Jeder Tag ist wie ein Sonntag

From the forthcoming Album „Viva Hate“

Wie sehr ich wünschte, ich wäre nicht hier!
In der Stadt am Meer, die sie vergessen haben weg zu bomben.
Komm, komm, komm – Atombombe!

Jeder Tag ist wie ein Sonntag, jeder Tag ist still und grau.

Hoch wie Hoffnung

Die ganzen Kritiken lesen sich alle wie Frankfurterkranz-Endlecker-Sahnetorte ist in meinen Ohren aber nen ranziger jaulender Kaffeekeks. Schade – Kommt davon wenn man mitreden will und gleich zum Vinyl statt zum Spotify greift. Kommt erstmal ins Regal, neben Fettes Brot und The Flying Pickets.

Das Jetzt jetzt

That’s why I’m calling you

Vor zwei Jahren haben die Gorillaz mit ihrem Album Humanz die Messlatte nicht nur tiefer gelegt, sondern auf den Boden.

Comic sans comic sans serif

Das Album war wirklich schlecht. Freitag kam ein neues Album und was vorab durch die Netzwerke soundete und videote war schon ganz pfluffige sommerleichte Gutelaunemusik.

Also direkt im Gorillazshop das Album bestellt, allerdings nicht das teuere türkise mit Buch (Angst vor Wiederholungsfehlern), sondern die ganz normale schwarze Platte.

Ich bin insbesondere von Tranz und dem Sommerhit Humility und dem Track Hollywood mit Snoop Dog begeistert – die ersten drei auf der ersten Seite, danach wird es schon etwas mauer, aber bleibt zum Glück durchgehend über dem Niveau von 2016.

Wie schon vor ein paar Tagen beim Denktank resümiert :: Album des Jahres wird auch dieses Damon Albarn Werk so zwar nicht, aber Sommerhit 2018 ist für mich erstmal fix.

Denktank

Als 2003 das Think Tank Album herauskam, war ich immer noch happy mit dem sechs Jahre älteren 13 Album, aber unwissend, dass die Pause zum nächsten Blur Album noch viel länger würde. Kuhl war damals im Vorfeld auch zu wissen, dass am Think Tank der Fat Boy Slim mitgemischt hatte.

Dann kam das Doppelvinyl vermutlich eins der ersten Amazonvinyls, denn ich kann mich nicht an den Kauf bei Ween erinnern, außerdem fehlt das gelbe Preisschild.

And watch the world spinning gently out of time

Auf Seite A sind die ganzen Hits: Ambulance, Out of Time, Crazy Beat – dann kommt auf den folgenden Seiten nur noch der sich selbst beschreibende Track Good Song und der Rest ist irgendwie B-Ware.

Das Cover und Artwork ist auch sehenswert – erinnert ein bisschen an OK Computer plus Menschen aller Altersklassen mit alten Taucherhelmen …

Für das Album des Jahres und den Song des Jahres, war das Album und die Tracks drauf aber deutlich nicht stark genug.

 

Automatik

Mein zweites Düsterelktroalbum von VNV-Nation kam gerade mit der Post.

Ist schon sieben Jahre alt, habe ich aber gerade erst gemerkt. Auch das auf dem Album der Arolsen „Hit“ Nova drauf ist, der zunächst mal auf der C-Seite etwas untergegangen war. Um so mehr habe ich mich gerade beinahe vier Monate später gefreut, dass der Song von dem ich dachte, dass er Shine heißt, Nova heißt und hier dabei ist. Toll.

Das Vinyl selber gar nicht düster, sondern cleartransparentes Doppelvinyl. Sehr gut, das hört man in der Baseline im zweiten Track direkt, dass es eine gute Wahl war, wenig Tracks auf eine Seite zu pressen – ich mag das!

Songs klingen zwar schon sehr wie immer, industrialig, düster und getragen aber ordentlich ab nach vorne. Verzaubert mich aber nicht so sehr wie Transnational.

PS: Aber Nova jetzt schon.

 

Beschaulichkeitsbasis Hotel und Casino

I don’t want to be nice and you know that.

