2019, das hatten wir schonmal besser außer das Marajucavinyl

Ich habe bloß 42 Schallplatten gekauft dieses Jahr, die vielen Erasure 7″ Platten mal nicht mitgerechnet ist das wirklich wenig, wenn man bedenkt, dass ich in 12 Jahren mal 1’500 Kompaktscheiben und Schallplatten gekauft habe. Allerdings wirklich kaum noch alten Kram, oder wie New Order sagen würde Music complete.

Mein Radio

Dieses Jahr tue ich mich sehr schwer mit dem Album des Jahres, das fällt mir schon seit November auf. Kein Album ist so richtig durchgängig gut, aber meine Tendenz fällt auf das Rammstein Album. Die Tracks Deutschland und Radio sind ziemlich gelungen, Melodie und Gitarre und Synthiesounds ergänzen sich super, Texte sind halt Rammstein, allerdings ist die Geschichtsstunde zu DDR-Radioempfängern mindestens so gut gelungen, wie der Appell von Udo an Erich im Sonderzug nach Pankow.

Den Track Hurricane von Dido mag ich auch immer noch, aber zu den Rammsteintracks habe ich mehr gefeiert.

Die Überraschung des Jahres ist das New Model Army Album From here. Vieles klingt gut wie die guten alten Sachen, haben aber via Elektrosounds viel an Tiefe dazubekommen – da gefällt mir natürlich um so besser.

Nochmal alles zusammen anghört, reicht mir diese Überraschung allerdings nicht für ein Album des Jahres.

Auch die Überraschung von Laibach reicht mir nicht. Das ist zwar auch wirklich ulkiges Zeug, aber seid wann reicht Ulk?

Nach meinem Editorsflash der letzten Jahre und insbesondere des letzten Jahres, hatte ich den Track von Unkle und Tom Smith lange auf der Liste der besten Songs, war dann aber von dem TripleVinyl insgesamt so enttäuscht, das auch die Liebe zu dem Song The Other Side etwas abgeflacht ist – jetzt gerade muss ich aber sagen, der ist schon sehr gelungen.

Tokyo?

Was der Haussegen und ich nach der Entdeckung über die SpotifySpekulationsLieblingsliederliste noch ordentlich abgefeiert haben ist die Band White Lies und das Album Five. Hier würde ich im direkten vergleich mit Rammstein etwas ins Wackeln kommen und mindestens mal für bestes englischsprachiges Album einen Zettel in die Urne werfen. Der Song Time to give von diesem Album ist auch sehr stark, hat alles was man sich wünscht, kommt im direkten Vergleich aber nicht an Radio ran.

Jedenfalls scheiden Seeed, Deichkind, Robbie Williams und Coldplay aus, denn deren Alben sind bei weitem nicht das Beste, was die je gemacht haben und auch keine Lied ist nah an dem besten, was sie je gemacht haben.

Die Pet Shop Boys haben eine langweilige EP im April veröffentlicht und eine vorab Single zum 2020er Album, welche okay ist, einem aber nicht die Schuhe auszieht.

Auf dem Trentemöller Album Observe ist eine toller Track In the Garden. Das pinkvinylige Supersonic Album hat eine wunderschönes Cover.

Cause and Effect ist ein beim wiederholten Male hören gutes Keane Album, aber auch ohne an die fantastischen Vorgänger heranzukommen, aber mittlerweile besser als eine a-ha – Single-B-Seiten Sammlung.

Ian Brown Album ist nett aber Hit, Morrissey’s California Son ist nett aber auch ohne Hit – wobei Suffer the Children spaß macht zu hören, das ragt schon etwas heraus, aber ohne sich in Morrissey’s Top 10 einzureihen.

Bleibt zu guter Letzt eine Kandidatin, die zumindesten von allen die Neuankömmline des Jahres ist: Billie Ellish und ihr Debut Album mit dem Knallersong: You should see me in a Crown (und die Kinderohren sagen Bad Guy)

maracuja ist zumindest die Vinylfarbe des Jahres würde ich sagen. Rammstein und Radio sind Album und Song des Jahres, White Lies ist beste Band des Jahres.

