Wunderhübsche Hassmaschine

Es ist vermutlich mein Industrialdüsterrock Lieblingsalbum und ich dachte auch, ich hätte über diesen Klassiker in meinem Vinylschrank schon ein wenig mehr erzählt, aber ist nur eine mickeriger Absatz bis jetzt.

Es startet mit drei Megakrachersongs, die alle ineinandergemixt daherkommen Head like a Hole, Terrible Lie, Down in it. Das sind vielleicht die drei besten Albumopener hintereinander nach U2 – JoshuaTree.

Ich weiß noch, dass ich das Album als Platte bei Ween ständig habe stehen sehen, es aber nie kaufen mochte, weil das Cover nicht so kuhl aussah, wie das Cover der Kompaktscheibe, die ich irgendwann spät 1992 einkaufte.

Extra aus dem Kompaktscheibenantiquariat geholt

Something I could never have ist die Depribaladennummer dieses Albums und auch NINs bester Langsamtrack. Der geht wirklich an die Tränendüse und gute Laune, man man man. Schön ist wie früher schon mal beschrieben, dass er auf der CD in den Vorgängertrack Kinda I want to vermixt ist, was ich immer doof fand. Auf dem ReReleaseAlbum ist das der Track eins der zweiten Seite, was mich dann Cover hin Cover her zum Kauf der Neuauflage überzeugte.

Das Flood das Album produziert hat macht es natürlich erst recht rund für mich. Nach dem Album hat er dann vermutlich Violator auf den Produzententisch bekommen, sehr sehr kuhl Herr Flood.

Wenn wir alle einschlafen, wo gehen wir hin?

Sie soll das neue freche itGirls sein, dass ähnlich wie Nirvana alles musikalisch anders machen und echt frech sein, schrieb das Magazin bei uns auf dem Lokus. Hmm, das musste ich mir mal anhören und bin bei dem Song You Should See Me in a Crown auch angetan gewesen und hab das noch unveröffentlichte Vinyl geordert.

Jetzt ist die maracujafarbende Vinylscheibe geliefert und es ist natürlich nicht Nirvana und auch nicht frech wie Nirvana, aber es ist schon kuhler als der Kackeinheitsbrei, der sonst neu um die Ecke kommt.

Die Kinderohren denken allerdings, dass einige Lieder klingen, als wenn sie kaputt wären. Da sind offensichtlich ein paar gruselige Dinge mit Bässen im Studio gemacht worden. Naja, so klingt halt freche Musik heute. Ich finde es war eine gute Scheißhausidee, die Platte zu kaufen, sie kommt ins Regal zwischen Elvis und Electronic.

Hab nen Maximalballon gefunden und denk an Nena

Das Album war mir an verschiedenen Stellen aufgefallen, weil der riesige vermutlich nahezu maximalgroße rote Luftballon so hübsch von dem David Andrew Sitek von TV on the Radio spazieren getragen wird auf dem Cover.

Denk an Dich
Denk an Dich

Das erinnert ja mindestens an Nena.

Nix dergleichen, es ist ein Album das er mit zehn anderen Künstlern oder Bands zusammen erstellt hat und die paar die ich davon kannte, Little Dragon, Karen O Frontfrau von Yeah Yeah Yeahs und Talking Heads Frontmann David Byrne sind ja mal mindestens eine lustig bunt gemischte Auswahl.

Die Songs sind alle sehr gut und ich mochte das lange immer komplett mit umdrehen anhören, während der Ballon im Bilderrahmen hübsch aussah. Jetzt habe ich das Album fast ein Jahr, aber hatte nie so richtig eine Idee, ob ich es mal in Regal sortiere oder nur in die Vorablagenbox am Plattenspieler stelle.

Jetzt ist die Platte im Regal zwischen Materia & Casper und Mesh.

Dank Dir für heute

Als ich das erste mal Death Cab for Cutie bewusst hörte, so vor etwa 10 Jahren, hielt ich die Band für eine sehr gute The Cure Kopie was die Instrumente angeht, allerdings einer ganz anderen Stimme.

Mit dem neuen Album Thank you for today verhält es sich hier und da auch so und ich glaube ich habe für mich auch die Stimme etwas einsortiert – es ist vielleicht etwas ähnlich dem Neil Tennant Gesang der Pet Shop Boys, dass bedeutet ich hab in Death Cab for Cutie eine Tochter deren Eltern The Cure und die Boys sind – hätte Potential!

