versinke

Ich wollte die Platte schon kaufen, als ich das Cover gesehen habe und zwar ohne zu wisseen, von wem sie eigentlich ist. Zu sehen ist ein Ast, falschfarb fotografiert mit einer Perspektive die an Violator erinnert.

Himmelblaues Vinyl von oben

Dann wurde es zu nächst besser, denn es handelte sich bei der Platte hinter dem Cover um das neue Album Get sunk von Matt Berninger aka Mr. The National. Zudem lieferte JPC himmelblaues Vinyl und das machte die Platte optisch perfekt. Reingehört erinnern. mich die Lieder dann aber leider an Easy to find, meiner schlechtesten Erfahrung mit The National Alben.

So lebendig, wie du mich brauchst

Everything for a Reason, everything for a Reason

Nine Inch Nails und tatsächlich mehr Trent als Atticus haben die Musik für den neuen Tron Film gemacht und erweisen sich für mich als sehr würdiger Nachfolger von Daft Punk.

Doppelvinyl ballert ordentlich in NIN-laune – es ist auf jeder Seite ein Lied mit Text, die alle vier Singlequalität haben, allen voran der Vorabtrack As alive as you need me to be.

Gerade komplett unter dem Kopfhörer angehört, ist weit vorne unter den Nine Inch Nails Platten. Gut klingendes rotes transpartentes Vinyl, zwar nicht 45rpm, aber gut.

Antidepressiva

Eine neue vorgeschlagene Medikation von Suede ist mit und für das neue Album scheinbar empfohlen – aurale Einnahme von Antidepressants.

Jetzt in der dunkleren, nassen Herbstwoche mal ausprobiert – ist eventuell ein bisschen zu getragen, um Stimmungen aufzuhellen. Der Patient bekommt aber Suede, wie man es eben bekommt, wenn man es hört. Leider finde ich das eine Lied nicht, welches den Kauf absolut rechtfertigt, so wie es auf den letzten Suede-Alben immer war.

Trotzdem war es mal wieder schön, nach wochenlanger Pause neues Vinyl geliefert zu bekommen.

Sei nicht leicht

Ein Ausflug nach Hamburg beschwerte diesen Sommer eins der besten Konzerte seit langem. Air, playing Moon Safari.

Nachdem die Band das komplette Album Moon Safari durchgespielt hat, wunderschön angereichert übrigens durch Schlagzeug und extra Gespiele auf den ganzen Keyboards und Gitarren gab es noch wunderschönes Allerlei aus den anderen Zeiten …

Kleiner Höhepunkt im zweiten Teil: Don’t be Light

Als Andenken an diesen schönen Abend, gab es jetzt etwas zeitverzögert durch Sommerpause und all dem, ein Vinyl aus 2002 mit eben diesem wundervollen Song, lustiger Weise mit einer kleinen Homage an Konzertbegleiter Arne mit einem Mr. Oizo Mix von Don’t be Light.

Typografie: don’t be light

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And I’m sorry for asking, but are we having Fun yet?

24 Jahre nach dem letzten Album, das ich gar nicht kenne und 27 Jahre nach This is Hardcore, was ich überragend finde, gibt es ein neues Album von Pulp. More.

Es ist ein Album produziert vom James Ford, der zuletzt zwei meiner Alben des Jahres produziert hat: Momentum Mori und Nonetheless.

Produced by James Ford

Die Lieder von Jarvis Cocker und Band klingen frisch und wunderbar nach 90er, gleichzeitig aber hat es mich nicht direkt so fasziniert, wie das JARV.IS Soloalbum von 2020.

Unter den Kopfhörern findet man nebst der frische auch die tollen Produzenten Arrangements von Jarvis und James ganz gut wieder im Ohr. Wunderbar, da haben sich wieder mal die richtigen Jungs getroffen.

Verrückt!

Wenn ich eine Band verrückt nennen sollte, dann sind die Sparks in der engeren Auswahl. Mad! heißt das neue Album der Sparks, das heute bei mir ankam. Lustigerweise hatte ich vergessen, dass ich es beim Hören des Internetteaser (Früher mal Vorabsingle genannt) direkt bestellt hatte, weil das Lied Do Things on my own Way viel versprechend anklang.

Heute war ich dann erfreut meine Überraschung mit dem Paketdienst bekommen zu haben, und hab es mir auch direkt zweimal angehört. Ging ganz gut, es hat einen sehr guten Unterhaltungswert. Wubbert, dudelt, herumalbert mit Synthi und Gitarre – voll prima!

