Fetter Pop

Paul Weller, der ein Urvater des BritPops sein soll – dachte, dass wären die Beatles – hat ein neues Album rausgebracht, dessen Namen mich direkt anspricht: Fat Pop

Who gives a fuck when no one else does?

Ich (Banause) kannte vor dem Kauf keinen Track des Albums mit einem kuhlen Cover und gut zu lesender Plattenkritik – und ja, sowas wollte ich nicht mehr machen, aber diese Platte hier ist ganz gut gelungen. Es ist nicht die Art von Fat Pop, die ich abfeiere, und auch kein Brit Pop, aber es ist echt gut und entspannt anzuhören. Nen bisschen wie David Bowie vielleicht?

Weller kommt ins Plattenregal zwischen Weezer und Westernhagen.

Aber erstmal nochmal auf den Plattenteller und Cover an die Wand:

Eisenbahn

100 Jahre später … was machst du dann?

Als Sohn eines Eisenbahnfans musste ich zwangsweise über die Band Die höchste Eisenbahn stolpern. Ich wurde in den letzten Jahren zweimal getriggert, wobei ich erst beim zweiten mal dachte – och kuhl – da hör mal ein wenig rein, die Jungs machen ja lustiges Zeugs und haben spannende Kooperationsmusiker aus Deutschland dabei – allerdings tatsächlich mal nicht Dirk von Lowtzow, sondern Tomte Leute und Wir sind Helden Leute.

Der Track Was machst Du dann? ließ mich das Album ausfindig machen und kaufen, da auch der Albumname Schau in den Lauf Hase ansprechend in meine Musikvita passt, sei es durch Barrel of a Gun oder den Hasen halt. Aber ich hab es ein paarmal versucht, am Ende werde ich nicht mit viel Musik von den höchsten Eisenbahnern warm.

Ich bin noch nicht so sicher, ob die Platte ins Regal kommt, oder direkt in einer aussortiert Einheit landet …

Ach so, ich habe ja direkt noch das neueste Album von 2019 Ich glaub dir alles mit bestellt, da würde ich jetzt auch mal einen Vormittag lang reinhören.

Nett ist die Inklusion der Kinder in ein paar Liedern, gilt auch für das Hasenalbum, aber nett ist ja auch nicht immer gleich weltklasse.

Ich werde auch mit dem 2019er Album nicht warm, schätze ich. Manche Dinge sollte man sich echt erstmal komplett in einem modernen Streamingdienst in die Ohren rauschen lassen.

Ein weitere Fall aus Gnade

Eigentlich wollte ich nur schauen, was die Jungs von Depeche Mode die letzte Zeit so gemacht haben, da fand ich raus, dass Martin bei einem The Mission Song auf dem letzten Album Only you and you alone mitgesungen hat und hab da vermutlich mal reingehört und dann auch noch mehr angehört. Den einen oder anderen The Mission Song mochte ich ja auch schon zuvor.

… and you alone

Dieses 2016er Album ist tatsächlich aber weit besser, als was ich jetzt so erwartet habe. Irgendwie haben dann ja tasächlich auch noch mehr Bekannte hier ihre Finger mit im Spiel und so ist mein Lieblingstrack Met-Amor-Phosis untersungen von Ville Valo. Das ist großartiger DüsterProgressivRock – es wäre mein Lieblings Sisters of Mercy Album, wenn denn Andrew und Wayne sich nicht in den 80ern gezofft hätten …

Kann ich nur empfehlen, ist ein wohliger Mix aus Düsterness und entspanntem Rock mit erstaunlich wenig Synthiehilfe und auch keine Sitars glaub ich. Mit acht Liedern ist da deutlich weniger drauf als in der Vorschau bei den Internetstreamingdiensten, aber es sind definitiv nicht die acht schlechtesten Werke übrig geblieben.

Das blaue Album

Thanks for all you’ve shown us!

Wenn ich einen Hitsong von Weezer benennen müsste, dann wäre das wohl Buddy Holly. Auf Grund dieses Songs habe ich mir 1994 die kompakte Silberscheibe angeschafft und das Lied auch oft auf Mixtapes gespielt, weil es ein kuhler Popunksong ist.

