Unsichtbare Berührung

I‘ coming down like a monkey, but it’s allright

Land of Confusion, Into Deep, Invisible Touch, The Brazilian, Throwing it all away sind schon bemerkenswert gute Songs, die sich alle auf dem 86er Werk von Genesis befinden, aber ich komme auch heute (acht Monate vor Weihnachten 2021) nicht drum herum immer und immer wieder das Überlied dieses Albums abzufeiern:

Tonight, tonight, tonight

Die Album Version ist mit knapp unter neun Minuten Länge etwa drei Minute kürzer als die Extended Version, die ich ja auch unfassbar abfeiern könnte. Aber kennt ihr das Musikvideo von Land of Confusion, wo die Darsteller alle als Hurra Deutschland Gummipuppen rumzappeln – ist definitiv ein YouTube googlen wert …

Ich für meinen Teil, werde aber jetzt nochmal die 9minuten Variante und die fast 12minuten Variante hintereinander abspiele aber vielleicht vorher nochmal The Brazilian, das ist auch nicht so oft durch die Radios in den 80ern gegangen, nämlich gar nicht schätz ich, dabei kann man das bringen, ist auch ganz ohne Philgesang übrigens, falls das wer nicht mehr hören kann … ich finde das ja auch mit Phil recht okay gesungen für einen Schlagzeuger.

Schurkentage

I’m trying to keep my Newspaper dry

Nach dem so sagenhaften Debutalbum von a-ha lag die Messlatte für das zweite Album schon sehr hoch, aber wen ich mir mein 86er Herz nochmal ansehe, hat mich auch das zweite Album mit seinen Radiosingles damals schon verzaubert und im Sommer 1990 komplett verzaubert, denn in den Sommerferien hatte ich mir die beiden ersten a-ha Alben ausgeliehen.

Im Vinylockdown2 hat mich tatsächlich dieser Zauber so halb noch einmal wieder abgeholt und ich habe mir einen Vermerk zum genaueren Nachhören und schriftlichem Lobhudeln gemacht. Also auf den Plattenteller die norwegischen Popperlen.

Genau, es war neben Manhatten Skyline und I’ve been losing you der Nicht-Radio-Song October, der mich im November/Dezember so massiv fasziniert hat, der Song kommt mit einer Air-artigen Plastiktrompetenleichtigkeit daher, dass es Tiefenentspannung und gleichzeitig Tanzlust erzeugt.

Passte auch ganz gut in die letzten Wintertage kürzlich …

Vinylockdown #34 – vor 34 Jahren – 1986

I’ve been losing you

Kein Plattenspieler, nur die Schlagerralley und ein Kasettenrekorder von Grundig, so war das 1986 – aber entsprechend auch von allen neun Bands hier in der Schlagerralley im WDR Radio schon gehört, teilweise aber auch in diesem Jahr kenngelernt.

Richtig geliebet in diesem Jahr aber nur Erasure, OMD und a-ha – Pet Shop Boys noch in der Kennenlernphase, Ärzte noch zu seltsam, Smith noch in der Kennenlernphase, Queen ganz kuhl, aber nicht geliebt – Depeche Mode schon auch ganz kuhl, aber da brauchte es auch erst noch 1987 und 1990 für mehr …

It’s new, new, new, new

I’ve been losing you, Sometimes und Forever live and die sowie, das nicht aus Album vorliegende The final Countdown hätten gute Chancen auf den Track des Jahres gehabt – Album des Jahres, schwer zu sagen, die kannte ich in der Länge 1986 noch nicht …

Ohne einen Plattenspieler zu besitzen und die Platte jemals wiedergefunden zu haben, habe ich zum Geburtstag eine 12″ von den Housemartins bekommen – Sheep glaub ich – war voll nicht meins und ist daher wohl verschollen … Schade wäre heute einen Sonderbericht wert … aber nochmal kaufen würde ich sie jetzt auch nicht.

Urlaubsgelaber

Rappin‘, rockin‘, poppin‘ in the Street-Kid-Show

So ein Mist – Familienurlaub auf den Kanaren kostenpflichtig storniert 30 Tage vor Abflug.

Ich hätte mir dafür ca. die Top 80 der VinylCharts von JPC kaufen können https://www.jpc.de/jpcng/vinyl/charts aber das wäre noch schlimmer gewesen, bei dem ganzen Neukompilationskack, den man da so kaufen kann.

