Über Blässe hinaus – vermisse ich etwas?

Sieben Songs auf transparentem orangenen Vinyl hat Jarvis Cocker mit seiner neuen Band JARV IS als Album namens Beyond the Pale herausgebracht. Und es ist großartig. Vieles davon finde ich sehr gut und Am I missing something? schafft es in meinen Liederhimmel, das ist so super – auch wenn ich lange überlegen musste, woher ich diese geile SynthieKlimperMelodie her kenne – Pet Shop Boy’s / So hard ist es wohl gewesen.

The Arrow knows nothing of its Target

Die Platte hat es nach sieben, acht Wochen noch nicht ins Plattenregal geschafft, da die Other Side sich zu einem Schnellwiederkehrer auf dem Plattenteller gemacht hat. Entweder liegt da Jarvis oder Erasure – da bin ich auch sicher, dass es nicht mehr viel kuhleren Sound dieses Jahr geben wird …

Das Neon – also das Edelgas vermutlich

Rising like a Phoenix

Es ist gut, ich mag es. NeonOrange als Vinyl hätte ich mir brutaler gewünscht, jetzt ist es halt nur so transparent. Ich denke zudem nicht, dass ich das Cover mal aufhängen werde, aber ich hab mir schon ganz oft die neuen Songs in diesem Internet angehört, denn Mute hatte Lieferprobleme – am Ende wusste ich nicht mal mehr, ob ich das dort überhaupt gekauft hatte, denn Mute hatte auch Mail Bestätigungsprobleme.

Neonorange – plenty of time, plenty of time

Als es 10 Tage nach Veröffentlichung immer noch nicht im Haus war, hab ich es bei JPC bestellt und fünf Minuten später war die Post mit einem RoyalMailKarton an der Tür. Die Story fanden die bei JPC auch lustig und haben bevor irgendwelche Transportkosten entstehen konnten alles storniert. Danke jpc.de

Zurück zum eigentlich Grund des Kaufs – die Musik. Es ist hier und da ein bisschen Schlager Musik, aber es ist CandyPop und teilweise auch richtig schön verdamelt, also so wie es gehört.

Bei öftermaligem Hören ist es wieder einmal mehr die A-Seite, wo die Topsongs sich versammelt haben, die kann man durchhören und sich auf alle Lieder freuen.

Ich krieg keinen Schlaf

When the light above my head went bam!

Dieses Rollo Werk ist ja eines meiner Lieblingstechnodinger aus den 90ern, hauptsächlich weil es erst so super abwubbert und danach tatsächlich so herrlich eskaliert, wie es besungen wird – keine Wunder, dass da keiner schlafen kann.

War gerade bei diesem großen Onlinekaufland netterweise als Angebot günstig zu schießen, ich hatte das vorher nämlich nichtmal als Kompaktscheibe rumstehen. Willkommen im Plattenregal: Faithless – Bitte finde Platz zwischen Faith No More und Fanta4.

Eindringling – Die 12zoll Sammelung

Einer der besten Mix von Violatorliedern ist der Pump Mix, der hauptsächlich auf dem kuhlen supersoundigen eigentlichen Zwischenstück von Personal Jesus herschallt, der für meine Empfinden einer der Höhepunkte auf dem Violator Album ist, obgleich Personal Jesus gar nicht so violatoresque ist ansonsten.

Decided in your Youth

Meine erste Depeche Mode Schallplatte, war die gelbe 12″ von Policy of Truth gekauft bei Phonac in der Bielefelder Altstadt, da wo heute Büromöbel vertickt werden … die Platte habe ich dann aber später in Arne’s Pizzahütte getauscht, sodass ich meine allererste Depeche Mode Platte gar nicht mehr hatte, bis es sich irgendwann vor fünf sechs Jahren mal lohnte, diese in einer Sammelbestellung günstig wiederzukaufen.

Bong 10 bis 20 – Die Elf des Jahrhunderts

Mit der 12zoll Sammelung aller ViolatorSingles schließt sich der Kreise, denn die Platte ist jetzt doppelt und unabgespielt und hat ihre blaucoverige Schwester direkt mitgebracht.

