Der Albtraum vor Weihnachtem

What is off with Jack?

Danny Elfman komponierte einmal mehr großartige Filmmusik zum Film Nightmare before Christmas. Zum 30. Geburtstag des Films hat es eine wunderbar Neuauflage der Filmmusik gegeben. Dem Vinyl wurde in diese Variante ein Zoetrop Effekt spendiert, den muss ich noch etwas erforschen.

Halloween!

Als kompakte Scheibe haben wir schon die deutschsprachige Version im Regal, diese hier ist nun originalsprachig und so singt Danny Elfman den Jack selber auf englisch. Das ist zwar sehr großartig, aber ein bisschen vermiss ich Nina Hagen als Sally schon.

Das Doppelvinyl hat trotz der Zoetropen ein fantastischen Klang und lohnt sich laut anzuhören, um die ganze orchestrale Wucht von Danny Elfmans Werk zu erleben.

Zoetrop Effekt übrigens mit einem Stroboskop, das 33 Blitze in der Sekunde macht lässt hier lustig die Puppen tanzen – ist aber analog um Ecken kuhler als als Filmchen, daher gibt es kein Filmchen – selber ausprobieren :-)

Aalezeit!

If I’m gonna go everywhere, I’m going there

Zeit für die Eels – EelsTime! – so heißt das neuste Album von den Eels. Habe ich mich drauf gefreut, als ich es mit der Blinking Lights zusammen bestellt habe. Auslöser dieser Bestellungen waren die drei Tracks, die Mark Oliver Everett schon im Stream zum Hören anbot – früher koppelte man Singles für sowas aus, auch E.

I’m going there

Allen voran habe ich If I’m gonna go anywhere direkt zu einem der besten Eels Songs rausgehört – lief endlos oft in den zwei Wochen vor dem Eintreffen des Albums. Als die Post es brachte war ich überrascht, denn ich hatte so im Hinterkopf, dass das Album erst in den Sommerferien veröffentlicht werden sollte.

Time, it’s all about time now!

Das Vinyl ist rotetraubensaftfarbend und klingt auch sehr gut, jetzt beim ersten leisen Hören. Allerdings ist auch kein weiterer bester Eels Song aller Zeiten des Jahres auf dem Album, denke ich – oder er versteckt sich noch in der Mussmanöfterhörenigkeit. Allerdings ist das Album deutlich eingängiger als der Zauberkraft vor zwei Jahren.

Blinkende Lichter und andere Enthüllungen

Hey Man, now you’re really living

Seit sechs Jahren habe ich das TripleAlbum Blinking Lights (and other Relevations) von den Eels auf der Suchliste bei discogs, aber es hat noch nie weniger als 300 EUR gekostet. Das verehrte Sammler sind mir die drei 10″ Scheiben bisher nicht Wert gewesen.

Old Shit, new Shit

Wenngleich das für 100 Musikminuten nur 3 EUR pro Minute gewesen wären und ich ja auch schon 12 EUR für weniger als vier Minuten ausgegeben habe, erschließt sich hier die Sparmaßnahme eventuell.

So genug Mathe hin zur Musik. Old Shit new Shit und Hey Man, sind meine Favoriten auf dem Album, welches ich bis dato nur als Dateien auf dem Rechner hatte. Rundherum sind aber eine Menge kleine und große Musikperlen und was besonders niedlich ist, sind die vier Variante von Themes from Blinking Lights :: (Bride Of Theme From) Blinking Lights, Blinking Lights (for you), Blinking Lights (for me).

Blinking Lights for Medienherz und Jimm

Jetzt gab es das wiederaufgelegte Vinyl als 3erAlbum aber als lila zwölf Zoll Platten. Hier kostete die Minute nun nur 42 cent, also unter 3 EUR für Old Shit und Hey Man. Wo man dann in dem üppigen Booklet viele Bilder und viel zu lesen bekam – also sehr viel mehr als digital – da viel mir auf, dass an dem Lied to lick your Boots ein gewisser Peter Buck von R.E.M. mitmusiziert hat und schon klingt der sowieso schon schöne Song direkt etwas mehr nach Mandolim Strum.