Vor ein paar Wochen tauchte dieses Album plötzlich in den VinylTop10 eines großen erfolgreichen Internetversandservices auf und ich klickte verwundert weiter um zu sehen, dass es dieses Schätzchen für einen Preis gab, den ich seit Jahren nicht mehr für tolle Alben lesen konnte – glaub 14,99 EUR.

Es ist nicht aus dem ursprünglichen Veröffentlichungsjahr von 1994, aber es kostet auch nicht 314,99 EUR, daher habe ich es mal in das Plattenregal transferiert, nicht ohne es zuvor anderthalb mal laut anzuhören. Danke Sonderangebot.

Sie scheint weiter

Am 4. Juli 1992 ist in Bielefeld was sehr schlimmes passiert und zwar während eigentlich was ganz kuhles passiert ist – Roxette war zum Joyride auf der Alm. Aus unserem Schuljahrgang ist eine unserer tollesten Mitschülerinnen von einem Auto tödlich angefahren worden. Seither erinnert immer und immer diese Lied an sie und lässt sie weiter scheinen.

Wahrscheinlich lief dieses Lied auch an dem Abend im PC69, als wir darauf gewartet haben, dass sie dort mal endlich ankommt, aber das ist eben leider niemals mehr passiert außer, wenn The House of Love sie hat bei Shine on eben in die Gedanken zurückgeholt hat.

Das ist dann jetzt auch 29 Jahre her und es ist ist immer noch eine der schlimmsten Zeiten in den letzten 29 Jahren gewesen.

Trabantenstadt

Play with Guns you must be bad or hiding something, Jack

Mein Vater hatte mich 1990 vorgewarnt, als wir zwischen Pfingsten und den Sommerferien 1990 mit der Klasse einen Schulausflug nach Köln gemacht haben nicht zu viel Geld bei Saturn Hansa zu lassen. Es war bis heute der größte Plattenladen, den ich je betreten hatte – Gemini war zu der Zeit in Bielefeld ein Tante Emma laden dagegen.

Nicht auf die Eltern gehört sind wir dann natürlich auf jeden Fall dort rein, und ich habe auch mindesten zwei Pet Shop Boys 12″ gekauft, wobei ich wetten würde, dass es mehr waren. Ganz sicher war jedenfalls Suburbia – The full Horror Version mit in der Tüte.

The full Horror ist nicht nur einer der besten Maximixe eines Pet Shop Boys Liedes, es sind auch zwei sehr brilliante B-Seiten dabei mit Paninaro und Jack the Lad. Unter Umständen habe ich in Köln auch mit Policy of Truth meine erste Depeche Mode Schallplatte gekauft, allerdings könnte das auch bei WOM passiert sein – wir hatten nämlich noch einen zweiten – allerdings nicht ganz so großen – Plattenladen auf der anderen Seite vom Dom gefunden.

Ich weiß gar nicht mehr, ob wir den Dom auch besichtigt hatten … aber sicherlich waren wir vor ca. 31 Jahren nicht nur wegen des Vinyls in Köln?!

Frieden oder Liebe

Vor Wochen hatte ich mir doch gewünscht, dass die Kings of Convenience sich nochmal zusammenfinden und ein Album machen. So schnell hatte ich jetzt gar nicht damit gerechnet, aber seit Freitag ist es nun da. Peace or Love.

Es ist neues Material, aber in gewohnter gitarriger Loungeentspanntheit. Für den ein oder anderen mag der Gastgesang von Feist gelungen sein und es passt auch stilistisch in die Lieder, aber es macht nicht direkt Megaknaller aus den Songs.

So sehr ich mich freue, diese weiße Vinyl nun zu besitzen, so sehr ist aber auch klar, dass dieses Jahr schon deutlich bessere Alben neu auf den Plattenteller gekommen sind.

All die Farben von dir

Nachdem das letzte Album von James so toll war und mich auch das erste Lied von dem neuen Album echt gut geteasert hat und das Cover hübsch anzusehen ist und ein paar weitere Reinhörer beim Internetdienst sehr gut waren:

Ich freue mich, dass das neue James Album nun bei mit im Bilderrahmen hängt und schon mit allen vier Seiten auf dem Plattenteller gelaufen ist. Es ist wieder toll. Es versprüht keine Album des Jahres Atmosphäre, aber es ist nicht so, dass man es zwischendrin ausmacht oder ein Lied weiter hüpft.

Da ich auch ein großer Fan von Farbkonzepten bin, ist auch das Anheften guter Eigenschaften an Farben im Innenteil des Klappcovers sehr gelungen.