Hatte ich schon die unglaublich Klangqualität dieser Platten an sich gelobt?! Es ist der Knaller – die Sammelbox steht jetzt fein im Sonderregal neben den anderen 12″ Sammelboxen aus 1986, 1987.

Kraft, Korruption und Lügen

No movement, no Colors just silence

Irgendwie ist Power, Corruption and Lies das erste New Order Album, den zuvor gab es nur E.P. und 12″ Maxi Vinyls. Etwa acht Wochen nachdem Blue Monday auch eben nur aks 12″ MaxiVinyl (meist verkaufte MaxiSchallplatte aller Zeiten) veröffentlicht wurde, erschien diese acht Tracks Platte, die mich vor allem mit dem Opener der zweiten Seite Your silent Face verzaubert.

Witzig eigentlich, dass man es sich gespart hat auf das „normale“ Album auch noch den fetten Hit zu packen, denn Blue Monday hat es dann tatsächlich auf die US-Kassettenversion geschafft.

Ich hab jedenfalls gerade meine Kassette gesucht, wo ich mir 1984/85 selber den Blumenstrauß drauf abgemalt hatte, aber nicht gefunden – schade.

Das Lexikon der Liebe

Heute vor 38 Jahren und noch bevor Trevor Horn zu Frankie nach Hollywood gegangen ist und alle die anderen späteren kuhlen Produktionen hergestellt hat, hat er mit Anne Dudley und ABC dieses poppompöse Prachtwerk The Lexicon of Love hergestellt. Es ist schon als Frühwerk zu erkennen, aber es ist auch schon in entsprechenden Ansätzen soundgewaltig.

Alles gelungene Beiwerk endet in dem Hammerpopsong – The Look of Love, der es auch weit über die Stadtgrenzen geschafft hatte und schon sehr sehr früh auch in meinem Ohr gelandet und im Kopf und Herz geblieben ist. Wäre auch ein schöner a-ha Song gewesen, ist aber ABC – die sich aber im Plattenregal neben A-Ha stellen dürfen.

Nimm das, Irrfahrt

Have a little Patience

Vorweg sagt der Bauch erstmal, dass er kein Take That Fan ist, aber wenn man sich dann das ganze Album anhört und schon doch bestimmt vier, fünf gute Tracks dabei sind, dann ist das auf jeden Fall mehr, als manch andere Band so bei mir zählt.

Auf den Punkt sind die Hits für mich Back for good, Patience und Flood – auf diesem Album zusätzlich How deep is your Love, weil Barry Gibb mitsingt – das ist kuhl und treibt einem ein bisschen Tränen in die Augen für Papa gleich mit – der das Take That Ding damals ohne Bee Gees Beteiligung erbärmlich fand.

Gary Barlow hat definitiv ein Händchen für Melodien und Verpackungen von Songs mit Hilfe von Popinstrumenten. Das erklärt für mich so Ergebnisse wie die Songs Back for Good und Patience, die extrem gute Popsongs sind.

Robbie Williams war ja nur ganz am Anfang und ganz am Ende bei Songs wie Flood einer von den Take That Jungens, allerdings vom Timing her wunderbar. In seiner Solopause hat er alles was Guy Chamber so rausgehauen hat gut versungen und sein Stern ging gerade unter, als der von Take That nochmal für zwei Reunited Alben aufging, das erste ohne Robbie, das zweite dann mit Robbie – und warten wir es mal ab, das war es dann vermutlich …

& Party

Barry Gibb – Ich hab mir das Stuart Price polierte 2018er Doppelvinyl gekauft, wegen Patience und Barry und bin ordentlich begeistert von meiner allerersten Take That Schallplatte, die ins Plattenreal neben Stereophonics und Talk Talk kommen.

Das fruchtesque Logo von Take That << ist übrigens auch sehr kuhl.

