläre Track mit Paul van Dyk von 2004 oder so wann eingefallen, aber hier ist leider nicht sowas kuhles rausgekommen. Schade.

1992 No Happy Views, 2018 Confessions & Doubts

Das alte Wolfsheim Album habe ich mal im direkten Vergleich angehört. Das hat auch seine Höhen und auch deutliche Tiefen, aber eben Sparrows & Nightingales. Punkt für das Altwerk. Eigentlich wäre eine Wolfsheimreunion auch noch mal okay, so in zwei, drei Jahren …

Da das Cover nicht so der Knaller ist, kommt das Album direkt mal ins Regal neben Ofra Haza und die Housemartins.

posttraumatisch

Mike Shinoda verarbeitet Linkin Park’s Postrauma nach dem Tod von Chester Bennington. Wenngleich es ein Soloalbum ist, so sind doch die übrigen Bandkollegen bei etlichen Tracks mit am Start.

Daher ist es dann auch kaum verwunderlich, dass es sehr nach Linkin Park klingt, was am Ende aus der Rille kommt. Eigentlich gar nicht so meine Limonade, aber hier und da trifft die richtige Gitarre, den richtigen Synthiesound. Um zu den ganz großen Alben im Plattenregal zu gehören, fehlt allerdings etliches, aber um direkt aussortiert zu werden ist es schon zu gut.

Shinoda, Mike kommt also im Plattenregal erstmal neben The Shamen und Shout Out Louds und letzteres kommt jetzt erstmal zur Gemütsbesserung auf den Plattenteller.

Sehr

 

Dance to Disco and don’t like Rock

– bitte
– wirklich
– in sich blickend
– Verhalten
– sehr
– zweisprachig
– Nachtleben
– veröffentlicht
– fundamental
– ja
– Elysium
– elektrisch
– super

Seit der neuen Neuveröffentlichung von very und please habe ich seit heute alle Pet Shop Boys Alben als Platte hat ja auch fast nur 31 Jahre gedauert und alles nur, weil es 1994 eben jene bunte genoppte Hülle samt Kompaktscheibe drin sein musste. Sich very für teuer Geld nachzukaufen fand ich dann auch nicht wichtig genug, denn es befindet sich mutmaßlich keiner der besten zwanzig Pet Shop Boys Tracks auf dem Album – das kann bitte mal geprüft werden, ich denke es stimmt – obendrein ist Go West einfach zu abgenudelt, um noch wirklich gerne gehört zu werden und das ungefähr als einziger Pet Shop Boys Song überhaupt.

Und trotzdem ist vieles so kuhl an very: Das megapoppige Artwork und der Beginn der richtig verrückten Hüte und die durchdigitalisierten Musikvideos und das auf der BravoHits1993 stand, dass da der MonsterHit der Pet Shop Boys drauf ist, das war schon alles was.

13 Alben und davon haben es vier geschafft mein Album des Jahres zu werden und zwar sowohl in den 80ern, 90ern als auch vor kurzem. Wie schön das ist, dass es da Bands gibt, die ich seit so langer Zeit gut finde und ich nicht aus der Konserve leben muss, da immer wieder etwas frisches ins Plattenregal kommt.

Mit Haien schwimmen

All the Songs are sounding out of Tune

Die ganze Palette der Songs die Inga und/oder Anete Humpe geschrieben haben von Blaue Augen (1980) über Weil ich ein Mädchen bin (1994) bis Lieder (2014) ist schon gewaltig. Nicht vergessen: Ein Herz kann man nicht reparier’n

Meine beiden persönlichen Höhepunkte sind Careless Love und No longer Friends vom 1987er Album Swimming with Sharks. Beide sind Single-Auskoppelungen des Albums. Der Rest ist nicht hörenswert mit Ausnahme der dritten Single Swimming with Sharks, die okay ist allerdings nicht so die Popperle.

Die Seite 1 ist in den letzten Tagen öfter gelaufen, als die ganzen anderen Vinyl Neuzugänge – hihi. Im Regal findet Humpe & Humpe einen Platz zwischen Human League und Michael Jackson’s Thriller.

