Wir sehen uns in den Sternen

Ein neues Album von dem Popperlenkomponist The Lightning Seeds aka Ian Broudie ist da und fast hätte ich es verpasst, weil das blöde Release Radar nicht weiß, was ich in den 90ern abgefeiert habe. Zum Glück hat Slin gut aufgepasst – vielen Dank.

See you in the Stars ist Zuckerpop und es ist ein bisschen schade, dass die Platte nicht nach Wald schnuppert, so wie das Album Jollyfication nach Erdbeeren. Aber sie klingt sehr gut, also nicht nur wegen der Musik, sondern wegen der guten Presse.

Elektronikkörpermusik

Mit einer kleinen Verspätung ist das neue Editors Album EBM eingetroffen. Dreimal drei Tracks auf einem Anderthalberalbum in sonnenorangenem Vinyl. Auf der unbesungenen D-Seite, ist der MC Escheresque EBM Würfel eingeritzt …

Lit by mobile Phone-Light

In den Streamingdiensten gab es drei Tracks vorab zu hören, Heart Attack, Karma Climb und Kiss. Letzterer hat mich einigermaßen geflascht, so hat er neben einer wunderbaren Melody einen irgendwie wohlbekannten Gitarreneffekt, ich komme aber nicht drauf woher ich ihn kenne, orte ihn aber irgendwo bei Depeche Mode’s Ultra. Aber was dort flasht ist ein synthiebassgewubber, welches zeitweise sogar ganz alleine rumwabbern darf.

Der Rest des Albums ist auch ganz gut, aber ich sehe die Editors nicht auf dem Niveau von 2018 oder 2015. Obwohl, wenn ich den Song Silence nochmal unter dem Kopfhörer höre, es ist schon super anzuhören.

Aber hey, es ist kein EBM, es ist eher Editors und Blanck Mass – und das ist auch völlig ausreichend.

EBM

Aufgabe zu den anstehenden Herbstferien für die Kinderhand: Cover mit Lego nachbauen – check.

Basiert auf einer wahren Geschichte

Vor ein paar Wochen kam für mich sehr überraschend ein neues Erasure Album in die Schallplattenläden: Day-Glo, based on a true Story. Überraschend obwohl ich immer noch den Erasure-Information-Service Newsletter bekomme und das schon bestimmt über 25 Jahre, denn es war mein erster Kontakt mit Newslettern überhaupt.

Das neon-grün begeistert mich als Farbe absolut, aber das musikalische Kunstwerk ist eher eins der nicht so spektakulären Gesang- und Sound-Experimente. Wenig Gesang aber viel Klang, den man irgendwie so oder ähnlich schon mal gehört hat, einen aber sehr wenig weder an ältere noch an neuere Erasurewerke erinnert.

Hab es ein paar mal angehört, funktioniert nicht besser je öfter man es macht.

Frankie geht nach Liverpool

Running scared and staying sane
Gemini Macke und Vogelschutzdecke

Nach dem ganzen ersten Hype um Relax und Power of Love hatte ich im Herbst 1986 bewusst mitbekommen, wie die ersten Songs des Frankie Goes To Hollywood Albums Liverpool ins Radio kamen und war ein bisschen angesteckt von dieser Erwartung des nächsten großen Wurfs.

In der NDR Musiksendung Maxis Maximal wurde eine bombast 12″Maxi von Warriors of the Wasteland so abgefeiert, dass ich heute noch ein bisschen Respekt habe, das Lied überhaupt „nur“ in der LP Version zu hören.

Aber ich habe nur aber genau deswegen dieses Vinyl, gekauft beim Ausverkauf von Gemini-Bielefeld – zu sehen an der Sägemacke im Cover.

Lass mich niemals gehen

Weil mir die Platte im Frühjahr zu teuer war und ich auch bei den Teaser Songs nicht so aufmerksam war, habe ich Never let me go von Placebo erstmal nicht gekauft. Zum Sommerbeginn habe ich dann aber beides nachgeholt und bin zudem auch von dem Plattencover angetan.