Freundlich

But it’s the one we all got

Dieser Plattenkauf war ein: Mir egal wie es sich anhört, das Plattencover sieht so super gut aus. Und das war gar nicht einfach, gab nur ein paar UK-Verkäufer, die die Rille verkauft haben.

Auf pinkem Vinyl gibt es das neue Album der Stereophonics namens Kind. Und das Platten cover macht sich wirklich super gut an der Wand. Farbenfreudig, aber nicht einfach nur bunt.

Allerdings finde ich die Tracks erstmal alle nur mittelmäßig. Zwar ist kein Song schlecht aber ich kann meinen Lieblingstrack nicht so richtig finden.

Einigermaßen vorwärts rockt der Song This Life ain’t easy (but it’s the one we all got), aber hierbei handelt es sich auch nur um einen etwas besseren Song, aber das ist was wir haben.

Kommt aber in den Plattenschrank und steht dann neben Stereo Total und den Sternen.

Melodie der Liebe

Immer noch im Nachrausch warte ich ein bisschen auf das nächste Megameisterwerk von Joe Goddard und bin diesbezüglich relativ entzückt von dem Titeltrack des neuen Hot Chip Album Melody of Love.

Auf dem Doppelvinyl ist aber auch noch mehr zu finden, so klingt auch Positiv auf der C-Seite sehr schön vor sich hin.

War im Sommer etwas untergegangen bei mir, aber jetzt im letzten Viertel des Jahres ist es gut, dass es im Sommer Farben gesammelt hat – so wie damals die Maus Frederick. Und es ist auch gut, von Slin nochmal dran erinnert worden zu sein, die Platte wäre beinahe ungehört an mir vorbeigelaufen. (Nein ich kaufe nicht zu viele Platten auf einmal, um sie alle zu hören – ich höre zu wenig!)

Ich hab die anderen beiden Hot Chip Platten gerade falsch einsortiert kaum im Regal wiedergefunden. Hot Chip gehört zwischen Peter Heppner und die Housemartins.

In dem Garten beobachten

Das neue Trentemøller Album observe ist von seiner Grundatmosphäre eher novemberig, was ja auch schön ist für den November. Ein Lied lässt mich die Platte nun zum x-ten Mal wieder rausholen: In the Garden

Wenn das Bernhard Sumner oder Robert Smith singen würden, dann klänge es entsprechen nach The Cure oder New Order, aber so singt es Lina Tullgreen und so klingt der Song eher nach Console – aber wie es auch sei, sind alle drei Varianten kuhl und der Song ist richtig gut.

Die Restlichen neun Tracks sind artig auf zwei Scheiben, eine schwarze und eine weiß verteilt, recht lang und auch atmig und damit auch eher schwerkostig.

Jedentagleben

Ach ich weiß auch nicht, da kann ich jetzt gar nichts mit anfangen. Kaum Coldplay Gesang und Klang, dafür viel Weltmusiksounds und Chor. Mag ja sein, dass die Welt zum Leben an jedem Tag sowas braucht, um sich gemeinsam in den Weltfrieden zu singentanzen, aber hier zu Hause ist friedlich genug – will ich nicht wirklich mehr von hören.

Auch auf der Suche nach etwas Single/Radio tauglichem bin ich nicht so richtig fündig geworden. Orphans, der Vorabtrack ist jedenfalls genauso Weltgekreische, wie der Rest. Irgendwie war es kuhler als Chris noch alleine rumgeweint hat.

Das Cover muss man auch nicht aufhängen. Das nächste Coldplay-Album wird sicherlich besser. Ach so und auf so ein Konzert muss ich auch nicht gehen, aber Coldplay macht ja auch erst wieder Konzerte, wenn die Welt gerettet ist bzw man CO2-neutral Welttouren kann – das finde ich mal ein ordentliches Statement, das mich zumindest ein bisschen mit dem Konzept Everyday Life versöhnt.

Robbie Weihnachtsmann

Let it snow, let it snow, make it so

Wann hat man eigentlich fertig, wenn man sein erstes oder zweites Best of Album veröffentlicht, oder wenn man sein erstes Weihnachtsliederalbum rausbringt? Für Robbie Williams, der zum Jahrtausendwechsel schon zurecht noch im Rock/Pop-Himmel weilte, wollte ich es mal herausfinden und habe mir The Christmas Present gekauft, obwohl es eigentlich ja hätte geschenkt werden müssen und noch besser – ich hätte mir es auch schenken können. Haben alles Rolf Zuckowski und Roger Whittaker schonmal gesungen und auch nicht schlechter.

