Wahrer Norden

From we are born > Roses and Thorns.

Ende 2022 ist im Zuge der Veröffentlichung von Röyksopp Hammeralbum wohl vollkommen untergegangen, dass es ein weiteres norwegisches zauberschönes neues a-ha Album gegeben hat. True North ist in mehrerlei Hinsicht ein besonderes Album: Es kommt mit einem Film, der teils mit Interviews und teils mit Musikvideos zu den Songs eine wohl eher tragische nordische Geschichte bildbegleitet. Sequenzweise sieht man a-ha mit dem Arctic Philharmonic Orchester singen und spielen, die sich in einer echt traumhaftschönen Saal-Atmosphäre versammelt haben.

https://www.youtube.com/watch?v=thWDCQVtla0

Es waren zuerst die Filmbilder und der Sound von Between the Halo and the Horn die mich erwischt haben, später aber auch Lieder wie True North oder I’m in – es ist sind auf mehreren Ebenen großartiges a-ha Werke.

Auf Vinyl gibt es das ganze natürlich auch und zwar auch hier traumhaft – es sind zwölf Lieder auf vier Seiten, die 45RPM abspielbar sind. Alles, alles richtig gemacht. Wenn ich wieder auf Ruhepuls bin überlege ich es mir eventuell nochmal anders, aber aktuell würde ich True North zu den besten drei a-ha Alben zählen.

Wenn man bedenkt, dass a-ha so etwas ähnliches mit den alten Liedern als unplugged im Jahr 2017 gemacht hat, wundert man sich riesige Bauklötze, dass das dort überhaupt nicht funktioniert hat. Also für mich jedenfalls nicht, vielleicht muss ich das unplugged Album mal aus dem Vinyldachbodenexil zurückholen …

Der Albtraum vor Weihnachtem

What is off with Jack?

Danny Elfman komponierte einmal mehr großartige Filmmusik zum Film Nightmare before Christmas. Zum 30. Geburtstag des Films hat es eine wunderbar Neuauflage der Filmmusik gegeben. Dem Vinyl wurde in diese Variante ein Zoetrop Effekt spendiert, den muss ich noch etwas erforschen.

Halloween!

Als kompakte Scheibe haben wir schon die deutschsprachige Version im Regal, diese hier ist nun originalsprachig und so singt Danny Elfman den Jack selber auf englisch. Das ist zwar sehr großartig, aber ein bisschen vermiss ich Nina Hagen als Sally schon.

Das Doppelvinyl hat trotz der Zoetropen ein fantastischen Klang und lohnt sich laut anzuhören, um die ganze orchestrale Wucht von Danny Elfmans Werk zu erleben.

Zoetrop Effekt übrigens mit einem Stroboskop, das 33 Blitze in der Sekunde macht lässt hier lustig die Puppen tanzen – ist aber analog um Ecken kuhler als als Filmchen, daher gibt es kein Filmchen – selber ausprobieren :-)

Junger Mann

6 is afraid of 7 ‚cause 7 8 9

Junior ist ein phantastisches Album von Röyksopp, welches ich bisher nur nebenher in einem Beitrag vor zehn Jahren erwähnt habe, dabei ist es so unfassbar gut.

Anders als die Abspielreihenfolge im Internet, startet das Vinyl auf Seite 1 mit Röyksopp forever, alleine der Song ist einen kompletten Beitrag wert. Hier treffen Orchester auf Synthesizer wunderbar aufeinander und lassen eins der besten Intruementalwerke von Röyksopp entstehen.

Das Album beinhaltet The Girl and the Robot, welches mein Track des Jahres 2009 ist. Ein Song der Jahre später plötzlich und unerwartet von dem Kinderohr gefeiert wurde – zurecht übrigens.

Die Gastsängerinnen Robyn, Lykki Li und Karin Dreijer klingen super in dem Ensemble von Streichern und Synthis. Leider sind auch so drei Lieder auf dem Album eher B-Seite, was aber in Anbetracht der acht A-Seite eine super Quote ist. I’m in love with the Robots.

Aalezeit!

