Halte die Balance richtig

 

there’s more besides Joyrides …

Zwischen dem zweiten Depeche Mode Album The Broken Frame und dem dritten Construction Time Again, hat es eine Singleauskopplung, samt 12″ und 12″-limited gegeben: Get the Balance right.

Good Evening Everybody!

Das war das erste Stück mit dem neuen Bandmitglied Alan Wilder, der auch die Single B-Seite mit dem Track The Great Outdoors bestücken durfte, allerdings nicht bei der 12″-limited. Diese hat nämlich einen kleinen Ausschnitt aus den Livekonzerten 1982 als B-Seiten mit dem unvergessenen PC69 Klassiker My Secret Garden.

Limited

Man dimme also das Licht, flute den Raum mit Nebel, stelle den Turntable auf 33 RPM und starte die B-Seite. Zunächst Oberkornig, danach Secret Gardenig.

Komische Liebe

Zwei Wochen Urlaubspause mit großem Abstand zum Vinylregal sind vorbei.

Strange Highs and strange Lows

Der Entzug wurde direkt mit dem Musik for the Masses Album von Depeche Mode behandelt. Der Gesamtsituation ist es wohl geschuldet, wie hammergeil es dieses Mal war diese wunderschöne Platte zu hören. Einen Track muss ich dabei gesondert herausstellen: Strangelove – ist sonst immer Never let me down again der Song, der den Grundzauber des Albums bestimmt, war es dieses mal irgendwie anders. Aber ist ja nicht komisch, Strangelove ist eine super Vorabsingle zum Album und ein Song mit einem der gelungensten Songtexte, die dem Herrn Gore je aus der Feder geflossen sind.

Da es in der Urlaubszeit nur eine einzige neue Platte per Post gab, wird sich meine Wiedereingewöhnung wohl auf den wunderbaren alten Bestand konzentrieren.

Urlaubstrack des Jahres gibt es auch dieses Jahr, ist aber noch nicht bei Discogs bestellt. Dabei handelt es sich um einen TechnoTranceTrack oder wie man das nennen soll, der aber schon fünf oder sechs Jahre auf dem Buckel hat.

Einige großartige Belohnungen

Some great Reward ist das vierte Depeche Mode Album im vierten Jahr ihrer Bandgeschichte. Und der Titel ist keine schlechte Werbung, das Album hat tatsächlich neben 3 1/2 Singleauskopplungen noch fünf weitere Belohnungen für den Hörer in den Rillen.

We call it: Master and Servant

Somebody ist das erste Depeche Mode Stück, dass es auf eine Kuschelrock LP geschafft hat (und das als Single Doppel-A-Rückseite), wo bei gleich auf die nächste Ausgabe It doesn’t matter gehört hätte.

Stories of old, Riches untold

People Are People ist mit internationalen Preisen geradezu überschüttet worden und das obwohl Blasphemous Rumours der eigentlich besser Track ist und eine der traurigsten Stories im Songtext erzählt.

Das neun Liederalbum hat keinen Fehltrack bekommen, wie ich finde. Alle neun ziemlich gut. If you want ist hierbei der letzte von Alan Wilder geschriebene Song, was ja niemals oft genug gesagt werden kann, wie schade das ist.

Hab es damals mit Likesone sehr oft und sehr gerne gehört, der die graue Vinylpressung von dem Album im Regal hatte.

Letzter Gag für heute: Wenn man Master and Servant left round abspielt, lautet der Songtext in der Passage „Treat me like a dog“ nach „God is naiv“, wenn das kein blasphemisches Gerücht ist …

Nachgemachtes 1, 2 und sogar 3

Drei am dritten Advent: Martin L. Gore hat sich mittlerweile ja auch schon dreimal als Solist versucht und zwar insofern, dass er Musik gemacht hat zu der er allerdings keine Texte selber geschrieben hat. Das ist seiner Definition nach dann nämlich Depeche Mode.

You told me everything by saying nothing.

