Sei jetzt hier und geh nicht weg

Römische Ziffern habe ich anders in der Schule gelernt, um auch mal zu meckern.

Dieses, mein erstes Oasis Vinyl Album habe ich mir im Sommer 1997 direkt nach einem durch und durch sonnigen Schwedenurlaub gekauft, die ganze Zeit schon D’you know what I mean? im Ohr hohe Erwartungen nach neun Megasongs von zwei Megaalben und dann damals die Ernüchterung.

Ich hab mich mal im Winter 23 Jahre später nochmal ganz in Ruhe durch das Album gehört und es schon auch so, dass auf jeder der vier Vinylseiten auch ein echt guter Song drauf ist.

– D’you know what I mean?
– Don’t go away
– Stand by me
– All around the World

Das Cover und das Artwork rundherum ist auch toll, einzig und alleine die Tatsache, dass man auch vom dritten Oasis Album erwartet hat, dass es volle Pulle liefert, hat damals die Enttäuschung anteilig mitgebracht, zumal die damalige vorab Single D’you know, what I mean? sich schon nahtlos in die Reihe der großen ersten Neun eingereiht hatte. Whatever, noch mal nen richtig gutes Oasis Album steht weiter auf meiner Want-Liste für die kommenden Monate und Jahre.

Andere Klasse

I took her to a Supermarket

Völlig aus der Vergessenheit bin ich die Tage im Autochen über den super Song I spy gestolpert und musste mich direkt vergewissern, was für ein Megaalbum Different Class von Pulp ist. Mega.

Disco 2000 und Common People sind damals meine beiden Tracks gewesen, die ich allerdings nur auf so jeweils einer kompakten Scheibe hatte. Unvergessen bleibt zu dieser Zeit der Pulp Auftritt im Eichenring Scheeßel, als sich Jarvis die Füße verbrannt hatte, weil Barfuß ne blöde Idee auf heißem Bühnenboden war.

Mittlerweile hab ich allerdings zu Common People immer den Captain Kirk im Ohr.

Bei meiner Plattenverpackung kann man aber leider die Cover nicht so lustig austauschen, wie mir das von 1995 im Hinterkopf geblieben ist – schade eigentlich.

Das ist hartkernig und nicht zum Wiederverkauf

This is hardcore

Vermutlich geht es in dem vor exakt 23 Jahren veröffentlichten Song nicht um Hartkernigkeiten, sondern eher um krassere Pornografie – aber was richtig krass ist, ist dass ich ein Platte gekauft hat, die ich nicht wiederverkaufen darf. Das hat mein Verkäufer auf Mallorca scheinbar irgendwie anders gelöst, aber wie dem auch sei. Dieses Song ist so megagut, dass ich ihn sowieso nicht wieder verkaufen will.

End of the Line

Außerdem ist hier auch der kuhle Abklangsong von This is hardcore mit auf der Platte, der auf der Kompaktscheibe des Albums auch drauf ist, auf dem Vinylalbum aber fehlt.

Die beiden anderen Nonalbum-Tracks The Professional und Ladies‘ Man sind auch stark und wären auf dem Album des Jahres 1998 nicht untergegangen. Schallplatten sollte man übrigens besser nicht bei Verkäufern auf den Balearen kaufen, denn das Ausflugporto ist schon abschreckend, schämt euch was Correos, LastMinute nach Malle fliegen ist ja billiger als Schallplatten verschiffen.

Hier sind wir

Here we are true Romance

Dieses Album ist jahrelang immer mal wieder mit Einzeltracks im Auto gelaufen und ich habe irgendwie nie einen Track weggedrückt, aber auch nie das ganze Album gehört. Jetzt lief mir bei discogs die Tage die Platte über den Weg und ich hab sie nach Hause geholt.

Und wie man es sich hätte denken können, das ist alles tolles Zeugs – ich mag wirklich jeden Song auch wenn ich True Romance die Krone aufsetzen würde. Man bekommt von jedem einzelnen Track gute Laune und irgendwie ist das ja die Idee von Musikkonsum.

Produzent ist Alex Kapranos von Franz Ferdinand, aha, das erklärt ein bisschen was und ist die Steilvorlage für was ich auch mal wieder auflegen könnte …

Citizens! (Nach der Zeitung aus Gotham City, geil!) kommt in Plattenregal neben Neneh Cherry und Clueso.