If I’m gonna go everywhere, I’m going there

Zeit für die Eels – EelsTime! – so heißt das neuste Album von den Eels. Habe ich mich drauf gefreut, als ich es mit der Blinking Lights zusammen bestellt habe. Auslöser dieser Bestellungen waren die drei Tracks, die Mark Oliver Everett schon im Stream zum Hören anbot – früher koppelte man Singles für sowas aus, auch E.

I’m going there

Allen voran habe ich If I’m gonna go anywhere direkt zu einem der besten Eels Songs rausgehört – lief endlos oft in den zwei Wochen vor dem Eintreffen des Albums. Als die Post es brachte war ich überrascht, denn ich hatte so im Hinterkopf, dass das Album erst in den Sommerferien veröffentlicht werden sollte.

Time, it’s all about time now!

Das Vinyl ist rotetraubensaftfarbend und klingt auch sehr gut, jetzt beim ersten leisen Hören. Allerdings ist auch kein weiterer bester Eels Song aller Zeiten des Jahres auf dem Album, denke ich – oder er versteckt sich noch in der Mussmanöfterhörenigkeit. Allerdings ist das Album deutlich eingängiger als der Zauberkraft vor zwei Jahren.

Blinkende Lichter und andere Enthüllungen

Hey Man, now you’re really living

Seit sechs Jahren habe ich das TripleAlbum Blinking Lights (and other Relevations) von den Eels auf der Suchliste bei discogs, aber es hat noch nie weniger als 300 EUR gekostet. Das verehrte Sammler sind mir die drei 10″ Scheiben bisher nicht Wert gewesen.

Old Shit, new Shit

Wenngleich das für 100 Musikminuten nur 3 EUR pro Minute gewesen wären und ich ja auch schon 12 EUR für weniger als vier Minuten ausgegeben habe, erschließt sich hier die Sparmaßnahme eventuell.

So genug Mathe hin zur Musik. Old Shit new Shit und Hey Man, sind meine Favoriten auf dem Album, welches ich bis dato nur als Dateien auf dem Rechner hatte. Rundherum sind aber eine Menge kleine und große Musikperlen und was besonders niedlich ist, sind die vier Variante von Themes from Blinking Lights :: (Bride Of Theme From) Blinking Lights, Blinking Lights (for you), Blinking Lights (for me).

Blinking Lights for Medienherz und Jimm

Jetzt gab es das wiederaufgelegte Vinyl als 3erAlbum aber als lila zwölf Zoll Platten. Hier kostete die Minute nun nur 42 cent, also unter 3 EUR für Old Shit und Hey Man. Wo man dann in dem üppigen Booklet viele Bilder und viel zu lesen bekam – also sehr viel mehr als digital – da viel mir auf, dass an dem Lied to lick your Boots ein gewisser Peter Buck von R.E.M. mitmusiziert hat und schon klingt der sowieso schon schöne Song direkt etwas mehr nach Mandolim Strum.

Dudelt jetzt schon das ganze Wochenende so vor sich hin, immer mal wieder eine der sechs Seiten – keine der 100 Minuten tut weh, allerdings bin ich jetzt kurz zum Debut der Eels abgebogen.

Vinylabel – Disco 50

It never happened to me!

Manchmal muss man Feste feiern, wenn sie fallen und so begab es sich Anfang April, dass einen Abend lang wunderbare 80er Musik und irre buntes Licht durch den Konferenzraum des Palasthotels zog.

Never happened to me :-(

Nachdem die 12″ Testplatte Never Never von The Assembly gute Dienste beim Aufbau und Anschließen aller Geräte gemacht hatte, ist sie mir mit der Kante auf den Fliesenboden gekracht und hat nun leider eine Macke.

Ist in sofern doof, als dass es sich hierbei um eine schöne und auch schon lange im Regal befindliche Platte handelt … naja ca. ab Sekunde 20 kann man sogar noch hören

Eventuell muss einer der tollen Geschenkgutscheine für ein Update dieser Platte in Anspruch genommen werden.

Der übrigen Partylaune tat dieser Bruch keinen Abbruch.