Völlig nur für mich gelassen könnte ich das noch viel länger tun

I get out of Bed at half past ten

Heute zum Vatertag, gab es (ganz ohne albernen Bollerwagen und Alkopush) eines der Lieblingslieder meines Vaters und mir einmal über Kopfhörer in seiner vollkommenen über elfminütigen Länge. Ich weiß noch, dass ich die Platte im Juni 1990 auf einem Klassenausflug der 10b bei dem Megagroßen Saturn Laden in Köln zusammen mit zwei weiteren Pet Shop Boys Maxivinyls gekauft habe.

Schon damals hat das Ding an zwei Stellen einen Sprung. Die Platte hing vermutlich zehn Jahre lang an der Wand in meinem Kinderzimmer.

Es passt ganz gut in meinen aktuellen Wunsch, mehr von Trevor Horn produzierten Werken zu kaufen (eines steht schon in der Kiste, der noch zu erwähnenden Platten), denn es ist definitiv eines seiner Werke auch wenn er hier offiziell nur Co-Produzent war, ist er vermutlich in erster Linie für die pompösen Extrasounds der langen Version – wie zum Beispiel dem startenden Propellergeräusch gegen Start des letztes Viertel des Songs – mitverantwortlich.

Ich weiß, ich hab über diesen Song vor sechs Jahren schonmal was geschrieben, aber er ist auch nicht schlechter geworden und damals ging es um die nach wie vor verschwundene 7″ Version.

100 Lyrics and a Poem

Wir können nicht tanzen

Eo eo eo eo

Für Mittwochabend war eine Radiopremiere für No Son of Mine bzw. ein neuer Song von Genesis angekündigt, ich musste aber mit meinen Eltern weg. Also habe ich eine 45 Minutenkassette direkt auf Aufnahme gestellt und gehofft, das die solange aufnimmt, bis das Lied kommt. Das hat sie, aber nur 2 Minuten, sodass ich wohl den starken Anfang, aber nicht das gelungene Ende hören konnte.

Ein paar Tage später gab es die Maxikompaktscheibe zu kaufen und kurz vor Weihnachten das Doppelvinyl.

Habe es die Tage nochmal durchgehört. Es ist schon ein ordentliches Album. Es klingt nicht alles nach Phil Collins Einheitsbrei, sondern hier und da auch ein bisschen nach Bank und Rutherford. Was ich sehr mag, sind die Felder, die per Synthies unter alle Lieder gezogen wurden und aufkommendes Schlagzeug. Ist alles nicht anders als bei In the Air tonight, aber da ist es auch nicht schlecht.

Fazit: Ich musste mich noch nicht schämend mit Genesisplatten in den Keller schleichen -hörte aber tatsächlich von mehreren Fällen dieser Art – und es ist immer noch ein sehr schöner Teil meiner Musikgeschichte.

Vermutlich wandert das Album jetzt trotzdem für mehrere Jahre zurück ins Plattenregal. Bis bald ihr Nichttänzer.

Resultate

Sleepless nights to think about you

Results bekomme ich beruflich seit Jahre und ständig geliefert, allerdings von Datenbanken, aber eines der besten Resultate der letzten Jahrzehnte bekam sicherlich Liza Minelli von den Pet Shop Boys geliefert – ihr Elektropop Album im Jahr 1989 nämlich.

Wobei nur die erste Seite ein „neues“ Pop Album ist, die zweite Seite sind eher den bekannten klassischen Gesängen für Liza Minelli konzipiert und sind Coverversionen unter anderem dann von Pet Shop Boys (Rent, Tonight is Forever) Liedern. Im direkten vergleich mit dem Pet Shop Boys Album für Dusty Springfield ist dieses zumindest auf der A-Seite um etliches besser.

Diese Platte ist zweimal ins Plattenregal eingezogen, am 16. November 1989 in das Regal meines Vaters als Geburtstagsgeschenk erworben bei Gemini Bielefeld. Und ein zweites mal nach einem Besuch in Stuttgart im Jahr 2000 in mein Vilsendorfer Plattenregal.