Dudelt jetzt schon das ganze Wochenende so vor sich hin, immer mal wieder eine der sechs Seiten – keine der 100 Minuten tut weh, allerdings bin ich jetzt kurz zum Debut der Eels abgebogen.

Spanner

Keep haunting me, taunting me

Mike Patton, Stimme und Mastermind von Faith No More, hat 2006 das Soloalbum Peeping Tom produziert und Lieder mit diversen Gastmusikern aufgenommen. 2023 gab es das Werk neu auf goldgelbem schweren Vinyl.

They never get through to me

Ohne ein Lied zu kennen reizte die Vorstellung, das Patton mit Massiv Attack etwas zusammen gemacht hat. Zudem hat sich die Rezension bei jpc super gelesen.

Resultat ist ein Album, welches ich nach zweimal hören auf Augenhöhe mit Angeldust sehe. In der Spitze fehlt zwar Midlife Crises aber in der Breite gibt es keinen Krach.

Sehr kuhl auch, dass man bei dem Cover peepen kann – wenn auch nicht ganz so spektakulär, wie damals bei der Kompaktscheibenverpackung von Songs of and Devotion.

Ob Absicht oder Witz – Kill the DJ feat. Massive Attack ist nicht das letzte Lied auf der A Seite, wie es auf der Rückseite geschrieben steht, sondern das erste auf der B Seite. Ist vielleicht für einen DJ wichtig, wenn er nicht gekillt. werden möchte.

1989-swifteln

Wir Weihnachtswichteln mit einer größeren Familiengruppe und nutzen dazu seit letztem Jahr ein App. Hier bekommt man dann nicht nur sein Wichtelbeschenker genannt, sondern kann auch einen Wunschzettel pflegen. Da es hier nur um das mitbringen und überreichen und auspacken und so geht, ist es super, dass man sich in der App direkt einen Wunschzettel anreichern kann.

Hier habe ich mit 1989 von Taylor Swift auf die Liste gesetzt, da das Vinyl reduziert unser maximal Budget für Geschenke nicht überschritt und vorgeschlagen wurde, als ich Vinyl als Kategorie wählte. Die meisten anderen reduzierten Alben hatte ich bereits im Regal.

Ich hätte aber tatsächlich kein einziges Taylor Swift Lied benennen oder singen können, habe jetzt beim Hören aber ein paar wiedererkannt. Ist nur so ganz rudimentär meine Musik muss ich gestehen, aber es ist auch nicht wirklich schlechte Musik. Lustig ist, dass mich am Ende scheinbar meine eigene Kinderhand bewichtelt hat und der die Platte wohl nicht mochte.

Aufwärts

As the Sun comes up, as the Moon goes down these heavy Notions creep around

Ich hab das R.E.M. Album Up schon in den späten 90ern geliebt, aber damals als Kompaktscheibe erworben, vermutlich zeitgleich mit diesem Alanis Morissette Vinyl.

I count your Eyelashes secretly

Leider steckt der Bong nicht in der Kompacktscheibe, dann wüsste ich es.

Auf discogs war Up dann immer viel zu teuer, aber die Kompaktscheibe stand lange als Konoten im Taschentuch neben dem Scheibenabspielgerät. Jetzt freue ich mich sehr über den 25. Geburtstag von Up.

Vinyl ist lange schon bestellt gewesen, aber es war lange unklar, wann es kommt und jetzt ist es da. Wunderbares Doppelvinyl, toller Sound und die Lieder bleiben großartig. Eigentlich alle außer You’re In The Air, das nervt via Instrumente und via Gesang.

Damals bin ich in erstet Linie bei Why not smile (I was sad for a while – 1998) dahingeschmolzen, ist immer noch einer der besten R.E.M. Songs und auf diesem Album ein bisschen die Single die keiner war.