Auf dem Plattencover wurde gekokelt und gut gelaunt wie ich Kokelkind bin musste ein berühmte Plattencover nachbauen Kid her:

Original

Heißpunkt

Dreamland, I need you

24 Tage hat es gedauert das erste neue Album des Jahrzehnts kaufen zu können. Niemand geringeres als die Pet Shop Boys eröffnen meinen 2020er Kaufmarathon. Hotspot heißt ihr neuestes Werk. Über den Daumen ist der erste Eindruck eher mau: Dreamland ist nicht die beste Vorabsingle (auch Monkey Business nicht) gewesen, okay aber nicht der Hammer. Will-o-the-wisp (ein Irrlicht, wie süß!) ist ein kuhler ohrwurmiger Opening Track des Albums, welches dann aber danach belanglos daherplätschert. Ich lege mich direkt fest, das ist vermutlich das Album des Januars mangels Alternativen, aber 2020 wird es sehr hoffentlich noch ein besseres Album geben.

Kindermund: Best Cover ever, man kann echt gut was erkennen!

Burning the Heather (Hermman Löns es brennt die Heide, sagt man bei uns in Lippe) ist auch eins von diesen Dahindudelliedern. Ach naja, die Messlatte liegt immer so elendig hoch bei den Jungs, die ja auch schon fünf Alben des Jahres in der Vergangenheit herausgebracht haben und ja immer wieder was Neues ausprobieren müssen um nicht boring zu sein.

Die Seite B startet ebenfalls mit einem starken Opening Pop Song namens I don’t wanna habe ich gerade im zweiten Anlauf festgestellt. Vielleicht muss man da nur lange genug reinhören, dann wird es doch noch ein Knaller Album. Songs mit dem Namen You are the One hab ich schon in deutlich besser gehört.

Stuart Price hat das Album (zum dritten Mal hintereinander) produziert und eine beachtliche Distanz zu den beiden Alben davor mit den Boys erarbeitet. Wenn es wie bei I don’t wanna tanzbar wird, dann finde ich es viel intelligenter gelöst als noch bei den meisten Songs aus der Electric oder Super Abteilung. Track wie Happy People sind dann aber wieder Elysiumesque uninspiriert und nicht ernsthafte Soundweiterentwicklungen.

Mir reichen sowieso am Ende drei, vier kuhle Tracks um diese Platte zu mögen.

Apfelkiste

Apple Produkte zu Weihnachten, das ist wohl voll im Trend. Was mir das Christkind gebracht hat ist aber ein sehr besonderes Apple Produkt, nämlich eins von der Firma Apple, das den weltberühmten US-Konzern schon verklagt hat, weil es so heißt …

AppleBlueBox

Hatte ich mir gewünscht und vergessen – und dass, wo es mit 24 Beatles Singles obendrein noch super gut zum Kalender Konzept 2019 gepasst hat. Jedenfalls gab es dann viel Beatles Musik unterm Baum, was wunderschön war.

In the Town where I was born …

Die Box passt weder ins Plattenregal noch in den Schuhkarton und hat daher einen Spezialplatz neben dem U-Boot bekommen.

Fundamental

2006 produzierte Trevor Horn mal wieder ein komplettes Pet Shop Boys Album, welches sie Fundamental nannten. Es ist erwartungsfroher Weise ein bombastisches Popmeisterwerk geworden.

Obgleich es ein gleichermaßen oft gehörtes Pet Shop Boys Album ist, haben die Kinderohren auf diesem Album erstaunlicherweise den Song Integral für sich entdeckt und ihn quasi das komplette Jahr 2017 hören wollen – sie nennen den Track unabhängig von einander heute noch als einen der allerbesten Songs. Ist im Auto auch schnell mal laut angemacht, ohne dass ich die Finger im Spiel habe – selbst It’s a Sin und Always on my Mind laufen dem derzeit nicht den Rang ab.

Für mich hat dieses Album auch ein paar Lückenfüllertracks, aber auch die ganz großen Hammerstücke. The Sodom and Gomorra Show und Minimal sind so Songs, wo man gut merkt, das die Boys Trevor Horn ganz viel Kram haben dazu machen lassen. Ich finde es ist einmal mehr großartiges Pop sepektakel.

Die Singles I’m with Stupid und Minimal sind großartige Tracks, die es in den späten 80ern auch in den ganz großen Popolymp geschafft hätten nun aber in den Staunschublade kommen, in der sich die Leute wundern, dass die Boys immer noch geile Musik machen – allerdings ist das Werk ja heute auch seine 13 1/2 Jahre alt. Naja, ist ja neueres im Anflug, sodass es auch 2020 wieder heißt, was die machen immer noch Musik?!

