Musik aus den Spären

Boys don’t cry?!

Music of the Spheres der Albumtitel des neuen 2021 Coldplay Albums klingt ein bisschen wie ein 87er Albumname von Depeche Mode. Leider klingt das Album selber eher wieder bei den meisten Songs nach esotherischem Breierlei und dabei hatte ich die Vorabsingle Higher Power schon als gutes Comebacklied abgefeiert.

Grün und mamoriertes Vinyl ist so zwar neu bei mir im Regal, aber vermutlich wird auch dieses Coldplay Vinyl eher seltener auf dem Plattenteller liegen.

Der Refrain wird 30

Der Effekt Chorus kommt in der Tontechnik vor. Es klingt als würde ein zweiter, dem ersten ähnlicher Ton mitklingen und sich im Raum bewegen. Es entsteht eine Art schwebender Klang, der durch die zeitliche Verzögerung des zweiten Tons verursacht wird.

Quelle: www.delamar.de

Chorus ist am Ende vermutlich das beste Erasure Album, was zwar in beinah jedem Erasurebeitrag von mir nebenbei erwähnt wird, aber einen richtig echten längeren lobpreisenden Beitrag zu dieser Candy Pop Perle gibt es nicht (nur einen sieben Jahre alten recht kurzen).

Heute wird es 30 Jahre alt.

Holy Moses our Hearts are screaming

Chorus hat mich vom ersten Augenblick an verzaubert. Wir hatten dieses Album 1991 zu Hause recht schnell als zwei Kompaktscheiben und erst vor wenigen Jahren haben ich es zusätzlich als Vinyl angeschafft.

Im Oktober 91 haben mein Papa und ich das Ding wirklich abgefeiert, einzig und allein mit dem Song Breath of Life, der sogar die dritte oder vierte Singleauskopplung war, bin ich nie so richtig warm geworden.

Auch Love to hate you ist ein wenig zusammengebasteltes Stomping, Pumping, Covering aber der Rest auf dem Album ist die Perfektion der vor sich hinspielenden Synthiepopmusik. Diese Tatsache macht es zu dem vielleicht besten Popalbum und bestimmt auch zu dem besten Erasure Album.

Das Hybriddigitale Artwork ist ganz nebenbei auch fantastisch, ich hab mehrfach versucht, dass auch mit meinem Schädel zu machen, aber es ist nie präsentabel geworden. Auch das Corporetae Logo dieser erasure Serie samt der späteren ABBAesque EP ist unschlagbar starke Typografie.

Nichts ist bewiesen worden

It may be false, it may be true but nothing has been proved

Zwischen Ende 1985 und Anfang 1991 haben die Pet Shop Boys eine unfassbare Anzahl an fantastischen Songs auf Schallplatten gebracht – nur um Jahr 1989 gab es eine kleine Pause, für Songs die offizielle Pet Shop Boys Songs waren, denn da habe die Boys je ein Album für Liza Minelli und Dusty Springfield mit produziert.

Zwei völlig brillante Songs sind aus dieser Schaffensphase in mein Synthiepopherz gewandert: Losing my Mind von Liza und Nothing has been proved von Dusty.

Letztere Platte kam die Tage als mir gänzlich unbekannte, aber mit Lobesbeeren überschüttete, Dance Version aus England bei mir an. Nachdem ich ein paar Einlagerungsstockflecken mit Apothekenalkohol entfernt hatte, präsentierte sich der Song in nahezu perfekter Qualität. Zudem erfüllte er die Lobesbeeren: Es ist einer der minimalst und zugleich dynamisch und cleversten Mixe, die ich bisher so zu Ohren bekam. Ein Daumen hoch für Marshall Jeffersons umbau, der ansich schon supertollen Arrangements.

Ich bin heute noch wie 1989 schwer verknallt in den Song.

