Vinylockdown #25 – vor 25 Jahren – 1995

Dancing in the Sunshine of the Dark

Sieben von den acht 95er Vinyls oben habe ich schon in den 90ern gekauft, allerdings nicht mein 95er Album des Jahres – Oasis – What’s the Story Morning Glory? Da habe ich mich wohl zu sehr auf den Kauf aller zugehörigen 12″ konzentriert, was dann insgesamt auch vier plus die fünf Songs aus früheren Zeiten waren.

Schön ist auch, dass das wunderherrlich düstere Björk Album knallpinkvinylig daherkommt und Faith No More in transparentem blutrot. Heute bin ich in erster Linie überrascht, wie gut eigentlich das Fury in the Slaughterhouse Album ist, dass ich bestimmt 20 Jahre kaum oder nicht gehört habe, auch in Teilen wunderherrlich düster aber nicht pink.

Wiederentdeckung des Tages, das wunderbare MK2A von The Shamen, hab ich definitiv diese Jahrtausend noch nicht von Platte gehört.

Andere Klasse

I took her to a Supermarket

Völlig aus der Vergessenheit bin ich die Tage im Autochen über den super Song I spy gestolpert und musste mich direkt vergewissern, was für ein Megaalbum Different Class von Pulp ist. Mega.

Disco 2000 und Common People sind damals meine beiden Tracks gewesen, die ich allerdings nur auf so jeweils einer kompakten Scheibe hatte. Unvergessen bleibt zu dieser Zeit der Pulp Auftritt im Eichenring Scheeßel, als sich Jarvis die Füße verbrannt hatte, weil Barfuß ne blöde Idee auf heißem Bühnenboden war.

Mittlerweile hab ich allerdings zu Common People immer den Captain Kirk im Ohr.

Bei meiner Plattenverpackung kann man aber leider die Cover nicht so lustig austauschen, wie mir das von 1995 im Hinterkopf geblieben ist – schade eigentlich.

Gehör und Gleichgewichtssinn

Here we go, dancing in the Sunshine of the Dark

Sie haben Wasser hinter dem Trommelfell über dem Mittelohr, da kann das Wasser nicht aus dem Ohr fließen, weil es hinter dem … jaja, habe ich so gedacht, ich habe das Fury Album auch, oder muss ein Arzt das so wissen?

Wie dem auch sei, gerade habe ich zu diesem Anlass beschlossen, das The Hearing and the Sense of Balance Album aus seiner vermutlich 20jährigen Quarantäne zu befreien und mindestens einmal Dancing in the Sunshine of the Dark zu hören.

HNO

Es ist und bleibt aber echt belangloses Geklampfe, ich mag es nicht mehr so sehr wie in den 90ern – tut mir leid Familie Wingfelder.

Es ist alles so ruhig und rosa

Volle Kanne It’s Oh so quiet vom Post Album von Björk anzumachen, wenn die Kinder zu laut sind ist lustig. Es ist ja bekanntermaßen durchaus anstrengend ein Björk Album komplett zu hören. Es hat schon dazu geführt, dass ich das Debut Album im letzten Rutsch auf den Dachboden rangiert habe.

But soon again comes another big Riot

Jetzt gerade feiere ich aber Post doch ab, allein die Tatsache wie quietschpink die Platte ist und wie viele richtig kuhle Tracks drauf sind: Army of me und Isobel die Starttracks der A und B Seite sind fantastische Songs – wunderbar düster geradezu maximaler Kontrast zum pinken Vinyl. Enjoy dabei nicht zu vergessen.

Abgerundet von der durchaus überarbeiteten Cover-Version des deutschen Spätvierziger-Song von Harry Winter, den ich hier gerne mal zum Schmunzeln empfehle:

40, 30, 20, 10

Liebe Hasengeburtstagskinder

Heute möchte ich insbesondere Euch beiden zwei Schallplatten vorstellen, die mich sehr dolle an Euch beiden erinnern. Die Platten sind vom Altersunterschied her zehn Jahre auseinander.

krafty

Die jüngere von beiden ist eine Maxi-12″-Single mit einem unglaublich guter Rock-Pop Song,  vielleicht dem besten, den New Order in diesem Jahrtausend gemacht hat. Unglaublich gute Sumnerstimme, unglaublich guter Hookbass und unglaublich guter OtherTwo Synthiepop: Krafty, mein Songs des Jahres 2005, Erscheinungsdatum ist ulkigerweise der 7. März.

I’ll never let you go!

digital
Schallplatte ist besser.

Zehn Jahre älter aber einen Tag vor dem 7. März veröffentlicht ist die zweite Platte, die mich an Euch erinnert: Tocotronic’s Debutalbum Digital ist besser. Es ist ein bisschen, wie das Leben, das ich mit Euch beiden bishierher erlebt habe: Digital und Besser! Am Tocotronicalbum mag ich, das noch sehr verspielte und witzige, was Tocotronic überhaupt groß gemacht hat und Witzigkeit hat ja auch nen stückweit Euch groß gemacht und Tocotronic uns alle nen stückweit.