So hat er bei counterfeit e.p. (1989) und counterfeit2 (2003) Songs, die ihn prägten, gecovert. Im ersten Fall erinnert das meiste sehr an 80er Depeche Mode und im zweiten Fall haben wir nen ganzen Haufen Martin L. Gore Kunst, aber keinesfalls so abgefahren wie Macromicrokosmostracks.

Oh, my Love!

Nochmal zur Prägephase:

Seine Vorbilder sind keine geringeren als John Lennon, Bob Dylan, David Bowie, Sparks, Tuxedomoon, Lou Reed, Nick Cave, Brian Eno und der Nico?! (Das Lied vom einsame Mädchen)

1989 kam bei dem ersten Solotrack von der e.p. ein wenig Angst auf, dass das Ende von Depeche Mode bedeuten könnte. Depeche Mode war mit 101 gerade gefühlt auf dem Höhepunkt nach jährlich im Jahrestakt steigenden Albumerfolgen – hätte also sein können. Alle wissen, dass es anders kam und der größte Erfolg von Depeche Mode 1989 noch in der Zukunft lag.

Dong, Zosch, Dong.

Dann gab es noch MG, welches ein instrumentales Album ist. Kunstelekrisches Zeugs, was aber so für ein zwei Tracks okay ist und auch egal welche zwei Tracks.

Die Counterfeit e.p. ist übrigens meine zweite Kompaktscheibe 1989 gewesen und da Policy of Truth Ende 1990 mein erstes Depeche Mode Vinyl war, hatte ich Gore Tonträger vor Depeche Mode Tonträger. Sowas.

Träum weiter Anreger

Just Freelove

Der englische Begriff Exciter ist technisch verstanden eine Anreger, größerer technischer Maschinen, ein Schwungbringer oder auf den Menschen übertragen vielleicht ein Motivator. Genau, was das Exciter Album von Depeche Mode sein soll, aber nicht ist. Im Gegenteil, ich finde eher, dass dieses Album von allen aktuell vierzehn Studioalben das unmotivierenste ist und es daher vielleicht auch Breaker hätte genannt werden können.

Death becomes me – Heaven can you see what I see?

Es ist zwar gut untekühlte Synthiemucke, aber es hat nicht einmal in den drei ersten Singles (Dream On, Freelove, I feel loved) sowas wie eine entflammende Melodie. Erst der finale Track, der gleichzeitig die vierte Single ist, kann Herzen erwärmen. Ich habe das heute noch einmal durchgehört und kann leider meine Meinung nicht ändern. Man ist schon vor dem Refrain von Dream On leicht genervt und atmet erleichtert durch, wenn man bei Good Night Lover angekommen ist, wobei der vorletzte Track I am you auch ganz kuhl war – eventuell aber auch nur einen Vorfreudebonus.

Zwischendrin erreicht man bei Comatose – Kunstgetöse von Martin – erstmals Acheselzuck-Status.

Dabei ist das AlbumCover eines der hübschesten – habe ich sehr gerne an der Wand hängen.

Hunderteins

Let me see those Hands!

Gerade meine 103. Order bei Discogs gemacht, zlorfikTM, da hätte ich ja auch nen kleines bisschen besser aufpassen und den Kauf vom timing her in die letzte Oktoberwoche vorverlagern können. Was ich auch nicht gemacht habe – ich habe den Verkäufer nicht gefragt, ob die Platten nach Pachouli riechen, so wie früher die beiden Scheiben vom Nils.

Help me see things in a different light

Wie dem auch sei. Auf meiner ca . 100 minütigen Autofahrt letzte Woche habe ich das ganze Depeche Mode liveAlbum 101 komplett durchgehört und musste an Pacouli und die spätern 80er frühen 90er denken und an den Tag als wir auf dem Highway and er Abfahrt Passadena nicht zum Rosebowl abgefahren sind, um dort einmal laut zu rufen:

Good evening Passadena!

Das Album ist schon eine Livemeilenstein und einige der Liveversionen auch eine Idee besser, als die Studiostücke.