Küss mich, küss mich, küss mich

How beautiful you are

Was ein The Cure Album und was ein 1987er Album – tatsächlich habe ich diese Schallplatte schon zweimal gekauft: Einmal als Geburtstagsgeschenk heute vor ca. 28 oder 29 Jahren und einmal als Neuauflage in rotem Vinyl vor fünf oder sechs Jahren.

The Kiss

Der Opener Song The Kiss – obgleich er in meinem Soundtrack des Lebens keine sehr schöne Phase bespielt – ist einer der stärksten The Cure Songs, den es neben den Radiosingles gibt.

Just like Heaven

Lost & lonley

Radiosingles gibt es auf diesem Album vier: Catch, Hot Hot Hot, Why can’t I be you und das wunderbarste Just like Heaven. Dazu kommen noch bestimmt fünf weitere gelungene Album Tracks, die ich aber alle so oft gehört habe, dass mir dieses Album heute leider mehr oder weniger aus den Ohren wieder rauskommt.

Daher höre ich fast immer nur die 7″ von diesem Album. Im Härtetest 2021 habe ich aber gerade das ganze Album durchgehört und man kann das schon 90 Minuten lang sehr gut aushalten – übrigens weil es so lang ist, ist auf der Kompaktscheibenversion ein Song weniger drauf, nämlich Hey You! die prima Single B-Seite von Hot! Hot! Hot! komplettiert hier auch die B-Seite.

Obgleich das Cure Artwork von Wish nicht zu übertreffen ist, mag ich auch diese super alberne Schrift und die knallroten Lippen auf dem Cover sehr. War ein schöner Moment mal die 18 Küsschen wieder komplett zu hören, das habe ich nicht mal in meinem Cure Jahr hinbekommen.

1966 von 4000 Roten

Maske

You make me feel just like a Child again

Ich mochte dieses Album Masque 1992 sofort und hatte es direkt im Sommer als angekündigte Neuerscheinung bei Saturn auf einer Kompakten Scheibe erworben. Vinyl gab es später mal als Finderlohn bei discogs.

Es ist für mich wie ein The Mission Experiment, was die Band dann wirklich klanglich sehr weit weg gebracht hat von den Sisters of Mercy. Sie haben auch das Logo und Art Design für dieses Album so abgeändert, dass am Ende nix mehr von den Düsterrockern übrig geblieben ist außer bei den Songs die Stimme von Wayne Hussey. Sisters Gitarre ist durch GastgeigerIrishPop ausgeglichen worden und aber unterhaltsam gemacht.

Konnte das Album damals gut komplett hören und finde es heute auch noch ab und wann nett es aufzulegen.

Grausamkeit ohne Schönheit

Drei Alben hat Soft Cell Anfang der 80er gemacht. Ich kann von denen nicht sagen, dass die immer besser wurden und so löste sich dann Soft Cell auch früh in den 80ern mehr oder weniger wieder auf.

2002 gab es ein kaum beachtetes ReUnion Album allerdings zunächst mal nur als Kompaktscheibe oder Digitaldateien. Der Hase fand das so belanglos, dass er mir die Scheibe schenkte und ich muss sagen, ich fand eine handvoll der Songs ganz kuhl und höre bis heute immer mal wieder gerne in das Album Cruelty without Beauty rein.

Mein Highlight auf dem Album ist der Song Caligular Syndrom.

Won’t you dance with me, while our Empire is falling?

40 Jahre nach der Bandgründung vo Soft Cell ist nun auch diese Werk endlich mal auf Platte erschienen und lag netterweise als Willkommenspaket nach dem Urlaub auf dem Poststapel.

Das Hinterzimmer

I’m so glad I’ve found this

The Back Room das Debut Album der Editors hat im Jahr 2005 auf Grund der Fülle an Hammermusik in meinen Ohren noch keine Rolle gespielt, wenn gleich Munic und Sharks es meine ich schon 2005 bis zu mir geschafft hatten.

Bis ins Plattenregal hat es die Platte dann aber erst geschafft, als das Vinyl wiederveröffentlicht wurde 2015/2016 oder so.