Gekauft habe ich die Platte bevor die ReIssues rauskamen, die war leider auch entsprechend ein bisschen kostspieliger, aber pro Hammertrack auch fast im einstelligen Bereich, hihi. Was ich allerdings überhaupt nicht mehr nachvollziehen kann ist, warum das nicht mein Album des Jahres geworden ist, vermutlich weil die Zeit viel mehr an die Musik von The Legends gekoppelt war. Dreizehn Jahre später kann ich hiermit viel mehr anfangen und Fundamental begeistert mich um ein Vielfaches.

Schon mal fein säuberlich ein mp3 entstaubt, ne oder?

Nächste Woche kommt der Hot Spot – yippie!

Mandelsulz‘ fröhliche Familien

Goodbye, goodbye!

Den Song Waves von Blancmange kenne ich vermutlich aus der Schlagerrallye seit 1983, denn ich bin recht sicher, dass ich ihn auf einen meiner allerersten selbstaufgenommenen Musikkassetten hatte, allerdings ohne zu wissen, was und von wem das eigentlich ist.

Katzen würden Mandelsulz kaufen.

Erst seit eben weiß ich, wie man einen Mandelsulz herstellen könnte, den ich dann aber vermutlich gar nicht mag – aber Waves auf dem Album Happy Families ist immer noch ein super Song, wenn auch der einzige auf dem Album, den man gerne öfter hören möcht.

Dafür ist das Platten Cover sehr kindgerecht.

4:13 Träume unter den Sternen

Oh I love, oh I love, oh I love what you do to my Head

Da geht es dahin das Cure Jahr. Hat kein neues The Cure Album gebracht, aber hier und da etwas Erholung, bei drei Urlauben. Allerdings auch hier und da echt mehr Stress als notwendig, beim Pleitenalarm in der Firma.

So hab ich aus der ExtraBox mal das aktuellste und dreizehnte The Cure Album herausgeholt und will es mal komplett durchhören – Alte Sounds in neuen Gewändern erleben, denn das ist hier und da gut gelungen. The only One jüngst auch dank Kalender aufgelegt sticht als der gelungenste Cure Track deutlich hervor.

Keine Mussichdringendhaben-Platten aber mir fehlen tatsächlich auch ein paar Alben (über 30% wie wir in der Buchhaltung sagen):

  • Three imaginary Boys
  • The Top
  • Wild Mood Swings
  • Bloodflowers

Vielleicht gibt es die irgendwann mal dazu, wenn ich gar nicht mehr weiß, was ich kaufen soll …

Melodie der Liebe

Immer noch im Nachrausch warte ich ein bisschen auf das nächste Megameisterwerk von Joe Goddard und bin diesbezüglich relativ entzückt von dem Titeltrack des neuen Hot Chip Album Melody of Love.

Auf dem Doppelvinyl ist aber auch noch mehr zu finden, so klingt auch Positiv auf der C-Seite sehr schön vor sich hin.

War im Sommer etwas untergegangen bei mir, aber jetzt im letzten Viertel des Jahres ist es gut, dass es im Sommer Farben gesammelt hat – so wie damals die Maus Frederick. Und es ist auch gut, von Slin nochmal dran erinnert worden zu sein, die Platte wäre beinahe ungehört an mir vorbeigelaufen. (Nein ich kaufe nicht zu viele Platten auf einmal, um sie alle zu hören – ich höre zu wenig!)

Ich hab die anderen beiden Hot Chip Platten gerade falsch einsortiert kaum im Regal wiedergefunden. Hot Chip gehört zwischen Peter Heppner und die Housemartins.

Jedentagleben

Ach ich weiß auch nicht, da kann ich jetzt gar nichts mit anfangen. Kaum Coldplay Gesang und Klang, dafür viel Weltmusiksounds und Chor. Mag ja sein, dass die Welt zum Leben an jedem Tag sowas braucht, um sich gemeinsam in den Weltfrieden zu singentanzen, aber hier zu Hause ist friedlich genug – will ich nicht wirklich mehr von hören.

Auch auf der Suche nach etwas Single/Radio tauglichem bin ich nicht so richtig fündig geworden. Orphans, der Vorabtrack ist jedenfalls genauso Weltgekreische, wie der Rest. Irgendwie war es kuhler als Chris noch alleine rumgeweint hat.