Große Wahrheit, kleine Wahrheit

Mit dem Fahrrad nach Alaska

Das dritte Soloalbum von Farin Urlaub hat wieder viele schöne Geschichten zu erzählen und eine Menge gute Laune Melodie und Rhythmen für die Tänzer. Im Detail, weiß ich aber gerade gar nicht wo ich Anfangen soll. Es gibt irgendwie keine Singleauskoppelung und auch nicht so den Hit auf dem Album und auch keine B-Ware, die es nicht gebraucht hätte.

Kleine Wahrheit – ich find das gut!

Allerdings gibt es noch etwas besonderes, denn vier Tracks haben es nicht auf die A oder B Seite geschafft, sondern sind auf ein 7″ Platte, die ebenfalls mit 33RPM läuft ausgelagert worden.

Es handelt sich aber auch bei diesen vier Songs nicht um B-Ware, sondern sie reihen sich nahtlos in den Witz und die gute musikalische Stimmung der anderen elf Lieder ein.

Die Webseiteninfo des Künstlers über das Album hat der großen und der kleinen Platte sogar Namen gegeben. Sie heißen Büffelherde (groß) und Ponyhof (klein). Lustige Leute.

Nichtsdestotrotz

Beim Ausparken aus der Garage fuhr der Vinyllieferdienst vor, der die neue Pet Shop Boys Platte nonetheless brachte und so konnte ich das Vinyl direkt mit an den See in die Kur nehmen.

It’s always Christmas (f)or the Sound of Summer

Arolsen 2024 – 30 Jahre nach dem Abi – war eine prima Vinylparty und die Pet Shop Boys samt ihrem neuen Werk mitten drin. Während die „Vorabsingle“ (gab es nicht auf Vinyl) es bis auf die Tanzfläche schaffte und Leute zum Tanzen brachte, wurden die anderen Lieder eher bei Bier und Grillgut belauscht und sowohl für gelungen als auch für langweilig gehalten.

Why am i dancing?

Da in dem Song The Schlager Hit Parade deutsche Schlager von den Boys abgefeiert wurden, stellte sich uns schnell die Frage, welche Lieder und wie viel zB von den Flippers, die Boys wohl damit meinten. Was auch immer.

Das 15. Studioalbum seit 1985 ist gut gelungen, macht Freude zu hören, hat den ein oder anderen gelungenen Hit Loneliness, Why am I dancing? kommt in der Breite aber nicht an die Megawerke dran, ist aber auch kein Schaffensabgesang, wie Elysium es in meinen Ohren war.

Meine kleine Empfehlung ist, die Happy-Pop-Trompeten in den Liedern zu finden und sie mit zu trompeten – das macht happy. Zudem habe ich beim ersten Hören unter dem Kopfhörer meine Liebe zu Love is the Law entdeckt und würde dieses Werk zu den besten Schlusstracks aller 16 Pet Shop Boys Alben zählen – da ist viel Sound sehr gut zusammengetan – besonders toll, die Alienflöte, die ab und wann mitmacht. Kopfhörer dafür!

When you gonna not say no and make the answer yes?

Nochmal debütieren, weil Liebe nicht sterben wird

Scheinbar war die Welt 1986 noch nicht bereit für das erste Deine Lakaien Album oder es war zu fix ausverkauft. 1991 gab es jedenfalls ein ReIssue und diese Wiederveröffentlichung hab ich im Regal.

Neben Love will not die finde ich aber sonst auch eigentlich nur Beikost. Spannend ist, dass sich ein paar Lieder nicht einmal richtig nach Deine Lakaien anhören und ich geschaut habe, ob da eventuell Gastmusiker oder andere Sänger dabei sind. Scheinbar ist das aber nicht so.

So, roter Regen

This will be my Testimoni

Ich bin immer wieder erstaunt, ähnlich wie bei Michael Jackson’s Album Thriller, wie viel Hammerlieder auf dem Peter Gabriel Album So drauf sind. Aber ich bin auch erstaunt, dass diese beiden Alben so oft verkauft wurden. Ich würde nämlich beiden Alben und insbesondere dem von Peter nicht den Status Mainstream geben.

Don’t you give up

Sledgehammer!

Habe ich letztes Mal beim Hören von So das Duet mit Kate Bush wieder entdeckt und abgefeiert, entdeckte ich dieses Mal, dass bei In your Eyes die halbe 80er Band von den Simple Minds mit trommelt, gitarrt und singt. Also inklusive Jim Kerr und sieben Sekunden später auch noch Youssou N’Dour.