Da bekommst Du ein Paket mit einem Colplay-Doppelalbum und einem Robbie Williams Doppelalbum und vor zwölf Jahren wären da zwei Alben des Jahres Kandidaten dabei gewesen, aber hier frage ich mich, ob die überhaupt beide in das Regal kommen oder ob die nach Weihnachten schon auf dem Spitzboden verschwinden.

Eine Überraschung in den Top 10 gibt es aber noch …

Weiße Lügen Fünf

Entdeckung des Jahres in der Spotify (boa, ich kann es nicht mehr hören) Musik der Woche sowohl in der Liste vom Haussegen als auch in meiner eigenen. White Lies mit dem siebeneinhalb Minuten Epos Song: Time to give. Super, Song und super Restalbum.

Erst jetzt beim genaueren Recherchieren, wer ist eigentlich White Lies warum nennen die ihr fünftes Album eigentlich Five und wer bekommt den Sound so super zusammengebastelt, taucht in der ausführlichen Beschreibung das Lösungswort auf: Flood – Mr. Circus, Mr. Pretty Hate Machine, Mr. Violator, Mr. Achtung Baby, etc. – spektakulär und abgemischt von seinem Co-Produzenten Kumpel Alan Moulder – wenn Du die als Band mit im Studion hast, dann kommt da des öfteren mal Dein Lieblingsalbum raus. Darüber später mehr …

Jetzt mag ich das Album noch mehr und freue mich, dass ich es schon vorher total toll fand, bevor ich Flood und Moulders mitmischen herausgefunden habe …

 The Assault & Battery Studio Complex

Ich fürchte die White Lies kommen ins Plattenregal neben Westernhagen, aber ich gucke gerade lieber nicht nach … aber ja, Westernhagen und Williams, Robbie.

#bb

Lass sie geh’n, lass sie geh’n, lass sie geh’n

Neues Seeed Album, mit einem Deichkind Track eine Woche nach dem Deichkindalbum – puh – ich fürchte ich hatte kein Gras im Haus und so war es etwas an der Gemütslage vorbei das BAM BAM.

Ist ja schon krass, wenn man sich ein nur 33 Minuten langes Album nicht komplett anhören mag.

Seeed ist neue im Regal und kommt zwischen die Scissor Sisters und The Shamen

#wsdd

Wer sagt denn das? heißt das neue Album von Deichkind. Aber es ist nicht so richtig neu, denn es klingt im Prinzip genau wie das Album davor. Die Texte sind lustig durchgeknallt und so unterhält das Album eine Weile.

Aber es ist vermutlich seltener auf dem Plattenteller, als die beiden Vorgänger, denn jetzt zum Feierabend gerade nervte es eher, als das es unterhielt …

Bestes Schwarzes Gold

Dieses Doppelvinyl ist tatsächlich schwarzes Gold.

Black gold is the Colour the Dawn never comes

Wie fett ein best of Album von den Editors wäre hatte ich noch gedacht, als ich letztes Jahr das sechste Album im Regal hatte. Jetzt gibt es das Album und es sind schon auch 16 echt gute Stücke drauf – drei davon sind nicht auf den sechsen davor: Frankenstein, Upside Down und Black Gold.

Abgesehen von diesen drei Tracks ist das Album natürlich so nun total unnötig, denn die anderen sind ja schon auf den anderen sechs Alben. Auch das Artwork ist normal und schonmal hübscher gewesen, aber nun ist die Editorsalbensammelung eben komplett.

3x best of

3x Violence
3x In Dream
2x The Weight of your Love
2x The black Room
2x An End has a Start
1x In this Land and on this Evening

Ich weiß nicht, ob ich es so gewichtet hätte, vermutlich hätte ich eins mehr von der The Weight of your Love mehr dazu genommen und ein In Dream oder ein The black Room weggelassen und andere Violence Songs genommen. Naja, ich bin ja auch nicht die.



