Unsichtbare Berührung

I‘ coming down like a monkey, but it’s allright

Land of Confusion, Into Deep, Invisible Touch, The Brazilian, Throwing it all away sind schon bemerkenswert gute Songs, die sich alle auf dem 86er Werk von Genesis befinden, aber ich komme auch heute (acht Monate vor Weihnachten 2021) nicht drum herum immer und immer wieder das Überlied dieses Albums abzufeiern:

Tonight, tonight, tonight

Die Album Version ist mit knapp unter neun Minuten Länge etwa drei Minute kürzer als die Extended Version, die ich ja auch unfassbar abfeiern könnte. Aber kennt ihr das Musikvideo von Land of Confusion, wo die Darsteller alle als Hurra Deutschland Gummipuppen rumzappeln – ist definitiv ein YouTube googlen wert …

Ich für meinen Teil, werde aber jetzt nochmal die 9minuten Variante und die fast 12minuten Variante hintereinander abspiele aber vielleicht vorher nochmal The Brazilian, das ist auch nicht so oft durch die Radios in den 80ern gegangen, nämlich gar nicht schätz ich, dabei kann man das bringen, ist auch ganz ohne Philgesang übrigens, falls das wer nicht mehr hören kann … ich finde das ja auch mit Phil recht okay gesungen für einen Schlagzeuger.

Liebesboot, verrückt wie wir sind

Like Moths in Night

Loveboat ist das vermutlich von mir am meisten unterschätzte Erasure Album, das es gibt. Es liegt an der Voarbsingle Freedom, dem Song welcher auch die Eröffnung des Album gibt.

Love’s young dream could be alien

Die anderen Vorzeichen des Albums sind nämlich durchaus ein Zeichen dafür, dass es nicht so schlimm kommen kann, denn es ist von Flood produziert und von Ben Hiller engineered – in der Regel Hitgaranten wie Erasure selber ja auch.

Einundzwanzig Jahre später kommt nun auch meine späte Liebe zum Boot, die sich schon ein bisschen länger mittels des Songs Mad as we are anbahnt, den es die letzten Jahre immer mal wieder lauter im Auto gab … ein Hammertrack, der anfängt, als hätten sich die Producer vergessen zuzuschalten, was dann aber nach und nach passiert und eine ziemlich irre Soundlandschaft schafft …

Eben für diese Soundlandschaften lohnt es sich dann auch auf der B-Seite in Catch 22 reinzuhören, da hört man ein wenig, wie viel Mühe sich Vince, Flood und Ben am Ende gegeben haben und Andy ist sowieso einmal mehr das multioktave, multilinguale Gesangstalent. Nicht vergessen Alien zu hören.

Candy Pop mit Struktur

Nun ist das 20 Jahre Jubiläumsvinyl auf dem Weg in mein Regal, um auch die Erasure Langspielplattensammelung so langsam mal zu vervollständigen – das ist nämlich immer noch nicht passiert – könnte ich mir im 30 Jahre Chorus Jahr eigentlich mal zum Ziel setzen, vielleicht mag ich die anderen beiden die fehlen, dann ja auch noch viel mehr.

Hört mehr Erasure!

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Ausradierung für die Fans

Our Love is Superlove

Erasure ist vielleicht das erasuresque Experiment von Erasure, denn es ist so mehr oder weniger nicht darauf angelegt, dem Album Hits entspringen zu lassen, sondern eher es mit elektrischen Meister Werken aufzufüllen. Es ist also am Ende große und wie ich finde großartige Kunst. Es hieß immer auch ein bisschen, dass es ein Album für die Fans gewesen wäre und als Fan würde ich sagen, ist das echt sehr gut angekommen.

Rock me gently

Auch wenn ich ein bisschen das Gefühl hab, dass sich Erasure mit dem Album komplett aus der Radiotauglichkeit verabschiedet hat und somit quasi für immer und ewig aus der Öffentlichkeit verschwand – echt die gibt es immer noch?! – möchte ich auf keinen Track auf diesem Doppelvinyl missen.

Es hat lange lange gedauert bis sich das wiederveröffentlichte Vinyl nun zu der ewig alten Kompaktscheibe gesellt, die im Herbst 1995 begann Gold in die Ohren zu senden. Wenn ich mir für den eigenen Klangkeller etwas wünschen dürfte, dann am liebsten die Maschinen, die das Album Erasure möglich gemacht haben.