Aber am Ende gilt, was auch das letzte mal galt und ich weiß nicht warum, aber das komplette Album hören ist ziemlich anstrengend. Ich denke, ich werde das die nächsten fünf Jahre erstmal nicht mehr machen. Lieber noch ein paarmal öfter Peter seine Werke aus dem letzten Jahr.

Unerlässliche Europatanzmusik

Forever in Love

Mit dem very Album haben 1993 die Pet Shop Boys schon einen Megawurf gemacht. Das Album ist aus meinem Regal nicht wegzudenken. Für die Kompaktscheibenspielgeräte gab es mit relentless damals schon ein Bonusalbum, auf dem abgefahrene Eurodance Musik von den Boys zu hören war.

Can lead to another

Zum 30. Geburtstag von very und relentless gab es jetzt die Bonuslieder auch auf Vinyl im Pet Shop Boys Laden zu kaufen – Slin hat sich netterweise um Zoll und Lieferung bis an die Haus gekümmert, sodass seit gestern goldgelbes Vinyl Tanzgeräusche ins Zimmer fegen.

Zwei von den relentless Liedern hatte ich mehr oder weniger vergessen und vermutlich knapp 30 Jahre nicht mehr gehört, denn von der Kompaktscheiben habe ich immer nur One Thing leads to another gehört, der Song der für mich aus dem very/relentless Ära zu den very besten gehört. Das Stück mischt 90erTechno und Boysmusik mit Anne Dudley Orchester und allem drum und dran unfassbar prima zusammen. Dicker Dank auch an Faithless, Du weißt schon wofür.

Nichtsdestotrotz – die Vorfreude auf Ende April steigt durch diesen Tonträger jedenfalls nochmal ein gutes Stück.

Jahresauftakte

Nachdem der erste Kauf 2024 nicht so eingeschlagen hat, wie ich mir erträumt hatte, habe ich herausgefunden, dass das Tradition hatte die letzten neun Jahre. Alle ersten Vinyls sind nicht so die Platten, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde.

Aller Anfang ist schwer

Immerhin hat es die auf den Dachboden verschleppte XX Platte wieder zurück ins Plattenregal gebracht, denn die ist ordentlich und mit dem Alu-Spiegel-Cover natürlich auch außergewöhnlich. Das Pet Shop Boys Album ist aber nicht unter den Top10 Alben der Boys und das gilt auch für beide Tocoplatten. Vermutlich ist das beste Album in dem 3×3 hier das SchickSchock Album, welches an manchen Tagen wirklich Spaß macht zu hören.

Nächstes Jahr kauf ich einfach keine erste Schallplatte des Jahres, dann gibt es da keine Messlatte.

Verlust des Lebens

Neues MGMT Album Loss of Life ist – obwohl das Jahr jetzt schon zwei Monde alt ist – meine allererste Platte und somit auch mein erstes 2024er Album. Es war ein bisschen der Plan, dieses Jahr nur eine Platte pro Monat zu kaufen, um mal nicht schon wieder das Regal umbauen zu müssen.

Nun zu Loss of Life, es ist hübsch grau und passig zum Plattenlabel, aber mir fehlen ein bisschen die Knaller auf dem Album, da war beim letzten Album vor sechs Jahren mehr Lametta. Ich hab es jetzt zum dritten Mal komplett beide Seiten angehört, morgens, mittags, abends – es holt mich nicht ab. Ist zwar erst die erste 24er Platte, aber das wird nicht mein Album des Jahres.

Das Duett mit Christine ist leider auch nur ein netter Song.

Irgendwie sind diese Jahresauftakt Alben selten supertoll, ich muss das mal recherchieren.

Endlich

Auf jeden Fall bin ich fast gar nicht in dich verliebt

Endlich Urlaub ist das erste SoloAlbum vom Farin Urlaub. Böse Zungen behaupten, es ist ein Ärzte Album ohne die doofen Bela Songs, naja es ist einfach ein sehr gutes Farin Album.