Ein zerbrochener Rahmen

Die 82er

Erstes Depeche Mode Album ohne Vince Clark und für meinen Geschmack das deutlich bessere Album als Speak and Spell. Schon hier erkennt man bei und zwischen den Tracks Leave in Silence und Sun & Rainfall, was für Supertracks Martin irgendwan mal schreiben wird.

Einen extra Beifall bekommen auch die Plattencover von Meaning of Love und See you, die noch so gar nicht nach Kunstfotografie like Anton Corbijn aussehen.  Auch der als Sensen-Ernte-Frau verkleidete Martin auf dem LP-Cover ist großartig.

A broken Frame habe ich die Oktober-Tage viel im Auto gehört und dann schließlich als letztes noch fehlendes LP-Vinyl beim Discogs-Dealer meines Vertrauens gekauft.

Geist

Depeche Mode Woche, das ist früher aufregend gewesen und heute auch.

Where?

Gestern kam schon die Vorabsingle (einen Tag vor dem Album) mit dem Musikexpress angeliefert. Mittlerweile kann ich mit dem Song ein bisschen was anfangen, es gab schon bessere Vorabsingles, aber die letzte und die von Exciter waren zB. schlechter …

There is so much Love in me

Heute dann einen Tag früher als erlaubt erwartet, das Album. Spirit – Zwölf Tracks verteilt auf drei Albumseiten (warum wohl so und nicht drei Tracks auf vier Seiten, man versteht die Presser nicht – keiner braucht das Logo auf Seite D?!)

Typografisch erinnert das ganze Innenleben an Violator, das ist sehr sympathisch. Klangtechnisch sind die Lieder natürlich nicht violatorich, sondern tatsächlich hier und da eher arctic-monkeyich, was an dem Producer James Ford liegen könnte – der auch z.B. das Album des Jahres 2008 produced hat übrigens …

Zeitlose Violator-Sans-Serifa

Auf dem letzten beiden Depeche Mode Alben konnte der Opener des Albums einiges, der ist diesmal eher etwas mau Going backward aber rockpopsynthiesounded zum letzten Drittel auch ordentlich ab. Irgendwie stereozischeln die Songs alle ganz geil, merke ich gerade mittig auf dem Sofa hockend, das finde ich ziemlich spaßig.

Ich suche noch das klassische Gore-Kunst-Lied, die Macromicrokosms scheinen es diesmal irgendwie nicht auf die Platte geschafft zu haben. Ach doch, aber Eternal ist nur zwei Minuten lang, das verpasst man wenn man ungeschickt ins Bad geht …

Die B-Seite ist neben diesem Kurztrack, Gahanwritten teils erinnert es an Soulsavers, aber löst immer spannend in Richtung Depeche Mode 21th CenturyTechniksounds auf – das gefällt auch sehr gut.


Strich drunter: Ich bin sehr angetan von dem Album, die zugegeben niedrigen Erwartungen wurde erfüllt und es ist durchaus abwechslungsreich und frei von Floppsongs. Das letzte Lied heißt Fail, bei dem bin ich mir noch nicht sicher, aber vielleicht lenkt mich auch der Name ab.

Schön, ihr alten Synthie-Popper.

Come on, people, you’re letting me down.

Ach witzig:
Es gibt sogar Songtextschnippsel, die bei uns im Palasthotel-Dialoge abbilden ...
Team: How could we commit the worst Crime?
mkernel: Pull the trigger!

Falsch

wrong
There’s something wrong with me, chemically …

Im 21. Jahruhundert hat Depeche Mode mittlerweile vier Alben herausgebracht und die sind alle vier lange nicht so gut wie die 80er und 90er Werke der Depeche Mode Jungs. Trotzdem gibt es da mindestens eine Ausnahme, nämlich den Song Wrong aus dem Sound of the Universe Album.

wrongcover
Platte in mehrfarbigem Vinyl? rot und rot!