Cover und Verpackung sind auch nett geworden. Gestanztes Rechteck im Cover um das alufarbende Innenleben in den Gestaltungsprozess mit einzubauen und zu guter Letzt gestanzte Typografie.

Grün

I’ve got my Spine, I’ve got my orange Crush

Orangiges Cover auf dem in schwarz green steht – das ist verwirrend.

11,00 DM

Neben den Überalben von R.E.M. geht das Green Album immer etwas unter, dabei ist es supergut. Popsong, Stand und Orange Crush sind auf jeden Fall bei den besten R.E.M. Songs mit dabei für mich.

Ich weiß gar nicht mehr wann ich es gekauft habe, aber so arg teuer war es nicht und es war noch zu DM Zeiten und wenn man dem Preisschild traut, dürfte es nach dem 20.03.98 gewesen sein.

posttraumatisch

Mike Shinoda verarbeitet Linkin Park’s Postrauma nach dem Tod von Chester Bennington. Wenngleich es ein Soloalbum ist, so sind doch die übrigen Bandkollegen bei etlichen Tracks mit am Start.

Daher ist es dann auch kaum verwunderlich, dass es sehr nach Linkin Park klingt, was am Ende aus der Rille kommt. Eigentlich gar nicht so meine Limonade, aber hier und da trifft die richtige Gitarre, den richtigen Synthiesound. Um zu den ganz großen Alben im Plattenregal zu gehören, fehlt allerdings etliches, aber um direkt aussortiert zu werden ist es schon zu gut.

Shinoda, Mike kommt also im Plattenregal erstmal neben The Shamen und Shout Out Louds und letzteres kommt jetzt erstmal zur Gemütsbesserung auf den Plattenteller.

Der Rückbau

Mein erstes 10″-Doppelalbum mit obendrein gelbtransparenten Vinyl ist das neue Eels-Album The Deconstruction. Während ich das letzte Eels Album von 2014 eher mau fand, ist dieses hier sehr gut anzuhören. Irgendwie verhält es sich für mich so, dass außer auf dem Debutalbum, meiner Meinung nach immer nur ein Song überragend und der Rest nett anzuhören ist. Das ist hier auch so. Der albumnamengebende Track The Deconstruction ist für mich der Hit.

Shoobeedoobeedoo!

Nochmal zu der Aufmachung: Doppelalbum ist ja für die Tonqualität immer sehr nett und 10″ auch irgendwie niedlich, aber auch hier fragt ich mich einmal wieder mehr: Warum nicht 12″ und 45RPM? Naja, dieses hier ist irgendwie alles in allem gelungen – ich mag es, wie es ist.

Gefährlich

It’s the best Part, I wanna listen to it, okay?!

In den späten 80ern konnte ich Michael Jackson nicht mehr hören, da Bad und die sieben oder acht Singleauskopplungen und die ständige Präsens im Radio es einem etwas vermasselt.

Dann war zwei, drei Jahre Pause und mit der Rückkehr vom Michael und Black Or White war aber eine gewisse Begeisterung zurück.

Das Album ist bei mir erst so richtig zum 18. Geburtstag angekommen. Insbesondere das Cover fand ich damals schon richtig super. Aber erst 26 Jahre später ist das Vinyl auch wirklich im Regal angekommen, ein bisschen deshalb, weil ich es wirklich vermisst habe. Die Heal the World Schnulze ist allerdings auch überhört habe ich herausgefunden – aber Jam, Remember the Time, Who is it und eben Black or White sind super.

Hat mindestens eine Stunde lang meinen Geburtstag verschönert.

Echt blau

Mit La Isla Bonita ist mir damals Madonna das erste mal als kuhle Musik aufgefallen. Der Track ist eine von True Blue’s insgesamt fünf Single-Auskopplungen. Alle Singles sind richtig gute Songs, wie mir heute nochmal aufgefallen ist und ich mich sogar gefragt habe, ob das vielleicht das beste Madonna Album ist.

Leider kann ich das nicht mehr so enthusiastisch wie in den 80er und 90er beurteilen, da Madonna auch schon so viel Mist gemacht hat, den man sich gar nicht anhören kann. Eigentlich ist sie schon die einzige Sängerin, die ich die ganze Zeit in meinem Lieblingsmusikköfferchen hatte. Immer mal wieder was gutes dabei, aber niemals wieder so konzentriert gut, wie das True Blue Album.