Die meisten Lieder funktionieren wie eine Singleauskopplung, ohne dass es welche waren. Sowas macht ja schon aus einem Album ein gutes Album finde ich. Ein kleines bisschen heraus sticht Sumisu was der japanische Name für Schmidt oder Smith ist und darin geht es auch darum, dass junge Leute viel The Smith Songs hörten.

Farin hat um des Wiedererkennungswerts einen schönen Gitarrenteil eingespielt, der den Gitarren im Smith-Song What Differnce does it make? schon sehr ähnelt.

Viele Lieder haben wunderbare Farin-Musikintelligenz und ebenso fantastische Texte.

Ich glaube, ich könnte das Album sehr sehr oft hören, ohne dass es mir zu den Ohren rauskommt.

Zwischenetage

Give me Evenings and Weekends, Evenings and Weekends

Mezzanine ist als ein wirkliches Top-Album aus meinem Plattenregal nicht wegzudenken, aber ich habe es zuletzt gehört, als ich vor zehn Jahren über das Massive Attack Doppelalbum aus den späten 90ern schrob.

Damals dachte ich, dass Mezzanine ein nicht übersetzbarer Name einer synthetischen Droge ist, aber scheinbar bezeichnet man so in Räumen gelegene Zwischenetagen, die nicht wie eine eindeutig neue Etage gewertet werden können. Ich hätte sowas immer ein Plateau oder eine Galerie genannt, aber jetzt sage ich in Zukunft natürlich:

Oh, was für eine wunderschöne Mezzanine!“

Das das Album bei mit in eine Zwischenetage runtergegangen ist, obwohl es eigentlich eine Zwischenetage höher gehört, liegt an dem Überalbum 100th Window, welches ich immer höre, wenn ich Bock auf Massive Attack hab, obwohl ich auch mal wie heute zu Mezzanine greifen könnte.

Angel (A), Teardrop (BA), Dissolved Girl (B), Man next Door (C), Excange Horace singt zu dem Song auf der B-Seite (D) sind die fünf Lieder für die alleine sich die jeweilige Seite (A-D) aufzulegen lohnt, der Rest ist ebenfalls unbedingt hörenswert.

Moving up slowly

Vor zehn Jahren und früher war ich blind für die Kleinigkeiten, denn es steht sehr wohl sehr klein und sehr kontrastarm auf den jeweiligen Labels auf welcher Vinylseite wir uns gerade befinden. Lesebrille half hier etwas. Typographen und Freunde von Barrierefreiheitskriterien sind trotzdem nach wie vor entsetzt.

Spanner

Keep haunting me, taunting me

Mike Patton, Stimme und Mastermind von Faith No More, hat 2006 das Soloalbum Peeping Tom produziert und Lieder mit diversen Gastmusikern aufgenommen. 2023 gab es das Werk neu auf goldgelbem schweren Vinyl.

They never get through to me

Ohne ein Lied zu kennen reizte die Vorstellung, das Patton mit Massiv Attack etwas zusammen gemacht hat. Zudem hat sich die Rezension bei jpc super gelesen.

Resultat ist ein Album, welches ich nach zweimal hören auf Augenhöhe mit Angeldust sehe. In der Spitze fehlt zwar Midlife Crises aber in der Breite gibt es keinen Krach.

Sehr kuhl auch, dass man bei dem Cover peepen kann – wenn auch nicht ganz so spektakulär, wie damals bei der Kompaktscheibenverpackung von Songs of and Devotion.

Ob Absicht oder Witz – Kill the DJ feat. Massive Attack ist nicht das letzte Lied auf der A Seite, wie es auf der Rückseite geschrieben steht, sondern das erste auf der B Seite. Ist vielleicht für einen DJ wichtig, wenn er nicht gekillt. werden möchte.

Das Pazifikalter

I never know, I never know, I never know
OMD ’86

Eine meiner ersten Musikrecherche gehen auf den Hit Forever live and die von diesem OMD Album zurück. Während ich im Europe Final Countdown Fieber war, hatte es meinem Vater ein Song angetan, den er mir zwar grob vorsummen konnte, der mir aber nichts sagte und den ich dann erst am nächsten Samstag in der Schlagerralley mit Wolfgang Roth fand und mit ihm verifizieren konnte. Spätsommer 1986.

