Sei jetzt hier und geh nicht weg

Römische Ziffern habe ich anders in der Schule gelernt, um auch mal zu meckern.

Dieses, mein erstes Oasis Vinyl Album habe ich mir im Sommer 1997 direkt nach einem durch und durch sonnigen Schwedenurlaub gekauft, die ganze Zeit schon D’you know what I mean? im Ohr hohe Erwartungen nach neun Megasongs von zwei Megaalben und dann damals die Ernüchterung.

Ich hab mich mal im Winter 23 Jahre später nochmal ganz in Ruhe durch das Album gehört und es schon auch so, dass auf jeder der vier Vinylseiten auch ein echt guter Song drauf ist.

– D’you know what I mean?
– Don’t go away
– Stand by me
– All around the World

Das Cover und das Artwork rundherum ist auch toll, einzig und alleine die Tatsache, dass man auch vom dritten Oasis Album erwartet hat, dass es volle Pulle liefert, hat damals die Enttäuschung anteilig mitgebracht, zumal die damalige vorab Single D’you know, what I mean? sich schon nahtlos in die Reihe der großen ersten Neun eingereiht hatte. Whatever, noch mal nen richtig gutes Oasis Album steht weiter auf meiner Want-Liste für die kommenden Monate und Jahre.

Seit wann schreibt Liam Songs für Liam

Funktioniert doch okay, Oasis nur noch mit Liam Gallagher alleine. Ich hab das Album jetzt schon zweimal durchgehört und es tut für mich was es soll. BritPopGitarre und vorwärts, teilweise wie beim Opener Wall of Glass und beim Finale I’ve all I need sogar mehr als nur ordentlich.

Vinyliam

Ist nicht die Geschichte der Morgenlatte aber jetzt schon eins meiner Überraschungsalben des Jahres. Ich hab übrigens keinen Bock mehr Kritiken im Musikexpress zu lesen, was nen Hinterhergeheule nach Früher. Früher gab es auch Kackmusik.

Super Liam, echtes Oasis Album dann eben erst 2019, ist auch okay.

Einhundertzwanzig Zoll

Ich schätze es gibt keine besser Erfolgsreihe an 12″ Maxi Vinyls einer einzigen Band, als die ersten elf Oasis Singles:

oasis12
Wonderwall

Die vier ersten Singles kommen vom Oasis Debut Album Definatley Maybe aber sind mir damals nicht direkt aufgefallen, als sie veröffentlicht wurden. Erst Whatever die fünfte Single schaffte es via Radio/Disco an mein Ohr und es dann auch in mein Plattenregal – als erste der elf 12″er.

Danach kam recht zeitnah als sechste Single Some might say und WTSMG? womit der eigentliche Wahnsinn für die nächsten anderthalb Jahre begann. Als im Sommer, am 7. Juli 1997 Do you know what I mean? als erste Single vor Be Here Now herauskam waren die ersten zehn 12″ Oasis komplett. Ich hatte Wonderwall zur Single des Jahres 1995 und Don’t Look Back in Anger zur Single des Jahres 1996 erkoren und dann 1997 direkt wieder mein britpoppiges Herz an diesen Song verloren. Dann kam wie gesagt das Album dazu und meine Oasisdepression.

Die Platten, die damals alle an meine Wand genagelt waren, wurden abgenommen und wegsortiert.

whatever
Whatever

Whatever – Heute habe ich mal wieder ein paar Cover in die Rahmen gepackt, denn die sind fast alle wunderschön. Insbesondere kuhl, dass sie über drei Albengenerationen auch das oasis-Logo nicht verändert haben – das passierte dann erst beim vierten Oasisalbum, als Oasis auch musikalisch irgendwie nochmal schlechter wurde.