Allerdings mag ich auch nach all den Erfahrungen nicht ausschließen, dass Madonna in den nächsten Jahren nochmal einen richtig hammergeilen Song produziert bekommt.

True Blue Vinyl hab ich doppelt, wer will die aussortierte Platte haben?

Alles war wunderschön, und nichts tat weh

Moby ist wieder da. 19 Jahren nach seinem 1999er Megaalbum play. Auf dem Cover liest eine Kuhpapa seinem Kuhkind aus dem Buch Everything was beautiful, and nothing hurt vor.

Everything was beautiful, and nothing hurt

Sollte eigentlich am 2. März hier ankommen, hatte dann aber ein wenig angekündigte Verspätung. In den Opener Track Mere Anarchy hatte ich schon reingehört, als ich überlegte das Album zu kaufen, wegen dem lustigen Cover dann aber auch wollte, dass man was nettes hört. Was ich hörte war ziemlich kuhl. Nette Vocals von Moby, nette Melodie, nette Geräusche und eine bombastischen Klangwelt ab der 50. Sekunde, was ein bisschen wohl sowas wie der Refrain des Songs ist.

Ich denke ich werde über den Track noch zum Jahresende berichten und die beiden Kühe werden noch ein paar Tage an der Wand hängen bleiben.

Mein kleines dunkles Zeitalter

The only Reason it never worked out is he didn’t worked out.

Booklet, Cover und Verpackung sind mit einer wunderschönen Typo versehen und die Vorabtracks haben es auch schon versprochen, dass das neue MGMT ein schönes Album werden könnte. Jetzt sind die vier Seite da und die A-Seite finde ich auch beim Zuhören super.

  • She works out too much und
  • My little dark Age

Der Rest ist wie schon früher mitunter sehr experimentell und läuft gut nebenher aber meistens ohne einen zu Bewegungen zu motivieren.

Ich hatte schon so eine Ahnung, dass MGMT die Abkürzung für Management ist, habe aber gerade eine eigentlich viel kuhler MGMT Abkürzung gefunden, O6-methylguanine-DNA methyltransferase, wenn Vinyl irgendwann mal uninteressant wird, dann blogge ich über medizinische Fachausdrücke.

Little dark Age ist meine erste MGMT Platte und kommt ins Regal zwischen Mesh und George Michael.

Nilpferd

Das hier ist so kurz vor Toreschluss noch somit das lustigste,
was es dieses Jahr neu auf Platten gab.

Probably nothing

Also zwei Platten. Doppelvinyl. Mit FFS überraschten die Sparks schon 2015 über alle Maßen und auch ihr neustes Werk ohne Franz Ferdinand ist keinesfalls Giddy Giddy okay Giddy Giddy schon, aber der Rest ist mehr oder weniger klamaukige Popmusik, die man mal hören kann.

Allen Tracks voran Hippopotamus, was hier von den ersten drei Takten an auch von den Kids geliebt wurde.

Völlig ungerechtfertigter Weise ist Hippopotamus mein erstes Sparksalbum. Warum weiß ich auch nicht genau, Kompaktscheiben habe ich unendlich viele, aber kein Vinyl. Tze!

There’s a Hippopotamus in my Pool. How did it get there?  

In Kürze kommt die Platte mit dem Cover des Jahres dann zwischen The Soulsavers und DJ Spiller ins Regal.

Farben

All the Colors, see the Colors, make the Colors, feel the Colors

Es soll das poppigste Beck Album aller 13 Zeiten sein: Colors

Mit der Kritik hab ich direkt am Köder angebissen und mich zumal vorab über rotes Vinyl gefreut. Und wirklich, es ist ein fantastisches Album, frisch und poppig, aber auch experimentierfreudig und abwechslungsreich. Ich mag mindestens die Hälfte der Songs ziemlich gern und der Rest ist gut.

Die Tage die wir hatten

Day Wave ist vermutlich die letzte Bandentdeckung vom Hasemann gewesen. Laut Zeitzeugen hat er diese wunderschöne Musik zuletzt viel im Büro gehört. Je länger ich es höre je mehr erinnert es mich an The Drums, Phoenix, The Legend und Tokyo Police Club und ich mag dieses Album mehr und mehr.