Selten hat Martin L. Gore soviel Wortwitz in einen Song gepackt, selten kam der Songname so oft in einem Depeche Mode Song vor und selten war ein Depeche More Song tanzbarer. Ein großartiger Track, den auch meine Kids beide seit Jahren lieben und tatsächlich auch mitsingen können.

Das ich den Song mag ist so sehr aufgefallen, dass der Sascha mir ein kuhles T-Shirt dazu organisiert hat.

Oh well!

Das ist der Name der B-Side, die Martin und Dave (erstmals) zusammen geschrieben haben. Das Teil ist sehr kuhl, hätte irgendwie auch sehr gut auf das Album gepasst und dafür ein wenig weniger Martin-Kunst-Songs. Auf der anderen Seite ist eine kuhle B-Seite ja auch was besonderes.

Schwarze Feier

birthdayHappy Birthday to you, Happy Birthday to you, Happy Birthday Schwarze Feier, Happy Birthday to you!

Ich kann mich noch erinnern, wie ich den 20. Jahrestag der ersten Singleauskopplung von Black Celebration Stripped celebrierte indem ich jede Maxi und jede Single und B-Seite in allen Versionen durchgehört habe. Das war allerdings am 10. Februar 1996, der Tag an dem Stripped laut meines von Bayern3 erlangten Wissens*, der Song ein halber Oldie wurde.
*( in der Oldieparade von Bayern3 durfte 1984 ein Song teilnehmen, der mindesten 20 Jahre alt war)

3bcs
Stripped, A Question of Time/Lust

Heute wird eins der besten Depeche Mode Alben also 30 Jahre alt und ich sehe noch das (mein erstes) Musik-Video von A Question of Time im Marktkauf laufen und mich nicht wieder weggehen, weil das so kuhl war, Depeche Mode beim Singen zu sehen. (video – lat. ich sehe, macht Sinn!)

Mein Papa mag Depeche Mode nicht, darum gab es in meinem Elternhaus bis 1990 keine einzige Depeche Mode Langspielplatte. Auch das ganze Black Celebration Album (die non Single Tracks) lernte ich dann erst in den Neunzigern – Likesone hatte es als graue Platte und ich dann auch mal als extended Leihgabe von ihm – kennen. Gekauft habe ich Black Celebration erst dieses Jahr in Zürich und zwar Originalverpackt, sodass es heute zu seinem Geburtstag erstabgespielt werden kann.

back
To celebrate the fact …

Black Celebration Opener ist der gleichnamige Song Black Celebration und er ist, wie einige Depeche Mode Tracks einer, der auch als Single getaugt hätte. Nebenbei ist es denke ich auch der beste Album Opener überhaupt. Die synthetisch verträumte Düsterness dieses Albums ist unschlagbar.

Ein wenig neidisch bin ich ja auf den Hasen, dass der damals seine großen Schwestern schon beim Black Celebration in Echtzeit Echtträumen beileben durfte. Das ist eweng kuhler als alleine im Supermarkt vor dem Fernseher Musikvideos gucken …

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… the back of another black day.

Ach und ich sehe gerade, diese Lobhymne auf Tonträger ist tatsächlich meine 300ste – kommste gar nicht wieder raus aus dem Feiern.

 

Eismaschine

Es ließ mir ein bisschen das Blut in den Adern gefrieren, dieses YouTube Video, wo zuerst mal vier kraftwerkesquen Puppen an Schlagzeugen standen und dann diese eiskalte perfekte Popsongstimme von Susanne Sundfør zusammen mit RøyksoppElektroSounds Depeche Modes Ice Machine nachmusizierten.

Es ist mindestens die Coverversion des Jahres und ich möchte auch meinen, dass die Coverversion besser ist, als die Single-B Seite von Depeches Mode’s Dreaming of Me.
Auch die rote 10″ Vinyl ist ein echter Knaller.

Habe es gerade zweimal gehört und denke über einen drittes Mal nach …

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Leider stinkt die Plastikhülle unfassbar.