Parallelen zu Ereignissen ein paar Woche zuvor sind noch ganz lustig. R.E.M. kam mir wegen der Serie The Bear wieder sehr nah und gerne ans Ohr, der Erfolg dieses Albums hängt Expertenmeinungen zu Folge ein bisschen daran, dass At my most beautiful sich so sehr anhört wie ein Beach Boys Song. Serie Beach Boys, da war doch gerade erst was …

Klatschtonspur

Laugh track bezeichnen die Filmer die Geräusche, die zB in einer Sitcom nach einem Superwitz eingespielt werden, um Gelächter an den Witz zu zaubern.

The National haben also ihrem brillanten 2023er Album First two Pages of Frankenstein noch ein Doppelalbum hinzugefügt, wo das Gelächter zum Album drauf ist. Wer jetzt B-Seiten oder aufgebrauchtes Material erwartet, wird überrascht, denn die Lieder auf Laugh Track sind genauso toll wie auf dem Vorabalbum.

Auch die beiden Cover sind sehr lustig und sehr ähnlich. The National hat ja vor Jahren mal ein TripleAlbum auf einen Schlag veröffentlicht, der mich super enttäuscht hatte, diesmal hat das mit einem+zwei Alben viel besser geklappt.

Tiergeräusche

God only knows what I’d be without you

Ich kenne natürlich eine ganze Menge Beach Boys Lieder und ich liebe Kokomo aus dem Film Cocktail, aber ich habe keinen einzigen Tonträger von den Beach Boys. Am Ende von Serien oder Filmen packt mich Musik relativ häufig und so erwischte es mich jetzt im Abgesang der Staffel 5 von The good Doctor mit dem Beach Boys Song God only knows, der dort wunderschön passig auf einer Hochzeitfeier lief, während im Hintergrund Cliffhängerzeugs passierte.

Als hättet ihr es vor 57 Jahren geahnt.

Und auch wenn es jetzt ein paar Tage her ist und die Pet Sounds mit dem Lied drauf ein paar Tage erst am Plattenspieler steht, es gefriert immer noch leicht die Ader am Hals, wenn ich es mir wieder und wieder anspiele. Gut zugeliefert Beach Boys.

Ich war im Nachgang ganz schön baff, dass es ein deart altes Lied geschafft hat, mich so wunderbar zeitgemäß zu erwischen.

Die Eminem Vorführung

Wenn Kinder meinen, dass dem Vinylabel noch eine wichtige Platte im Regal fehlt und es diese dann zum Geburtstag entsprechend geliefert wird und dann auch noch sehr gut ist, dann scheint hier mit den Kinderohren alles richtig gemacht worden zu sein.

Eminem Lieder faszinieren meist durch die massive Menge an kuhl klingendem Gelaber plus gut gesampeltem Musikmaterial aus anderen guten Songs. Auf dem Album The Eminem Show sind aus beiden Kategorien zwei Top Lieder vertreten:

  • Cleanin‘ out my Closet, was gänzlich ohne fremde Hilfe ein starkes Stück ist
  • Sing for the Moment, was von den erfolgreichen Sounds des Aerosmithklassikers Dream On lebt.

Das Album kommt als Doppel Vinyl daher und hat zudem ein Doppel Vinyl Extra Album mit instrumentalen und live Songs, dafür aber ohne ein Büchlein mit Songtexten – wäre vermutlich zu dick geworden und gibt es ja alles in dem Netz der Informationen.

Die ersten beiden Seiten von Frankenstein

In my New Order T-Shirt

Auf das neue The National Album First two Pages of Frankenstein hatte ich mich sehr gefreut, denn es gab vorab Lieder beim Internetdienst, welche sehr poppig klangen. So ist es auch geworden. Es ist ein fröhliches Album, wenn man bedenkt, dass es von The National ist.

My Name is Paul

Die Songs in denen die beiden Damen Phoebe Bridgers und Taylor Swift singen helfen sind charmante Duette geworden.

Habe es die letzten Tage wirklich immer wieder gerne hören wollen.

