So hübsche Gabelungen in der Landstraße

This is the Sound of me hitting Bottom

Nach acht Jahren Pause kam eine neue Alanis Morissette Platte – ich hab sie auch tatsächlich schon ein zweimal durchgehört und es ist nette gewohnte Kost, die vom SingSang und KlingKlang an die späten 90er Frühwerke erinnert, aber derzeit kommt leider nichts zwischen Jarvis und Erasure – hatte ich schon erzählt, glaub ich.

Sie ist lustig, darum in der nächsten Folge, dann noch einmal die hübsche Geschichte, wie der Haussegen den Alanis Ähnlichkeitswettbewerb gewonnen hatte.

Außerdem sei hier noch einmal eine Filmempfehlung ausgesprochen: Dogma

Raum Neunundzwanzig

Zwei Künstler machen Musik. Einer singt einer klavierspielt. Einen – Chilly Gonzales – kannte ich nicht und einer ist Pulp-Sänger Jarvis Cocker. Sehr anders. Albumtitel ist kurz: Room 29, ein (Konzept-) Album über ein Hotel (-zimmer).

Aber witzig, dass die Platte durch das Plattenlabel Deutsche Grammophon irgendwie auch noch wie ein Reclam-Heft anmutet. Die fand ich früher in der Schule immer schon sehr anders.

Ich habs durchgehört, aber das mache ich nicht nochmal.

Aussehen ist falls mal nett …

An der Wand macht es sich aber sehr gut, als wenn die sich von uns den Pantoneton von der Tapete abgemalt hätten.

Champ

Post von Sascha

Der Hasemann ist so lieb, der hat ständig Vinylüberraschungen für mich. Als ich vor einer Woche in Berlin war, wartete dort schon ein beschriftetes Päckchen mit rotem Tokyo Police Club Vinyl innendrinnen.

Champ ist 2010 mal auch ne ganze Weile durch unser Büro in dem letzten Meisenstraßejahr getönt, allerdings da noch in digitalisierter Form auf Laptopausgabe optimiert.

Das Album ist erstmal auf beiden Seiten zweimal durchgelaufen in Vergangenheiten schwelgend, zu Bambi und Frankenstein kopfnickend … eigentlich könnte auch das andere Vinyl der Kanadier mal wieder auf den Turntable.

 

Der Selbstbefriedigungssicherheitstanz

withouthatsMenschen ohne Hüte ist schon ein ziemlich lustiger Bandname, und ebenfalls das Verbotschild dazu. Wir Lipperländer dürften also mutmaßlich nicht bei denen mitmachen, oder müssten eben einen Hut tragen, wie es deren Gastmusiker ab und wann müssen.

Und auch ein Lied zu singen in dem Masturbation abgefeiert wird ist nicht ganz ohne gehörigen kanadischen Humor. Hintergrund ist hier wohl die Story, dass man von diesem Safety Dance keine HIV bekommen kann. Vermutlich eine der ersten zaghaften Aufklärungskampagnen der 80er.

Aus der Rubrik da hab ich eine 7″ und 12″ Platte von ist hier auch der Doppelnutzen schnell klar: Security ist eine Super 80er 7″ B-Seite und der 12″ The Safety Dance Extended Club Mix ist eine der besten Mixe von 80er Jahre Hits.

safetydance

Trotzdem habe ich vor kurzem überlegt, diese und eine andere 80er Maxis aus dem rappelvollen Plattenregal auszusortieren, aber es kann ja auch kaum eine Lösung sein, auf Dauer seine Sammlung auszulagern. Wie hat Norman das nochmal gelöst?

Mutmaßliche Zuvorvernarrtheitsabhängige

Es gibt ja Phasen im Leben, die zu den lustigeren und Phasen im Leben, die zu den traurigeren gehören. In einer Phase der letzteren Art hat Alanis Morissette dieses Album Supposed Former Infatuation Junkie rausgebracht und dort auch in gewohnter Art und Weise verflossenen Lieb- und Freundschaften hinterhergeweint und geschimpft. Und ich, ich habe mitgeweint, während die Querflöte gedudelt hat, und mitgeschimpft, während die Alanis schneller gesungen hat.

Thank U!
Thank U!

Alanis Morisette ist eine wunderbare Therapeutin gewesen. Heute erinnert man sich zwar noch an die Traurigkeit von vor fast zwanzig Jahren, aber ist dabei nicht mehr traurig, sondern freut sich, dass wie immer Woody Allen recht hat: Tragody = Komodie + Zeit

Vielen Dank, Schweden Indien – Du warst mein sehr eigener sympatischer Charakter!

words_by_amDie Doppelvinyl ist von einer fantastischen Soundqualität und steht im Regal neben Monochrome und Morrissey.

PS: Übrigens falls mal wer bei „Wer wird Millionär“ sitzt und mich als Telefonjoker anruft, um zu fragen, mit wie viele r und s man Morissette und Morrissey schreibt – ich weiß es nicht, ich habe es direkt nach dem veröffentlichen dieses Beitrags wieder vergessen …

Kraftfeld

Was bisher geschah:
Amazon.de hat eine gute Nachricht zu Ihrer aktuellen Bestellung:
Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu koennen, dass die folgende Ware frueher als angekuendigt verschickt werden kann:

  • Tokyo Police Club „Forcefield [Vinyl LP]“
  • Bisheriges voraussichtliches Lieferdatum : 28. April 2014 –
    29. April 2014
  • Neues voraussichtliches Lieferdatum : 24. April 2014

forcefieldYeah – 24.04.2014,
es ist da und auch beim späten Reinhören ins Vinyl ist es, was ich schon vorab via mp3s im Auto vermutete – ein starker Anwärter für das Album des Jahres 2014. Tokyo Police Club begibt sich für mein Empfinden mit diesem Album in die Liga von Wolfgang Amadeus Phoenix, Album des Jahres 2009.

Das Album startet erstmal mit einem fast neun Minuten Track Argentina Parts I,II und III, da bin ich bei unbekannten Sachen erstmal kein Fan von – lieber den 3 Minuten Single Track zum kennenlernen. Hier möchte man den Track gerne ein zweites Mal hören, wenn die neun Minuten um sind.

Neun Tracks sind insgesamt auf der Platte – alle wunderbar synthiepoppig und angenehm anzuhören. Dieses Album wäre völlig an mir vorbeigegangen, wenn nicht wieder einmal mehr, der Hase den Musiktipp des Jahres geliefert hätte. Danke für das kräftige Kraftfeld!

 

Nachtrag: Spektakulärer Weise sortiert sich das nominierte Album des Jahres 2014 dann auch noch in bester Gesellschaft rechts neben das Album des Jahres 2013 ein.