Nachtleben

Mit Quadraten und halben Quadraten kann man super das Pet Shop Boys Artwork des Nightlife Albums nachbauen und das habe ich gerade eben gemacht:

Logo :: Vom vieldeutigen griechischen Begriff lógos (λόγος), das u. A. Wort bedeutet.

Ich liebe Logos, die einfach einfach sind und Schrift, die lesbar ist obwohl sie einfach ist – das ist wunderbare Bauhauslehre, aber ich lenke ab …

Tatsächlich habe ich in den letzten sieben Jahren vergesse das wunderbare 1999 Nightlife Album der Pet Shop Boys zu erwähnen.

Can you love me anyway?

Ich habe mir diese Platte für 30 Pfund aus England schicken lassen und weil sie so schwer ist (haha, 30 Pfund nech) hat der Versand von dieser und dem Fundamental Pet Shop Boys Album 10 Pfund extra gekostet. Die Qualität beider Platten ist allerdings neuwertig und die Qualität der Songs auf Nightlife außergewöhnlich.

Die meisten Songs auf dem Album sind vom Orchesterkomponist Craig Armstrong produziert und haben tatsächlich viel orchestrales neben den Synthisounds. Die Dramaturgie der Songs ist entsprechend opulent und gipfelt in einem fantastischen Duett mit Kylie Minogue. Gelungen sind aber auch die Tracks die von Rollo / Faithless produziert wurden, die gehen etwas schneller vorwärts passen aber trotzdem in das sonstige Nightlife Ambiente sehr gut hinein.

Don’t know what you want, but I can’t give it anymore ist der kuhlste Name, den jemals eine Single der Boys hatte und es ist außerdem auch eine super Single – ich weiß noch, wie ich die 1999 im Auto abgefeiert habe, als ich sie das erst mal auf 1Live (ja die spielten vor 20 Jahren noch kuhle Musik für meine Ohren) gehört habe.

War ein kuhler Samstag-Vormittag mit Nightlife und Adobe Illustrator.

Lass uns körperlich werden

Ist schon ein bisschen was her, dass ich auf dem Weg vom Freitags-Sport nach Hause von einem Song im Radio in die Nachforschungsüberstunden gerufen wurde, aber am 4. März war es tatsächlich mal wieder soweit, wobei es schon die Wanne nach dem Sport und WDR2 statt früher 1Live war – man wird ja nicht jünger … das letzte Lied dieser Art war übrigens Kerli mit Walking on Air – das war nach April 2008 aber vor Sommer 2008 – welches in einem Abwasch direkt mit bestellt wurde, sich aber als gruselig teuer erwies …

Jedenfalls ist der Nachforschung folgender Einkauf gefolgt:

Ist Kirmes-Pop aber es hält gut die Liga von LadyGaga und Kylie Minogue, die ich ja kürzlich auch mehr oder weniger für Kirmes-Pop abgefeiert habe. Physical sticht deutlich aus dem Album raus und zwar hauptsächlich, weil es ein fantastische Düsteratmosphäre hat – ich hab es x-mal gehört an dem besagten Wochenende nach dem besagten Sportfreitag.

Das Cover wird niemals an der Wand hängen, aber Dua Lipa kommt ins Regal neben The Lightning Seeds und Lust for Youth.

Lutsch dran und sieh, sie ist ein Gewitter

Shalalala

Im August 2011 habe ich mir für 15,99 EUR (inflationär! wie günstig man vor zehn Jahren Neuerscheinungen erwerben konnte) das Arctic Monkeys Album Suck it and see beim Internetversandmaganten zusammen mit einer BobbycarAmpel für den gleichen Preis gekauft.

command + i

Getriggert durch das fantastische Lied She’s Thunderstorm war es eine große Freude zu hören, dass auch die meisten anderen Songs auf diesem Album großartig sind.

Die Plattencovergestaltung ist auch wunderbar schlicht schwarz weiß mit guter Lesetypo und dem Arctic Monkeys Logo, exakt so wie man es sich wünscht.

Hier kommen wir – aber von wo eigentlich?