 

Den Engel spielen (ist da wo Du wegkommst nicht so einfach)

Mitte des ersten Jahrzehnts im 21 Jahrhundert ist es völlig üblich gewesen, dass man von einem neuen Depeche Mode Album schon Wochen vorher alle Songs irgendwo schonmal gehört hatte.

Ich hatte mir aber vorgenommen, dass ich dieses Album das erste mal hören wollte an dem 17. Oktober 2005 an dem es erschien. Also bin ich vor gut zehn Jahren morgens auf acht Uhr in den Marktkauf Sennestadt gefahren und habe es mir dort (okay auf CD) gekauft und es dann zum Frühstück gehört. (Die Platte gab es erst als ich das nächste Mal im Mediamarkt vorbeikam.)

Vorab wusste ich nur, dass nicht alle Songs auf dem Album von Martin L. Gore geschrieben waren, sondern es zum ersten Mal auch Dave Gahan Songs untergemischt gab.

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Close your eyes, pay the price, for your paradise!

Der Introsong A Pain that I’m used to ist auch gleichzeitig eine spätere Single und der Track ist gut: er fängt auch mit so einem krassen Störgeräusch an, ganz ähnlich wie einst I feel you. Aber dann trabt der Song mit lustigem Martinwortwitz und moderatem Synthiesound plus Gitarre vorwärts nimmt dann etwas mehr Fahrt auf und lässt einen ordentlich mitdancen. John The Revelator und Suffer Well sind auch beide Singletracks aber nicht so richtig die Kaller des Albums, also schnell umdrehen die A-Seite …

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To pick me up, when I’m on the ground

Direkt der erste Track The Sinner in me hat all diese wunderbare depechemodige Düsterness, weswegen man die Band vermutlich liebt. Und der Track wechselt auf Halbzeit völlig die Stilrichtung um dann langsam über Gesang wieder in den ursprünglichen Style zurückzumorphen. Das ist wirklich sehr großartig und ich wüßte gerade keinen zweiten Depeche Mode Song, der das ebenfalls so macht und kann.

Darüber hinaus ist hier auch eine der besten Prealbumlaunch Singles Precious zu finden. Eine wunderbare Single. Ein Song über dem Martin L. Gore seine Tochter nach der Scheidung der Eltern. Schauderig schön. Precious and Fragile Things need special Handelings.

Ach ja und einmal Kunst. Macro Micro Martin Kosmos. Platte wechseln, C-Seite hören …

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Even the stars looks brighter tonight, nothing’s impossible.

Seite C ist singleauskopplungsfrei, aber auch die Seite startet mit einem wunderschönen Düsterpopsong. I want it all, der sich dadurch auszeichnet, das er ein eigenes wundersythetisches Postludium hinten dranne hat.

Der Rest dieser Seite ist eher so das Sommerloch: Nen semiguter Davetrack, nen Interludes Introspectre und nochmal Kunst mit Gesang. Allerdings einer der besseren Martin L.Gore Kunstsongs – Damage People – aber schon auch etwas kaputter als der Rest so.

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You stripped my heart, ripped it apart in the name of fun!

Zum Abschluß eine radiotaugliche Single namens Lilian und ein Track der dem Namen The Darkest Star alle Ehre macht. Dieses Album hat definitiv kein Happy End.

Ich habs ja gerade einmal komplett durchgehört und dann erst gemerkt bzw. es viel mir dann erst wieder auf und ein, dass dieses Album ja ein NonWilder Album ist?! Es ist trotzdem richtig, richtig gut.

So, die Auslaufrille nervt – PAIN AND SUFFERING IN VARIOUS TEMPOS

the-darkest-star
If God has a masterplan, I hope it’s your eyes He’s seeing through.

Lieder vom Glauben und Hingeben

Am Montag den 22. März 1993 nach Schulschluss gab es noch einen der besondersten Einkäufe des Jahres. Songs of Faith and Devotion das Album des Jahres 1993 musste erworben werden und so sind drei Jungs in den Plattenladen gestiefelt.
(Das war genau 20 Jahre bevor Amazon die Delta Maschine per DHL zu mir schickte.)

