Scharfzackige kleine Tablette

All I really want

Ich habe tatsächlich das Debut Album von Alanis Morissette noch gar nicht in der Verblogung, dabei hat das Album bei einem Meilenstein mitgewirkt. Im Mediengestalterstudium habe ich nämlich versucht das Plattencover nachzustellen und zwar mit dem Haussegen, welche der Alanis ja Doppelgängerin zu Verfügung stehen könnte.

One in my pocket

Aber was ich mich wirklich frage, warum haben wir Alanis eigentlich nicht mal im Schwarzwald bei einem Stück Kuchen getroffen, wo die dort vier Jahre in meiner Kindergartenkindheit gewohnt hat. Ich habe extra meine 25km Wandernadel Sommer 1980 oder so gemacht, bevor sie dann einfach wieder nach Kanada zurückgezogen ist.

Jedenfalls bin ich froh diese Platte im Oktober 1996 bei Ween gekauft zu haben, sagt jedenfalls das Preisschild und sie danach auch rauf und runter gehört habe und ihre Wutanfälle genossen hab – wütend, weil wir uns nie im Schwarzwald trafen schätze ich.

Naja, ist wohl die schmerzerzeugende scharfzackige Pille, die ich schlucken muss, damit der Schmerz darüber aufhört …

Wunderbares Gesamtwerk, erstaunlich das ich es zwölf Jahre für hier übersehen habe.

So hübsche Gabelungen in der Landstraße

This is the Sound of me hitting Bottom

Nach acht Jahren Pause kam eine neue Alanis Morissette Platte – ich hab sie auch tatsächlich schon ein zweimal durchgehört und es ist nette gewohnte Kost, die vom SingSang und KlingKlang an die späten 90er Frühwerke erinnert, aber derzeit kommt leider nichts zwischen Jarvis und Erasure – hatte ich schon erzählt, glaub ich.

Sie ist lustig, darum in der nächsten Folge, dann noch einmal die hübsche Geschichte, wie der Haussegen den Alanis Ähnlichkeitswettbewerb gewonnen hatte.

Außerdem sei hier noch einmal eine Filmempfehlung ausgesprochen: Dogma

Mutmaßliche Zuvorvernarrtheitsabhängige

Es gibt ja Phasen im Leben, die zu den lustigeren und Phasen im Leben, die zu den traurigeren gehören. In einer Phase der letzteren Art hat Alanis Morissette dieses Album Supposed Former Infatuation Junkie rausgebracht und dort auch in gewohnter Art und Weise verflossenen Lieb- und Freundschaften hinterhergeweint und geschimpft. Und ich, ich habe mitgeweint, während die Querflöte gedudelt hat, und mitgeschimpft, während die Alanis schneller gesungen hat.

Thank U!
Thank U!

Alanis Morisette ist eine wunderbare Therapeutin gewesen. Heute erinnert man sich zwar noch an die Traurigkeit von vor fast zwanzig Jahren, aber ist dabei nicht mehr traurig, sondern freut sich, dass wie immer Woody Allen recht hat: Tragody = Komodie + Zeit

Vielen Dank, Schweden Indien – Du warst mein sehr eigener sympatischer Charakter!

words_by_amDie Doppelvinyl ist von einer fantastischen Soundqualität und steht im Regal neben Monochrome und Morrissey.

PS: Übrigens falls mal wer bei „Wer wird Millionär“ sitzt und mich als Telefonjoker anruft, um zu fragen, mit wie viele r und s man Morissette und Morrissey schreibt – ich weiß es nicht, ich habe es direkt nach dem veröffentlichen dieses Beitrags wieder vergessen …