Die ersten beiden Platten stehen etwas im Schatten der vier Nachfolger, die immer ein bisschen besser geworden sind. Die sechste Platte hat es bis zu meinem Album des Jahres geschafft.

Wie sehr mag ich Depeche Mode noch?

Ich habe herausgefunden, dass ich die letzten sechs Depeche Mode Alben nicht mehr zu meinem Album des Jahres wählen konnte. 1993 zum letzten Mal und dort auch erst zum zweiten Mal. Nur Violator und Songs of Faith and Devotion sind in den Erscheinungsjahren meine Lieblingsalben gewesen.

Mit Wrong und So much Love habe ich in der Zeit nach Walking in my Shoes auch nur zwei weiter Songs des Jahres von Depeche Mode gehabt. Das sind auch nur zwei von sechs möglichen Songs des Jahres.

Exciter (von 2001) und Delta Machine (von 2013) sind auch zwei sehr unterirdische Alben, da ist definitiv kein Material oder eine irgendwie geartete Aussicht auf das Lied zu finden, welches mich zu irgendwelchen Entzückungen bringt. Zu viel Kunst, zu viel Rock, zu wenig 80er/90er Sounds und kein Alan Wilder Soundmastering mehr. Es gab auch nach 93 keine gut gemachten Remixe der Songs mehr.

Ob es aber an Martin liegt, dem seine vier Soloalben haben vom Mirgefallen her auch einen Abwärtstrend, obgleich es immer auch noch ein bisschen kuhl ist, fehlt hier der ganz große Wurf.

Am Ende mag ich Depeche Mode vielleicht einfach nur nicht mehr so sehr, wie in den 90ern?!

Fetter Pop

Paul Weller, der ein Urvater des BritPops sein soll – dachte, dass wären die Beatles – hat ein neues Album rausgebracht, dessen Namen mich direkt anspricht: Fat Pop

Who gives a fuck when no one else does?

Ich (Banause) kannte vor dem Kauf keinen Track des Albums mit einem kuhlen Cover und gut zu lesender Plattenkritik – und ja, sowas wollte ich nicht mehr machen, aber diese Platte hier ist ganz gut gelungen. Es ist nicht die Art von Fat Pop, die ich abfeiere, und auch kein Brit Pop, aber es ist echt gut und entspannt anzuhören. Nen bisschen wie David Bowie vielleicht?

Weller kommt ins Plattenregal zwischen Weezer und Westernhagen.

Aber erstmal nochmal auf den Plattenteller und Cover an die Wand:

Ein weitere Fall aus Gnade

Eigentlich wollte ich nur schauen, was die Jungs von Depeche Mode die letzte Zeit so gemacht haben, da fand ich raus, dass Martin bei einem The Mission Song auf dem letzten Album Only you and you alone mitgesungen hat und hab da vermutlich mal reingehört und dann auch noch mehr angehört. Den einen oder anderen The Mission Song mochte ich ja auch schon zuvor.

… and you alone

Dieses 2016er Album ist tatsächlich aber weit besser, als was ich jetzt so erwartet habe. Irgendwie haben dann ja tasächlich auch noch mehr Bekannte hier ihre Finger mit im Spiel und so ist mein Lieblingstrack Met-Amor-Phosis untersungen von Ville Valo. Das ist großartiger DüsterProgressivRock – es wäre mein Lieblings Sisters of Mercy Album, wenn denn Andrew und Wayne sich nicht in den 80ern gezofft hätten …

Kann ich nur empfehlen, ist ein wohliger Mix aus Düsterness und entspanntem Rock mit erstaunlich wenig Synthiehilfe und auch keine Sitars glaub ich. Mit acht Liedern ist da deutlich weniger drauf als in der Vorschau bei den Internetstreamingdiensten, aber es sind definitiv nicht die acht schlechtesten Werke übrig geblieben.