Fünf Jahre war Pause bei den Arctic Monkeys, solange hat es kein neues Album nach AM mehr gegeben. Jetzt ist das Vinyl Tranquility Base Hotel & Casino mit der Post gekommen. Hübsches Cover (und das Wort Hotel im Album-Namen) konnte man schon bei der Bestellung feststellen und kuhl finden, dann jetzt den Soundcheck am Liefertag …

Four Stars of five?

Mein erster Eindruck ist, dass es nicht so einfach ins Ohr geht, wie die letzten Lieder und dem ganzen Album etwas der sonst so tolle Schwung fehlt, es sich also tatsächlich eher um Hotel bzw. Fahrstuhlmusik handelt.

Vielleicht sind die Monkeys etwas müde geworden, oder dem Produzenten James Ford fehlte diesmal etwas der Spirit, nach dem Hammeralbum letztes Jahr.

Bitte

I’ve got the Brain, you’ve got the Look.

Ach wie schön. Ich hab gerade eine neuaufgelegte Pet Shop Boys Platte vom UPSman bekommen, die ich schon hätte vor 32 Jahren kaufen sollen. Please, das Debutalbum der Pet Shop Boys. Unberührtes MINT Material!

Die Originalplatte hatte ich zuletzt in der Hand, als ich in der 8. Klasse mit Sonja eine Musikreferat über die Pet Shop Boys halten mussten. Inhalt und musikalische Besonderheiten des Songs: Suburbia.

Was weiß ich noch? Da war eine komische Version auf Sonjas Platte, die nicht im Ansatz so kuhl war, wie die Radio Version. Ich hatte aber eine ordentliche Radioaufnahme der 7″ Version auf BASF-Kassette. Aber was kuhl war:
Two divided by Zero – der NonPlusUltraNonSingleTrack und Hammeropener des Albums.

Später – zu Kompaktscheibenzeiten – war ich auch noch schwer angetan von dem Kuschelsong Later Tonight. Please ist schon nen ganz schön starkes Debutalbum, war sehr schön es gerade komplett durchzuhören.

Angreifer müssen sterben

Ich habe 2017 wochenlang sehr starke Lust gehabt morgens im Auto Prodigy zu hören.

Take me to the Hospital!

Ein Album ist mir dabei immer wieder sehr positiv als Antrieb behilflich gewesen: Invaders must die das Prodigy Album von 2009. Vor acht Jahren war es nur The Omen gelungen als Radiosingle bis in mein Bewusstsein zu gelangen.

Jetzt finde ich aber mehr als vier Tracks auf den vier Seiten ziemlich gut gelungen. Elektrischer Strom ist in den Songs – großartig eigentlich.

Aber am besten bleibt immer noch das Fat of the Land – Album.

Gewalt

Blutrotes Vinyl ist ein passende Farbe, wenn man sein Album Violence nennt schätze ich. Was eine nette Verpackung, das DeluxeAlbum hat. Es gibt kein Booklet, sondern zu jedem Track ein quadratisches Blatt mit Songtext drauf und Artwork dahinter.

Die einzelnen Tracks sind beim ersten Hören okay, allerdings erstmal ohne klar erkennbaren Höhepunkt. Das war beim letzten Album anders, da bin ich bei den ersten vier Tracks halb irre geworden vor Freude.

Aber alle Tracks sind schon nett anzuhören, aber ich schätze auch mein fünftes Editors Album kommt nicht ins Album des Jahres Regal.

ohohohoho hoho hoho violence

Nachtvogel

I bet you’re mad at me

Das wunderbare 2005 ging auch musikalisch sehr ordentlich los – angefangen mit einer radiotauglichen Single Breath war Erasure aus seiner längeren Pause zurück. Leider gab es damals das Album nicht als Vinyl sondern nur als Kompaktscheibe. Diesen Fehler hat mute zehn Jahre später korrigiert. Seitdem steht der Nightbird nicht nur im Kaffeetassenregal, sondern auch endlich im Plattenregal, wenn das schöne Cover nicht an der Wand hängt.

I can’t live without you and I’m in Love with you.

PS: 24 Erasurelivetrack in Hannover heute Abend sollten noch schnell als spektakuläres Fest erwähnt werden.