Im November kaufte ich erstmals ein Geburtstags-oder Weihnachtsgeschenk im Marktkauf Oldentrup – das war die 12″ von diesem Song, die steht aber artig im Elternhausplattenregal.

We need you every Day

The Pazific Age ist mit Ausnahem der Radioliedern We love you und Forever live and die leider eine OMDesque Kunstsammlung, die einen wenig aus dem Musikpausesessel holt, aber das Plattencover mag ich schon sehr und Forever live and die auch.

Konversation

Come on

Das Kruder & Dorfmeister Album Conversation ist seit über zehn Jahren die von Ben angemachte Musik, wenn im Palasthotel neue Webseite ihre Eröffnung mit uns feiern (treffender Name dafür LaunchMusik). Allerdings bis gestern immer über schäbbige digtale Dateien.

Dank Jens von Discogs hat das nun ein Ende. Die 1996er Variante war vormals immer vergriffen oder übergriffig teuer, jetzt gibt es eine 2023er Neuauflage für moderate Kosten.

Doppelvinyl mit den seit Jahren so vertrauten Klängen jetzt in surreale Vinylatmosphäre, war ein besonderer Feierabend gewesen heute. Die Platte muss ich dann mal mit ins Büro schleppen zu den nächsten Launchfestivitäten.

Mit 200km/h auf der falschen Spur

This is not enough

t.A.T.u. sind die ersten russischen Künstler im Plattenregal, die mir damals auffielen, weil es spannend klang, was Trevor Horn ausprobierte. Der Song All the Things you said ging zudem sehr ordentlich ins Ohr.

Damals reichte es bei mir nicht für Platten oder Kompaktscheiben, aber jetzt gab es die Schallplatte als 20th-anniversary für unter 20 EUR in blutgesprenkeltem transparentem Vinyl – das ist als Kunstwerk schon akzeptAbel.

Was ich vergessen hatte ist, dass es ja auch dieses schräge Smith-Cover von How soon is now auf diesem Album gab. Naja, vermutlich die günstigste Platte des Jahres, aber nicht die beste …

Hubert Kemmler

Andrerseits, ich fang‘ schon an nach den Sternen zu schau’n

Mit einem Nachthemd unter Sternenhimmel in der ZDF Hitparade ist er mir das erste mal aufgefallen, damals in seiner Band Hubert Kah. Aber ich kannte auch schon andere Lieder aus der WDR Schlager Rallye. Der Zauber ist nie wirklich verflogen und unbewusst an mehreren Stellen immer wieder aufgepoppt, zB als er mit Sandra Maria Magdalena und In the Heat of the Night sang.

in Arolsen gab es dann irgendwann noch Wenn der Mond die Sonne berührt dazu und neulich lernte ich, dass auch Imker und Hamilton mit Hubert Dancin into Danger gemacht haben. Immer PopRockGitarre und Synthiegeblubber, also eine Rezeptur für meine Lieblingslieder.

Ob ich das alles auch wüsste, wenn Hubert Kemmler nicht bei Promi Big Brother gewesen wäre, was mich allerdings schockiert hat, ist ungewiss.

2023

Ziemlich gutes Depeche Mode Album, ziemlich nebenbei veröffentlichtes Philipp Boa Album und ziemlich überraschendes versetztes Doppel The National Album.

Die drei Werke sind meine Favoriten aus diesem Jahr.

Die größte Überraschung ist hierbei das BonusAlbum, welches einfach so beim 30sten Geburtstag von Boaphenia dabei war und vermutlich die besseren Tracks beinhaltet … Depeche Mode hat hohe Erwartungen erfüllt und The National einen großen Wunsch zum letzten Album erfüllt und die Musik genießbarer viel genießbarer gemacht. Der Lachabspann noch dazu macht diese Doppelpackung ein bisschen mehr zu meinem Jahresliebling als die anderen beiden.