Ohne dich bin ich gar nichts

Every you & Every me

Mit dem wirklich guten Song Every me and every you ist Placebo erstmals in meinem Ohr angekommen, noch zu Zeiten, wo man hin und wann im Zweischlingen oder Lokschuppen unterwegs war.

Was an Placebo Alben immer ein bisschen Schade ist, so auch an Without you I’m nothing: Es ist in der Regel ein Super Song drauf, einer der noch ganz okay ist und dann viel Geschrebbel und Gesuddel. Das ist bei diesem auch so, aber nicht ganz so krass wie bei den anderen. So könnte man sagen, dass dieses hier vermutlich das beste Placebo Album ist.

Das Plattencover hingegen, ist eins der besten Plattencover die man sich so an die Wand hängen kann, darum hab ich das jetzt gerade auch erstmal gemacht …

Ich bin nicht ein Hund in Ketten

Also leider klingt das aber alles so, wie in Ketten. Finde jetzt beim 1 1/2 malsten durchhören, dass ich eigentlich keine Lust mehr habe weiterzuhören. Waren auf den letzten beiden Morrissey Alben noch mindestens zwei Topsongs drauf, ist das hier leer.

Da hilft auch rot transparentes Vinyl nicht drüber weg und auch der witzige Jim-Dog Zusammenhang nicht. 13th Album, Pechzahl irgendwie dann wohl.

Sei jetzt hier und geh nicht weg

Römische Ziffern habe ich anders in der Schule gelernt, um auch mal zu meckern.

Dieses, mein erstes Oasis Vinyl Album habe ich mir im Sommer 1997 direkt nach einem durch und durch sonnigen Schwedenurlaub gekauft, die ganze Zeit schon D’you know what I mean? im Ohr hohe Erwartungen nach neun Megasongs von zwei Megaalben und dann damals die Ernüchterung.

Ich hab mich mal im Winter 23 Jahre später nochmal ganz in Ruhe durch das Album gehört und es schon auch so, dass auf jeder der vier Vinylseiten auch ein echt guter Song drauf ist.

– D’you know what I mean?
– Don’t go away
– Stand by me
– All around the World

Das Cover und das Artwork rundherum ist auch toll, einzig und alleine die Tatsache, dass man auch vom dritten Oasis Album erwartet hat, dass es volle Pulle liefert, hat damals die Enttäuschung anteilig mitgebracht, zumal die damalige vorab Single D’you know, what I mean? sich schon nahtlos in die Reihe der großen ersten Neun eingereiht hatte. Whatever, noch mal nen richtig gutes Oasis Album steht weiter auf meiner Want-Liste für die kommenden Monate und Jahre.

Andere Klasse

I took her to a Supermarket

Völlig aus der Vergessenheit bin ich die Tage im Autochen über den super Song I spy gestolpert und musste mich direkt vergewissern, was für ein Megaalbum Different Class von Pulp ist. Mega.

Disco 2000 und Common People sind damals meine beiden Tracks gewesen, die ich allerdings nur auf so jeweils einer kompakten Scheibe hatte. Unvergessen bleibt zu dieser Zeit der Pulp Auftritt im Eichenring Scheeßel, als sich Jarvis die Füße verbrannt hatte, weil Barfuß ne blöde Idee auf heißem Bühnenboden war.

Mittlerweile hab ich allerdings zu Common People immer den Captain Kirk im Ohr.

Bei meiner Plattenverpackung kann man aber leider die Cover nicht so lustig austauschen, wie mir das von 1995 im Hinterkopf geblieben ist – schade eigentlich.

Das ist hartkernig und nicht zum Wiederverkauf

This is hardcore

Vermutlich geht es in dem vor exakt 23 Jahren veröffentlichten Song nicht um Hartkernigkeiten, sondern eher um krassere Pornografie – aber was richtig krass ist, ist dass ich ein Platte gekauft hat, die ich nicht wiederverkaufen darf. Das hat mein Verkäufer auf Mallorca scheinbar irgendwie anders gelöst, aber wie dem auch sei. Dieses Song ist so megagut, dass ich ihn sowieso nicht wieder verkaufen will.