Das Cover muss man auch nicht aufhängen. Das nächste Coldplay-Album wird sicherlich besser. Ach so und auf so ein Konzert muss ich auch nicht gehen, aber Coldplay macht ja auch erst wieder Konzerte, wenn die Welt gerettet ist bzw man CO2-neutral Welttouren kann – das finde ich mal ein ordentliches Statement, das mich zumindest ein bisschen mit dem Konzept Everyday Life versöhnt.

Robbie Weihnachtsmann

Let it snow, let it snow, make it so

Wann hat man eigentlich fertig, wenn man sein erstes oder zweites Best of Album veröffentlicht, oder wenn man sein erstes Weihnachtsliederalbum rausbringt? Für Robbie Williams, der zum Jahrtausendwechsel schon zurecht noch im Rock/Pop-Himmel weilte, wollte ich es mal herausfinden und habe mir The Christmas Present gekauft, obwohl es eigentlich ja hätte geschenkt werden müssen und noch besser – ich hätte mir es auch schenken können. Haben alles Rolf Zuckowski und Roger Whittaker schonmal gesungen und auch nicht schlechter.

Da bekommst Du ein Paket mit einem Colplay-Doppelalbum und einem Robbie Williams Doppelalbum und vor zwölf Jahren wären da zwei Alben des Jahres Kandidaten dabei gewesen, aber hier frage ich mich, ob die überhaupt beide in das Regal kommen oder ob die nach Weihnachten schon auf dem Spitzboden verschwinden.

Eine Überraschung in den Top 10 gibt es aber noch …

Weiße Lügen Fünf

Entdeckung des Jahres in der Spotify (boa, ich kann es nicht mehr hören) Musik der Woche sowohl in der Liste vom Haussegen als auch in meiner eigenen. White Lies mit dem siebeneinhalb Minuten Epos Song: Time to give. Super, Song und super Restalbum.

Erst jetzt beim genaueren Recherchieren, wer ist eigentlich White Lies warum nennen die ihr fünftes Album eigentlich Five und wer bekommt den Sound so super zusammengebastelt, taucht in der ausführlichen Beschreibung das Lösungswort auf: Flood – Mr. Circus, Mr. Pretty Hate Machine, Mr. Violator, Mr. Achtung Baby, etc. – spektakulär und abgemischt von seinem Co-Produzenten Kumpel Alan Moulder – wenn Du die als Band mit im Studion hast, dann kommt da des öfteren mal Dein Lieblingsalbum raus. Darüber später mehr …

Jetzt mag ich das Album noch mehr und freue mich, dass ich es schon vorher total toll fand, bevor ich Flood und Moulders mitmischen herausgefunden habe …

 The Assault & Battery Studio Complex

Ich fürchte die White Lies kommen ins Plattenregal neben Westernhagen, aber ich gucke gerade lieber nicht nach … aber ja, Westernhagen und Williams, Robbie.

Bestes Schwarzes Gold

Dieses Doppelvinyl ist tatsächlich schwarzes Gold.

Black gold is the Colour the Dawn never comes

Wie fett ein best of Album von den Editors wäre hatte ich noch gedacht, als ich letztes Jahr das sechste Album im Regal hatte. Jetzt gibt es das Album und es sind schon auch 16 echt gute Stücke drauf – drei davon sind nicht auf den sechsen davor: Frankenstein, Upside Down und Black Gold.

Abgesehen von diesen drei Tracks ist das Album natürlich so nun total unnötig, denn die anderen sind ja schon auf den anderen sechs Alben. Auch das Artwork ist normal und schonmal hübscher gewesen, aber nun ist die Editorsalbensammelung eben komplett.

3x best of

3x Violence
3x In Dream
2x The Weight of your Love
2x The black Room
2x An End has a Start
1x In this Land and on this Evening

Ich weiß nicht, ob ich es so gewichtet hätte, vermutlich hätte ich eins mehr von der The Weight of your Love mehr dazu genommen und ein In Dream oder ein The black Room weggelassen und andere Violence Songs genommen. Naja, ich bin ja auch nicht die.



Ist trotzdem ein super best of Album, falls man hier noch ganz ohne Fahrschein ist.

Wie es ist – komm ins Leben

Wake up your Heart and come alive

Im Urlaub hab ich ein paar Plattenschätzchen geschossen, die dann zu Hause auf mich gewartet haben, sodass es nicht so schlimm ist auf einem Sonntag nach fünf Stunden durch den Regen fahren nach Hause zu kommen.