Sechs Seite The National
Drei Seiten Depeche Mode
Zwei Seiten Boa
Padam

You in my New Order T-Shirt von The National oder Silent Running von den Gorillaz sind die Tracks die am meisten gefesselt haben. Oft und gerne gehört auch die Depeche Mode vorab Sinlge Ghost again und den letzten Track der Platte Memento Mori Speak to me. Für ein paar ordentliche Tanzschritte hat auch Kylie Minogue ihr Padam Padam beigetragen – was eine kuhle Nummer. Kann mich kaum entscheiden.

Liebeslieder von Peter Fox und Bonn Park Tracks von Dagobert entzücken auf ihre Art und Weise auch noch hier und da – Toskana Fanboy for Life mit Peter und Adriano Celentano zum Beispiel sehr.

Es ist auch ansonsten noch einiges an Neuheiten dazu gekommen, aber kaum mehr altes Zeug, scheinbar habe ich in den letzen Jahre die Lücken, die die Kompaktscheiben im Plattenregal schufen, aufgefüllt.

Ich habe überhaupt keine einzige Platte bei den Amaizonen gekauft, sondern beinahe alles in Georgsmarienhütte oder direkt im Dagobert Internetladen. Insgesamt sind es nur drei Viertel des Vorjahresbestellwerte gewesen und das, wo U2 und Peter Gabriel sündhaft teuer waren.

2023er, die neuen Alben, die neue 7″ Single

Single des Jahrs oder Song des Jahre?

Ghosts again ist sticht heraus auf dem Depeche Mode Album und ist irgendwie auch sehr nah an einem Song des Jahres. Allerdings mag ich auch die unfassbare Liebligkeit von Bay Rum aus dem Boa Porzellan Bonus Album und nicht zuletzt natürlich You in my New Order T-Shirt von The National.

Ich kann mich zwischen den drei Knallern nicht entscheiden.

  • Bester deutscher Künstler: Phillip Boa
  • Bester englischer Künstler: Depeche Mode
  • Bester amerikanischer Künstler: The National

Ghosts again
Depeche Mode

Am Ende kann es nur einen geben und wenn ich in den letzten Jahren auch oft enttäuscht war, dass Depeche Mode nicht an die großen Werke der 90er anknüpfen konnte, so freue ich mich dieses Jahr, dass Memento Mori und Ghosts again so überraschend gute Depeche Lieder mitgebracht haben. Es stand eigentlich schon in Düsseldorf nach dem Konzert fest, aber gerade auch noch einmal unter Kopfhörern final beschlossen.

Heaven’s dreaming thoughtless Thoughts my Friends

Eingabe / Ausgabe – hell- und dunkelmixig

Like the darkest Superhero … born so bright.

Das ganze Jahr über gab es im Internet jeden Monat ein neues bright oder dark oder beides Lied von Peter Gabriel. Zwischendurch hab ich mich tatsächlich sogar immer ein bisschen angezaubert gefühlt, denn auch diesen Peter mag ich.

Mitte des Jahres kam dann heraus, dass es zum Jahresende ein Album namens IO geben wird, input/output oder an/aus oder bright/dark oder 1/0 – ein Konzept, welches ich sehr gut aus dem Palast10tel kenne und mag. Hier kommt auch der Sponsor des sauteueren Albums ins Spiel: Es gab vor Jahren ein gutes Konzept, Leute aus dem Palasthotel anerkenndende Gutschriftenkredite neben dem Lohn stuerfrei zu gewähren, bis eine Sozialgesetzeslage das wieder untersagt hat. Jedenfalls hatte ich noch ein Guthaben, um mir genau diese beiden Platten im Mediamarkt zu kaufen und genau das ist am ersten Advents Wochenende passiert.

I wanted to connect Music and Art

Booklets

Aufgemacht sind die beiden Alben sehr hübsch – magenta für bright und brightblue für dark kommen die Zwillinge daher. Gibt immer fein drei Lieder auf einer Seite, also insgesamt 24 auf den acht gut klingenden Seiten. Im 24×12″ Booklet gibt es für jedes Lied eine Doppelseite, Mitwirkende, Songtext, Kunstbild wunderbar gestaltet.

