Fünfmal die Polizei

So lonely

Die Polizei kam heute mit der Post und mit Hermes. Ich hatte immer gedacht, es würde nur drei Studioalben von The Police geben und das BestOf Album, wo dann Every Breath you take der Bonus Hit ist. Lange lange dachte ich, ich hätte die drei Studioalben – dabei fehlten mir bis neulich Ghost in the Machine und Syncronicity.

Every single Day

Weil das Medienherz und ich irgendwann vor Jahren mal festgestellt hatten, dass man gar nicht oft genug The Police hören kann, jetzt um so besser das Songmaterial auf Vinyl um ca. 60% aufgestockt zu haben.

Das BestOf Album braucht es dann weiterhin nicht und die doch sehr schmuddelige 7″ von Every Breath you take, kann im Schuhkarton bleiben, da die Albumvariante sich schon etwas weniger anhört, als wäre sie aus den frühen 80ern. (Stimmt auch, ist die Back in Black Pressung von 2019.)

Jetzt sind auf jedem Album bestimmt drei, vier super Songs drauf – das ist ja mal nen ganz guter Schnitt. Hörtipp in dem Zusammenhang: Behind my Camel von Regatta de Blanc

Vinylockdown #40 – vor 40 Jahren – 1980

Was für ein Grundschuleinschulungsjahr 1980 war – da hat man als sechsjähriger gar nicht mitbekommen, was in der Musikwelt für krasse Sachen geschehen sind. John Lennon gestorben, Ian Curtis gestorben – beide nicht so wirklich eines natürlichen Todes.

Zwei nennenswerte Platten hab ich die letzten 40 Tage in meinem Regal gefunden. Die Joy Division Platte habe ich auf einem Kurstreffen unserem Physikkurslehrer abgekauft, für weniger als ein Zehntel des aktuellen Discogs Preises übrigens. Für etwa den gleichen Preis, habe ich die tolle Maxi von The Human League gekauft, eins der einschlägigsten PC69 Lieder für mich, also erst elf/zwölf Jahre später entdeckt als es erschien. Allerdings auch nicht viel später als Joy Division …

Damit endet der Vinylockdown2 und der vermutlich auch deutlich vor dem echten Logdown, denn wir sehen alle an den Zahlen, dass es nicht so recht was gebracht hat, außer dass ich mal wieder sehr viele Schallplatten gehört habe … immerhin erstmal gesund geblieben.

Siebzehn Sekunden

Alte The Cure Alben sind krass habe ich gerade festgestellt. Sie bestehen fast nur aus Bassgitarre, Synthiesoundfeldern und megaverhallte Smith-Stimme. Ganz ordentlich kuhl würde ich mal sagen.

17seconds
I’m lost in a forest.

Am Ende sind so Hits wie A Forest auf diesem zweiten Cure Album drauf, welches man sich länger anhören kann als nur Seventeen Seconds. Ich weiß, dass ich dieses Album schon sehr lange habe, aber keinen blassen Schimmer mehr, wo genau es erstanden wurde. Da es sehr gut erhalten ist, würde ich schätzen, dass es noch aus einer Zeit ist, wo in Plattenläden ein großer und kompletter Vorrat an Alben zu Bands wie The Cure standen. Es könnte bei Phonac eventuell sogar bei Peter gekauft worden sein.

Farbentsättigen

Fade To Grey von Visage lief gerade im Radio als ich ein Grundschüler-Erstklässler war. Ich hatte damals schon etwas den Eindruck, dass sich eine ganze Menge Lieder so anhören wie Fade to Grey.

fade

Das hat sich nicht geändert bis U96 I wanna be a Kennedy – hihi. Der Stephan wird sich an die Kellerparty erinnern, bei der wir nicht nur Genesis gespielt haben …

Fazit: Fade to Grey ist so ein bisschen die Mutter aller Elektro-Popsongs und der Vater aller Partys.

Krass ich lese gerade auf der Platte, dass da auch der Midge Ure seine Synthiefinger mit im Spiel hatte, das ist ja ultra voxig.

Ich werde grau!

Ein Wald

forest

In den frühen 90ern sind wir mal sehr regelmäßig in die Kneipe Helgoland in der alten Bielefelder Neustadt gezogen. Dort gab es eine VinylJukeBox, sowas ähnlches wie WinAmp oder iTunes aber für Schallplatten. Auf der #2 lag dort The Cure, A Forest und für weniger Geld als für einen Sauren, gab es dort entsprechend The Cure. A-Seite oder B-Seite. War irgendwie kuhl dort.

Ganz nebenbei handelt es sich vermutlich um einen der besten The Cure Songs aller Zeiten und das, wo der schon 34 Jahre alt ist.

Liebe wird uns wieder auseinanderreißen

headache

Wenn irgendeine Band traurige Musik machte und wenn irgendein Lied traurig ist, dann Love Will Tear Us Apart von Joy Division. Aber ich sagte das ja schon ein und mehrmals: Ich mag das, von Musik ansentimentalisiert zu werden.

Was wirklich traurig ist, ist das Ian Curtis den Erfolg dieses Liedes nicht mehr miterlebt hat, da diese Platte nach seinem Ableben veröffentlicht wurde. Und so dunkel dieser Schatten auch ist, so wurde immerhin New Order geboren.

Aber wenn irgendwer die Kapazität einer 12″ Schallplatte idealst ausgenutzt hat, dann auch Factory Records bei dieser italienischen Pressung. Nur 198 Sekunden auf einer einzige Seite, ich behalte das mal im Auge, würde aber auf einen Rekord  (16,5 Sek/inch) in meinem Plattenschrank an dieser Stelle tippen. Der Qualität schadet das gar nicht.

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