Leben ist was du drauss machst, kannste nicht vor weglaufen

Normalerweise sind BestOf Alben ja eine erbärmliche Sammlung, aber ich hatte die letzten Woche ein paar mal so unnatürlich Talk Talk Musikhörwünsche digital im Audichen, dass ich mich mal schlau gemacht habe, wo die Tracks eigentlich so alle auf deren Alben versteckt sind.

All you do to me is talk, talk

Leider verteilt auf vier Alben von denen ich nur eines hatte und ein BestOf Album konnte ich dann bei dem netten klaus@discogs für einen tollen Preis in super Qualität erwerben. Und jetzt habe ich die Tracks:

  • Talk Talk,
  • Such a Shame,
  • It’s my Life,
  • Life’s what you make it und
  • Happiness is easy

alle auf einer Platte. Und wirklich gutes Zeugs drauf, ich höre die Platte gerade zum zweiten Mal und bin hocherfreut, was für gutes Zeugs Talk Talk in den 80ern gemacht hat. Und der Haussegen hatte immer recht: It’s my Life ist von Talk Talk auch besser als von Gwen Stefanie und auch als von Dr. Alban.

Technik, aber vor allem Liebestechnik

Ich habe seit Jahren, die 12″ Fine Time Single von New Order, vermutlich ist das sogar meine erste oder zweite New Order Platte gewesen – ich hab sie so 88/89 gekauft als sie noch aktuell war, weil ich New Order damals schon so mochte und weil das Cover so kuhl aussieht.

you’ve got love technique

Außerdem ist ebenfalls die B-Seite erwähnenswert: Don’t do it, ein wunderbarer ChemicalBrotheresquer Song mit lustigen Computersprechgesang-Bombast-Elektropop.

Technique selber ist dann aber völlig an mir vorbeigerauscht – sogar als Kompaktscheibe – sodass das Album erst heute als meine erste Neuverpflichtung 2018 bekannt gegeben werden kann. Sie wechselte für ein paar Britische Pfund von der Insel an meine Wand, fast 30 Jahre nachdem sich Fine Time in mein noch sehr sehr kleines Plattenregal lümmelte.

Im Schuhkarton ist aus dieser Dekade noch die zweite Technique-Single Run zu finden.

Ein Jahr mit New Order zu starten scheint mir eine unglaublich guter Start. Frohes 2018!

My life ain’t no holiday – I’ve been through the point of no return.

Weihnachtswunderland

Push me, shove me, I don’t call that love me

Als Vince Clark mit einer Stellenanzeige nach einem neuen Sänger suchte und damit den multilingualen wunderbaren Andy Bell fand, haben die beiden ein Album aufgenommen, was trotz seiner super 80er Jahre Sounds 1986 total floppte. Nur in Schweden und Deutschland schenkte man den beiden gehör und die dritte Singleauskopplung Oh L’amour brachte dann auch Erfolge.

Ich finde es ist ein brilliantes Vince Clark Frühwerk und auch Andy Bell packt gesangstechnisch schon einiges aus und ist keinesfalls ein billiger Ersatz für Alison Moyet (was die verpeilte Fachpresse damals behauptete, Yazoo hinterherheulend).

Einer der wunderbarsten Erasuretracks ist für mich My Heart, so blue, der auf dem Two Ring Circus mit Orchester noch ne Spur bombastischer ist, kann aber auch in der Wonderland-Album-Version schon eine ganze Menge.

Flood seine Producerkünste sind hier auch schon verwoben, allerdings würde ich schätzen, dass es sich hier nicht um eines seiner besten zehn Alben handelt.

Say what? It’s a crazy Situation.

Ich hätte übrigens bis gerade eben niemals gewettet, dass es einen Erasuretrack namens Pistol gibt, da habe ich wohl jahrelang das US-Album gehört und erst jetzt auf Vinyl den Europetrack mitbekommen, lustig.

Nachgemachtes 1, 2 und sogar 3

Drei am dritten Advent: Martin L. Gore hat sich mittlerweile ja auch schon dreimal als Solist versucht und zwar insofern, dass er Musik gemacht hat zu der er allerdings keine Texte selber geschrieben hat. Das ist seiner Definition nach dann nämlich Depeche Mode.

You told me everything by saying nothing.