Bruderschaft mit einem bizarren Liebesdreieck

Every Time I see you falling I get down on my Knees and pray

Es ist gar nicht so ein spektakuläres New Order Album. Ständig vergesse ich mehr oder weniger, dass ich es im Regal stehen habe. Von dem Hammersong dieses Albums Bizarre Love Triangle – der Professor sagt, bester New Order Hit – hab ich in meiner Substanz Sammlung ja ebenfalls die 12″, sodass meistens die Platte aufgelegt wird, wenn ich auf bizarre Dreiecke Lust habe.

Jetzt nochmal diese aufgelegt, sind doch ne ganze Menge super Lieder versteckt auf der Platte: As it is when it was, All Day long, State of the Nation

Allerdings bin ich mir sehr sicher, dass ich diese Platte schon unfassbar lange habe und sie zwar nicht bei Interfunken, aber dennoch zu DM Zeiten gekauft habe und sie somit vermutlich eine meiner günstigsten New Order Schallplatten ist mit 8,90 DM aka 4,60 EUR (dafür gibt es fast nichtmal New Order-Wegwerf-7″ bei discogs). Diese Platte hat aber obendrein eine fantastische Qualität bis in die letzten beiden Songs rein.

Nichtmal 9 Mark

Die gebürstete Stahloptik des Covers finde ich auch unschlagbar gut, könnte ich mir gut länger im Rahmen an der Wand vorstellen, wenn nicht jeder Dealer ein unablösbares Etikett hätte draufbatschen müssen.

Kaputt

Es ist eine seltsame Schallplatte das Minialbum Broken von Nine Inch Nails. Sechs Lieder sind drauf, alle auf der A-Seite, auf der B-Seite ist kein Song?!

Gut aussehen ist auch nicht immer alles …

Es ist auch viel Lärm, wenig Soundgebilde, die etwas mit Synthetischer-(Düster)-Pop Musik zu tun haben – heute wird diese Platte aussortiert, dabei war die noch gar nicht lange im Plattenregal. Ich hatte auch nichts drüber geschrieben, denn da ist wirklich kein nennenswertes Highlight drauf. Komisch, dachte ich immer, darum hab ich die ja gekauft, aber es ist sicherlich die unnützeste NIN Platte, die ich jetzt habe.

Wie alt bist Du?

Also fast vierzig, aber von vorne:

On and on, our Love is like the Sun

Die Tage hab ich meine erste in Bulgarien gepresste Schallplatte bekommen. Pressjahr ist 1983 und es ist das Solo Comeback von Robin Gibb 1983 drauf: How old are you? mit der großartigen Single Juliet, die ich damals in der dritten Klasse mit meinem Papa mehrfach abgefeiert habe. In meinem Elternhaus gibt es diese Platte vermutlich auch noch in deutscher Pressung, aber vermutlich viel öfter abgespielt und kaum günstiger als 5 EUR.

Ich muss in erster Linie Maurice Gibb feiern, denn dem seine BackingVocals (Interlude: Close your eyes, Juliet, don’t let go) sind deutlich sympathischer, als der Robin-Falset-Gesang – aber Juliet geht so mega80er nach vorne, ich denke, dass oder Peter Schilling oder Nena, möchte ich aus 1983 nicht weggedacht haben.

Dunkle Herzen

Alben, die das Zeug haben zum Album des Jahres zu werden aber von mir zu spät in Gänze entdeckt wurden gibt es bestimmt einige. Pretty Hate Machine von Nine Inch Nails und Disintegration von The Cure sind zwei Beispiele aus den sehr sehr frühen 90ern.

Annie, Annie, they playing our Song

Jetzt hat es die Tage eine Lieferung aus Norwegen gegeben, auf die es auch zutreffen könnte: Dark Hearts von Annie aus dem Jahr 2020 in Gänze entdeckt Pfingsten 2021 und das auch nur, weil Nils, der die Atemtechnik von Nena nicht mag, es nochmal auf die Agenda geholt hat. Ob es bei mir final gereicht hätte Jarv.is zu entthronen glaub ich aber auch gar nicht.