Neongelber Alligator und Nadel 10

Die Tage hat mich eine neuer The National Song stark getriggert, da es sich hierbei stets um Musik vom Hasemann handelt. Mit Alligator fehlte mir bis heute ein Album, welches er mit auf eine einsame Insel nehmen wollte mir aber immer der Zugang dazu fehlte – sogar mit dem Song Abel kann ich unerklärlicherweise gar nichts anfangen.

Das die Platte neongelb ist und sie unter 25 EUR gekostet hat, war dann am Ende des Tages neulich der Kaufgrund.

Witzig in dem Zusammenhang, dass ich gerade Nadel 10 bestellt hatte und eigentlich immer mal eine Night Club von Ortofon ausprobieren wollte. Klingt gut und macht sich hier auch als Model spitze. Allerdings ist Nadel 9 gerade an den Start gegangen und wird jetzt erst seine 20’000 Plattenseiten machen, um dann von Nadel 10 ca. Ende 2025 abgelöst werden.

Zurück zum Alligator. Sie hat wirklich nur ein schönes Cover und eine tolle Plattenfarbe ist selbst aber nicht die Platte die randvoll mit Traumsongs für meine Unhasenohr hat.

Nicht eingeschränkte Liebe

Die alten Junkrocker aus Amerika haben vor ein paar Wochen ein neues Album veröffentlicht. Unlimited Love heißt das Doppelvinyl von den Red Hot Chili Peppers. Ich finde, dass man sich alle vier Plattenseiten ganz gut anhören kann, allerdings wartet man auf den Hit, während man sich stattdessen mit Radiomusik für über Vierzigjährige besudelt.

Leider kann ich gar nicht viel mehr dazu sagen, weil es gar nicht viel mehr zu hören gibt, aber es lohnt sich, die Platte nicht ungehört ins Plattenregal zu packen.

Extreme Zauberei

What do I do with the Magic?

Startet das Jahr mit einem neue Tocotronic– und einem Eels-Album sollte früh im Jahr alles gut sein möchte man meinen. Aber die Extreme Witchcraft Lieder verzaubern mich noch nicht. Sonst ist immer mindestens das eine Lied auf einem Eels-Album, was sich als mein neues Lieblingslied vorstellt. Das hab ich beim ersten mal Hören von dieser Platte bisher nicht gefunden.

Ich drehe die Platte mal nochmal um und höre nochmal durch …

Neongelbes/Pinkes Cover mit Mark E. als Motiv ist allerdings sehr gelungen.

nummer_fünf.doc – das eine, welches ich liebe

This one goes out to the One I love.

Hab ich das in einem der letzten Beiträge zu R.E.M. Alben schonmal geschrieben? Ich höre zu wenig R.E.M. und insbesondere diese fünfte Album mit den Knallern The One I love und The End of the World as we know it habe ich bestimmt zehn Jahre nicht mehr gehört – das ist doch schade, das darf nicht nochmal wieder vorkommen. Zum Glück ist das Document No.5 nun auch als gut erhaltene 1987er Platte hier angekommen.

Fire!

Im gleichen Atemzug auch besagtes The One I love als 7″ und die sogar in dem wunderschönen Bielefeld um die Ecke bestellt – hätte ich’s geahnt, ich hätte die kleine Platte mit dem Fahrrad abgeholt – wären nur 30km hin und zurück gewesen.

Naja, mal sehen – vielleicht ergibt sich ja was – man sieht seinen Verkäufer und all die anderen ja immer zweimal.

Glücklicher als zuvor

Klingt jetzt nicht das ganze Album so super glücklich, die Billie Elish Pirate Baird o‘ Connell, aber wie schon beim letzten Billie Eilish Album komme ich wieder nicht drum herum, es größtenteils recht kuhl zu finden. Auch diese nölige Teile des Gesang – ich mag die.

Es ist gesangstechnisch oft anstrengend, aber auch phasenweise stark. Die musiklischen Sounds sind mir natürlich zu wenig synthetisch, aber auch hier und da gut gemacht. Unterm Strich ist weniger extremer Kram dabei, wie beim besagten Where do we go … – Album.