End of the Line

Außerdem ist hier auch der kuhle Abklangsong von This is hardcore mit auf der Platte, der auf der Kompaktscheibe des Albums auch drauf ist, auf dem Vinylalbum aber fehlt.

Die beiden anderen Nonalbum-Tracks The Professional und Ladies‘ Man sind auch stark und wären auf dem Album des Jahres 1998 nicht untergegangen. Schallplatten sollte man übrigens besser nicht bei Verkäufern auf den Balearen kaufen, denn das Ausflugporto ist schon abschreckend, schämt euch was Correos, LastMinute nach Malle fliegen ist ja billiger als Schallplatten verschiffen.

Hier sind wir

Here we are true Romance

Dieses Album ist jahrelang immer mal wieder mit Einzeltracks im Auto gelaufen und ich habe irgendwie nie einen Track weggedrückt, aber auch nie das ganze Album gehört. Jetzt lief mir bei discogs die Tage die Platte über den Weg und ich hab sie nach Hause geholt.

Und wie man es sich hätte denken können, das ist alles tolles Zeugs – ich mag wirklich jeden Song auch wenn ich True Romance die Krone aufsetzen würde. Man bekommt von jedem einzelnen Track gute Laune und irgendwie ist das ja die Idee von Musikkonsum.

Produzent ist Alex Kapranos von Franz Ferdinand, aha, das erklärt ein bisschen was und ist die Steilvorlage für was ich auch mal wieder auflegen könnte …

Citizens! (Nach der Zeitung aus Gotham City, geil!) kommt in Plattenregal neben Neneh Cherry und Clueso.

Auf dem Plattencover wurde gekokelt und gut gelaunt wie ich Kokelkind bin musste ein berühmte Plattencover nachbauen Kid her:

Original

Heißpunkt

Dreamland, I need you

24 Tage hat es gedauert das erste neue Album des Jahrzehnts kaufen zu können. Niemand geringeres als die Pet Shop Boys eröffnen meinen 2020er Kaufmarathon. Hotspot heißt ihr neuestes Werk. Über den Daumen ist der erste Eindruck eher mau: Dreamland ist nicht die beste Vorabsingle (auch Monkey Business nicht) gewesen, okay aber nicht der Hammer. Will-o-the-wisp (ein Irrlicht, wie süß!) ist ein kuhler ohrwurmiger Opening Track des Albums, welches dann aber danach belanglos daherplätschert. Ich lege mich direkt fest, das ist vermutlich das Album des Januars mangels Alternativen, aber 2020 wird es sehr hoffentlich noch ein besseres Album geben.

Kindermund: Best Cover ever, man kann echt gut was erkennen!

Burning the Heather (Hermman Löns es brennt die Heide, sagt man bei uns in Lippe) ist auch eins von diesen Dahindudelliedern. Ach naja, die Messlatte liegt immer so elendig hoch bei den Jungs, die ja auch schon fünf Alben des Jahres in der Vergangenheit herausgebracht haben und ja immer wieder was Neues ausprobieren müssen um nicht boring zu sein.

Die Seite B startet ebenfalls mit einem starken Opening Pop Song namens I don’t wanna habe ich gerade im zweiten Anlauf festgestellt. Vielleicht muss man da nur lange genug reinhören, dann wird es doch noch ein Knaller Album. Songs mit dem Namen You are the One hab ich schon in deutlich besser gehört.

Stuart Price hat das Album (zum dritten Mal hintereinander) produziert und eine beachtliche Distanz zu den beiden Alben davor mit den Boys erarbeitet. Wenn es wie bei I don’t wanna tanzbar wird, dann finde ich es viel intelligenter gelöst als noch bei den meisten Songs aus der Electric oder Super Abteilung. Track wie Happy People sind dann aber wieder Elysiumesque uninspiriert und nicht ernsthafte Soundweiterentwicklungen.

Mir reichen sowieso am Ende drei, vier kuhle Tracks um diese Platte zu mögen.