Stop me oh oh oh stop me

Auf der Rückseite des letzten The Smiths Albums Strangeways, here we come ist ein Foto eines britisches Verkehrsschilds, welches in Manchester an einer Kreuzung stand bis das Album erschien.

Danach ist dieses nicht sehr kleine Schild wohl geräubert worden … wer macht denn sowas, so welche gehören doch in eben dieses Strangeways Prison, oder nicht?!

Was ich nicht rausgefunden habe ist, welche Kreuzung das wohl war, also habe ich mal die in Frage kommenden Stellen in der Straßenkarte von Manchester markiert und zwei Kreuzungen im violetten Bereich der Karte (Viertelmeile zwischen Ancoats und Strangeways und eine halbe Meile zwischen Salford und Picadilly) als mögliche Kandidaten errechnet.

Manchester Viertelmeile für Viertelmeile

Während die Kritiken sich mehr oder weniger einig sind und die Smiths selber auch, soll es sich bei diesem 87er Album um das beste Album der Smiths handeln. Ich finde die anderen aber besser und würde wohl immer eher auf The Queen is dead zeigen. Aber es ist auch wunderbar, dieses Album Sonntagmorgens zu hören und dabei auf GoogleMaps zu starren.

Vielleicht hätte der Hase gewusst, wer dieses Schild mit nach Hause genommen hat oder wo es gestanden hat. Vielleicht hätte er aber auch einen Unhappy Birthday.

Die Zukunft beißt

Es wundert mich ein bisschen, dass eines Mannes neues Album so viel Aufsehen erregt, ohne dass mir der Name Steven Wilson oder seiner wohl berühmte Band Porcupine Tree mir auch nur im Ansatz etwas sagt. Ansprechendes Coverdesign und Veröffentlichungsalarme ließen mich dann aber mal über so Internetservices sicherheitshalber in das Album reinhorchen und es gefiel mir dort auch einigermaßen gut.

So kam gestern rotes Vinyl aus der jpc-Schallplatten-Versandhandelsgesellschaft in Georgsmarienhütte:

Buy now, buy now, have a better Life

Steven Wilsons Musik läuft unter dem Label Progressivrock und hätte wunderbar in B-Movie gepasst, als wir selber wunderbar ins B-Movie passten – es ist sogar auch ein Song auf der B-Seite, der so lang ist, dass nur drei Songs auf die B-Seite passen, während sechs auf die A-Seite passen. Ist auch kein Geschwindigkeitstrick dabei, Personal Shopper ist einfach mal 10 Minuten lang, aber auch einer der besten Tracks auf dem Album. Hierbei gab es Unterstützung von Fyfe Dangerfield und Elton John …

Korkbricket für 150 Pfund

Dieser Song gab vermutlich auch den Aufschlag für das Bookletdesign, dass wie ein hochmoderner OnlineShop anmutet.

Das restlich Liedgut ist so ausgewogen gut, dass ich eigentlich jeden Track mag. Es ist ein bisschen besser gelungen, als die beiden anderen 2021, die ich bisher ins Regal bekommen hab – übrigen ist Steven Wilson zwischen Robbie Williams und Wir sind Helden.

Die Strafe für den ganzen Luxus

There’s a Hole where your Heart should be

Elektropop gegen Weltzerstörung durch anhaltenden Luxus, das mahnt OMD in dem Song The Punishment of Luxury an. Das gleichnahmige Album aus dem Jahr 2017 ist angeschafft worden, weil das Cover gut gemacht aussieht.

Gekauft riskierte die Platte dann nach langer Warteschleife in der Box direkt aussortiert zu werden, aber jetzt liegt sie seit ein paar Wochen im Homeoffice immer griffbereit neben dem OfficePlattenspieler und erfreut mich doch. What „langsam reinkommen“ ist all about.

Mittlerweile finde ich, dass doch zwei, drei OMD Songs drauf sind, die zwar klassisches orchestrales Dunkelheiten Manöver dahinspielt, aber egal – das ist ja schöner 80er Pop Leute. 80er Pop ist und bleibt 80er Pop, egal wie oft und egal wie oft versucht neu zu erfinden – es ist 1986 super gewesen und es wird auch 2026 super sein – würde mich freuen, wenn dann auch nochmal ein 80er OMD Album rauskäme, wo ein lustiges Lied wie Robot Man drauf wäre prima albern und Abschlusssongs wie The View from here – wunderschöner Traumpop.