Rosa Elefant

Now it’s all irrelevant, don’t think about pink Elephant

Arcade Fire macht so starke Sounds mit Orgeln oder Dingen die sich wie Orgeln anhören. Auf Pink Elephant hat es in beinahe jedem Lied einen Effekt, der sich anhört wie ein Orgelklangfeld, der dann wie ein Sirenengeräusch abschmiert.

Aufkleber wird es nicht lange an der Box machen :-(

Die Lieder sind zudem fast alle kleine Werke, sodass ich mich in Zeiten der Singles schwer getan hätte, davon zwei drei auszusuchen. I love her Shadow, Circle of Trust und Pink Elephant sind aber drei Supersongs an denen man auch so im Single hören seine Freude hätte.

Sehr außergewöhnlich ist außerdem das gestreifte Vinyl, mit transparent pinklila als Grundfarbe und dann so roten und gelben Streifen – hatte ich bisher auch gar nicht so und das wo ich dachte die wäre Pink und etwas sparkled …

Wahrhaftig elektrisch

What else is there?

True electric ist kein richtig neues Album von Röyksopp, sondern es sind bekantet Tracks in dem Gewand der True electric Tour allerdings ohne dass wir Zuschauer kreischen hören – was ich rictig richtig gut finde.

Licht und Platten

Die Songs sind zumeist ein bisschen weniger ausgetüftelt und mehr auf Technodrums, aber das macht die Songs hier und da auch etwas schneller vorwärts.

Do it again

Am Twistesee 2025, wo es auch wahrhaftig elektrisch in Sachen Licht und überwiegend vinylig in Sachen Tonträger abging, war das Dreifachvinyl nicht dabei, da die Post diesmal etwas zu spät war – daher gab es Röyksopp im alten feinen Gewand.

Gewaltätiges Chaos

Abrar abara abracadabra!

„Zurück zu den Popwurzeln“ steht in den Kritiken und das ist für mich Grund genug gewesen das neue Lady Gaga Album Mayhem zu kaufen. Es ist Doppelvinyl mit einer unbespielten vierten Seite – ich fange jetzt nicht wieder damit an, aber es ist so ein Quatsch …

Also ja, es ist zurück zu den Popwurzeln und macht wirklich Spaß anzuhören, bewusst laut wie auch einfach so nebenher – beides ausprobiert funktioniert beides.

Für den Typographen in mir ist auch ein herrliches Typo-Chaos auf der Plattenpackung zu finden, alles übereinander in inkonsequenten Reihenfolgen, liebe Grüße an David Carson.

Eine geheime homosexuelle Sprache

Polari

ist nicht nur eine verwendete geheime Sprache der homosexuellen 70er UK Szene, sondern auch der Albumname vom neuen Years & Years Mann Olly Alexander. Das Album selber ist inspiriert von „80er-Jahre“ Künstlern wie Erasure und Pet Shop Boys und George Michael, sagt der Musikjournalismus (der aufghört hat Synthiepop zu hören, als die 90er anfingen).

Tell me something, talk to me, Polari

Aber das Album ist tatsächlich daher aufgefallen, weil mir von Slin ein Song zugespielt wurde, der wie eine Erasure Single anzuhören sei :: Make me an Man

Polari ist komplett großartig anzuhören, weil es wirklich wie ein supergut gealtertes 80er Jahre Album daher kommt, das aber genug mitbringt, um nicht wie eine billige Nachmache zu wirken.

Ist schon Mitte März und ist erst meine zweite neue Platte dieses Jahr, was ist mit mir oder den Künstlern los?

Die menschliche Angst

Da ist mein erstes Album 2025 und irgendwie habe ich mich den ganzen Tag drauf gefreut. Vorab hatte ich von dem neuen Franz Ferdinand noch nichts gehört, aber das war letztes Mal (vor etwa sieben Jahren) auch sehr sehr gut gegangen.

You got me hooked uhuh, you got me hooked!

Wir bekommen allerdings sehr viel gewöhnlichere Liedeskost hier als vor sieben Jahren, aber auch wieder Songs die technisch gut durcheskalieren, wie zum Beispiel Hooked hier gibt es ähnlichen Rocktechno, wie bei Lucid Dreams – also eigentlich dann auch gewohnte Koste, aber gut neu zubereitet.

Album kommt viel besser mit mir ins neue Jahr, als die Auftakt-Alben der Vorjahre, es wurde schon etliche Male neu gestartet und liegt eigentlich seit vier Tagen dauerhaft auf dem Plattenteller.