This is the Dawning of our Love!

Auf dem Album war schon
die vorab Single I Feel You
und die von einem Orchester
getragene B-Seite One Caress
bekannt, die anderen acht
Juwelen sollten erst noch
kennengelernt werden.

Es gibt die beiden fantastischen Vorgänger Alben Music for the Masses und Violator, aber hinzugehen und unumstösslich zu behaupten, das sind die besseren oder die besten Alben ohne diese Alben zu erwähnen ist nicht drin.

sofad
I’m hanging on your Words … will I always be here!

Es gab diverse Momente im Leben (zum Beispiel beim Hören des Songs Judas), wo man auf den beiden eben genannten Alben einen besseren Track sucht und nicht findet. Oder da ist die Song des Jahres 1993 – Single Walking in my Shoes und der Songtext des Songs, der es sehr gut mit Never Let Me Down Again oder Policy of Truth aufnehmen kann. Alan Wilder hätte ich lieber mehr am Synthie als am Schlagzeug gehört, aber wenigstens konnte man ihn hier noch ein letztes Mal hören.

Schon weil er danach nicht mehr Depeche Mode war, ist dieses Album emotional sehr hoch zu hängen: Es ist Alan Wilders Abschiedsalbum. Rush – weg war er, zurück in die Kohle und seinen Mirinda Sexgarten.

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You’ll stumble in my footsteps, when you try walking in my shoes.

Und zuletzt sind da In Your Room und Higher Love, die es auch mal mit Enjoy The Silence aufnehmen versuchen können. Okay, die scheitern – aber auch nicht an jedem Tag im Jahr, aber so kurz nach Weihnachten schon.

1993 jedenfalls ist dieses Album völlig konkurrenzlos bestes Album des Jahres.

In Folge dieses Albums bin ich auf jeder Konzert-Tour der Britpopper am Start gewesen und das hatte bis zum letzten Auftritt in Düsseldorf 2013 auch stets Charme.

So, und zum Nachtisch: Unsound Methods mit Mayo.

Auf die schnelle Art sprechen und buchstabieren

In meiner Jahresauftakts-Lobeshymne an das Debut Album von Soft Cell musste ich deutlich eingestehen, dass Depeche Mode 1981 noch nicht so weit war, ein deart gutes Album zu machen. Sowohl der damals noch bei Depeche mitmachende Vince Clark, als auch Martin L. Gore haben in ihrer weiteren Schaffensphase deutlich besser Alben produziert, als Speak & Spell.
(Und übrigens auch bessere Alben, als Soft Cell 1981)

begin
The red Light – the dark Room.

Trotzdem sind auch Just Can’t Get Enough, Photographic und Ice Machine nicht wegzudenkende vorzüglich gelungene Erstwerke. Aber so schwer es mir oft fehlt, ein bestes Depeche Mode Album zu finden, so schwer ist es auch einfach zu sagen, dass das hier das schlechteste ist. Aber es waren etliche Folgealben besser, als das Debut.

Gummi Zelle

Wie fange ich den nun mein Vinyljahr 2015 an?

shwg

Ich habe mal die 12″ Extended Version von Say Hello, Wave Goodbye aufgelegt und gleich noch das ganze Album Nonstop Erotic Cabaret und die beiden anderen zugehörigen 12″ Singles, Bedsitter und Tainted Love aus dem Regal geholt.

Soft Cell ist 1981 80er-Pop-mäßig schon um Meilen weiter gewesen, als z.B. Depeche Mode mit Speak & Spell, wo nichtmal Just Can’t Get Enough auch nur ansatzweise mit den drei 81ern von Soft Cell mithalten kann.

nonstop
Fäfäfäfäfäfääää Frustration!!!