Sie scheint weiter

Am 4. Juli 1992 ist in Bielefeld was sehr schlimmes passiert und zwar während eigentlich was ganz kuhles passiert ist – Roxette war zum Joyride auf der Alm. Aus unserem Schuljahrgang ist eine unserer tollesten Mitschülerinnen von einem Auto tödlich angefahren worden. Seither erinnert immer und immer diese Lied an sie und lässt sie weiter scheinen.

Wahrscheinlich lief dieses Lied auch an dem Abend im PC69, als wir darauf gewartet haben, dass sie dort mal endlich ankommt, aber das ist eben leider niemals mehr passiert außer, wenn The House of Love sie hat bei Shine on eben in die Gedanken zurückgeholt hat.

Das ist dann jetzt auch 29 Jahre her und es ist ist immer noch eine der schlimmsten Zeiten in den letzten 29 Jahren gewesen.

Trabantenstadt

Play with Guns you must be bad or hiding something, Jack

Mein Vater hatte mich 1990 vorgewarnt, als wir zwischen Pfingsten und den Sommerferien 1990 mit der Klasse einen Schulausflug nach Köln gemacht haben nicht zu viel Geld bei Saturn Hansa zu lassen. Es war bis heute der größte Plattenladen, den ich je betreten hatte – Gemini war zu der Zeit in Bielefeld ein Tante Emma laden dagegen.

Nicht auf die Eltern gehört sind wir dann natürlich auf jeden Fall dort rein, und ich habe auch mindesten zwei Pet Shop Boys 12″ gekauft, wobei ich wetten würde, dass es mehr waren. Ganz sicher war jedenfalls Suburbia – The full Horror Version mit in der Tüte.

The full Horror ist nicht nur einer der besten Maximixe eines Pet Shop Boys Liedes, es sind auch zwei sehr brilliante B-Seiten dabei mit Paninaro und Jack the Lad. Unter Umständen habe ich in Köln auch mit Policy of Truth meine erste Depeche Mode Schallplatte gekauft, allerdings könnte das auch bei WOM passiert sein – wir hatten nämlich noch einen zweiten – allerdings nicht ganz so großen – Plattenladen auf der anderen Seite vom Dom gefunden.

Ich weiß gar nicht mehr, ob wir den Dom auch besichtigt hatten … aber sicherlich waren wir vor ca. 31 Jahren nicht nur wegen des Vinyls in Köln?!

All die Farben von dir

Nachdem das letzte Album von James so toll war und mich auch das erste Lied von dem neuen Album echt gut geteasert hat und das Cover hübsch anzusehen ist und ein paar weitere Reinhörer beim Internetdienst sehr gut waren:

Ich freue mich, dass das neue James Album nun bei mit im Bilderrahmen hängt und schon mit allen vier Seiten auf dem Plattenteller gelaufen ist. Es ist wieder toll. Es versprüht keine Album des Jahres Atmosphäre, aber es ist nicht so, dass man es zwischendrin ausmacht oder ein Lied weiter hüpft.

Da ich auch ein großer Fan von Farbkonzepten bin, ist auch das Anheften guter Eigenschaften an Farben im Innenteil des Klappcovers sehr gelungen.

Bruderschaft mit einem bizarren Liebesdreieck

Every Time I see you falling I get down on my Knees and pray

Es ist gar nicht so ein spektakuläres New Order Album. Ständig vergesse ich mehr oder weniger, dass ich es im Regal stehen habe. Von dem Hammersong dieses Albums Bizarre Love Triangle – der Professor sagt, bester New Order Hit – hab ich in meiner Substanz Sammlung ja ebenfalls die 12″, sodass meistens die Platte aufgelegt wird, wenn ich auf bizarre Dreiecke Lust habe.