 

Irdische Kräfte

There’s a Crown for the Wonderboy

Rotes Boa Doppelvinyl ohne Pia, da waren meine Ansprüche nicht so hoch, aber ausprobieren wollte ich es trotzdem und dann geht der Opener A Crown for the Wonderboy so wunderbar steil nach vorne, dass man sich gar nicht traut die Platte auszumachen und dreht sie auch freiwillig um, weil es einfach auch gut bleibt.

Irgendwie ist das Album auch eine spezial Edition hat ein anderes Cover als die normale LP und die CD und ist eben rot, aber so ganz genau habe ich nicht verstanden, was jetzt das kuhle daran ist, denn das Paket um das Doppelvinyl herum ist jetzt nicht so der Megahammer, ist aber egal – ist nen super Album mit ganz viel Kraft und mein mittlerweile siebtes Boa Album – wohooow!

Komische Liebe

Zwei Wochen Urlaubspause mit großem Abstand zum Vinylregal sind vorbei.

Strange Highs and strange Lows

Der Entzug wurde direkt mit dem Musik for the Masses Album von Depeche Mode behandelt. Der Gesamtsituation ist es wohl geschuldet, wie hammergeil es dieses Mal war diese wunderschöne Platte zu hören. Einen Track muss ich dabei gesondert herausstellen: Strangelove – ist sonst immer Never let me down again der Song, der den Grundzauber des Albums bestimmt, war es dieses mal irgendwie anders. Aber ist ja nicht komisch, Strangelove ist eine super Vorabsingle zum Album und ein Song mit einem der gelungensten Songtexte, die dem Herrn Gore je aus der Feder geflossen sind.

Da es in der Urlaubszeit nur eine einzige neue Platte per Post gab, wird sich meine Wiedereingewöhnung wohl auf den wunderbaren alten Bestand konzentrieren.

Urlaubstrack des Jahres gibt es auch dieses Jahr, ist aber noch nicht bei Discogs bestellt. Dabei handelt es sich um einen TechnoTranceTrack oder wie man das nennen soll, der aber schon fünf oder sechs Jahre auf dem Buckel hat.

SSSSchulfreunde

ssss

Ich könnte mich eigentlich auch mal mit einem Schulfreund und ein paar krassen Synthesizern hinsetzen und elektronische Klangwelten schaffen. Martin L. Gore und Vince Clark haben das jedenfalls 2012 getan.

Das Ergebnis sind sehr entspannte Tracks ohne Gesang, die man wunderbar freitags zum Feierabend hin im Büro hören kann. Seit Anfang der Woche kann ich das jetzt auch auf Vinyl – irgendwoher sind ein paar erschwingliche originalverpackte Exemplare aufgetaucht.

Doppelvinyl – zwar 33 RPM aber – klingen super, ein bisschen schon wie Urlaub …

Regal – Tja, die Frage ist jetzt nicht so einfach, aber die Antwort ist vermutlich V – Wo sortiere ich die Scheibe denn jetzt ein?

Einige großartige Belohnungen

Some great Reward ist das vierte Depeche Mode Album im vierten Jahr ihrer Bandgeschichte. Und der Titel ist keine schlechte Werbung, das Album hat tatsächlich neben 3 1/2 Singleauskopplungen noch fünf weitere Belohnungen für den Hörer in den Rillen.

We call it: Master and Servant

Somebody ist das erste Depeche Mode Stück, dass es auf eine Kuschelrock LP geschafft hat (und das als Single Doppel-A-Rückseite), wo bei gleich auf die nächste Ausgabe It doesn’t matter gehört hätte.

Stories of old, Riches untold

People Are People ist mit internationalen Preisen geradezu überschüttet worden und das obwohl Blasphemous Rumours der eigentlich besser Track ist und eine der traurigsten Stories im Songtext erzählt.

Das neun Liederalbum hat keinen Fehltrack bekommen, wie ich finde. Alle neun ziemlich gut. If you want ist hierbei der letzte von Alan Wilder geschriebene Song, was ja niemals oft genug gesagt werden kann, wie schade das ist.

Hab es damals mit Likesone sehr oft und sehr gerne gehört, der die graue Vinylpressung von dem Album im Regal hatte.

Letzter Gag für heute: Wenn man Master and Servant left round abspielt, lautet der Songtext in der Passage „Treat me like a dog“ nach „God is naiv“, wenn das kein blasphemisches Gerücht ist …