So hat er bei counterfeit e.p. (1989) und counterfeit2 (2003) Songs, die ihn prägten, gecovert. Im ersten Fall erinnert das meiste sehr an 80er Depeche Mode und im zweiten Fall haben wir nen ganzen Haufen Martin L. Gore Kunst, aber keinesfalls so abgefahren wie Macromicrokosmostracks.

Oh, my Love!

Nochmal zur Prägephase:

Seine Vorbilder sind keine geringeren als John Lennon, Bob Dylan, David Bowie, Sparks, Tuxedomoon, Lou Reed, Nick Cave, Brian Eno und der Nico?! (Das Lied vom einsame Mädchen)

1989 kam bei dem ersten Solotrack von der e.p. ein wenig Angst auf, dass das Ende von Depeche Mode bedeuten könnte. Depeche Mode war mit 101 gerade gefühlt auf dem Höhepunkt nach jährlich im Jahrestakt steigenden Albumerfolgen – hätte also sein können. Alle wissen, dass es anders kam und der größte Erfolg von Depeche Mode 1989 noch in der Zukunft lag.

Dong, Zosch, Dong.

Dann gab es noch MG, welches ein instrumentales Album ist. Kunstelekrisches Zeugs, was aber so für ein zwei Tracks okay ist und auch egal welche zwei Tracks.

Die Counterfeit e.p. ist übrigens meine zweite Kompaktscheibe 1989 gewesen und da Policy of Truth Ende 1990 mein erstes Depeche Mode Vinyl war, hatte ich Gore Tonträger vor Depeche Mode Tonträger. Sowas.

Schlaf schön Biest

Ach ja, ein The National Album – Sleep Well Beast – weißes Doppelvinyl, sehr nettes Artwork und fantastische Musik. Ich will da dieses Jahr noch kurz was drüber schreiben, weil es eins der bedeutungsvollsten 2017er Alben ist, allerdings ohne den leisen Anflug mein Album des Jahres zu werden.

Der Hasemann und ich hatten uns aber eigentlich schon drauf gefreut, als wir uns im Zollpackhof das letzte Mal über Musik unterhalten hatten.

Sleep well Hasemann!

The Day I die ist einer der ohrwurmigsten und fröhlichsten The National Songs ever, aber keine Chance – er macht nicht fröhlich. Er lässt einen einfach traurig den Kopf schütteln, jedes mal, wenn man den Song hört. Einmal lege ich ihn mir heute aber noch auf …

Ach so und die Frage des Songs kann ich leider beantworten:
Du Berlin, ich Dänemark.

Träum weiter Anreger

Just Freelove

Der englische Begriff Exciter ist technisch verstanden eine Anreger, größerer technischer Maschinen, ein Schwungbringer oder auf den Menschen übertragen vielleicht ein Motivator. Genau, was das Exciter Album von Depeche Mode sein soll, aber nicht ist. Im Gegenteil, ich finde eher, dass dieses Album von allen aktuell vierzehn Studioalben das unmotivierenste ist und es daher vielleicht auch Breaker hätte genannt werden können.

Death becomes me – Heaven can you see what I see?

Es ist zwar gut untekühlte Synthiemucke, aber es hat nicht einmal in den drei ersten Singles (Dream On, Freelove, I feel loved) sowas wie eine entflammende Melodie. Erst der finale Track, der gleichzeitig die vierte Single ist, kann Herzen erwärmen. Ich habe das heute noch einmal durchgehört und kann leider meine Meinung nicht ändern. Man ist schon vor dem Refrain von Dream On leicht genervt und atmet erleichtert durch, wenn man bei Good Night Lover angekommen ist, wobei der vorletzte Track I am you auch ganz kuhl war – eventuell aber auch nur einen Vorfreudebonus.

Zwischendrin erreicht man bei Comatose – Kunstgetöse von Martin – erstmals Acheselzuck-Status.

Dabei ist das AlbumCover eines der hübschesten – habe ich sehr gerne an der Wand hängen.

Wild!

Kann man gar nicht ins Deutsche übersetzen so richtig den Albumnamen vom vierten Erasurealbum. Wild! Das heißt wohl sowohl auf deutsch als auch auf englisch so.

Es ist das beste Popalbum 1989 und der beste Beweis dafür, dass ein Superalbum auch ein Superalbum ist, wenn es drei Mautracks dabei hat.