Jetzt nochmal diese aufgelegt, sind doch ne ganze Menge super Lieder versteckt auf der Platte: As it is when it was, All Day long, State of the Nation

Allerdings bin ich mir sehr sicher, dass ich diese Platte schon unfassbar lange habe und sie zwar nicht bei Interfunken, aber dennoch zu DM Zeiten gekauft habe und sie somit vermutlich eine meiner günstigsten New Order Schallplatten ist mit 8,90 DM aka 4,60 EUR (dafür gibt es fast nichtmal New Order-Wegwerf-7″ bei discogs). Diese Platte hat aber obendrein eine fantastische Qualität bis in die letzten beiden Songs rein.

Nichtmal 9 Mark

Die gebürstete Stahloptik des Covers finde ich auch unschlagbar gut, könnte ich mir gut länger im Rahmen an der Wand vorstellen, wenn nicht jeder Dealer ein unablösbares Etikett hätte draufbatschen müssen.

Wie alt bist Du?

Also fast vierzig, aber von vorne:

On and on, our Love is like the Sun

Die Tage hab ich meine erste in Bulgarien gepresste Schallplatte bekommen. Pressjahr ist 1983 und es ist das Solo Comeback von Robin Gibb 1983 drauf: How old are you? mit der großartigen Single Juliet, die ich damals in der dritten Klasse mit meinem Papa mehrfach abgefeiert habe. In meinem Elternhaus gibt es diese Platte vermutlich auch noch in deutscher Pressung, aber vermutlich viel öfter abgespielt und kaum günstiger als 5 EUR.

Ich muss in erster Linie Maurice Gibb feiern, denn dem seine BackingVocals (Interlude: Close your eyes, Juliet, don’t let go) sind deutlich sympathischer, als der Robin-Falset-Gesang – aber Juliet geht so mega80er nach vorne, ich denke, dass oder Peter Schilling oder Nena, möchte ich aus 1983 nicht weggedacht haben.

Ein Ende hat einen Anfang

Some Things should be simple even an End has a Start

Das 2007er Album der EditorsAn End has a Start ist definitiv nicht ihr bestes Album trotzdem finden sich auch hier ein paar tolle Melodien und Arrangements allen voran das Lied, dass dem Album seinen Namen gab und der Opener Smokers outside the Hospital Doors.

2005, 2007, 2009, 2013, 2015, 2018 und hoffentlich 2021?

Die letzten vier Alben sind definitiv weit oben in meiner eigenen Hitliste, während die ersten drei zwar auch ihre Momente haben, aber noch nicht auf Albumlänge die Qualität.

Wenn der Rhythmus noch passig ist und das Best of Album nicht Zeit von der Uhr klaut, dann könnte drei Jahre nach Violence gerne diese Jahr auch noch das siebte Studioalbum herkommen.

Zuckersteuer

The Light above, it shines so bright that the F.B.I. won’t sleep tonight

Im letzten Winter habe ich einen kleinen aber sehr berechtigten OMD Flash bekommen und meine Kaufabsichten zu dem vermutlich besten OMD Album Sugar Tax vollendet.

Jetzt ist es geliefert worden in einem super guten Zustand, man merkt dem Album seine 30 Jahre nicht an. 1991 hatte ich mir die Vorabmaxi Sailing on the seven Seas als Silberscheibe gekauft und mich damals schon amüsiert, dass es ein Titel einer B-Seite geschafft hatte, der Namensgeber für ein Album zu sein. Das ist und bleibt bisher einzigartig in meiner Sammlung, wenn ich das richtig überblicke.

Das ist schon ein bisschen mein Album des Sommers 1991 gewesen und OMD auch ein bisschen meine Band des Sommers und daher wurde von der Sommerferienjobkohle auch die ein oder andere weitere OMD-Silberscheibe angeschafft, allerdings keine einziges bisschen Vinyl, sondern ein neues Silberscheibenabspielgerät von Phillips.

Dann drehst du dich weg

I will not pay your Sugar Tax

Weder auf der 7″ noch auf der 12″ von Sailing on the seven Seas ist Sugartax, sondern hier hat sich der auch noch ganz ordentliche Track auf der B-Seite der 7″ von der dritten Singleauskopplung Then you turn away versteckt.