Am Ende aber zählt dann schon auch noch die Musik und die ist tatsächlich richtig gut. Es ist ein Hammer-Opener-Song namens Forever Chemicals der sehr sound-verspielt und ansonsten mit gutem Gemisch aus Gesang und Instrument daher kommt. Auf den anderen drei Plattenseiten bleibt das Niveau der Lieder auch konstant hoch, sodass man große Lust hat egal welche Seite einfach noch einmal zu hören.

Placebo hat seine Schaffenspause tatsächlich gut getan, ist ein bisschen das Comeback des Jahres bisher.

Vertrauen

In the Caves, all Cats are grey

Faith ist ein frühes Album von The Cure und sowohl das ganze Artwork Grau in Grau als auch die düstergrauen Soundfelder gefallen mir super. Es ist kein so richtiger Hit auf dem Album, der es auf die alten 80er Partys geschafft hat, aber All Cats are grey ist schon ein heimlicher Düster-Superhit.

Come to me scared Princess!

Es war so, dass ich mehrere unterschiedliche Lieder des Albums über ein paar Tage verteilt zufällig im Auto hörte und dann beschloss, bei JPC die Wiederauflage zu kaufen, welche dann allerdings Monate brauchte, bis sie jetzt vor ein paar Wochen endlich einmal hier am Regal angekommen ist.

Das auf dem Originalalbum die Herbst81-Single Charlotte Sometimes fehlt ist sehr schade, denn das ist der andere heimliche The Cure – Superhit aus dem Jahr 1981.

Komm schon, du weißt es

Das letzt Liam Gallagher Album war schon halb gar, dieses hier hat jetzt fast nur eine schöne Plattenfarbe. C’mon you know überzeugt mich tatsächlich mit keinem Lied so richtig. Für mich ist es das bislang am wenigsten gelungene Album des Jahres.

Es steht jetzt erstmal bis zum Jahresende in der Jahreskiste vor dem Regal und dann schauen wir mal, ob es auf das Dach zieht oder neben die schöne Weihnachtssingle von vor anderthalb Jahren.

Eine Nacht an der Oper

Queen Alben finde ich meist zu mindestens der Hälfte anstrengend, das gilt ganz bestimmt auch für A Night at the Opera. Allerdings sind hier auch mit Love of my Life und Bohemian Rhapsody gleich zwei der besten Queen Songs enthalten – wenn ich die besten zehn Queen Songs auf ein Album sortieren sollte, wären die beiden jedenfalls dabei.

Was ich bis eben gar nicht wusste, Love of my Life ist aus dem Jahr 1975 – wegen ständiger Duplexität von Ereignissen hätte ich da ja auch so drauf kommen können.

Voran, nicht das Vierte

Alles von The Verve wird vermutlich immer im Schatten ihres Gigantalbums stehen, aber ich bin die letzten Jahre immer mal wieder an Songs vom Album Forth hängen geblieben.

Und findige Orthographen gut aufgepasst, es ist zwar das vierte Album, aber es heißt Forth und nicht Fourth. Da bin ich beim lustige Überschriften Ausdenken gerade fast final drauf reingefallen.

Das 2008er Album ist lange nach Urban Hymnes und nach etlichen Soloalben von Richard Ashcroft entstanden, aber die Pause hat sich gelohnt, wie ich beim Hören finde.

Plastikzeitalter

Rewritten by Machine and new Technology

Musik an der Trevor Horn seine Ohren und Finger hatte feiere ich ja bestimmt seit weit über 30 Jahren ab, aber spätestens seit 1988 also seit der 12″. von Pet Shop BoysLeft to my own Devices. Das hier ist aber zehn Jahre älter und Herr Horn ist nicht nur Produzent, sondern The Buggles ist seine Band. Das Album The Age of Plastic ist auch ganz gut gelungen, wenngleich natürlich Video killed the Radiostar der Überhitsong des Albums ist.

Glück ist nicht beinhaltet

Die größte Überraschung des neuen Soft Cell Albums Happiness not included ist, dass der Song Purple Zone – anders als in der SingleVersion – nicht mit den Pet Shop Boys zusammen vorgetragen wird. Zu meinem Erstaunen macht das die Album Version besser, allerdings haben die Boys sich auch schon mal mehr Mühe gegeben, wenn sie anderer Leute Lieder geremixt haben.