Apfelkiste

Apple Produkte zu Weihnachten, das ist wohl voll im Trend. Was mir das Christkind gebracht hat ist aber ein sehr besonderes Apple Produkt, nämlich eins von der Firma Apple, das den weltberühmten US-Konzern schon verklagt hat, weil es so heißt …

AppleBlueBox

Hatte ich mir gewünscht und vergessen – und dass, wo es mit 24 Beatles Singles obendrein noch super gut zum Kalender Konzept 2019 gepasst hat. Jedenfalls gab es dann viel Beatles Musik unterm Baum, was wunderschön war.

In the Town where I was born …

Die Box passt weder ins Plattenregal noch in den Schuhkarton und hat daher einen Spezialplatz neben dem U-Boot bekommen.

Fundamental

2006 produzierte Trevor Horn mal wieder ein komplettes Pet Shop Boys Album, welches sie Fundamental nannten. Es ist erwartungsfroher Weise ein bombastisches Popmeisterwerk geworden.

Obgleich es ein gleichermaßen oft gehörtes Pet Shop Boys Album ist, haben die Kinderohren auf diesem Album erstaunlicherweise den Song Integral für sich entdeckt und ihn quasi das komplette Jahr 2017 hören wollen – sie nennen den Track unabhängig von einander heute noch als einen der allerbesten Songs. Ist im Auto auch schnell mal laut angemacht, ohne dass ich die Finger im Spiel habe – selbst It’s a Sin und Always on my Mind laufen dem derzeit nicht den Rang ab.

Für mich hat dieses Album auch ein paar Lückenfüllertracks, aber auch die ganz großen Hammerstücke. The Sodom and Gomorra Show und Minimal sind so Songs, wo man gut merkt, das die Boys Trevor Horn ganz viel Kram haben dazu machen lassen. Ich finde es ist einmal mehr großartiges Pop sepektakel.

Die Singles I’m with Stupid und Minimal sind großartige Tracks, die es in den späten 80ern auch in den ganz großen Popolymp geschafft hätten nun aber in den Staunschublade kommen, in der sich die Leute wundern, dass die Boys immer noch geile Musik machen – allerdings ist das Werk ja heute auch seine 13 1/2 Jahre alt. Naja, ist ja neueres im Anflug, sodass es auch 2020 wieder heißt, was die machen immer noch Musik?!

Gekauft habe ich die Platte bevor die ReIssues rauskamen, die war leider auch entsprechend ein bisschen kostspieliger, aber pro Hammertrack auch fast im einstelligen Bereich, hihi. Was ich allerdings überhaupt nicht mehr nachvollziehen kann ist, warum das nicht mein Album des Jahres geworden ist, vermutlich weil die Zeit viel mehr an die Musik von The Legends gekoppelt war. Dreizehn Jahre später kann ich hiermit viel mehr anfangen und Fundamental begeistert mich um ein Vielfaches.

Schon mal fein säuberlich ein mp3 entstaubt, ne oder?

Nächste Woche kommt der Hot Spot – yippie!

Mandelsulz‘ fröhliche Familien

Goodbye, goodbye!

Den Song Waves von Blancmange kenne ich vermutlich aus der Schlagerrallye seit 1983, denn ich bin recht sicher, dass ich ihn auf einen meiner allerersten selbstaufgenommenen Musikkassetten hatte, allerdings ohne zu wissen, was und von wem das eigentlich ist.

Katzen würden Mandelsulz kaufen.

Erst seit eben weiß ich, wie man einen Mandelsulz herstellen könnte, den ich dann aber vermutlich gar nicht mag – aber Waves auf dem Album Happy Families ist immer noch ein super Song, wenn auch der einzige auf dem Album, den man gerne öfter hören möcht.

Dafür ist das Platten Cover sehr kindgerecht.

4:13 Träume unter den Sternen

Oh I love, oh I love, oh I love what you do to my Head

Da geht es dahin das Cure Jahr. Hat kein neues The Cure Album gebracht, aber hier und da etwas Erholung, bei drei Urlauben. Allerdings auch hier und da echt mehr Stress als notwendig, beim Pleitenalarm in der Firma.