Letztere Single war jetzt in einem kleinen Maxibrief die Tage per Post zugestellt worden und erfreut nun als meine zweite OMD 7″ im Schuhkarton.

Unsichtbare Berührung

I‘ coming down like a monkey, but it’s allright

Land of Confusion, Into Deep, Invisible Touch, The Brazilian, Throwing it all away sind schon bemerkenswert gute Songs, die sich alle auf dem 86er Werk von Genesis befinden, aber ich komme auch heute (acht Monate vor Weihnachten 2021) nicht drum herum immer und immer wieder das Überlied dieses Albums abzufeiern:

Tonight, tonight, tonight

Die Album Version ist mit knapp unter neun Minuten Länge etwa drei Minute kürzer als die Extended Version, die ich ja auch unfassbar abfeiern könnte. Aber kennt ihr das Musikvideo von Land of Confusion, wo die Darsteller alle als Hurra Deutschland Gummipuppen rumzappeln – ist definitiv ein YouTube googlen wert …

Ich für meinen Teil, werde aber jetzt nochmal die 9minuten Variante und die fast 12minuten Variante hintereinander abspiele aber vielleicht vorher nochmal The Brazilian, das ist auch nicht so oft durch die Radios in den 80ern gegangen, nämlich gar nicht schätz ich, dabei kann man das bringen, ist auch ganz ohne Philgesang übrigens, falls das wer nicht mehr hören kann … ich finde das ja auch mit Phil recht okay gesungen für einen Schlagzeuger.

Liebesboot, verrückt wie wir sind

Like Moths in Night

Loveboat ist das vermutlich von mir am meisten unterschätzte Erasure Album, das es gibt. Es liegt an der Voarbsingle Freedom, dem Song welcher auch die Eröffnung des Album gibt.

Love’s young dream could be alien

Die anderen Vorzeichen des Albums sind nämlich durchaus ein Zeichen dafür, dass es nicht so schlimm kommen kann, denn es ist von Flood produziert und von Ben Hiller engineered – in der Regel Hitgaranten wie Erasure selber ja auch.

Einundzwanzig Jahre später kommt nun auch meine späte Liebe zum Boot, die sich schon ein bisschen länger mittels des Songs Mad as we are anbahnt, den es die letzten Jahre immer mal wieder lauter im Auto gab … ein Hammertrack, der anfängt, als hätten sich die Producer vergessen zuzuschalten, was dann aber nach und nach passiert und eine ziemlich irre Soundlandschaft schafft …

Eben für diese Soundlandschaften lohnt es sich dann auch auf der B-Seite in Catch 22 reinzuhören, da hört man ein wenig, wie viel Mühe sich Vince, Flood und Ben am Ende gegeben haben und Andy ist sowieso einmal mehr das multioktave, multilinguale Gesangstalent. Nicht vergessen Alien zu hören.

Candy Pop mit Struktur

Nun ist das 20 Jahre Jubiläumsvinyl auf dem Weg in mein Regal, um auch die Erasure Langspielplattensammelung so langsam mal zu vervollständigen – das ist nämlich immer noch nicht passiert – könnte ich mir im 30 Jahre Chorus Jahr eigentlich mal zum Ziel setzen, vielleicht mag ich die anderen beiden die fehlen, dann ja auch noch viel mehr.

Hört mehr Erasure!

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Ausradierung für die Fans

Our Love is Superlove

Erasure ist vielleicht das erasuresque Experiment von Erasure, denn es ist so mehr oder weniger nicht darauf angelegt, dem Album Hits entspringen zu lassen, sondern eher es mit elektrischen Meister Werken aufzufüllen. Es ist also am Ende große und wie ich finde großartige Kunst. Es hieß immer auch ein bisschen, dass es ein Album für die Fans gewesen wäre und als Fan würde ich sagen, ist das echt sehr gut angekommen.