Ich denke, ich sortiere sie doch wieder ins Regal zurück und bestelle mir auch gleich das wunderbare 90er Frühwerk Sugar Tax mal endlich auf Platte …

Fünfmal die Polizei

So lonely

Die Polizei kam heute mit der Post und mit Hermes. Ich hatte immer gedacht, es würde nur drei Studioalben von The Police geben und das BestOf Album, wo dann Every Breath you take der Bonus Hit ist. Lange lange dachte ich, ich hätte die drei Studioalben – dabei fehlten mir bis neulich Ghost in the Machine und Syncronicity.

Every single Day

Weil das Medienherz und ich irgendwann vor Jahren mal festgestellt hatten, dass man gar nicht oft genug The Police hören kann, jetzt um so besser das Songmaterial auf Vinyl um ca. 60% aufgestockt zu haben.

Das BestOf Album braucht es dann weiterhin nicht und die doch sehr schmuddelige 7″ von Every Breath you take, kann im Schuhkarton bleiben, da die Albumvariante sich schon etwas weniger anhört, als wäre sie aus den frühen 80ern. (Stimmt auch, ist die Back in Black Pressung von 2019.)

Jetzt sind auf jedem Album bestimmt drei, vier super Songs drauf – das ist ja mal nen ganz guter Schnitt. Hörtipp in dem Zusammenhang: Behind my Camel von Regatta de Blanc

Der dritte Schimpanse

Das ist also das vierte Minialbum von Martin L. Gore und es ist vermutlich noch mehr Kunst als jemals zuvor, wenn man einen Blick auf das Cover und das bei dem Album beiliegende ArtWorkPrint legt. Wie dem auch sei, ist es meine erste neue Schallplatte von 2021.

Es geht in seiner Kunst auf Seite A um Brüllaffen, Mandrills (auf Seite B um) Kapuzineraffen und um südliche Grünmeerkatzen anders als man vielleicht denke mochte um Schimpansen. Allerdings scheint es mir um Geräuschwelten von Affen zu gehen. Kann man ja nicht sagen, ist ja in erster Linie Kunst.

Wenn es mal wieder komplizierter wird – hier eine Schnellanleitung von den grabbing Hands

Die beiden Äffchen auf der A Seite laufen schneller als die Äffchen auf der B Seite.

Da sich das keiner merken kann und man es auch sonst so nicht lesen kann, gibt es einen netten Spickzettel von mute.com

Der 3rd ist 1st 2021

2021

Der Traum lebt jetzt noch ein bisschen weiter, dass 2021 noch ein Depeche Mode Album dazukommt, wie es der Rhythmus prophezeien würde: 1997, 2001, 2005, 2009, 2013, 2017 und setz die Reihe einfach selber logisch fort bitte.

Wir brauchen ein Wunder

That’s a miracle we need, The Miracle!

In der Zubereitung ist ein Queensong häufig exakt auf meiner Linie. Es ist zumeist rockig und poppig, hat also sowohl Gitarre als auch Synthesizer dabei und eine wirklich fantastische Gesangstimme von Freddy Mercury. Queen hat stets viel ausprobiert, die Hälfte davon kann ich überhaupt nicht ertragen, aber die letzten Radiosongs sind allesamt großartig.

Auf der A-Seite von The Miracle sind zum Beispiel zweieinhalb Supersongs und zwei experimentelle Fehlschläge und auf der B-Seite tendenziell Fehlschläge, aber The invisible Man und The Miracle sind unschlagbar tolle Lieder.

Die Fotomontage auf dem Cover ist in der heutigen Zeit sicherlich mit Photoshop nicht mehr so sehr aufwändig, aber in den Achtzigern eine Meisterleistung und auch einer der Hingucker, was Albumcovers generell angeht – ein Wunder geradezu.

Ich werde dieses Jahr mal öfter Queen hören, es ist ein Wunder, es ist ein bisschen magisch, es ist ein bisschen gaga und man wird sicherlich auch ein bisschen verrückt davon, aber positives Verrücktwerden – außer wenn ich mich in einen Bananenbaum verwandeln würde.