Die As is EP von Nitzer Ebb ist mein persönlicher Headliner der Lieferung. Mir ist von den vier Tracks nur der 6:11 minütige Alan Wilder Mix von Come alive bekannt gewesen, obwohl auch die Kompaktscheibe vier Tracks drauf hatte. Ist egal, man mag sowieso nur den Wilder Track hören, der ist in der Liste der Remixe sehr weit oben in meiner Rangliste – man könnte sagen, es ist der beste Recoil Track, aber da wäre vermutlich Nitzer Ebb nicht mit einverstanden.

Die anderen Platten waren übrigens, die noch nicht vinylabelten Queen Miracle, die neue von Hot Chip, die neue von Trentemøller und das best of Where is my Mind von den Pixies.

In der Dunkelheit hergestellt

Ein Albumtitel der schon wegen Worten wie Dark Freude macht: Made in the Dark

Scheinbar bin ich gerade angefixt durch das Soloalbum von Joe Goddard richtig in einem Hot Chip Flash gefangen. Das erste Lied von Hot Chip welches mir im Ohr hängen geblieben ist, ist auch auf diesem Album: Ready for the Floor.

Viele Songs sind auf sehr unterschiedliche Art und Weise angenehm, daher wird es wohl noch das ein oder andere Wort zu Hot Chip geben die Tage.

Ursache und Wirkung

I don’t have time, to think about my mind

Beim ersten Durchhören klang das neue Keane Album ein bisschen wie ein a-ha Single B-Seiten Sammlung. Was okay ist, aber gewohnt ist man eweng mehr.

Beim zweiten Durchhören klang es ein bisschen, als wenn es ein Killers oder Travis Album (medienherz hat da echt recht), wo etwas viel rumgespielt wurde. Ja okay, soll ja auch nicht langweilig werden, aber der B-Seiten Status bleibt irgendwie.

Beim dritten Durchhören habe ich mich in den Track Put the Radio on verliebt, der war die ersten beiden Male nicht auf der ersten Seite mit drauf oder ich schön abgelenkt – aber es ist wie eine Bee Gees, Travis, a-ha, Trauerbalade. Früher oder später bekommt man mich mit melancolischen Bombast dahin, wo immer man will. Aber echt – es ist großartig. Ich kann gar nicht weiterhören.

Kalifornischer Sohn

Abgefahren, wie oft Morrissey in den letzten Jahren neue Alben veröffentlicht.

California Son ist kein Überflieger Album wie You’re The Quarry, aber es ist gelungen und hat mit Suffer the Children einen herausragenden Track an Bord.

Für einen Track des Jahres oder das Album des Jahres wird es nicht reichen, aber das trashige Plattencover ist lustig, wenn man bedenkt wie der Mozza sonst so drauf ist.

Wellen

There you go again with your first world problems

Ripples ist mein erstes Ian Brown Album. Im ersten Büro haben wir mal eine zeitlang die Napster geliehenen Files von The Greatest of Ian Brown gehört (F.E.A.R. und so), dass war ganz nett im Ohr und so verhält es sich nun auch mit dem ersten Vinyl.

Nach wie vor eine nette Gesangstimme von Ian und ordentlich verschiedenste Instrumente drumherum am dudeln.

Brown findet Platz zwischen Bros und Bush.

Republik

Vor kurzem ist ein Livealbum von New Order erschienen. Sowas ist ja nicht wirklich ein neues Album, sondern in der Regel alte Musik mit störendem geklatsche (so nannte mein Vater das immer). Trotzdem ist da ein Opener drauf, der so anders war, dass ich ihn nicht wieder erkannt habe und der der Grund war, endlich das Republic Album von New Order zu kaufen.

Listen – I may be wrong but you are missing.

Das hatte ich nicht einmal als Kompaktscheibe bis zu diesem Zeitpunkt und in Summe fand ich das auch nie richtig gut. Der Gag schlechthin ist aber, dass ich auch auf der Republic nach wie vor den Song Times Change nicht erwähnenswert finde, er aber als Opener auf dem Summe Album der Hammer ist und nicht wegen des Geklatsches.

Regret und Ruined in a Day sind allerdings Lieder, die auf Vinyl in reichweite im Regal zu finden sein sollen.

War eine Frage der Zeit

The 12inches 1986 / 1987

Hey, ich habe mir ja dann tatsächlich noch die Sammelboxen gekauft, auch wenn die teuer waren und wenn ich die Hälfte davon nun doppelt habe.

