In Stahl gegossen

Als a-ha vor ein paar Jahren auf einer hohen Note endete, dachte ich wirklich, dass es das gewesen wäre. Die haben sicher ausgesorgt, die haben alle Familie, die lassen sich die Sonne vorm Fernseher jetzt die ganze Zeit schön auf ihren norwegischen Pöter scheinen.

cast-in-steel

Stimmt aber scheinbar nicht.

Denn sie haben doch noch einmal ein Album rausgebracht, ca. 30 Jahre nachdem sie das das erste Mal gemacht haben, haben sie es ein zehntes Mal gemacht.

In der Palasthotelhörbar streamte ich mir vor ein paar Wochen den Vorabtrack um die Ohren und war direkt heftigst entzaubert. Klang wie eine überladene, durch und durch lustlose Ballade, die mal mindestens im Arbeitsalltag so ganz und gar nichts zu suchen hat. Hatte ich noch Tage zuvor begeistert die Schallplatte bei den Amazonen bestellt, so ärgerte ich mich nun schon ein wenig und wünschte, sie hätten geendet, als sie sagten sie endeten.

Letztes Wochenende kam dann die ganze Platte. Zehn Lieder sind auf Cast in Steel und nicht alle so langweilig, aber zugegebener Maßen auch alle recht weit weg, von den besten 10 a-ha Tracks aus den Vorjahren. Also weder was frisches noch was langsam und beschwungenes, das haben die Mädels von Boy besser hinbekommen.

Wir waren hier

Zwei Mädchen, um ein bisschen Ruhe und Frieden in diesem Spätsommer zu erlauschen. Das haben Valeska und Sonja sehr gut hinbekommen. Sie spielen ruhig und melodisch auf ihren Gitarren und haben dazu ambientes Synthiegesudel an, so dass man wirklich etwas die Zeit vergisst und beim Arbeiten nur kurz aufhorcht, als sie was von Hotel singen.

Letztes Wochenende habe ich diese Album und das von a-ha die ganze Zeit im Wechsel gehört, dieses weil es so schön ist und das aus Norwegen, weil ich es mir schön hören wollte …

boy
Die Mädchen waren hier.

Ist mein erstes Album von Boy und die stellen sich ganz frech neben Boys: David Bowie und die Bright Eyes.