I’m fading and I don’t want to be that Way

Es klingt sehr nach seiner Lieblingsmusik und nach den Tagen die wir hatten.

Hunderteins

Let me see those Hands!

Gerade meine 103. Order bei Discogs gemacht, zlorfikTM, da hätte ich ja auch nen kleines bisschen besser aufpassen und den Kauf vom timing her in die letzte Oktoberwoche vorverlagern können. Was ich auch nicht gemacht habe – ich habe den Verkäufer nicht gefragt, ob die Platten nach Pachouli riechen, so wie früher die beiden Scheiben vom Nils.

Help me see things in a different light

Wie dem auch sei. Auf meiner ca . 100 minütigen Autofahrt letzte Woche habe ich das ganze Depeche Mode liveAlbum 101 komplett durchgehört und musste an Pacouli und die spätern 80er frühen 90er denken und an den Tag als wir auf dem Highway and er Abfahrt Passadena nicht zum Rosebowl abgefahren sind, um dort einmal laut zu rufen:

Good evening Passadena!

Das Album ist schon eine Livemeilenstein und einige der Liveversionen auch eine Idee besser, als die Studiostücke.

Wundervoll, wundervoll

Wonderful, wonderful.

Ein Album das Wonderful, Wonderful heißt und dessen Opener auch und dessen Opener dann auch noch Wonderful ist, ein bisschen The Mission, ein bisschen The Editors ein bisschen The Killers. Wunderbar, die Killers sind wieder da. Nachdem ich die letzten Alben zwischen dem Debut und diesem sehr mau fand, ist dieses jetzt wieder richtig gut anzuhören.

Island Records – ach da fällt einem ne Menge gutes Zeug ein …

Nach dem Opener geht es wundervoll weiter. Die Lieder haben in der Regel ordentlich Tempo und sind teilweise sehr synthiepoppig, sodass sie hier und da fast nach Alphaville klingen. Die beiden Vorabtracks The Man und insbesondere Run For Cover sind fantastische Songs – die hätte man diesen Sommer sehr gut gebrauchen können, naja aber die machen auch den Herbst schöner.

Die Platte steht im Plattenregal neben dem besten Stuart Price Mix aller Zeiten, Mr. Brightside.

Moderne Vampire in der Stadt

Noch im alten Jahr bestellt, aber die erste Platte die ich 2017 geliefert bekommen habe ist:
Modern Vampires in the City von Vampire Weekend. Und während die B-Seite mit ihrem weißen Label auf weißem Vinyl sehr spektakulär aussieht …

Every Time I see you in the World you always step to my Girl.

… ist der einzige Hammertrack Step auf Seite A. Step und das Cover sind der Grund für den schon länger geplanten Kauf dieser Platte, denn es ist eines der Gute-Laune-Lieder der letzten Jahre und mehr als einmal ging mir dabei durch den Kopf – Mensch, wenn Air doch nur mal wieder so ein geiles Lied machen würde, jetzt haben es die Vampire Weekends gemacht – die aber ansonsten eigentlich nur Hotten-Totten-Tracks machen.

Im Plattenregal steht Vampire Weekend sehr weit rechts, zwischen VNV Nation und Wanda.

Das weiße Album

Schonmal vorsichtig zurückblickend, waren dieses Jahr viele Vinylscheiben weiß. Weezer hat sogar 2016 ein Weißes Album rausgebracht. Krass, da muss man sich direkt mit den beiden großen messen, a) die Beatles und b) Tocotronic.

Wuuuuhaaaa, wuuuuuhooohooohooo!

Lassen wir die Katze direkt aus dem Sack, da kommt Weezer nicht mit. Weezer kommt auch nicht mit ihren eigenen früheren Werken mit, aber frischer California Beach Rock ist es trotzdem und das Cover ist eines der etwas schöneren die letzten paar Monate. Aber es ist so schnell in das Regal sortiert worden, dass ich fast vergessen hätte, es für einen Rückblick im Blick zu haben.

Viel wichtiger ist, es für 2017 mal deren Pinkertom aus dem Regal zu holen und in den Bilderrahmen zu packen, denn das ist auch mal ein wunderschönes Cover – lemme tellya later!

Kontrastarm, aber hübsch.