So hab ich aus der ExtraBox mal das aktuellste und dreizehnte The Cure Album herausgeholt und will es mal komplett durchhören – Alte Sounds in neuen Gewändern erleben, denn das ist hier und da gut gelungen. The only One jüngst auch dank Kalender aufgelegt sticht als der gelungenste Cure Track deutlich hervor.

Keine Mussichdringendhaben-Platten aber mir fehlen tatsächlich auch ein paar Alben (über 30% wie wir in der Buchhaltung sagen):

  • Three imaginary Boys
  • The Top
  • Wild Mood Swings
  • Bloodflowers

Vielleicht gibt es die irgendwann mal dazu, wenn ich gar nicht mehr weiß, was ich kaufen soll …

Melodie der Liebe

Immer noch im Nachrausch warte ich ein bisschen auf das nächste Megameisterwerk von Joe Goddard und bin diesbezüglich relativ entzückt von dem Titeltrack des neuen Hot Chip Album Melody of Love.

Auf dem Doppelvinyl ist aber auch noch mehr zu finden, so klingt auch Positiv auf der C-Seite sehr schön vor sich hin.

War im Sommer etwas untergegangen bei mir, aber jetzt im letzten Viertel des Jahres ist es gut, dass es im Sommer Farben gesammelt hat – so wie damals die Maus Frederick. Und es ist auch gut, von Slin nochmal dran erinnert worden zu sein, die Platte wäre beinahe ungehört an mir vorbeigelaufen. (Nein ich kaufe nicht zu viele Platten auf einmal, um sie alle zu hören – ich höre zu wenig!)

Ich hab die anderen beiden Hot Chip Platten gerade falsch einsortiert kaum im Regal wiedergefunden. Hot Chip gehört zwischen Peter Heppner und die Housemartins.

Jedentagleben

Ach ich weiß auch nicht, da kann ich jetzt gar nichts mit anfangen. Kaum Coldplay Gesang und Klang, dafür viel Weltmusiksounds und Chor. Mag ja sein, dass die Welt zum Leben an jedem Tag sowas braucht, um sich gemeinsam in den Weltfrieden zu singentanzen, aber hier zu Hause ist friedlich genug – will ich nicht wirklich mehr von hören.

Auch auf der Suche nach etwas Single/Radio tauglichem bin ich nicht so richtig fündig geworden. Orphans, der Vorabtrack ist jedenfalls genauso Weltgekreische, wie der Rest. Irgendwie war es kuhler als Chris noch alleine rumgeweint hat.

Das Cover muss man auch nicht aufhängen. Das nächste Coldplay-Album wird sicherlich besser. Ach so und auf so ein Konzert muss ich auch nicht gehen, aber Coldplay macht ja auch erst wieder Konzerte, wenn die Welt gerettet ist bzw man CO2-neutral Welttouren kann – das finde ich mal ein ordentliches Statement, das mich zumindest ein bisschen mit dem Konzept Everyday Life versöhnt.

Robbie Weihnachtsmann

Let it snow, let it snow, make it so

Wann hat man eigentlich fertig, wenn man sein erstes oder zweites Best of Album veröffentlicht, oder wenn man sein erstes Weihnachtsliederalbum rausbringt? Für Robbie Williams, der zum Jahrtausendwechsel schon zurecht noch im Rock/Pop-Himmel weilte, wollte ich es mal herausfinden und habe mir The Christmas Present gekauft, obwohl es eigentlich ja hätte geschenkt werden müssen und noch besser – ich hätte mir es auch schenken können. Haben alles Rolf Zuckowski und Roger Whittaker schonmal gesungen und auch nicht schlechter.

Da bekommst Du ein Paket mit einem Colplay-Doppelalbum und einem Robbie Williams Doppelalbum und vor zwölf Jahren wären da zwei Alben des Jahres Kandidaten dabei gewesen, aber hier frage ich mich, ob die überhaupt beide in das Regal kommen oder ob die nach Weihnachten schon auf dem Spitzboden verschwinden.

Eine Überraschung in den Top 10 gibt es aber noch …