Nonstop Erotic Cabaret hat ja auch noch ein paar NonSingleTracks, wie zum Beispiel den Sex Dwarf dabei. Track die auch das Zeug zur Supersingle gehabt haben. Wenn man länger sucht, könnte es auch sein, dass man gar kein wirklich besseres 80er Album findet, als dieses Soft Cell Wunderwerk.

bedsitter
Open my eyes and I can see a thousand people just like me.

Bedsitter ist bestimmt das beste je geschriebene Lied über eine Einzimmerwohnung. Auch hier ist es immer wieder lohnenswert, die etwas in die Länge gezogene 12″ Early Morning Dance Version zu genießen, gerade heute, wo sich auch 12:45 Uhr noch wie Early Morning anfühlt.

tainted_love
Baby, Baby, Baby where did our Love go?

Bleibt noch der 80er Track zu dem doch jetzt wirklich jeder Party-Tanz-Assoziationen bekommen wird. Tainted Love / Where did our Love go? 12″ Combiversion zweier Soft Cell Tracks.

Was für großartige neun Minuten um selbst als Plattenaufleger auf Partys mal sechs Minuten mitzutanzen. Die Zeit hat man am Ende einfach. Sehr gut.

Ich gratuliere mir hiermit, das Vinyljahr2015 mit Soft Cell gestartet zu haben. Eins der ersten echten 80er-Pop-Alben – und um gleich mal nen Superlativ zum Start ins neue Jahr dazuzupacken – das beste 80er Pop Album überhaupt und drei der besten 80er Pop Tracks als 12″ noch mit dabei.

shwg-cover
It was a kind of so so love and I’m gonna make sure it doesn’t happen again.

Mache ich hier mal nen Punkt und lege nochmal eine der Maxis auf.

Frohes neues Vinyljahr, hier aus meiner Gummizelle!

Kleine Fünfzehn

Heute ist schon Advantskalendertag 15!

15

Diese hier ist eine echt tolle Single, welche ich von Ralle zu meinem 15ten Geburtstag geschenkt bekommen habe, als wenn ich da noch klein gewesen wäre. Ist leider nicht die Vinylvariante, wo wir Alan Wilder die Moonlight Sonata auf der B-Seite spielen hören.

Die 57 bitte zur 77

57
57

Heute wurden die Koffer – naja okay, es war eine recht instabile Kiste – gepackt, denn Daggi und Schulti (Prof. Schultenberg) haben zu ihrem gemeinsamen 77. Geburtstag im Saal eingeladen. Ob ich ein paar Platten mitbringen könnte? Ich kann, 57.

kugel

Als lebalyniv und lebasiri im Saal ankamen, war schon alles für eine gute Party vorbereitet. Da war der Vinyldesk mit Harold und Joe (die beiden Turntable von Slin) und Licht samt Spiegelkugel. Dann kam Essen und dann die Musikwünsche:

  • Rammstein,
  • Radiohead,
  • Placebo,
  • Soundgarden,
  • Deine Lakeien,
  • Wolfsheim,
  • Depeche Mode,
  • The Cure,
  • u.v.m. –

Wir lernen schnell: So 77. Geburtstage sind eine ganz schön düsterrockige Veranstaltung.

dancing

nowhere-girl
You’re living in a dream – every day, every night.

Aber der Professor und seine Frau haben mit ihren Partypeoplen ordentlich viel und lange dazu gerockt. Slin hat uns zwischendurch auch mal auf die Depeche Dancefloor gelassen – my oh my, es war ein Spaß, auch wenn wir zwischendurch ein recht kompliziertes mp3-Dazwischenmixspiel vollziehen mussten.

Persönlicher Höhepunkt: Blaues Licht, dichter Nebel, und B-Movies‘ Nowhere Girl.

Also nur falls es nochmal zu einer dergleichen Party kommen sollte, wir kommen gerne wieder Herr Professor. Vielen Dank.

Leute sind Leute

leutesindleute
We have different colors.

Über 30 Jahre alt – so sehr laut knackt sie leider auch – aber sie ist wunderschön.

People Are People / In Your Memory, Depeche Mode

Delta Maschine

Welcome to my World!

dm
You should be higher!