Ist trotzdem ein super best of Album, falls man hier noch ganz ohne Fahrschein ist.

Ursache und Wirkung

I don’t have time, to think about my mind

Beim ersten Durchhören klang das neue Keane Album ein bisschen wie ein a-ha Single B-Seiten Sammlung. Was okay ist, aber gewohnt ist man eweng mehr.

Beim zweiten Durchhören klang es ein bisschen, als wenn es ein Killers oder Travis Album (medienherz hat da echt recht), wo etwas viel rumgespielt wurde. Ja okay, soll ja auch nicht langweilig werden, aber der B-Seiten Status bleibt irgendwie.

Beim dritten Durchhören habe ich mich in den Track Put the Radio on verliebt, der war die ersten beiden Male nicht auf der ersten Seite mit drauf oder ich schön abgelenkt – aber es ist wie eine Bee Gees, Travis, a-ha, Trauerbalade. Früher oder später bekommt man mich mit melancolischen Bombast dahin, wo immer man will. Aber echt – es ist großartig. Ich kann gar nicht weiterhören.

Kalifornischer Sohn

Abgefahren, wie oft Morrissey in den letzten Jahren neue Alben veröffentlicht.

California Son ist kein Überflieger Album wie You’re The Quarry, aber es ist gelungen und hat mit Suffer the Children einen herausragenden Track an Bord.

Für einen Track des Jahres oder das Album des Jahres wird es nicht reichen, aber das trashige Plattencover ist lustig, wenn man bedenkt wie der Mozza sonst so drauf ist.

Von hier

Slow Motion unfolding

Irgendwie bin ich schon seit längerem gefixt von New Model Army insbesondere Thunder & Consulation, aber als ich die Tage per Zufall über einen Track des neuen Albums From here stolperte, war ich auch entzückt. Klang gewohnt und das Cover war auch typografisch gewohnt, aber die Farben sahen irgendwie sehr gut gelungen aus.

End of Days heißt der Track, der auch einer der besten auf dem Album ist, wobei ich die komplette B-Seiten Tracks des Doppelvinyls sehr gelungen finde.

Jedenfalls hab ich das Album durchgehört und für angenehm genug empfunden, um hier und da nachträglich nochmal reinzuhören. Das ist schon eine kleine Überraschung, denn vor Jahren haben wir im Büro einen Konzertmitschnitt geschaut, wo nur neuere Songs gespielt wurden und das war nicht zu ertragenes Zeugs.

Wellen

There you go again with your first world problems

Ripples ist mein erstes Ian Brown Album. Im ersten Büro haben wir mal eine zeitlang die Napster geliehenen Files von The Greatest of Ian Brown gehört (F.E.A.R. und so), dass war ganz nett im Ohr und so verhält es sich nun auch mit dem ersten Vinyl.

Nach wie vor eine nette Gesangstimme von Ian und ordentlich verschiedenste Instrumente drumherum am dudeln.

Brown findet Platz zwischen Bros und Bush.

War eine Frage der Zeit

The 12inches 1986 / 1987

Hey, ich habe mir ja dann tatsächlich noch die Sammelboxen gekauft, auch wenn die teuer waren und wenn ich die Hälfte davon nun doppelt habe.

Hatte allerdings vergessen, wie fantastisch der New Town Mix von A Question of Time ist. Fan-tas-tisch

and it’s running out for you

Schritt zurück in der Zeit

Es ist eine Bestof von Kylie Minogue dieses StepBackInTime Doppelvinyl und es ist wirklich best und wirklich peppermintfarbig. Ich mag diese BestOf wie bereits mehrfach erwähnt ja nicht und sie könnten auch niemals Vinyl des Jahres werden oder so, aber trotz der Tatsache, das aus 30 Jahren Kylie Hits hier echt alles gut drauf ist, möchte man stattdessen keine zehn Kylie Minogue Alben im Schrank haben.

Pop Precision since Especially for you.

Confide in me, Can’t get you out of my head, Especially for You, 2 Hearts, Kids sind alles Knaller, die auch nen Stückchen Soundtrack sind …

Daher ist es gut, dass nun das Step Back in Time im Schrank steht und ich sollte und bin auch glücklich, dass nur das Debut daneben steht – übrigens neben Milli Vanilli und The Misson.