 

 

Reiß deine Seele raus

Letztens war hier ein nicht geplanter Oasisnachmittag, der damit starte einmal wieder Dont’t Look Back in Anger zu hören und damit endete, mehrfach mehrere der vier Plattenseiten des 2008er Albums Dig Out Your Soul zu hören, weil es irgendwie ein völlig super gelungenes Oasis Album ist. Und irgendwie fühlt es sich ein bisschen an, als wäre es die Entschuldigung für den Unfall 1997

doys
I’m outta Time

Leider erinnert nichts mehr an das gute alte Oasis Design, alles ist irgendwie so collagesque typografisch und fotografisch verdrömselt, mit Schmetterlinge die auf dem Jupiter Mond Io landen mit dem Saturn im Hintergrund.

Die Songs von Noel und Liam sind allerdings größtenteils brilliant und etliche übrigens obendrein mit Beatlesblut im Rhythmus, denn der Sohn von Ringo – Zak Starkey trommelt bei den meisten Tracks. Auch sehr geil, die vier Plattenseiten laufen auf 45 RPM, was die Qualität der Songs nicht schlechter macht. Endlich mal Oasis mit ewtas weniger Schrebbel.

doys_collage

Wenn Oasis nur einmal im Jahrzehnt so ein Album raushaut, dann sollen die sich bitte eine Reunion 2015 oder 2017 oder so gönnen.

Überall um die Welt herum

allaroundtheworld

Diese Oasis Single ist eine nonlegendäre Auskopplung aus dem semilegendären dritten Oasis Album Be Here Now. Aber trotz dieses Umstandes ist eine Sache an dieser 7″ erwähnenswert:

Es ist tatsächlich bei 15maligem Oasis Vinyl meine einzige kleine Oasis-Single und das ist doch dann auch wieder ganz süß.

Manche könnten sagen

Eine kleine Bildergeschichte, die vermutlich nichts mit der anderen Geschichte zu tun hat.

manche-koennten-sagen

  • Ich stehe am Bahnhof
  • benötige Erziehung
  • im Regen
  • Die Spüle ist voll mit Fisch
  • Sie hat dreckiges Geschirr im Kopf
  • Du hast nichts Vorbereitet um den Ruf zu verbessern.
  • Der Hund hat sich gekratz und in der Küche noch einmal.
    (Anm.: das sieht man im Bild aber hier nicht)

Der Songtext auf dem Cover – sensationell Oasis, das ist wirklich witzig.

Sei jetzt hier

Fast einen ganzen (Schweden-) Sommer lang mussten alle auf dieses dritte Oasis Album warten. Anfang Juli gab es die hammergute vorab Single D’You Know What I Mean?

bhn
Detailverliebt das Autokennzeichen abgeschrieben

Dann gab es diese witzige Cover (welches sechsjährige Kinder zum Abmalen verleitet) und diese unglaubliche Aufregung beim ersten Auflegen und dann die Enttäuschung. Kein Track kann das Niveau der Vorabsingle halten, keine weiterer Track sich unter die Hitliste der Vorjahre reihen. Vielleicht eine der größten Enttäuschungen des Jahres.

Morgenlatte, wie ist die Geschichte?

wtsmg
Hello

Was für ein Album – es ist das einzige Album auf dem von mir zwei Tracks des Jahres zu finden sind, nämlich deshalb, weil Wonderwall eine Single aus 1995 ist und Don’t Look Back in Anger erst ein Jahr später als Single rausgekommen ist und sonst 1996 nicht viel los war.

… and after all, you’re my wonderwall.

Für meine Bewerbungsmappe zur Mediengestaltung hatte ich tatsächlich das Cover dieses Albums abgemalt, aber andere Schallplatten in das Schaufenster, an welchem die beiden Herren vorbeischreiten, platziert. Beweis für eine gewisse Zuneigung dieses Albums gegenüber.

Vielleicht hier zu späterer Zeit mal ein Bildchen von allen ersten neun Oasis Maxis – großartige Plattencover, haben alle schon (zu neunt) an der Wand gehangen und den Raum belebt …