La Gloria, 2.000 Miles und Star (das ist sogar eine Singleauskopplung?!) sind mitunter schlechtere Tracks, als die Single B-Seiten der Auskopplungen von Wild.

Trotzdem sind da noch die drei Hammersingles, Drama, You sourround me und Blue Savannah Song, die aus dem Album an kalten Novembertagen fast Sommer machen. Dazu noch eingerahmt von dem Pianosong Intro und Outro und dem vielleicht besten Non-Single-Erasure-Track: Crown of Thorns

You surround me!

Kleiner aber sehr feiner Bonus der Platte – auf dem Cover haben Andy und Vince damals nach dem Konzert in Frankfurt unterschrieben, leider während ich (auch sehr warm) mit Fieber im Bett lag.

Hunderteins

Let me see those Hands!

Gerade meine 103. Order bei Discogs gemacht, zlorfikTM, da hätte ich ja auch nen kleines bisschen besser aufpassen und den Kauf vom timing her in die letzte Oktoberwoche vorverlagern können. Was ich auch nicht gemacht habe – ich habe den Verkäufer nicht gefragt, ob die Platten nach Pachouli riechen, so wie früher die beiden Scheiben vom Nils.

Help me see things in a different light

Wie dem auch sei. Auf meiner ca . 100 minütigen Autofahrt letzte Woche habe ich das ganze Depeche Mode liveAlbum 101 komplett durchgehört und musste an Pacouli und die spätern 80er frühen 90er denken und an den Tag als wir auf dem Highway and er Abfahrt Passadena nicht zum Rosebowl abgefahren sind, um dort einmal laut zu rufen:

Good evening Passadena!

Das Album ist schon eine Livemeilenstein und einige der Liveversionen auch eine Idee besser, als die Studiostücke.

Tief in Hochschulen

In Wortwitzen war Morrissey schon immer grandios und den ein oder anderen Song von ihm mag man sehr weit oben in seinen Favoriten. Spannend was das 2017 Werk noch so zu bieten hat. Fazit vorab: Ich mag es.

Clear Vinyl

Brachial, OldRock, Synthies und MozzerStimme passt in vielen Liedern gut ins Ohr, allerdings ist es auch nicht auf dem Level von You are the Quarry. Was zu Morrissey parallel in der Zeitung zu lesen war ist allerdings eher strange, aber das ist jetzt nichts Neues aus 2017.

Das Hochzeitsalbum

Too much Information
Duran Duran

Wenn man über das Musikjahr 1993 berichtet, dann darf Duran Duran’s The Wedding Album nicht fehlen. Auch wenn nur maximal drei brauchbare Songs drauf sind, so sind Ordinary World, Too much Information und Come Undone schon mit die besten Duran Duran Tracks überhaupt und sind auch nicht die schlechtesten 93er Songs,

Leider ist 1993 eine Kompaktscheiben Hauptkaufzeit gewesen, so dass ich noch die beiden Maxis von Ordinary World und Come undone im anderen Regal stehen hab, die bemerkenswerte kleine Best of Minialben sind, da sie jeweils drei Hits aus den früheren Duran Duran Jahren beinhalten.

A View to a Kill um mal nur einen James Bond Hit zu nennen, den ich aber wiederum auch auf 7″ allerdings auf einem eher gammeligen Stück Vinyl haben.

Derzeit steht Duran Duran eingerahmt von The Drums und The Editors im Regal.

Ein zerbrochener Rahmen

Die 82er

Erstes Depeche Mode Album ohne Vince Clark und für meinen Geschmack das deutlich bessere Album als Speak and Spell. Schon hier erkennt man bei und zwischen den Tracks Leave in Silence und Sun & Rainfall, was für Supertracks Martin irgendwan mal schreiben wird.

Einen extra Beifall bekommen auch die Plattencover von Meaning of Love und See you, die noch so gar nicht nach Kunstfotografie like Anton Corbijn aussehen.  Auch der als Sensen-Ernte-Frau verkleidete Martin auf dem LP-Cover ist großartig.

A broken Frame habe ich die Oktober-Tage viel im Auto gehört und dann schließlich als letztes noch fehlendes LP-Vinyl beim Discogs-Dealer meines Vertrauens gekauft.