Joanne und das Diamantherz

NeuesStück

Man, da hat es aber in den letzten Tagen eine ganze Masse neues Vinyl gegeben und zwar hauptsächloch auch Neuerscheinungen, die diesen und letzten Dienstag dann ausgeliefert wurden, teilweise im Urlaub auf den Kanaren noch vom Pool-Wlan aus bestellt. Das hier dürfte jetzt wohl die letzte Neuerscheinung des Jahre sein.

Hurra, es ist Lady Gaga mit Joanne, die unsere Baumdekoration stört.

Where do you think you’re going?

Joanne ist weit weg von der Gaga-PaPaPa-Paparazzi-Zeit, die uns Lady Gaga früher mal bescherte, sondern es ist eher Gitarrengedudel. Nicht so unglaublich frisches Zeug, sondern es fühlt sich an, als wenn Adele das schonmal in besser gemacht hätte.

Aber das Cover ist irgendwie ganz kuhl, so im letzten Sonnenuntergang vor Weihnachten …

Komische Frau mit rosafarbigem Hut

Naja, jetzt ist Lady Gaga’s Monster nicht mehr allein im Schrank.

Boxer

Letzte Woche war ich mit Nils und Frank auf einem Super Konzert in Hamburg und auch super: wir waren so früh an der Elbe, dass noch Zeit war bei Michelle etwas im Plattenladen rumzustöbern.

boxer
Put a little something in our Lemonade

Das Fund-Ergebnis ist mein allererstes The National Album und vermutlich auch direkt das beste nämlich Boxer. Wenn gleich ich nicht die totale Begeisterung mit dem Hasemann teile, so ist das doch schon eine feine Scheibe.

Und dann kommt noch dazu, dass irgendwie die meisten Platten die ich in Hamburg kaufe gelbes Vinyl sind, wie zuletzt Computerworld von Kraftwerk. Lustig, dass eine Schallplatte mit einer derart traurigen Klangnote in fröhlichem limonaden-gelb-grün daher kommt und etwas von Fake Empire berichtet.

Neuer Nachbar von Nena

Der Ort im Plattenregal ist lustig, denn The National reiht sich vor Nena und hinter The Naked and the Famous ein.

Königin Katie von Tennessee

Ute hatte mir einen Link zu einem Musikvideo bei youtube geschickt und wollte wissen, wie ich den Song finde. Klang super, also habe ich ganz fix das ganze Vinyl Album bei jpc (der Laden der 1992 oder so in Bielefeld im Schweinetunnel aufmachte) bestellt, welches dann überhaupt nicht fix verschickt wurde, aber am Wochenende doch mal ankam.

the-apache-relay

Es geht um den Opener des 2014er Album von The Apache Relay – Katie Queen of Tennessee ist ein super Song in etwa auf dem Niveau von den The Last Shadow Puppets. Den Rest höre ich gerade zum zweiten aber erst zum ersten Mal in Ruhe, aber das erreicht mich leider nicht so richtig. Folkrock sagt Wikipedia – hmmm, ich bin scheinbar einmal weniger das Folk auf jedenfall rockt es mich nicht so sehr.

Während ich drüber nachdenke, höre ich schon wieder James, das ist viel mehr Rock für ein Volk in dem ich leben möchte. Naja – ich habe mehr als eine Platte auf der nur ein Song richtig gut ist und wo der beste Song dann sicherlich auch noch schlechter ist.

The Apache Relay steht im Plattenregal mittlerweile neben Alt-J und Artic Monkeys noch zwei so Rockerbands!

 

Abspielen

playsticker
1999 – Vier Sterne: www.rollingstone.de/

Mein Album des Jahres 1999 habe ich jahrelang nicht auf Platte gehabt, sondern nur auf Kompaktscheibe. Seit Schallplatten anfangen Kunstliebhaberpreise im Internet zu erreichen, ist es auch nicht empfehlenswert gewesen, sich so eine Platte für 150 – 200 EUR nachzukaufen.

Im Zeichen des wachsenden Mainstreams vom Vinyl ist nun aber ein Rerelease gepresst worden und zwar zu normalen Plattenpreisen. Vor lauter Freude habe ich es das ganze Gewitterregenwochenende lang alle vier Seiten lang lange und immer wieder gehört.

mobyplay

Auch die Hitsingle Why does my Heart beat so sad? finde ich nach wie vor fein. Tut mir leid für alle, die sie damals zu oft im Radio hören mussten – das passiert, wenn man zu viele fremdgesteuerten Medien konsumiert eben – das ist ein toller Song.