Rock me gently

Auch wenn ich ein bisschen das Gefühl hab, dass sich Erasure mit dem Album komplett aus der Radiotauglichkeit verabschiedet hat und somit quasi für immer und ewig aus der Öffentlichkeit verschwand – echt die gibt es immer noch?! – möchte ich auf keinen Track auf diesem Doppelvinyl missen.

Es hat lange lange gedauert bis sich das wiederveröffentlichte Vinyl nun zu der ewig alten Kompaktscheibe gesellt, die im Herbst 1995 begann Gold in die Ohren zu senden. Wenn ich mir für den eigenen Klangkeller etwas wünschen dürfte, dann am liebsten die Maschinen, die das Album Erasure möglich gemacht haben.

Nachtleben

Mit Quadraten und halben Quadraten kann man super das Pet Shop Boys Artwork des Nightlife Albums nachbauen und das habe ich gerade eben gemacht:

Logo :: Vom vieldeutigen griechischen Begriff lógos (λόγος), das u. A. Wort bedeutet.

Ich liebe Logos, die einfach einfach sind und Schrift, die lesbar ist obwohl sie einfach ist – das ist wunderbare Bauhauslehre, aber ich lenke ab …

Tatsächlich habe ich in den letzten sieben Jahren vergesse das wunderbare 1999 Nightlife Album der Pet Shop Boys zu erwähnen.

Can you love me anyway?

Ich habe mir diese Platte für 30 Pfund aus England schicken lassen und weil sie so schwer ist (haha, 30 Pfund nech) hat der Versand von dieser und dem Fundamental Pet Shop Boys Album 10 Pfund extra gekostet. Die Qualität beider Platten ist allerdings neuwertig und die Qualität der Songs auf Nightlife außergewöhnlich.

Die meisten Songs auf dem Album sind vom Orchesterkomponist Craig Armstrong produziert und haben tatsächlich viel orchestrales neben den Synthisounds. Die Dramaturgie der Songs ist entsprechend opulent und gipfelt in einem fantastischen Duett mit Kylie Minogue. Gelungen sind aber auch die Tracks die von Rollo / Faithless produziert wurden, die gehen etwas schneller vorwärts passen aber trotzdem in das sonstige Nightlife Ambiente sehr gut hinein.

Don’t know what you want, but I can’t give it anymore ist der kuhlste Name, den jemals eine Single der Boys hatte und es ist außerdem auch eine super Single – ich weiß noch, wie ich die 1999 im Auto abgefeiert habe, als ich sie das erst mal auf 1Live (ja die spielten vor 20 Jahren noch kuhle Musik für meine Ohren) gehört habe.

War ein kuhler Samstag-Vormittag mit Nightlife und Adobe Illustrator.

Lass uns körperlich werden

Ist schon ein bisschen was her, dass ich auf dem Weg vom Freitags-Sport nach Hause von einem Song im Radio in die Nachforschungsüberstunden gerufen wurde, aber am 4. März war es tatsächlich mal wieder soweit, wobei es schon die Wanne nach dem Sport und WDR2 statt früher 1Live war – man wird ja nicht jünger … das letzte Lied dieser Art war übrigens Kerli mit Walking on Air – das war nach April 2008 aber vor Sommer 2008 – welches in einem Abwasch direkt mit bestellt wurde, sich aber als gruselig teuer erwies …

Jedenfalls ist der Nachforschung folgender Einkauf gefolgt:

Ist Kirmes-Pop aber es hält gut die Liga von LadyGaga und Kylie Minogue, die ich ja kürzlich auch mehr oder weniger für Kirmes-Pop abgefeiert habe. Physical sticht deutlich aus dem Album raus und zwar hauptsächlich, weil es ein fantastische Düsteratmosphäre hat – ich hab es x-mal gehört an dem besagten Wochenende nach dem besagten Sportfreitag.

Das Cover wird niemals an der Wand hängen, aber Dua Lipa kommt ins Regal neben The Lightning Seeds und Lust for Youth.