Sei ein Rebel

And I want to know, what makes them so

Auf meiner sechzehnte New Order 12inch ist eine wirklich gut gelungenes Lied. Be a Rebel – kommt frisch daher und machte zunächst Freude auf ein neues New Order Album, allerdings ist da zunächst wohl kein Land in Sicht.

Be a rebel not a devil

Allerdings ist das nicht das Neuste an New Order, denn die haben auch in den frühen 80ern etliche 12″ Singles rausgehauen, die niemals auf einem Album waren: Blue Monday und True Faith um nur mal die beiden Flagsongs von New Order aufzuzählen.

Sehr hübsch: der Schwarm Vögel auf dem Beipackblatt in der stahlblauen Papphülle. Macht sich als alternatives Cover sehr gut, hab ich im Internet auch schon in Bewegung passend zur Musik gesehen, was ganz kuhl aussah.

Alles wovon du gerade träumst

Oh, what are you dreaming of – is it the Kind of Love?

Irgendwie hat sich spät Weihnachtsstimmung eingestellt, eigentlich eben erst, als es Kekse zum Baumaufbau gab. Musikalisch auch gerade eben, als die neue Liam Gallagher Single All you’re dreaming of als weiße 12″ VinylMaxi geliefert wurde.

Es ist, eine Beatles Single.

Ich bin wirklich schwer verzaubert, höre ich sonst selten Lieder viermal hintereinander, so ist das jetzt eben passiert, allerdings auch deswegen, weil auf der A-Seite sowohl die Singlevariante als auch die Nur-Gitarre-Demo-Version zu hören ist. Auf der B-Seite ist ein Stern – Weihnachten eben.

Aber es ist nicht der Song des Jahres, das kann ein Song, der 13 Tage vor Jahresende erscheint einfach nicht werden … aber es ist meine Weihnachtssingle, egal was der Weihnachtsmann sich traut unter den Baum zu legen.

In einem bestimmten Verhältnis Lokomotive

In einer zufälligen Farbe:

white, blue, red oder turquoise

Die ebenfalls bei Mute bestellte neue 12″ Single von New Order sollte laut Vorschau etwa diese Vinylfarbe haben, aber das ist nicht blau, sondern taubenblau – aber wenn es so ist, dann gibt es diese Platte in dieser Farbe nur 600mal.

Hab ich gekauft, weil der Opener kuhl klang bei dem Onlineklangdienst und weil New Order über den Track Berlin twitterte, der tatsächlich auch gut ist. Ansonsten sehe ich diese Platte entweder im Bilderrahmen, weil sie kuhles Typografieartwork hat oder auf dem Dachboden bei der aussortierten B-Ware.

Ideenschmiede

We’re out of Time

Die Vorstellung, dass Fat Boy Slim / Norman Cook ein Blur Album produziert war schon spannend, aber es stellte sich dann ja heraus, dass das nur für zwei Songs galt.

Aber es ist ein Hammer Blur Album, kaum zu fassen, dass ich es bei den 2003ern vergessen hatte und es auch bisher nicht bis zu vinylabel geschafft hat.

yeah, yeah, yeah, yeah, yeah

Die Arbeitskleidung der Leute in der Denkfabrik gefällt mir auch ganz gut und erinnert ein bisschen an Petzi als Taucher.

Good Song, Out of Time, Ambulance sind die Top Songs auf dem Album, der Rest ist hörenswert. Crazy Beat ist crazy.

Liedermaschine

Strange Time to see the Light

Damon Albarn hat mal wieder ein paar Kumpels zum Jammen und Comics zeichnen zusammengepfiffen und dabei sind durchaus ein paar tolle Lieder herausgekommen.

Meine Lupe geht natürlich direkt auf Peter Hook, Beck Hansen und Robert Smith – das sind drei kuhle Tracks mit den drei Musikern geworden, aber am Ende geht der Bestsongpreis an das Stück mit Elton John – das ist großartig, lässt einen ein bisschen wünschen, dass es einen nach 2020 verlängerten Director’s Cut von Rocket Man gibt.

Und ein paar wenige Worte zu den Comics – Elton John als Teil der Gorillaz Comic Welt ist der Hammer und das, wo ich eigentlich gar kein Elton John Fan bin, ich hab auch keine Platte von dem, aber es haut um – ich bin schwer begeistert.