Gegen die Traurigkeit, die man dann ja doch hat, weil man dem Geld nicht böse ist, hab ich aus der Tüte der zurecht aussortierten 7inches den Holiday Rap zum einmal laut anhören befreit und für eine Phase zurück in den Schuhkarton befördert. Ist auch mehr oder weniger Kacke.

Wenigsten ist die Platte von Ariola und so muss man einmal kurz lachen, wegen des dösigen Ariolawerbevogels von früher … Jaaaa, von Arilolaaaa!

Echt blau

Mit La Isla Bonita ist mir damals Madonna das erste mal als kuhle Musik aufgefallen. Der Track ist eine von True Blue’s insgesamt fünf Single-Auskopplungen. Alle Singles sind richtig gute Songs, wie mir heute nochmal aufgefallen ist und ich mich sogar gefragt habe, ob das vielleicht das beste Madonna Album ist.

Leider kann ich das nicht mehr so enthusiastisch wie in den 80er und 90er beurteilen, da Madonna auch schon so viel Mist gemacht hat, den man sich gar nicht anhören kann. Eigentlich ist sie schon die einzige Sängerin, die ich die ganze Zeit in meinem Lieblingsmusikköfferchen hatte. Immer mal wieder was gutes dabei, aber niemals wieder so konzentriert gut, wie das True Blue Album.

Allerdings mag ich auch nach all den Erfahrungen nicht ausschließen, dass Madonna in den nächsten Jahren nochmal einen richtig hammergeilen Song produziert bekommt.

True Blue Vinyl hab ich doppelt, wer will die aussortierte Platte haben?

Bitte

I’ve got the Brain, you’ve got the Look.

Ach wie schön. Ich hab gerade eine neuaufgelegte Pet Shop Boys Platte vom UPSman bekommen, die ich schon hätte vor 32 Jahren kaufen sollen. Please, das Debutalbum der Pet Shop Boys. Unberührtes MINT Material!

Die Originalplatte hatte ich zuletzt in der Hand, als ich in der 8. Klasse mit Sonja eine Musikreferat über die Pet Shop Boys halten mussten. Inhalt und musikalische Besonderheiten des Songs: Suburbia.

Was weiß ich noch? Da war eine komische Version auf Sonjas Platte, die nicht im Ansatz so kuhl war, wie die Radio Version. Ich hatte aber eine ordentliche Radioaufnahme der 7″ Version auf BASF-Kassette. Aber was kuhl war:
Two divided by Zero – der NonPlusUltraNonSingleTrack und Hammeropener des Albums.

Später – zu Kompaktscheibenzeiten – war ich auch noch schwer angetan von dem Kuschelsong Later Tonight. Please ist schon nen ganz schön starkes Debutalbum, war sehr schön es gerade komplett durchzuhören.

Weihnachtswunderland

Push me, shove me, I don’t call that love me

Als Vince Clark mit einer Stellenanzeige nach einem neuen Sänger suchte und damit den multilingualen wunderbaren Andy Bell fand, haben die beiden ein Album aufgenommen, was trotz seiner super 80er Jahre Sounds 1986 total floppte. Nur in Schweden und Deutschland schenkte man den beiden gehör und die dritte Singleauskopplung Oh L’amour brachte dann auch Erfolge.

Ich finde es ist ein brilliantes Vince Clark Frühwerk und auch Andy Bell packt gesangstechnisch schon einiges aus und ist keinesfalls ein billiger Ersatz für Alison Moyet (was die verpeilte Fachpresse damals behauptete, Yazoo hinterherheulend).

Einer der wunderbarsten Erasuretracks ist für mich My Heart, so blue, der auf dem Two Ring Circus mit Orchester noch ne Spur bombastischer ist, kann aber auch in der Wonderland-Album-Version schon eine ganze Menge.

Flood seine Producerkünste sind hier auch schon verwoben, allerdings würde ich schätzen, dass es sich hier nicht um eines seiner besten zehn Alben handelt.

Say what? It’s a crazy Situation.

Ich hätte übrigens bis gerade eben niemals gewettet, dass es einen Erasuretrack namens Pistol gibt, da habe ich wohl jahrelang das US-Album gehört und erst jetzt auf Vinyl den Europetrack mitbekommen, lustig.

Die Königin ist tot

Wenn man sich die Zeit nimmt und dieses The Smiths Album komplett ganz in Ruhe durchhört und dabei auf Klang und Text achtet und vielleicht nicht gerade die tollsten 10 Tage des Jahres hinter sich hat, dann wird man ganz schön wunderbar sentimental, ob der ganzen Doppeldeckerbusse und Großmäuler und Friedhofstore und großen Müttern von Mädchen.