Lutsch dran und sieh, sie ist ein Gewitter

Shalalala

Im August 2011 habe ich mir für 15,99 EUR (inflationär! wie günstig man vor zehn Jahren Neuerscheinungen erwerben konnte) das Arctic Monkeys Album Suck it and see beim Internetversandmaganten zusammen mit einer BobbycarAmpel für den gleichen Preis gekauft.

command + i

Getriggert durch das fantastische Lied She’s Thunderstorm war es eine große Freude zu hören, dass auch die meisten anderen Songs auf diesem Album großartig sind.

Die Plattencovergestaltung ist auch wunderbar schlicht schwarz weiß mit guter Lesetypo und dem Arctic Monkeys Logo, exakt so wie man es sich wünscht.

Hier kommen wir – aber von wo eigentlich?

Stop me oh oh oh stop me

Auf der Rückseite des letzten The Smiths Albums Strangeways, here we come ist ein Foto eines britisches Verkehrsschilds, welches in Manchester an einer Kreuzung stand bis das Album erschien.

Danach ist dieses nicht sehr kleine Schild wohl geräubert worden … wer macht denn sowas, so welche gehören doch in eben dieses Strangeways Prison, oder nicht?!

Was ich nicht rausgefunden habe ist, welche Kreuzung das wohl war, also habe ich mal die in Frage kommenden Stellen in der Straßenkarte von Manchester markiert und zwei Kreuzungen im violetten Bereich der Karte (Viertelmeile zwischen Ancoats und Strangeways und eine halbe Meile zwischen Salford und Picadilly) als mögliche Kandidaten errechnet.

Manchester Viertelmeile für Viertelmeile

Während die Kritiken sich mehr oder weniger einig sind und die Smiths selber auch, soll es sich bei diesem 87er Album um das beste Album der Smiths handeln. Ich finde die anderen aber besser und würde wohl immer eher auf The Queen is dead zeigen. Aber es ist auch wunderbar, dieses Album Sonntagmorgens zu hören und dabei auf GoogleMaps zu starren.

Vielleicht hätte der Hase gewusst, wer dieses Schild mit nach Hause genommen hat oder wo es gestanden hat. Vielleicht hätte er aber auch einen Unhappy Birthday.

Die Zukunft beißt

Es wundert mich ein bisschen, dass eines Mannes neues Album so viel Aufsehen erregt, ohne dass mir der Name Steven Wilson oder seiner wohl berühmte Band Porcupine Tree mir auch nur im Ansatz etwas sagt. Ansprechendes Coverdesign und Veröffentlichungsalarme ließen mich dann aber mal über so Internetservices sicherheitshalber in das Album reinhorchen und es gefiel mir dort auch einigermaßen gut.

So kam gestern rotes Vinyl aus der jpc-Schallplatten-Versandhandelsgesellschaft in Georgsmarienhütte:

Buy now, buy now, have a better Life

Steven Wilsons Musik läuft unter dem Label Progressivrock und hätte wunderbar in B-Movie gepasst, als wir selber wunderbar ins B-Movie passten – es ist sogar auch ein Song auf der B-Seite, der so lang ist, dass nur drei Songs auf die B-Seite passen, während sechs auf die A-Seite passen. Ist auch kein Geschwindigkeitstrick dabei, Personal Shopper ist einfach mal 10 Minuten lang, aber auch einer der besten Tracks auf dem Album. Hierbei gab es Unterstützung von Fyfe Dangerfield und Elton John …

Korkbricket für 150 Pfund

Dieser Song gab vermutlich auch den Aufschlag für das Bookletdesign, dass wie ein hochmoderner OnlineShop anmutet.

Das restlich Liedgut ist so ausgewogen gut, dass ich eigentlich jeden Track mag. Es ist ein bisschen besser gelungen, als die beiden anderen 2021, die ich bisher ins Regal bekommen hab – übrigen ist Steven Wilson zwischen Robbie Williams und Wir sind Helden.