Erinnerungen … nicht öffnen!

Warum nicht, Goldschatz?

Genau sowas wie das – Gitarrenpop und Synthiepop und sich noch Coldplay für einen Track dazu holen, das hat beinahe das Zeug zu einem Track des Jahres, aber dafür gab es vermutlich zu viele Tracks dieses Jahr, die diese meine Ansprüche auch erfüllen. Aber es dürfte der Urlaubshit 2017 sein, denn da ließ sich das dänische Radio auch nicht lumpen, diesen Track drei-viermal am Tag zu spielen.

Erinnerungen an sowas wie einen Goldschatz :-)

Was ist mit dem Rest des Albums? Schon ähnlich, aber es fehlt dann am Ende die Stimme von Chris Martin, um es zu einem ebenso Hammeralbum werden zu lassen, wie Something just like this ein Hammertrack ist.

Memories – Do not open! von den Chainsmokers sortiert sich im Regal direkt neben das neue Casper Album und The Charlatans.

PS: Coldplay hat diesen Track nochmal in einem nicht so kuhlen Mix auf eine hübschfarbige Kaleidoscope EP gepresst., die hat immerhin eine kuhlere Farbe als diese pseudogold der LP.

Danke an Arne für das GifMakerTool – rockt, mehr als die EP :-)

Geteilt durch

In unserem doch eher musikalische eintönigen Urlaub geprägt durch dänisches Radio sind immer wieder Songs von Ed Sheeran aufgefallen, die ich eigentlich ganz nett fand. Also mehrere nicht nur Shape of you. Ich fand schon früh das Plattencover ganz spannend, hellblau mathematisches Zeichen und so und dann heißt es auch einfach ÷ (divided).

Auf dem Album sind 16 Songs drauf, aber ich hab die in Dänemark noch so tollen Tracks nicht wiedergefunden. Scheint an der Seeluft anders zu wirken. Jedenfall ist das Album reichlich belangloser Kram – ich weiß nicht, ob ich das Teil überhaupt in das Regal einsortieren soll, eventuell für den hübschen hellblauen Rücken, der sich dann zwischen The Shamen und Shock Therapy zeigt?

Hab mein Urlaubsrestgeld schon besser investiert.

Schade eigentlich, denn immerhin hat die Plattenfirma alles richtig gemacht:
Vier Plattenseiten, vier Tracks pro Seite und 45rpm.

 

Seit wann schreibt Liam Songs für Liam

Funktioniert doch okay, Oasis nur noch mit Liam Gallagher alleine. Ich hab das Album jetzt schon zweimal durchgehört und es tut für mich was es soll. BritPopGitarre und vorwärts, teilweise wie beim Opener Wall of Glass und beim Finale I’ve all I need sogar mehr als nur ordentlich.

Vinyliam

Ist nicht die Geschichte der Morgenlatte aber jetzt schon eins meiner Überraschungsalben des Jahres. Ich hab übrigens keinen Bock mehr Kritiken im Musikexpress zu lesen, was nen Hinterhergeheule nach Früher. Früher gab es auch Kackmusik.

Super Liam, echtes Oasis Album dann eben erst 2019, ist auch okay.

Automaton

I’m not Automaton!

Ich hätte ja bis an mein Lebensende behauptet, dass es nur einen einzigen Supertrack von Jamiroquai gibt. Deeper Underground vom Godzilla Soundtrack, aber das ist nicht der einzige Supertrack, sondern „nur“ der beste, denn da gibt es ne ganze Menge 90er Kram, der auch ordentlich ist, erst recht, wenn Ben die passende Mütze dazu aufsetzt.

Und dann ist da noch das ganz Album Automaton und der gleichnamige Track, von dem KimO behauptet, dass man ihn mal sehr laut im Audi hören müsste.

Vieles erinnert an das letzte Daft Punk Album, was ja nicht die schlechteste Erinnerung ist und Automaton erinnert obendrein noch an Kim Wilde’s You just keep me hanging on, was auch ne lustige Erinnerung ist.

Alte Männer mit albernen Hüte?

Jay A fragt, wo Jay Kay die Mützen her hat?! Ben, weißt Du was?