Das Foto und Verpackungsdesign ist ebenfalls grandios – fabelhaft verspielt, play eben.

playpaket
play

Beim Hören sind mir übrigens keine Songs aufgefallen, die man dringend skippen müsste, eher welche zu denen man hüpfen möchte. Die ersten beiden zum Beispiel direkt: Honey und Find my Baby

hach, zu der Zeit fand ich Moby so kuhl, der hatte damals Røyksopp mit auf dem Konzert in Hamburg, schade dass wir die Halle nicht gefunden hatten, naja.

Moby steht im Regal neben The Mission und Modern Talking, oh ich sehe gerade, ich muss mal wieder Platten aussortieren und auf den Dachboden bringen. Atlantis is calling!

 

Geister Eins bis Vier

nin

Trent Reznor und Atticus Ross haben hier auf acht Schallplattenseiten 36 Tracks gebastelt, die sich alle anhören, als ob hier schon kräftig für den Soundtrack-Oscar aus Social Networks geübt wurde.

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Alles in allem sind die 36 Tracks sicherlich sehr sehr anstrengend, aber zwei drei zufällig ausgewählte kann man durchaus mal bringen. Aber keiner ist so gut, dass man jetzt sagen: Alter Track 28 ist aber der Hammer! Aber Track 28 ist allemal zwischendurch wunderbar anzuhören.

Rummsen, zoschen, zischen, knarzen, säuseln und noch viele Geistergeräusche mehr.

Monster

Anfang der 90er hat R.E.M. einiges richtig gemacht, um mein Musikherz auf Kuschelrock einzustimmen. Zunächst Out of Time und noch mehr Automatic for the People sind perfekte Rockalben.  Entsprechend war im Sommer 1994 die Freude groß, dass es ein weiteres monstermäßiges Album geben würde.

monster
Bang, Bang, Bang

Schule war gerade zu Ende und der einjährige Wehrdienst hatte auch sein erstes Quartal hinter sich, da war dringend gute Musik notwendig. Das Stubenorakel ist zu der Zeit auch ein R.E.M. Sympathisant gewesen und so konnten wir uns zu dieser Musik auf einen guten Weg zum Dienstzeitende aufmachen. Zivis aller Orten glaubt es ruhig: Das war eine lustige Zeit, wenn auch sehr sinnlos, aber wir haben dadurch ein halbes Jahr gespart und mal wirklich dumme Leute kennengelernt.

asidemonster

Zurück zum Monster. Wenn ich auf die knapp 30 Alben des Jahres zurückblicke, dann gehört Monster sicherlich nicht zu den 10 besten, aber ich habe mich getreu dem Vorsatz wieder öfter R.E.M. zu hören unter den Kopfhörer gepackt und beide Seiten durchgehört. Ich habe es nicht mehr als ein so schrebbelrockiges Album in Erinnerung gehabt und muss sagen, dass es mich schon aufs Neue begeistert hat. Da ist immer noch ein „I’m not a King of Comedy“-Ohrwurm im Hörgang.

Ich hätte mir das Album mal damals als Platte kaufen sollen, denn jetzt im Nachgang ist sie etwas teuerer als die damals üblichen 30 Mark gewesen. Dafür hat es aber eine Soundqualität und Optik einer neuwertigen Platte. Sie war aber günstiger als in dem Blumfeld-Manöver angenommen, welches bisher auch noch nicht von Erfolg gekrönt ist.

 

 

Novemberregen

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Drops

Skandal – Ich glaube, es waren Diebe in meinem Schuhkarton. Sie haben mich bestohlen, denn ich bin mir eigentlich sehr sicher, dass ich die 7″ von Novemberrain dem Gun n‘ Roses Schmachtwerk im Schuhkarton hatte. Meine schnelllebigste 7″, denn die haben tatsächlich 8:55 Rockschmerzen auf eine Seite gepresst und jetzt ist sie weg.

Für sachdienliche Hinweise rufen Sie bitte sofort Ede oder Biene Zimmermann an, ja?! Ich arbeite noch an dem Tatvideo …

Weil sie so geschrebbelt hat, bin ich eh die letzten November immer auf die digitale Kompaktscheibe ausgewichen, wenn das Wetter so derartig ätzend war wie heute – und das an Mamas Geburtstag. Apropro Mama – die Kompaktscheibe hat mir damals meine liebe Mama einfach so gekauft.