Agenda bzw. Begenda

What are we gonna do about

Man Boys, es ist zwar kuhl einfach mal so eine EP rauszuhauen, aber die Tracks sind doch allesamt B-Seiten, also auch die beiden auf der A-Seite. Hätte ein kuhles Geburtstagsgeschenk werden können, hätte. Aber das Cover ist irgendwie kuhl und das mobile optimierte Hochkanntvideo von Social Media ist schon auch lustig.

the rich?

Hoffentlich ist das nur ein MessstangenTrick, um die Erwartungen an das Herbstalbum zu regeln …

Streichholz

Doppelvinyl 45 RPM, materialtechnisch haben die Tonträgerproduzenten schonmal alles richtig gemacht. Cover ist ziemlich kuhl geworden, jetzt muss ich nur noch klären, ob die Erwartungen nach den beiden sehr gelungenen Vorabtracks Deutschland und Radio erfüllt werden.

Das ich überhaupt mal von Rammstein Musik gut finden würde, hätte ich mir vor Engel gar nicht vorstellen können, aber Sonne, Amerika und Mein Teil haben mich vollkommen umgekrempelt.

45 RPM
45 R.P.M.

Gerade am Twistesee 2019 hat mich Radio vollkommen als Megasong gefläsht und Wochen zuvor der Song Deutschland samt Video oder um es mal so zu sagen: Das Album erfüllte schon durch die beiden Tracks seinen Kaufzweck, denn ich hab für gleichen Kaufpreis auch schon zwei schlechtere beste Tracks auf Platten gekauft.

Beim mittlerweile mehrfachen hören ist auch der Rest sehr akzeptabel. Teilweise gewohnt speziell aber kein Track ist wirklich schlecht. Ich glaub kaum, dass es dieses Jahr schon ein besseres Album gibt und bin auch nicht sicher, ob da noch etwas kommen wird

Ich bin einfach zu finden

Fünfseitiges The National Album Easy to find, was eine rote, eine gelbe und eine graue Platte mitbringt, aber trotz der Fülle an Songs keinen richtigen ordentlichen Song dabei hat, sowie es bei den letzten drei Alben mindestens war.

Das ist schade, denn beim Artwork hat sich jemand sehr viel mühe gegeben es bunt und gleichzeitig hübsch aufgeräumt zu halten. Aber ganz ehrlich, The Nationals Job ist nicht hübsche gelbe Platten zu veröffentlichen, sondern Songs die einen traurig anlächeln und dabei an den Hasemann erinnern.

Barrikaden und die andere Seite

Was habe ich letztes Jahr die Editors abgefeiert und ganz zurecht, denn die haben auch einfach mal in den letzten Jahren ständig geniale Alben und Tracks abgeliefert. Die Lieder sind noch immer frisch und gar nicht aus dem Ohr, da gibt es zunächst schon wieder einen Song, der irre genial ist und zweifelsohne was mit den Editors zu tun hat, aber beim genauen Informieren The Other Side von Unkle feat. Tom Smith ist.

Für mich ist der Track auf dem Weg zum Track des Jahres, wenn das Musikjahr so mau bleibt wie bisher.

Aber dann kam auch noch ein Editors Album raus. Ein neuer Track drauf, der auch noch von Alan Moulder produziert und sieben BlackMassSession Tracks. Andere zumeist abgespeckte Versionen von Violence-Tracks. Baracades, der echte neue Track, ist ein Coldplay-Song bei dem ich erstmal recherchieren musste, ob da Chris Martin seine Stimme mit im Spiel hat, den so klingt es jedenfalls. Sehr nett, aber doch leicht im Schatten von The Other Side.

Unkle’s The Road II, ist ein dreifach Album auf dem alle anderen Lieder schon sehr anders sind, teilweise ganz nett anzuhören, aber es ist bestimmt mein erstes TrippleVinyl, mit dem Effekt: eine Single hätte es auch getan.

Unkle kommt in das Regal neben U2 und Farin Urlaub.