Zum Glück waren die letzten 10 Tage ganz okay.

Eh, I know and you cannot sing!

The Queen ist dead ist eins der besten 80er Alben und vielleicht das beste 80er Album, welches ich in den 80er gar nicht gehört habe. The Smiths hat mit mir vor 1990/1991 keinen einzigen musikalischen Kontakt gehabt. Man soll sich ja auch das Beste für den Schluss, oder erstmal für später aufheben. Das habe ich gemacht und mir erst 1991 meinen ersten The Smiths Tonträger gekauft.

Und ganz wichtig, man sollte an Kar-Freitagen wie heute, viel Musik von oder mit Johnny Marr hören. Check!

Schwarze Feier

birthdayHappy Birthday to you, Happy Birthday to you, Happy Birthday Schwarze Feier, Happy Birthday to you!

Ich kann mich noch erinnern, wie ich den 20. Jahrestag der ersten Singleauskopplung von Black Celebration Stripped celebrierte indem ich jede Maxi und jede Single und B-Seite in allen Versionen durchgehört habe. Das war allerdings am 10. Februar 1996, der Tag an dem Stripped laut meines von Bayern3 erlangten Wissens*, der Song ein halber Oldie wurde.
*( in der Oldieparade von Bayern3 durfte 1984 ein Song teilnehmen, der mindesten 20 Jahre alt war)

3bcs
Stripped, A Question of Time/Lust

Heute wird eins der besten Depeche Mode Alben also 30 Jahre alt und ich sehe noch das (mein erstes) Musik-Video von A Question of Time im Marktkauf laufen und mich nicht wieder weggehen, weil das so kuhl war, Depeche Mode beim Singen zu sehen. (video – lat. ich sehe, macht Sinn!)

Mein Papa mag Depeche Mode nicht, darum gab es in meinem Elternhaus bis 1990 keine einzige Depeche Mode Langspielplatte. Auch das ganze Black Celebration Album (die non Single Tracks) lernte ich dann erst in den Neunzigern – Likesone hatte es als graue Platte und ich dann auch mal als extended Leihgabe von ihm – kennen. Gekauft habe ich Black Celebration erst dieses Jahr in Zürich und zwar Originalverpackt, sodass es heute zu seinem Geburtstag erstabgespielt werden kann.

back
To celebrate the fact …

Black Celebration Opener ist der gleichnamige Song Black Celebration und er ist, wie einige Depeche Mode Tracks einer, der auch als Single getaugt hätte. Nebenbei ist es denke ich auch der beste Album Opener überhaupt. Die synthetisch verträumte Düsterness dieses Albums ist unschlagbar.

Ein wenig neidisch bin ich ja auf den Hasen, dass der damals seine großen Schwestern schon beim Black Celebration in Echtzeit Echtträumen beileben durfte. Das ist eweng kuhler als alleine im Supermarkt vor dem Fernseher Musikvideos gucken …

side2
… the back of another black day.

Ach und ich sehe gerade, diese Lobhymne auf Tonträger ist tatsächlich meine 300ste – kommste gar nicht wieder raus aus dem Feiern.

 

Liebe ist der Grund

lir
Love is reason enough!

Liebe ist der Grund weswegen ich mir in meinem zweiten Ebayjahr (muss so 2003 oder so gewesen sein) alle a-ha 12″ Maxis ersteigert habe, was damals noch sehr günstig ging.

Dabei auch die meiner Meinung nach beste Maxi aller Zeiten, The Sun always shines on T.V. und die ordentlich gelungene lange Version von Hunting high and low. Letztere war dieses Jahr das erste Vinyl auf dem Plattenteller.

Besonders bemerkenswert ist aber die Single-B-Seite von Take on meLove is reason. Dieser Track hat sich für mich immer wie die fünfte Single aus dem a-ha Debutalbum angefühlt, besser noch als Train of Thoughts, was eventuell stark damit zusammenhängt, dass die B-Seite damals als Hit bei der Schlagerralley mit Wolfgang Roth vertreten war.

hhal
Do you know what it means to love you?

Das ist jetzt alles schon 30 Jahre her. Eine Zeit in der es noch so gut wie nichts digitales gab, ach das war schön: Keiner hat mit Streamingdiensten rumgedaddelt, keiner hat 64GB-Cards mit mp3s vollgeballert, Musik wurde noch mit Liebe beim Gang in einen Plattenladen angeschafft, es gab in Marktkäufen Schallplattenregale und heute gibt es nur noch Gutscheinkarten in der Quengelzone.