Additional Synth: Brian Eno

Und wie finde ich dieses Dark und Bright

Sein Album in einer freundlicheren und einer düsteren Version zu veröffentlichen finde ich ja ein super Idee, allerdings für beide Varianten so sündhaft viel bezahlen zu müssen nicht, es sind am Ende ja nicht zwei superheftig unterschiedliche Alben (so wie hell und dunkel von den Ärzten). Vielleicht hätte ich mir nur die Dark-Version kaufen sollen, aber ich kann nicht sagen, ob ich die etwas bassigere und etwas anders gesungene Variante tatsächlich besser finde. Four kinds of Horses finde ich auch in der BrightVariante schon schön dark, aber der Darkest Star Engelchor gibt auch dieser Dark-Variante nen Superkick.

Am Anfang des Jahre(hundert)s hätte ich aber vor allem nicht gedacht, dass ich am Ende des Jahre ein Peter Gabriel Album so abfeier.

Bright / Dark Package

Trevor Horn

So the Story goes: Owner of a lonely Heart

Von ABC bis heute bin ich immer und immer wieder entzückt von Dingen, die Musiker mit Trevor Horn gemacht haben. Die Tage kam ein Album heraus, dass von ihm ist.
Trevor Horn – Echoes / Ancient & Modern

Hier feiere ich seine Sammelung von Liedern, die zuvor zum größten Teil nicht mit ihm in Verbindung standen, ein paar aber auch schon: Relax und Owner of a lonely Heart zum Beisipiel, aber Seal und Marc Almond von Trevor Horn produziert, als iTüpfelchen auf kuhlen Instrumentensound ist groß und großartig.

Im dazugehörigen Booklet erfährt man zu jedem Song und jedem Gastmusiker ein paar erklärende Wort, die zum Beispiel beschreiben, warum Iggy Pop für Personal Jesus ins Boot kam und dass sich der Song auf keinen Fall nach Johnny Cash anhören sollte. Wonach auch immer er sich nun nicht anhört, eigentlich war der Song (ohne ihn gehört zu haben) ein bisschen der Kaufgrund. Am Ende würde ich ihn nicht zu der besseren Hälfte dieses Albums zählen und lieber schnell mal das Original auflegen.

1989-swifteln

Wir Weihnachtswichteln mit einer größeren Familiengruppe und nutzen dazu seit letztem Jahr ein App. Hier bekommt man dann nicht nur sein Wichtelbeschenker genannt, sondern kann auch einen Wunschzettel pflegen. Da es hier nur um das mitbringen und überreichen und auspacken und so geht, ist es super, dass man sich in der App direkt einen Wunschzettel anreichern kann.

Hier habe ich mit 1989 von Taylor Swift auf die Liste gesetzt, da das Vinyl reduziert unser maximal Budget für Geschenke nicht überschritt und vorgeschlagen wurde, als ich Vinyl als Kategorie wählte. Die meisten anderen reduzierten Alben hatte ich bereits im Regal.

Ich hätte aber tatsächlich kein einziges Taylor Swift Lied benennen oder singen können, habe jetzt beim Hören aber ein paar wiedererkannt. Ist nur so ganz rudimentär meine Musik muss ich gestehen, aber es ist auch nicht wirklich schlechte Musik. Lustig ist, dass mich am Ende scheinbar meine eigene Kinderhand bewichtelt hat und der die Platte wohl nicht mochte.

Definitiv vielleicht

I wonder where you are now

Definitiv fehlte dieses Oasis Frühwerk noch in der Regalsammelung, aber dieses Jahr brachte es das Christkind unter den Baum. Fotografiert werden durfte die Supersonic Seite C dann mit dem Weitwinkel-iPhone aus Kinderhand. Kinderhand hat jetzt, das bessere Handy, so kann es kommen – dafür freue ich mich vielleicht ebenso doll über das bessere Vinyl.

Definetly Maybe kommt remastered als Doppelvinyl immer drei Knallerlieder pro Seite macht dann zwölf Songs, die natürlich trotz dem Remaster schrebbeln, weil es eben Oasis ist darf man annehmen.

Supersonic und Slide away erinnern an schöne Zeiten in den mittigen 90ern und lassen wieder ein Jahr mehr die Vorfreude auf die Oasis Reunion aufflammen und die Freude über die wunderschöne 12″ Sammelung, die im Regalteil O schon auf diese Platte wartet.