Es ist sehr starker und intelligenter düsterer Synthiepop mit Untermischung toller Gitarren und andere Instrumente und besungen von einer kuhlen passenden Stimme. Der Familienbetrieb Storm hat hier einiges auf die Spur und dann auf das Doppelvinyl gepackt. Ein bisschen schade, dass es das nur für teuer oder in Norwegen zu erwerben gibt. Es weckt jedenfalls sofort die Lust auf mehr Musik aus Norwegen und zwar nicht nur aber auch a-ha. Was macht Röyksopp eigentlich gerade?

Annie kommt ins Plattenregal zwischen Alt-J und Arctic Monkeys.

Rote Sonne Frittenbude

No Border, no Nation, no Love, no Dedication

Hier kommt zehnmal Elektropoppunk auf zwei Platten, einer transparenten 7zoll, wo zwei Songs drauf sind und einer transparenten 12zoll, wo acht Songs drauf sind.

Zwei Bonustracks auf 7inch

Die Lieder erzählen allesamt ganz nette Geschichten ohne vom Klang her groß unterschiedlich zu sein – mag ich trotzdem.

Aber es ist so gut wie gar nix spektakuläres zu berichten, denn nebst der außergewöhnlichen Art zehn Songs auf Vinyl zu pressen, hat diese Frittenbude Album Rote Sonne leider keine Highlights, war aber zum Glück auch recht preiswert zu erwerben.

Stell Dir mal Drachen vor

Drachen wollen Goldschätze haben und bewachen stelle ich mir vor, oder Smaug?

Radioactive! Radioactive!

Jedenfalls um Golfschätze anzuhäufen scheint es nun was neues zur Rettung der Künstler oder der Plattenlabel zu geben. Schweineteuere meist dann auch farbige 10″ Vinyls – der Hase wäre begeistert – von Songs, die mal cool waren. Ich gebe zu, ich würde da vier fünf Songs von kaufen wollen, weil ich sie noch nicht auf Vinyl habe – aber das würde 100 EUR kosten.

Ob es noch geht habe ich mich gefragt – 25 EUR für eine „streng limitierte“ blaue 10″ von Tokio Hotel / Durch den Monsun

Ne, da ich hab mal eine andere gekauft, die nur gut die Hälfte gekostet hat und vor eine paar Jahren von den Kinderohren ganz gut gefunden wurde. Sind am Ende vier ganz nette Songs, die hier in 45RPM abzuspielen und anzuhören sind – vielleicht ist das ein ganz lustiges Konzept, kleine 10″ Instant Greatest Hits oder Alben zu veröffentlichen. Hab ich ja sogar schonmal selber gemacht mit Paula.

Fallschirme

I wrote a Song for you and it was called „Yellow“

Habe ich doch vor lauter Umstellen der Lockdown Geschichten gar nicht gemerkt, dass ich ein 2000er Album vergessen hab, was auf gar keinen Fall unbemerkt im Plattenschrank bleiben sollte – Parachutes von Coldplay – weil es die Summe der super 2000er ordentlich ergänzt.

Auf Kompaktscheibe ist das Album damals im Erscheinungssommer angeschafft worden, weil es kurzfristig kaum was anderes im Ohr gab, als Coldplay. Trouble und Yellow zumeist, die beiden Übersongs aus dem Album. Und entweder weil die beiden so supergut und nicht wegdenkbar, sind die anderen Songs auf dem Album doch eher sehr mau, verglichen mit Songs aus den späteren Alben, insbesondere dem X&Y.

Update der 2000er

Serpentinengefängnis

Im Abspann einer Netflix oder Primefolge begann ein kuhles Lied – das passiert mir ja ständig und ständig kaufe ich deswegen auch Schallplatten – jedenfalls in der Sekunde in der die Stimme einsetzte wollte ich wissen, welches The National Album ich dafür kaufen müsste, doch zu meiner Überraschung, hörte ich tatsächlich Matt Berninger, aber ich hörte einen Track namens One more Second seines ersten Soloalbums.

Nachdem ich das letzte The National Album nicht sonderlich gelungen fand und auch noch nix darüber geschrieben hab, ist das Solodebut von Herrn Berninger tatsächlich eine Ohrenweide. Er singt wieder, wie man sich das von ihm wünscht und es ist obendrein in einer für ihn typischen Düsterlaune instrumentalisiert. Piano, Bass, Synthies ganz prima.

Für mich spielt das Album ungefähr auf dem Niveau von The Boxer übrigens auch was Artwork, Formen und Bilder angeht.