Natürlich ist es auch kuhl, wenn ein Gorillaz Song ein bisschen nach Joy Division Düsterheit klingt oder nach The Cure Albernheit – amüsiert einen, aber bleibt dann auch eben nur gut. Beck und Albarn haben einen ernsthaft guten Track produziert, der gefällt wirklich gut. Die anderen sieben Songs sind auch nach dem zweiten Mal hören nur B-Seiten, wobei ich finde, dass ein 4A zu 7B ein gutes Verhältnis ist.

Über Blässe hinaus – vermisse ich etwas?

Sieben Songs auf transparentem orangenen Vinyl hat Jarvis Cocker mit seiner neuen Band JARV IS als Album namens Beyond the Pale herausgebracht. Und es ist großartig. Vieles davon finde ich sehr gut und Am I missing something? schafft es in meinen Liederhimmel, das ist so super – auch wenn ich lange überlegen musste, woher ich diese geile SynthieKlimperMelodie her kenne – Pet Shop Boy’s / So hard ist es wohl gewesen.

The Arrow knows nothing of its Target

Die Platte hat es nach sieben, acht Wochen noch nicht ins Plattenregal geschafft, da die Other Side sich zu einem Schnellwiederkehrer auf dem Plattenteller gemacht hat. Entweder liegt da Jarvis oder Erasure – da bin ich auch sicher, dass es nicht mehr viel kuhleren Sound dieses Jahr geben wird …

Das Neon – also das Edelgas vermutlich

Rising like a Phoenix

Es ist gut, ich mag es. NeonOrange als Vinyl hätte ich mir brutaler gewünscht, jetzt ist es halt nur so transparent. Ich denke zudem nicht, dass ich das Cover mal aufhängen werde, aber ich hab mir schon ganz oft die neuen Songs in diesem Internet angehört, denn Mute hatte Lieferprobleme – am Ende wusste ich nicht mal mehr, ob ich das dort überhaupt gekauft hatte, denn Mute hatte auch Mail Bestätigungsprobleme.

Neonorange – plenty of time, plenty of time

Als es 10 Tage nach Veröffentlichung immer noch nicht im Haus war, hab ich es bei JPC bestellt und fünf Minuten später war die Post mit einem RoyalMailKarton an der Tür. Die Story fanden die bei JPC auch lustig und haben bevor irgendwelche Transportkosten entstehen konnten alles storniert. Danke jpc.de

Zurück zum eigentlich Grund des Kaufs – die Musik. Es ist hier und da ein bisschen Schlager Musik, aber es ist CandyPop und teilweise auch richtig schön verdamelt, also so wie es gehört.

Bei öftermaligem Hören ist es wieder einmal mehr die A-Seite, wo die Topsongs sich versammelt haben, die kann man durchhören und sich auf alle Lieder freuen.

Ich krieg keinen Schlaf

When the light above my head went bam!

Dieses Rollo Werk ist ja eines meiner Lieblingstechnodinger aus den 90ern, hauptsächlich weil es erst so super abwubbert und danach tatsächlich so herrlich eskaliert, wie es besungen wird – keine Wunder, dass da keiner schlafen kann.

War gerade bei diesem großen Onlinekaufland netterweise als Angebot günstig zu schießen, ich hatte das vorher nämlich nichtmal als Kompaktscheibe rumstehen. Willkommen im Plattenregal: Faithless – Bitte finde Platz zwischen Faith No More und Fanta4.

Eindringling – Die 12zoll Sammelung

Einer der besten Mix von Violatorliedern ist der Pump Mix, der hauptsächlich auf dem kuhlen supersoundigen eigentlichen Zwischenstück von Personal Jesus herschallt, der für meine Empfinden einer der Höhepunkte auf dem Violator Album ist, obgleich Personal Jesus gar nicht so violatoresque ist ansonsten.

Decided in your Youth

Meine erste Depeche Mode Schallplatte, war die gelbe 12″ von Policy of Truth gekauft bei Phonac in der Bielefelder Altstadt, da wo heute Büromöbel vertickt werden … die Platte habe ich dann aber später in Arne’s Pizzahütte getauscht, sodass ich meine allererste Depeche Mode Platte gar nicht mehr hatte, bis es sich irgendwann vor fünf sechs Jahren mal lohnte, diese in einer Sammelbestellung günstig wiederzukaufen.