Hatte allerdings vergessen, wie fantastisch der New Town Mix von A Question of Time ist. Fan-tas-tisch

and it’s running out for you

Geschichte der Modernität, wenn Du es willst

Orchestral Manoeuvres in the Dark ist im fußballerischen Sinne gesprochen, der ewige vierte in der zweiten Liga. Die Band, die bei mir nie mit den ganz großen mitspielen durfte, den Aufstieg dorthin nie ganz geschafft hat. Selbst bei den stärkeren Songs in den 80ern oder frühen 90ern, waren immer die anderen deutlich besser.

Modern of History ist auch so ein Album, das es fast geschafft hätte: Es ist nämlich eigentlich sehr gut, man kann sich viele Songs darauf sehr gut anhören und ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass If you want it überragend ist.

Dann sind da aber auch wieder so ein paar Stücke drauf, die experimenteller Quatsch in meinem Ohr sind und genau sowas gab es früher auch immer mal wieder. Damit manövriert sich OMD irgendwie dann immer ins dunkele, aber ins falsche, denn eigentlich finde ich ja Lieder ganz geil, die sich an Dunkelheit orientieren.

Über das Album danach aus 2017 möchte ich nicht reden, falls nicht irgendwer danach fragt.

Der Gefallene und der Wilde mit den Liedern aus einer zebrochenen Welt

Es passiert immer wieder, dass die Spotify Liste der Woche mich auf gute Tracks aufmerksam macht, aber noch nie so stark wie letzte Woche.

weiß – weinrot – schwarz

Das Resultat sind zwei Gary Numan Platten aus dem Jahr 2017 und 2018 – The Fallen e.p. und das sein Album Savage.

Während bei Spotify alles ein Album mit Bonus ist, muss der Vinylsammler tatsächlich zwei Platten dem Warenkorb hinzufügen, denn die Bonustracks sind auf der 2018er e.p. inkl. It will end here der beste Track von beiden Platten.

Auf dem Savage Album sind aber auch vier oder fünf richtig starke Lieder drauf. Sie sind gesanglich und düsterpoppig sehr auf meinem Geschmackslevel. Viele der Stücke klingen nach hervorragenden Abspannfilmliedern.

Das Artwork ist typografisch nett, westweltlich lesbare Schrift mit arabischem Anstrich an den Buchstaben.

Gary Numan ist trotz seiner 80er Anteile noch neu in meinem Plattenregal und findet neben The Notwist und OMD einen super Platz.

PS: Sorry SEO für den viel zu langen Titel dieses Beitrages.

Agenda bzw. Begenda

What are we gonna do about

Man Boys, es ist zwar kuhl einfach mal so eine EP rauszuhauen, aber die Tracks sind doch allesamt B-Seiten, also auch die beiden auf der A-Seite. Hätte ein kuhles Geburtstagsgeschenk werden können, hätte. Aber das Cover ist irgendwie kuhl und das mobile optimierte Hochkanntvideo von Social Media ist schon auch lustig.

the rich?

Hoffentlich ist das nur ein MessstangenTrick, um die Erwartungen an das Herbstalbum zu regeln …

Jenseits von Depeche Mode

Useless

Ultra, das ist jenseits von irgendwas. Das Ultraalbum ist das erste Depeche Mode Album nach dem Abgang von Alan Wilder, also quasi jenseits von Depeche Mode mit Alan Wilder?

Der Haussegen hat die Tage behauptet, dass das eventuell das beste Depeche Album ist, aber meine 97er Pressung ist sicherlich das mit der schlechtesten Qualität, aller meiner Depeche Platten.

Darum habe ich das zweite Mal wissentlich ein Album zum zweiten Mal bestellt, bzw. letzens einmal im Internetladen bestellt und im April 1997 bei Ween in bar erworben.

Damals musste ich mich sehr lange an den neuen Sound gewöhnen und habe sehr lange die Wildersounds vermisst, aber dann doch Song um Song lieben gelernt und am Ende gar Home für einen der besten Songs aller Zeiten definiert und ihn auch einen halben Schwedenurlaub als Ohrwurm durch Skandinavien geschleppt.

Auch die anderen Tracks sind mir mittlerweile an Herz gewachsen und so würde auch ich behaupten, das Ultra schon zu den besseren Alben gehört ohne jedoch Violator zu erreichen, aber es dürfte tatsächlich in der Breite vielleicht besser sein, als so manche andere Platte.