Der Rest des Albums klingt wunderbar darkwavig, so wie man sich ein Soft Cell Album wünscht. Es ist natürlich 42 Jahre entfernt davon, so zu klingen wie Non Stop Erotic Cabaret, aber es sind ja auch 42 Jahre.

Art Design und gelbes Vinyl sind sehr nett geworden, ich denke das Album wird sich die nächste Zeit noch ab und wann in die Runde drehen.

Alphaspiele

Of Things yet to come

Hätte ich nicht in die Versandbestätigung geschaut, wäre mir ein kleine Überraschung für mich selber gelungen. Wann immer ich das neue Bloc Party Album Alpha Games gekauft habe, ich habe es vergessen, mich dann aber auf die Lieferung gefreut.

Mich erinnert es ein bisschen an die ersten Songs von Bloc Party, aber dann doch anders. Es kommt gesangstechnisch auch ein wenig wie frühes Artic Monkeys oder The Streets daher und hat musikalisch eine Menge prima Energie.

Von dem Traumalbum aus 2007 ist es tatsächlich aber meilenweit entfernt, obgleich der Charme von damals hier und da mal aufpoppt.

War ein etwas anderer Tanz in den Mai, dieses Album heute Abend laut beim Babysitten zu Hause zu hören.

Versteh die Nachricht!

Die zweite Single der Band electronic namens Get the Message fand ich am Anfang nicht so super, wie die erste Getting away with it. Mir fehlte eine Zeit lang die Neil Tennat / Pet Shop Boys Stimme, aber dann als mein Musikgeschmack etwas mehr nach Gitarre war, ist es eine Weile lang der beste Song in meinem Musikregal gewesen zumal auch Bernard Sumner hier fantastisch singt.

I don’t know where to begin

Zwischen 1991 und heute hat sich Johnny Marr sowieso mehr und mehr in mein Ohr gespielt und zählt für mich zu den Allergrößten.

Irgendwann in 1991 gab es in einer Abendsendung im Radio einen Typen, der behauptete, dass die 12″ Version von Get the Message noch besser gelungen wäre als die 7″ Version und die Album Version – beides konnte ich bis vor kurzem nicht verifizieren, aber jetzt hab ich beide Versionen auf der 12″ Maxi Vinyl eingekauft. Ich finde alle Versionen super.

Free Will die B-Seite der 12″ und 7″ ist allerdings eher eins der maueren Lieder von electronic.

Während ich versuche, nicht in Einzelteile zu zerfallen

Why every morning waking up must I try not to fall apart

Was ein wunderschönes Fazit zum Winterende, das jetzt mit ein paar Sonnenstunden endlich mal zu beginnen scheint. Mein zweites White Lies Album ist da und hat den fantastischen Titel: As I try not to fall apart

Diese Tracks sind zwar nicht von Flood produziert, wie bei dem letzten Album, aber es ist trotzdem durchgängig gut. Tolle Melodien, tolle Instrumente, gleiche Gesangstimme – für den Moment bin ich verzaubert. Suede und Pulp Prozent Ed Buller kann also auch etwas mit guten Bands auf Vinyl bringen.

Das Cover kommt mir bekannt vor. Annelise Keestra die Designerin ist wohl auch Fan von dem Shout Out Louds Album Our ill Wills oder Schifffahrtsschildern:

Andere Länder andere Farben, aber bei den Formen sind sich Schweden und England scheinbar einig.
Im S ist eine rechteckige Form und im I ein Kreis.

Extralange Liebesschulstunden

Da bin ich erst mehrfach beim Radio8080’s hören über den fantastischen Song Lessons in Love von Level 42 gestolpert, sodass ich schon halb in Planung war, mir das Debutalbum oder die Single zu kaufen, da habe ich die Extended Version auf dem Dachboden wiedergefunden.

Mr. Actually Produzent Julian Mendelsohn hat den Track auf angenehme exakte sieben Minuten verlängert. Die Basics des Songs bleiben erhalten und es kommen ein paar gelungene Dameleien dazu. Danach wird er sich vermutlich aufgemacht haben It’s a Sin und Co. hübsch zu machen …

Unbekannte Freuden

I’ve lost Control again

Aus der Kategorie Meilensteine habe ich seit 1991/92 eine Schallplatte im Schrank, die ich auf einem Physik Kurstreffen für unfassbar wenig Geld – ich schätze 20 D-Mark (aber da war noch ein Joy Division und ein Visage Album dabei) meinem Physiklehrer aus dem Keller abgekauft habe. Platten hatte dank der Kompaktscheiben 1992 keine Zukunft mehr – schon damals wussten selbst die besten Physik-Lehrer nicht alles über Ton und Schall.