Immer noch in meinen Gedanken

Vor 2011 war es verboten im Büro Dido zu hören, da sie den Hasemann irgendwie zu sehr an die Ex erinnerte und eine gewisse Ähnlichkeit war auch nicht von der Hand zu weisen, dennoch hat Dido auch zu der Zeit schon den ein oder anderen netten Track gebaut und zwar meistens zusammen mit ihrem Bruder Rollo aka. Faithless.

Genau so ein Track fesselt mich die ganze Woche schon – Hurricane

Im fortgeschrittenen 2019 überlege ich, was bisher mit dem Jahr nicht stimmt, wenn ein Dido Song bisher der Track des Jahres ist. Läuft nicht 2019, oder?

Dido neu ist im Plattenregal und so wird sich das Album einsortieren zwischen Depeche Mode und Digitalism, wenn es sich aus der DerzeitOftGehörtBox verabschiedet

I wanna think that you look good as you rise.

Wenn wir alle einschlafen, wo gehen wir hin?

Sie soll das neue freche itGirls sein, dass ähnlich wie Nirvana alles musikalisch anders machen und echt frech sein, schrieb das Magazin bei uns auf dem Lokus. Hmm, das musste ich mir mal anhören und bin bei dem Song You Should See Me in a Crown auch angetan gewesen und hab das noch unveröffentlichte Vinyl geordert.

Jetzt ist die maracujafarbende Vinylscheibe geliefert und es ist natürlich nicht Nirvana und auch nicht frech wie Nirvana, aber es ist schon kuhler als der Kackeinheitsbrei, der sonst neu um die Ecke kommt.

Die Kinderohren denken allerdings, dass einige Lieder klingen, als wenn sie kaputt wären. Da sind offensichtlich ein paar gruselige Dinge mit Bässen im Studio gemacht worden. Naja, so klingt halt freche Musik heute. Ich finde es war eine gute Scheißhausidee, die Platte zu kaufen, sie kommt ins Regal zwischen Elvis und Electronic.

Ich dende also bin ich

Als Caspar aufkam hatte ich spontan die andere Kratzestimme, die von Dendemann im Ohr. Jetzt kann man gut vergleichen, denn auf dem neuen Album singt Caspar bei einem Song mit.

Über 40 Tage ist das neue Jahr jetzt schon alt, aber bisher ist für mich noch nichts hörbares dabei, was mich wirklich umhaut – so auch nicht Da nicht für.

Allerdings ist das Artwork lustig. Es ist anaglyph 3D hergestellt und sieht mit einer megenta-blauen Brille recht lustig aus.

Darum sehen wir es uns so belustigt an.

Dendemann kommt rechts neben Deine Lakaien ins Plattenregal, vermutlich ist das aber allen Diplomkapellmeistern dieser Erde egal.

Vom Zerfall und der Heilung

The Cure Galore

Dass man das in dem Alter schon so sagen muss, aber 2018 war ein Jahr mit Krankheit bis zum Zerfall unter dem Strich. Da ist es passig, dass man dieses Jahr den 30ten des Zerfalls und der passenden Heilung feiern kann.

The Cure’s Album Disintegration wurde am 2. Mai 1989 veröffentlich – Grund genug ein The Cure Jahr auszurufen auch um selber zu heilen.

As high as I might I can’t get that high

1989 habe ich noch keine The Cure Tonträger gehabt, das ging erst mit High der Vorab-Singleauskopplung von Wish 1991 los. Gekauft im Schweinetunnel. Das erste Vinyl müsste dann knapp danach die Standing at the Beach – The Singles Platte gewesen sein.

Ein schönes Andenken aus dem ersten Schweden Urlaub ist die in Växjö für 25 SEK gekaufte 2nd Hand Seveninch von Never Enough mit der besten Rückseite, die man sich wünschen kann: Harold & Joe.

Vorletztes Jahr sind dann alle meine 24 7″ aus dem Schuhkarton ausgewandert in den Karton, der 7″ Platten von Band beherbergt, von denen ich genug für einen Adventskalender hätte. Depeche Mode, The Cure, Pet Shop Boys.

Jetzt aber erstmal genug geträumt und rumgeheult: Boys don’t cry

Die Single von 86 ist nicht ganz so kuhl, wie die von 79, aber dafür bezahlbar …