007 – Keine Zeit zu sterben

Den Bond Song, der leider nicht auf dem Album ist, habe ich jedenfalls letzte Woche nach monaten Kinopause im bequemen Sessel mit gutem Sourroundsound nochmal echt genossen – den haben Billie und Hansi gut hinbekommen.

Schlafen in flüssigem Stickstoff

Your Words were spoken, carefully chosen for me

Mix der Woche heißt die künstliche Intelligenz der Streaming Anbieters Spotify, der einem jeden Montag ein Playlist anbiete, die man kuhl finden könnte. Einmal im Monat, schätze ich, kommt da eine neue Platte bei rum.

Dieses Mal war es die Platte von Null +Void namens Cryosleep, die nebst einem Song mit Dave Gahan als Sänger auch durchaus nettes und sehr entspanntes Elektrozeugs drumherum hat.

Where I wait feat. Dave Gahan ist ein anständiger Düstersong in dem Daves Stimme sehr gut zur Wirkung kommt, wäre auch eine super Single B-Seite von Depeche Mode mehr dann aber auch nicht.

Im Regal hat die Platte einen Platz gefunden zwischen The Notwist und Gary Numan.

Wie eine Jungfrau, die zum ersten mal berührt wird

Material Girl in a material World

In den 80ern habe ich irgendwann mal durchgerechnet, dass ich mit Ausnahme von Madonna eigentlich nur Fan von Künstlern bin, die männliche Sängerschaft am Mikrophon haben. Heute ist das nicht mehr so, aber die alten Sachen von Madonna sind schon auch meist kuhl.

Schon mehr oder weniger für den Dachboden aussortiert ist mir heute nochmal das Erfolgsdurchbruchalbum von Madonna in die Finger gekommen, allerdings als wenn ich es das 500ste mal angefasst hätte. Es ist eine derbe abgenutze 2nd-Hand-Platte, die ich aber auch schon ewig habe – trotzdem hat es großen Spaß gemacht, Material Girl, Like a Virgin und insbesondere Into the Groove mal wieder lauter anzuhören.

Was ich gar nicht auf dem Schirm hatte, es gibt noch ein ein Jahr älteres Madonna Album namens Madonna, wo Holiday und Borderline drauf sind. Nie gesehen. Da Madonna heute nicht mehr zu meinen persönlichen Top100 zählt, werde ich das Vinyl auch nur nachkaufen, wenn es mal irgendwo günstig bei zu stecken ist.

Das Nahfolgealbum True Blue werde ich aber bei Zeiten auch nochmal auflegen, denn das ist auch voll mit Songs aus den 80ern, die ich immer noch gerne mag …

Heul mir einen Fluss

Dachte ich immer, dieses Justin Timberlake Album wäre völlig vergriffen und somit ein bisschen zu teuer für Cry me a River und Beiwerk, kann auch sein, aber es ist wiederaufgelegt worden 2018 und das reicht mir in diesem Fall vollkommen.

Hat jetzt deutlich unter einem Zwanziger bei dem Internetriesen gekostet und 2002 mochte ich dieses Michael Jacksonnige Album schon ganz gerne. Jetzt ist es im Plattenregal, schon wieder was für das T-Fach, diesmal zwischen Tiesto und Tocotronic.

Das blaue Album

Thanks for all you’ve shown us!

Wenn ich einen Hitsong von Weezer benennen müsste, dann wäre das wohl Buddy Holly. Auf Grund dieses Songs habe ich mir 1994 die kompakte Silberscheibe angeschafft und das Lied auch oft auf Mixtapes gespielt, weil es ein kuhler Popunksong ist.

Vor ein paar Wochen tauchte dieses Album plötzlich in den VinylTop10 eines großen erfolgreichen Internetversandservices auf und ich klickte verwundert weiter um zu sehen, dass es dieses Schätzchen für einen Preis gab, den ich seit Jahren nicht mehr für tolle Alben lesen konnte – glaub 14,99 EUR.