Zum Beispiel letztes Jahr im Sommer!

 

 

König für einen Tag, Depp für ein ganzes Leben

fnm-frame
This is the best damn party I’ve been to.

Nach Angel Dust habe ich mich gefragt, ob eine schon etwas härtere Rockband nochmal so ein geniales Album machen kann und war nach der Vorab-Single Digging The Grave nur etwas erwartungsfroh.

Die heavyeren Songs von Faith No More mag ich nicht so sehr, da muss schon in einem angemessenen Verhältnis Melody und am besten auch noch Midlife-Crisis-esquer Synthysound oder Orchesterspuren mit dabei. Dann wirds es vielleicht sogar nen Vinyltrack des Jahres.

Auf King for a Day ist es dann schließlich der Namensgebersong
King for a Day, Fool for a Lifetime geworden, der es schlußendlich
unmöglich macht, dieses Album nicht in sein Herz zu schließen.

fnm-red
Don’t let me die, with that silly look in my eyes.

Neuerdingens kommt das Album in einem leicht mamorierten dunkelroten Doppelvinyl daher. Da ich ja auch Farben mag, die nicht schwarz sind, habe ich mir dieses Juwel nun auch als analogen und wunderbar klingenden Tonträger angeschafft.

Das Album erinnert mich unglaublich dolle an einen Geburtstag bei einem Typen, der nur Heavy Metal auf CDs im Regal hatte und an dem Tag irgendwie auch vernarrt in das Fools for a Lifetime Zeugs hatte. Am Ende sehr nett.

Hab eben im musikexpress gelesen, dieses Jahr was Neues noch von Faith No More – ich bin gespannt!

diggin12
It would be wrong to ask you why.

Beim Einsortieren in das Plattenregal habe ich mich gerade noch selber überrascht:

Ich hatte schon die Vorab-Single Digging The Grave als transparent-blaue 12″ Vinyl irgendwann Anfang 1995 mal erworben. Dann wurde die Platte dank einer einfachen Plastikhülle, wohl ständig im Schrank übersehen – Zwanzig Jahre lang. Sind gute Non-Album-Tracks drauf.

Ich sollte mal alle Platten umsortieren, vielleicht habe ich ja noch mehr so dünnschachtelige Geheimiss-Platten.

Leben mit den Strickjacken

cardigans

stockholmrecords

Schwedische Popdudeligkeit hat im Sommer 1995 einen neuen für diese Jahreszeit aber eher untypischen Namen bekommen: The Cardigans

Die geradezu anstrengend zuckersüße Stimme von Nina Persson erträgt man auf dem Album Life tatsächlich drei, vier Tracks, danach reicht es dann aber auch schon. Nur mal eben Carnival hören und das Album dann weiterdudeln lassen war jetzt gerade völlig okay, ich möchte jetzt aber keine Schokolade essen …

cardigans-cover

Zurück in den Süßigkeitenschrank, zwischen Camouflage und Casper.

Manche könnten sagen

Eine kleine Bildergeschichte, die vermutlich nichts mit der anderen Geschichte zu tun hat.

manche-koennten-sagen

  • Ich stehe am Bahnhof
  • benötige Erziehung
  • im Regen
  • Die Spüle ist voll mit Fisch
  • Sie hat dreckiges Geschirr im Kopf
  • Du hast nichts Vorbereitet um den Ruf zu verbessern.
  • Der Hund hat sich gekratz und in der Küche noch einmal.
    (Anm.: das sieht man im Bild aber hier nicht)

Der Songtext auf dem Cover – sensationell Oasis, das ist wirklich witzig.

Pinke Post

post

Vielleicht ist Post hier und da das düsterste Album von Björk, vermutlich auch hier und da das beste Album von Björk und im totalen Kontrast dazu vermutlich auch das pinkeste Album und das nicht nur von Björk sondern überhaupt.

Post steht im Plattenschrank zusammen mit dem Debut Album von Björk neben Bonnie Bianco Bloc Party und Beck, Where it’s at.

 

Morgenlatte, wie ist die Geschichte?

wtsmg
Hello

Was für ein Album – es ist das einzige Album auf dem von mir zwei Tracks des Jahres zu finden sind, nämlich deshalb, weil Wonderwall eine Single aus 1995 ist und Don’t Look Back in Anger erst ein Jahr später als Single rausgekommen ist und sonst 1996 nicht viel los war.

… and after all, you’re my wonderwall.

Für meine Bewerbungsmappe zur Mediengestaltung hatte ich tatsächlich das Cover dieses Albums abgemalt, aber andere Schallplatten in das Schaufenster, an welchem die beiden Herren vorbeischreiten, platziert. Beweis für eine gewisse Zuneigung dieses Albums gegenüber.

Vielleicht hier zu späterer Zeit mal ein Bildchen von allen ersten neun Oasis Maxis – großartige Plattencover, haben alle schon (zu neunt) an der Wand gehangen und den Raum belebt …