Unknown Pleasures von Joy Division ist also jetzt eine meiner ältesten Platten, und eine die ich schon über 30 Jahre im Regal stehen habe. Die Ausgabe ist erst 1980 produziert worden und zählt so nicht zu den unbezahlbaren Sammlerstücken, aber dafür hat sie einen unglaublich guten Sound. Weil mich das Album tendenziell gut in den Abgrund zieht, da es wirklich abartig traurig ist, habe ich das auch sehr selten gehört und der Physik-Lehrer scheinbar auch.

Heute, zum Soundtest des neuen Denon-Schallaufbereiters, haben es aber beide Seiten einmal geschafft komplett durchzulaufen – jetzt brauche ich aber gleich dringend einen Spaziergang durch die Aprilsonne.

Immer wieder brillant ist auch das Cover. Ich hatte mir schon die 3D Daten besorgt, um es mir bei Gelegenheit einmal mit Holzgranulat ausdrucken zu lassen. Später. Ich muss an die Sonne.

Und vielen Dank für die Linien in der Rotationsgrafik an https://joylines.artfly.io/

Rosengarten

Enjoy

Kein Cover findet sich in meiner Tonträgersammelung so oft, wie die Violator Rose und ihre Adaption auf der Single von Enjoy the Silence. Die Art der Tonträger ist in den letzten 32 Jahren auch auf etliche Art und Weise erweitert worden. Von Violator kam zuletzt sogar die MD ins Haus. Das Vinyl von Violator wäre vermutlich die älteste Platte hier in der Sammlung, aber die ausgestellte Variante ist eine Nachpressung. Das 1990 bei Phonac in Bielefeld gekaufte Original ist im Dauerverleih beim Medienherz zu Hause.

Vier Überlebende aus der Schuldisco

Auch die CD gibt es im Haushalt mindestens doppelt, da auch der Haussegen die Silberscheibe schon in den 90ern besaß – eventuell gibt es eine dritte Ausgabe, deren Cover aber im Kunstunterricht in meiner Depeche Mode Disco (wir mussten unsere LieblingsDisco in einen Schuhkarton bauen) verbaut wurde.

Die Hauptdarsteller der Disco haben die 30 Jahre überlebt, allerdings ist – wie auch im echten Leben – hier und da der Lack etwas ab.

Rose im 21. Jahrhundert

Die neusten Platten aus der Rosengarten stammen aus der 12″-VinylBox, die es erst vor ein paar Monaten dazugab – Qualitativ sehr hochwertige Tonträger, die ihrerseits in eine rote Box mit Rose sortierbar sind – allerdings hat diese Rose ein Designupdate bekommen und passt für mein Gefühl so nicht in die Reihe der Originalrosen.

Weiß eigentlich irgendwer, wo mein MiniDiscPlayer ist – ich hab die Violator glaub ich noch nie darauf gehört. Und wann gibt es endlich mal was gutes Neues?

Wolkenkuckucksheim

All I want, all I wanna do is make you listen from now on
Pure and simple everytime!

Eine meiner ersten Schallplattem, die ich von Rilleralle abstaubte als er noch auf dem Busch wohnte, war die 7″ Pure von den Lightning Seeds.

Fand ich sehr angenehm poppig und so durfte ich die Platte im Sommer 1990 mit nach Hause nehmen.

Stop what’s going on, you better listen from now on

Da ich Cloudcuckooland ganz bestimmt schon unter meinen ersten 30 Schallplatten hatte, werde ich mir die kurz danach wohl gekauft haben. The Lightning Seeds habe ich dann ab 1996 – als Football’s coming Home unendlich oft zu hören war – nur noch ganz ganz wenig gehört, bis ich die Erdbeerschallplatte bekommen hab, die alle Candypoperinnerungen wieder ans Tageslichtgeholt hat.