Es ist nicht aus dem ursprünglichen Veröffentlichungsjahr von 1994, aber es kostet auch nicht 314,99 EUR, daher habe ich es mal in das Plattenregal transferiert, nicht ohne es zuvor anderthalb mal laut anzuhören. Danke Sonderangebot.

Kaputt

Es ist eine seltsame Schallplatte das Minialbum Broken von Nine Inch Nails. Sechs Lieder sind drauf, alle auf der A-Seite, auf der B-Seite ist kein Song?!

Gut aussehen ist auch nicht immer alles …

Es ist auch viel Lärm, wenig Soundgebilde, die etwas mit Synthetischer-(Düster)-Pop Musik zu tun haben – heute wird diese Platte aussortiert, dabei war die noch gar nicht lange im Plattenregal. Ich hatte auch nichts drüber geschrieben, denn da ist wirklich kein nennenswertes Highlight drauf. Komisch, dachte ich immer, darum hab ich die ja gekauft, aber es ist sicherlich die unnützeste NIN Platte, die ich jetzt habe.

Stell Dir mal Drachen vor

Drachen wollen Goldschätze haben und bewachen stelle ich mir vor, oder Smaug?

Radioactive! Radioactive!

Jedenfalls um Golfschätze anzuhäufen scheint es nun was neues zur Rettung der Künstler oder der Plattenlabel zu geben. Schweineteuere meist dann auch farbige 10″ Vinyls – der Hase wäre begeistert – von Songs, die mal cool waren. Ich gebe zu, ich würde da vier fünf Songs von kaufen wollen, weil ich sie noch nicht auf Vinyl habe – aber das würde 100 EUR kosten.

Ob es noch geht habe ich mich gefragt – 25 EUR für eine „streng limitierte“ blaue 10″ von Tokio Hotel / Durch den Monsun

Ne, da ich hab mal eine andere gekauft, die nur gut die Hälfte gekostet hat und vor eine paar Jahren von den Kinderohren ganz gut gefunden wurde. Sind am Ende vier ganz nette Songs, die hier in 45RPM abzuspielen und anzuhören sind – vielleicht ist das ein ganz lustiges Konzept, kleine 10″ Instant Greatest Hits oder Alben zu veröffentlichen. Hab ich ja sogar schonmal selber gemacht mit Paula.

Serpentinengefängnis

Im Abspann einer Netflix oder Primefolge begann ein kuhles Lied – das passiert mir ja ständig und ständig kaufe ich deswegen auch Schallplatten – jedenfalls in der Sekunde in der die Stimme einsetzte wollte ich wissen, welches The National Album ich dafür kaufen müsste, doch zu meiner Überraschung, hörte ich tatsächlich Matt Berninger, aber ich hörte einen Track namens One more Second seines ersten Soloalbums.

Nachdem ich das letzte The National Album nicht sonderlich gelungen fand und auch noch nix darüber geschrieben hab, ist das Solodebut von Herrn Berninger tatsächlich eine Ohrenweide. Er singt wieder, wie man sich das von ihm wünscht und es ist obendrein in einer für ihn typischen Düsterlaune instrumentalisiert. Piano, Bass, Synthies ganz prima.

Für mich spielt das Album ungefähr auf dem Niveau von The Boxer übrigens auch was Artwork, Formen und Bilder angeht.

USS Pinkertom

I’m tired of having Sex, so tired!

Dieses Weezer Album mag ich ja sehr, die Musik ist anders, abwechslungsreich, das ein oder andere Stück kann man immer mal wieder hören: Tired of Sex und El Scorcho zum Beispiel, schön crazy.

Aber mehr noch als die Songs, hat mich all die Jahre das Artwork entzückt:

Ich habe bestimmt ein Stunde lang im Internet nach einer Karte gesucht, die diese italienischen Schifffahrtskarte via GoogleMap in die Neuzeit bringt, aber im Chinesischen Meer gibt es keine Schmetterlingsinsel und keine Hundeinsel und auch kein Schmetterlingsmeer und außerdem ist nie eine Schiff namens Pinkertom dort durchgefahren oder untergegangen, sondern es ist alles Menschenerdachtes.