Dieses Depeche Mode Album hat ein paar Tracks drauf, die schon sehr nett anzuhören sind, aber eigentlich keinen echten Hit. Die Vorabsingle Heaven war ca. die zweit oder drittschlechteste Single von allen Depeche Mode Auskoppelungen aller Zeiten.

Der Introtrack Welcome to my World wurde bei jedem Hören besser, aber dann ist es auch schon notwendig die Platte umzudrehen, nicht weil da nur fünf Minuten drauf sind, sondern weil die anderen 13 Minuten nicht anhörenswert sind.

dmvinyl

Apropro nicht anhörenswert, die Martin L. Gore Only Depeche Mode Tracks sind seit Home 1997 unerträglicher Einheitsbrei und leider immer mindestens zwei pro Album dabei – aber hier benamst er seinen Kram mal authentisch: My little Universe. Vermutlich ist das Kunst und daher nix für mich alten intolleranten Gestalter.

Damit nicht alle denken, ich bin jetzt auch lieber tot als Depeche Mode – nope. Should Be Higher ist weit oben bei den Tracks des Jahres und ich habe den des öfteren sowohl laut mitgegröhlt, als auch öfter mal als Ohrwurm gehabt. Die D-Seite hat noch vier Bonustracks, die auch alle als offizielle Albumtracks in meinen Ohren durchgehen bzw. da würden sich vier schlechtere offizielle Albumtracks finden lassen.

Außerdem mag ich den Albumnamen, allerdings dafür das Artwork nicht so sehr. Wird wohl niemals in den Vinylrahmen kommen. Ob es das bester Depeche Mode Album des 21. Jahrhunderts ist habe ich mich mal gefragt, aber das ist glaube ich eher nen anderes …

Komm zurück

jonsi
white, marbled, 7ich Vinyl

Eben ist mir aufgefallen, dass sich auf der B-Seite von Depeche Mode’s Peace, der Track Come Back im Jonsi Mix befindet.

Jonsi ist der Sänger von Sigur Ros von denen ich zwei liebenswerte Alben im Plattenschrank habe. Soviel als kurzer Teaser!

 

Papa, kannst Du I’m Taking a Ride von der Orangen?

Musikwunschmusik in den Ohren:

splitmixPapa,

kannst Du „I’m Taking a Ride“ von der Orangen?

Dann ist das so kuhl mit Orchester.

Was meint ein sechsjähriger wohl damit?

1)  Lieder heißen so wie die erste Liedzeile, also zB Leise rieselt der Schnee oder Komm lieber Mai und machen oder Wrong oder I’m Taking a Ride with my best friedn, I hope he Never Let’s Me Down Again.

2) Von der Orangen – es gibt Schallplatten anders als mp3s in verschiedenen Farben und

3) auf der Orangen ist die 12″ Maxi-Version mit der kuhlen Orchester-Intro

Können wir den Split Mix von Never Let Me Down Again von Schallplatte hören? Hätte man 1987 gesagt.

Alles in großen Summe zählt, also arbeite hart!

12plus7
12+7=19″ – The Grabbing Hands grab all they can.

Von ein paar Singles finde ich sowohl im Regal eine 12″ als auch im Schuhkarton die passende 7″. Bei Depeche Mode’s Everything Counts ist das völlig notwendig, denn auf der 12″ ist sowohl ein großartiger Larger Mix (The Handshake, the handshake, the handshake, the tourning back!) als auch ein fantastischer Harder Mix von der B-Seite Work Hard.

Allerdings (und so macht es die Plattenfirma schon vor 31 Jahren ganz richtig) finden sich nur auf der 7″, die 7″ Single Mixes, sowohl von der A als auch von der B Seite und die sind auch beidesehr gut.

Ein guter Grund also, sich über seine 19″ zu freuen und weiter hart zu arbeiten, um alles fertig zu bekommen. Irgendwie war das das Motto des Tages an diesem grünen Donnerstag.