Die bunte Vinyl-Maxi von Joy habe ich einen halben nachmittag auf dem Dachboden gesucht, aber nicht gefunden – ich denke nämlich, dass die auch ein lustige Farbe hatte.

Werde fertig

Mehr New Order hören und vor allem im Regal wiederfinden:

Zum Ende des Sommersemesters und Mitten im HighNoon der Typografieprüfungen kam dieses super minimal durchgestaltete New Order Album heraus.

Das Plattencover hat mich so geflasht, dass ich – zum Glück für das Geldkonto heute – es mir auf Vinyl bei Ween gekauft habe. Es lief schon eine Weile Crystal als Vorabsingle im Radio und so war die Vorfreude auf die Musik ebenfalls riesig.

Get Ready ist im Gesamtkatalog der New Order Alben eher unauffällig, mir war zum Beispiel gar nicht aufgefallen, dass ich noch keinen Ton über dieses Album hier schrob. Die Platte hatte ich auch ewig nicht in den Fingern und im Vinyllockdown2 habe ich es auch komplett übersehen.

Es sind eigentlich alle Songs auf dem Album hörenswert insbesondere Turn my Way bei dem Billy Corgan singt. Aber auch der erste Track der B-Seite Slow Jam fasziniert. Sehr kuhl war es, New Order in dem Sommer als Vorband von Robbie Williams in Köln zu sehen und zu hören.

Um die Platte im Regal nicht mehr zu übersehen, werde ich die jetzt immer ein bisschen vorstehen lassen, damit sie zwischen den Gatefoldsrücken der anderen Alben von New Order nicht verschwindet.

Der Wendepunkt zum Ende der Nacht

Und wieder eine Reunion, wo ich mich freue: Tears for Fears, hat auch ein neues Album veröffentlicht: The Tipping Point

Blind them with your Sound ‚cause it’s the End of Night

Es ist nicht der krampfhafte Versuch 80er Pop in meine Ohren zu bekommen, sondern es ist durchaus anders, als was ich sonst so mag, wenn es von den beiden Jungs kommt. Aber es ist schön und gipfelt in dem wunderbaren Lied End of Night, welches fast schon ein bisschen düster rockpoppig rüberkommt. Der Rest ist ein bisschen eine Mischung aus Cat Stevens und OrchesterPop, also durchaus gut anzuhören.

Aus Gründen die ich nicht ganz nachvollzogen bekommen hab, durfte man nur eine schwarze Vinylplatte pro Kauf bei jpc erwerben, aber die mintfarbige Variante so oft man gewollt hätte?

Hübsche neue Farbe im Farbsortiment jedenfalls.

Auf dem Cover sind ein Menge Katzen, den Kinderaugen hätte das noch vor Jahren sehr sehr sehr gut gefallen …

Untergrundleben

Mehr New Order dieses Jahr – hier kommt Low-Life das wunderschöne 1985er Album, welches tatsächlich auch mal Singleauskopplungen beinhaltet: Perfect Kiss und Sub-Culture.

Let’s go out and have some Fun

Mein Highlight des Low-Life Albums ist allerdings der erste Track der B-Seite Elegia – ein fantastischer Instrumentalsong, der sowohl die Bass- und Gitarren, als auch die Synthie- und Melodienkünste aufzeigt und zwar in wunderbar düsterer Gesamtatmosphäre.

Ich fürchte allerdings, ich habe hier einen billig Nachbau des Albums erworben, denn die Originalplatte, die der Futre damals besaß hatte ein transparentes Cover, sodass man die vier Bandmitglieder und den Bandnamen in eigner Kreation verknüpfen konnte.

Ob die schwarze 12″ von Sub-Culture so eigentlich aussieht, da bin ich mir unsicher, aber ein echtes Cover habe ich tatsächlich bisher noch nicht gesehen – die 7″ ist auch schwarz mit Loch in der Mitte …

Berührt von der Hand Gottes

2022 muss ich mal noch ein bisschen mehr New Order hören, denn es ist eigentlich meine Lieblingsband. Seit 1984 – seit Blue Monday – ist es stets eine Freude gewesen, Lieder von ihnen zu hören.