Liebe geht sicherlich anders. 

tot
At heart he’s full of strangers dodging on his train of thought.

Zurück aber zu den  Gedanke zu Train of thoughts, der Track ist als Albumtrack ganz ordentlich, aber die Maxiversion auf der 12′ ist ein US-Remix und der taugt leider nicht, trotzdem gehört er natürlich zum a-hasuleum dazu.

tom
I don’t know what to say, I say it anyway.

Okay. Alle vier Seiten und Rückseiten gehört, und dabei einen mir (glaub ich) unbekannten Track namens Driftwood auf der Sonnenrückseite gefunden. Naja, das gehört auch nur auf eine Rückseite, schnell nochmal umdrehen und Anlage nochmal lauter drehen und die Sonne noch mal auf den Fernseher scheinen lassen. Hach, das wird ein schönes neues Jahr, ich höre das schon …

und der Kindermund so: Taaatschmie! Hau in it bie.

tsasotv
Give all your love to me, to me!

PS: Kommt einem ein bisschen wie ein gelebtes Abenteuerspiel für Jungens vor, oder?!

Das ist schon ein kleines bisschen magisch

Queen hatte ich eine ganze Weile gar nicht mehr im Plattenschrank, da ich meine einzige Queenplatte The Game in die Marktkauftüten verbannt habe und generell Queen auch nicht mehr so mochte. Aber eigentlich ist Queen ganz kuhl und wenn man Muse in seinem Ohr akzeptiert hat, dann ist Queen auch nur die logische Folge.

ph-hase
Jay Kinderhand hat Sommerferien im Palasthotel

Seit ein paar Tagen ist Queen wieder zurück im Plattenschrank, da ich meine erste von drei Wunsch-Queen Schallplatten nämlich gekauft hab. A Kind of Magic – Highlandersoundtrack – ist ja wohl sowohl

  • das balladige als auch
  • das poppige als auch
  • das progressivrockige Zeug

super.

Kind of Magic ist quasi die Siamesische Zwillingsschwester des Highlander Soundtracks, denn die ganzen Songs aus dem Film sind auch auf diesem Album – Who wants to live forever? als die Queenüberballade inklusiv.
Queen steht ganz alleine im Q-Teil des Plattenregals neben Pulp und R.E.M.

Geil

Das was die US-Besatzer hier in Deutschland teilweise machten, war schon ganz geil. Und auch das Kinderohr fand es gerade höchstamüsant.

geil

Superkanone nahm meine Zahnspange weg!

In meinem Plattenschrank stehen nicht so sehr viele Soundtracks von Kinofilmen, nur Pulp Fiction und dieser: Top Gun!

topgun
Boa, sind wir alt geworden (und Tom C. erst!)

Und weil wir ja heute eine Stunde von der Zeitumstellung geschenkt bekommen haben, kann man ja auch mal etwas Zeit mit verrückten Dingen verplempern. Darum läuft jetzt hier seit einer halben Stunde schon die Top Gun Musik.

Aber sehr kuhl, wer da alles dran mitgemischt hat:

  • Mister Giorgio Moroder but everybody calls him Giorgio (bzw. früher in Südtirol auch Hansjörg) und
  • Mister Harold Faltermeyer also known as Axel F. für Miami Vice

cbs
Haunted by the notion somewhere there’s a love in flames.

So nochmal alles auf halt und nochmal Berlin: (eigentlich wollte ich nicht nach Berlin) Take My Breath Away das vermeindliche Lieblingslied aller Kieferorthopäden.

Und nochmal ein herzliches Dankeschön an Dirk, der diesen Plattenkauf auf Grund seiner Träumerei fürs Pilotwerden überhaupt erst ermöglicht hat.

Top Gun steht im Plattenregal neben den Toten Hosen, dazu vielleicht mal später mehr …

Er war ein Punker und er lebte in der großen Stadt

amadeus
Er hatte Schuden, denn er trank.

Als die Neue Deutsche Welle schon fast zu Ende war kam Falco nochmal richtig groß raus. Eine seiner besten Platten aus dieser Zeit ist sein Smash Hit Rock Me Amadeus.

Manchmal ist es gut, auf Flohmärkten alte Plattenstapel durchzuwühlen – so kam dieses Stück vor geraumer Zeit zu mir in den Bestand.