Das Cover ist eins der hübschsten Plattencover. Nachdem mein erstes Weezeralbum eine Kompaktscheibe war, fand ich dieses Cover so hübsch, dass ich es mit lieber als Platte gekauft habe, weiß aber noch, dass ich auch die Kompaktscheibe, bei Ween in der Hand hatte.

Wikipedia hat dann neben der italienischen Phantasieschiffkarte noch verraten, dass das Cover von einem japanischen Künstler namens Hiroshige gezeichent wurde. Wunderschön, ich hab es 1996 mal für ein Mixtape abgemalt, finde ich gerade aber nicht wieder.

Zeig uns deine Hitten

(Den Wortwitz kann man nicht so gut ins deutsche übersetzen.)

utz utz utz Baby

Man könnte die Bloodhound Gang ja durchaus als niveaulos bezeichnen und sich daran stören, dass es bei allen Songs ständig nur ums Paaren geht, wie auf dem Discovery Channel, dennoch ist es in der Regel eingängiger Kirmespop, den ich zB bei Kylie Minogue und Lady Gaga auch abfeiere.

Daher freue ich mich auch über das curaçaofarbige Doppelvinyl, welches hier letzte Woche zweimal geliefert wurde. Nachdem ich es Anfang des Jahres bei united vinyl in England bestellt hatte, gab es am 1. April (das vermutlich der Fehler) eine Mail, dass es mit diesem Produkt Lieferschwierigkeiten gibt. Gleichzeitig konnte man aber bei discogs schon Platten für vormals etwa 40 EUR jetzt für 80 EUR kaufen. Darauf bin ich reingefallen, aber jetzt habe ich eine scheinbar limitierte Auflage doppelt und biete diese jetzt halt auch wieder unausgepackt (MINT) bei discogs an …

Zurück zum Abfeiern von und bei Bloodhound Gang Liedern – es ist auf jeder der vier Seiten minidestens ein richtig echter Partyhit, von Fire Water Burn über Along comes Mary, Uhn tis uhn tis uhn tis zu Screwing you on the Beach plus Disco Pogo (von Die Atzen feat. Jimmy Pop). Leider müssen wir diese Platten vor den Pupertieren im Haus etwas verstecken, denn das Covergirl geht der frivolen Aufforderung der Gang auf den Platten und Innenhüllen tatsächlich nach. Daher gibt es auch nicht so richtig viele Fotos vom Artwork heute.

Ich denke drüber nach, die Bestof Alben alle in die 19LiterBoxen zu packen, weil dort ja die Singleauskoppelungen befinden – mal sehen …

Auf Luft laufend

Saying funny things you have never heard

Kerli Kõiv Song Walking on Air ist ein One Hit Wonder, ich denke auch, keiner kennt sie wirklich. 2008 hab ich ihre Lied im Radio gehört, da war ich ziemlich verzaubert und habe mir direkt eine Musikdatei beim Apfelhandel gekauft und das Lied tagelang, wochenlang, ziemlich oft gehört und zwar beinahe ausschließlich im Auto. Vielleicht habe ich sogar das Musik Video auf Fressebuch geteilt, das macht man damals schon ab und wann so.

Ich bin bis vor wenigen Tagen gar nicht auf die Idee gekommen, mal direkt nach dem Song auf Vinyl zu schauen, wissend dass es das Album Love is Dead nicht auf Vinyl gibt. Aber was es gibt ist eine Remixe 12″ Promo und da ist eben auch dieser RadioMix von damals drauf.

Es sind so dermaßen entspannend satte Bässe (dachte immer, die wären von Timberland, aber es sind welche von Lester Mendez – you know) und viele toll aber minimal arrangierte Geräusche zu einer Pop Stimme die in einem Zwischenteil des Lieds in einer Art Björksprechgesang ausbricht, was für die 30 Sekunden wirklich super ist.

Kommt in die kuhle Maxikiste für Arolsen.