Die Alben
I was touched

Touched by the Hand of God ist eine meiner ältesten 7″ Singles, allerdings vermutlich nicht 1987/1988 aus den Vinylcharts gekauft, sondern eher 1989/1990 auf einem 7″ Wühltisch, beim Marktkauf oder Divi oder Continent later known as Realmarkt.

Es ist bei weitem nicht der beste New Order Songs, obgleich er alle Kriterien für einen guten Spät80er Song erfüllt, denn er steht sehr stark im Schatten seiner Vorgängersingle True Faith.

Music complete ist September 2022 auch schon sieben Jahre alt, eigentlich konnte man doch in den vergangenen 21 Monaten ganz gut kreativ schaffen – wünsche ich mir für 2022.

Solange begnüge ich mich an dem fantastischen Potpourri vorhandener Platten.

Heiterkeit und Erdbeeren

Frische Erdbeeren im November zu bekommen kommt einem sicherlich mehr als nur spanisch vor. Dieses Mal sind die Erdbeeren aber sogar britisch und zieren das Cover des The Lightning Seeds Album Jollification zudem riecht die Platte samt Verpackung auch nach Hubba Bubba Erdbeer.

Das allein ist schon ein nettes Sinnerlebnis wäre da nicht obendrein noch die Musik …

Es ist neben Alben von Blur und Oasis und den Beatles eins der besten Britpop-Alben, dass je in meine Ohren gekommen ist. Popperlen wie Perfect, Lucky you und Why why why haben mich mehr als nur einmal in den 90ern verzaubert und genauso jetzt, wo das Jubiläums-Erdbeergeruchs-TransparentRotes-Album auf Vinyl hereinspazierte.

Dieses Album kommt wirklich wie ein Therapie für alle Sinne daher – Ian Broudie lebe hoch für diese knappe Dreiviertelstunde Schönes.

Für die Musik

Steven Wilson ist mir ja tatsächlich dieses Jahr das erste Mal aufgefallen und hat mit seinem Album The Future Bites einen mehr als ordentlichen Eindruck hinterlassen.

Erstaunlicherweise ist mir die Tage ein weiteres Projekt vor die SpotifyFlinte gelaufen und hat mir einen Song aus dem ebenfalls fantastischen 2020er Album For the Music von Blackfield vorgestellt. Hier macht Steven Wilson Musik mit dem israelischen Popsänger Aviv Geffen, der auch schon ein Werk mit Trevor Horn auf seiner Agenda hat. (Ich muss hier mal tiefer buddeln – Trevor Horn Werke mag ich ja immer gerne!)

Apropros Zusammenarbeit, das Lied von Spotify – Under my Skin -war nicht ausschließlich von Aviv Geffen gesungen, sondern ebenfalls von Brian Molko – und von Sirens ganz anspruchsvoll Techno übermischt – so ist es wohl in die MyMix Liste gekommen und obendrein mit einem sehr ordentlichen Cover aufgefallen.

Ganz spannend auch, dass Blackfield an einigen Stücken zusammen mit Alan Parsons gearbeitet hat – mit denen bin ich auch Dank Papa eine bisschen großgeworden und mag etliche Songs vom alten Alan Parsons Project.

Am Ende genug Kaufgründe um sich in Georgsmarienhütte eine pinke Variante der Vinylausgabe des Albums zu bestellen. Hab es nicht bereut. Heute wird das Album auch schon ein Jahr alt.

Blackfield findet im Plattenregal zwischen Björk und Bloc Party einen Platz.

Zehn Geschichten von Sting dem Boten

There’d be nothing left for me to do

Vielleicht ist es bei diesem Album ein bisschen wie bei Songs von Mike & The Mechanics – das sind eigentlich gute Songs, aber sie klingen alle, als wenn sie fürs Belanglos-Radio produziert wurden, damit man dort einfach nur Radio hört ohne es auszuschalten, aber so richtig abgehen – wie zum Beispiel zu The Police Songs – kann man zu den Tracks hier nicht.

Wie dem auch sei, als ich es in den aktuellen Top100 verkaufter Schallplatten im August fand, fand ich gleichzeitig, dass ich diese Platte auch in meinem Regal haben sollte. Die A-Seite hab ich auch schon ganz schön oft gehört, dafür dass ich nicht mehr gerne Radio höre.

Sting steht im Regal zwischen Die Sterne und Suede.