Bong 10 bis 20 – Die Elf des Jahrhunderts

Mit der 12zoll Sammelung aller ViolatorSingles schließt sich der Kreise, denn die Platte ist jetzt doppelt und unabgespielt und hat ihre blaucoverige Schwester direkt mitgebracht.

Hatte ich schon die unglaublich Klangqualität dieser Platten an sich gelobt?! Es ist der Knaller – die Sammelbox steht jetzt fein im Sonderregal neben den anderen 12″ Sammelboxen aus 1986, 1987.

Kraft, Korruption und Lügen

No movement, no Colors just silence

Irgendwie ist Power, Corruption and Lies das erste New Order Album, den zuvor gab es nur E.P. und 12″ Maxi Vinyls. Etwa acht Wochen nachdem Blue Monday auch eben nur aks 12″ MaxiVinyl (meist verkaufte MaxiSchallplatte aller Zeiten) veröffentlicht wurde, erschien diese acht Tracks Platte, die mich vor allem mit dem Opener der zweiten Seite Your silent Face verzaubert.

Witzig eigentlich, dass man es sich gespart hat auf das „normale“ Album auch noch den fetten Hit zu packen, denn Blue Monday hat es dann tatsächlich auf die US-Kassettenversion geschafft.

Ich hab jedenfalls gerade meine Kassette gesucht, wo ich mir 1984/85 selber den Blumenstrauß drauf abgemalt hatte, aber nicht gefunden – schade.

Das Lexikon der Liebe

Heute vor 38 Jahren und noch bevor Trevor Horn zu Frankie nach Hollywood gegangen ist und alle die anderen späteren kuhlen Produktionen hergestellt hat, hat er mit Anne Dudley und ABC dieses poppompöse Prachtwerk The Lexicon of Love hergestellt. Es ist schon als Frühwerk zu erkennen, aber es ist auch schon in entsprechenden Ansätzen soundgewaltig.

Alles gelungene Beiwerk endet in dem Hammerpopsong – The Look of Love, der es auch weit über die Stadtgrenzen geschafft hatte und schon sehr sehr früh auch in meinem Ohr gelandet und im Kopf und Herz geblieben ist. Wäre auch ein schöner a-ha Song gewesen, ist aber ABC – die sich aber im Plattenregal neben A-Ha stellen dürfen.

Nimm das, Irrfahrt

Have a little Patience

Vorweg sagt der Bauch erstmal, dass er kein Take That Fan ist, aber wenn man sich dann das ganze Album anhört und schon doch bestimmt vier, fünf gute Tracks dabei sind, dann ist das auf jeden Fall mehr, als manch andere Band so bei mir zählt.

Auf den Punkt sind die Hits für mich Back for good, Patience und Flood – auf diesem Album zusätzlich How deep is your Love, weil Barry Gibb mitsingt – das ist kuhl und treibt einem ein bisschen Tränen in die Augen für Papa gleich mit – der das Take That Ding damals ohne Bee Gees Beteiligung erbärmlich fand.

Gary Barlow hat definitiv ein Händchen für Melodien und Verpackungen von Songs mit Hilfe von Popinstrumenten. Das erklärt für mich so Ergebnisse wie die Songs Back for Good und Patience, die extrem gute Popsongs sind.

Robbie Williams war ja nur ganz am Anfang und ganz am Ende bei Songs wie Flood einer von den Take That Jungens, allerdings vom Timing her wunderbar. In seiner Solopause hat er alles was Guy Chamber so rausgehauen hat gut versungen und sein Stern ging gerade unter, als der von Take That nochmal für zwei Reunited Alben aufging, das erste ohne Robbie, das zweite dann mit Robbie – und warten wir es mal ab, das war es dann vermutlich …

& Party

Barry Gibb – Ich hab mir das Stuart Price polierte 2018er Doppelvinyl gekauft, wegen Patience und Barry und bin ordentlich begeistert von meiner allerersten Take That Schallplatte, die ins Plattenreal neben Stereophonics und Talk Talk kommen.

Das fruchtesque Logo von Take That << ist übrigens auch sehr kuhl.