Ein Ende hat einen Anfang

Some Things should be simple even an End has a Start

Das 2007er Album der EditorsAn End has a Start ist definitiv nicht ihr bestes Album trotzdem finden sich auch hier ein paar tolle Melodien und Arrangements allen voran das Lied, dass dem Album seinen Namen gab und der Opener Smokers outside the Hospital Doors.

2005, 2007, 2009, 2013, 2015, 2018 und hoffentlich 2021?

Die letzten vier Alben sind definitiv weit oben in meiner eigenen Hitliste, während die ersten drei zwar auch ihre Momente haben, aber noch nicht auf Albumlänge die Qualität.

Wenn der Rhythmus noch passig ist und das Best of Album nicht Zeit von der Uhr klaut, dann könnte drei Jahre nach Violence gerne diese Jahr auch noch das siebte Studioalbum herkommen.

Zuckersteuer

The Light above, it shines so bright that the F.B.I. won’t sleep tonight

Im letzten Winter habe ich einen kleinen aber sehr berechtigten OMD Flash bekommen und meine Kaufabsichten zu dem vermutlich besten OMD Album Sugar Tax vollendet.

Jetzt ist es geliefert worden in einem super guten Zustand, man merkt dem Album seine 30 Jahre nicht an. 1991 hatte ich mir die Vorabmaxi Sailing on the seven Seas als Silberscheibe gekauft und mich damals schon amüsiert, dass es ein Titel einer B-Seite geschafft hatte, der Namensgeber für ein Album zu sein. Das ist und bleibt bisher einzigartig in meiner Sammlung, wenn ich das richtig überblicke.

Das ist schon ein bisschen mein Album des Sommers 1991 gewesen und OMD auch ein bisschen meine Band des Sommers und daher wurde von der Sommerferienjobkohle auch die ein oder andere weitere OMD-Silberscheibe angeschafft, allerdings keine einziges bisschen Vinyl, sondern ein neues Silberscheibenabspielgerät von Phillips.

Dann drehst du dich weg

I will not pay your Sugar Tax

Weder auf der 7″ noch auf der 12″ von Sailing on the seven Seas ist Sugartax, sondern hier hat sich der auch noch ganz ordentliche Track auf der B-Seite der 7″ von der dritten Singleauskopplung Then you turn away versteckt.

Letztere Single war jetzt in einem kleinen Maxibrief die Tage per Post zugestellt worden und erfreut nun als meine zweite OMD 7″ im Schuhkarton.

Dagobert

Hast Du auch so viel Spaß?

Es ist bestimmt eins der verrücktesten Alben, das ich besitze und Dagobert ist bestimmt auch einer der verrückten deutschsprachigen Sänger. Aber was genau ist das eigentlich, was er da macht? Es ist zu verspielt für Schlager, aber die Texte sind sowas von Schlager – dazu kommt noch so ein Wienerisches – trotz das er Schweizer ist – in der Stimme und wie Mama und Papa sagen würden sehr viel Schmalz.

Aber es ist so super, ich hab das hier mal zum Hochzeitstag vor ein paar Jahren angeschafft und seither eigentlich geplant mal einen Beitrag zu dem Album zu schreiben, wenn ich eine Flasche Wein intus habe, aber dazu ist es seit Jahren nicht gekommen.

Naja, jedenfalls da es mittlerweile auch noch mehrere Alben von Dagobert gibt und ich bei dem vierten auch sehr sehnsüchtig auf das Vinyl warte, habe ich mir zur Wartezeitkürzung das dritte Album (das soll sehr 80er poppig sein) soeben für -15% Rabatt beim Plattenversand von JPC bestellt, kommt dann vermutlich auch am Hochzeitstag an.

Jetzt aber zurück zum Plattenteller, umdrehen und nochmal hören, es ist so ein großer großer Spaß und es ist auch wirklich schön.

Unsichtbare Berührung

I‘ coming down like a monkey, but it’s allright

Land of Confusion, Into Deep, Invisible Touch, The Brazilian, Throwing it all away sind schon bemerkenswert gute Songs, die sich alle auf dem 86er Werk von Genesis befinden, aber ich komme auch heute (acht Monate vor Weihnachten 2021) nicht drum herum immer und immer wieder das Überlied dieses Albums abzufeiern:

Tonight, tonight, tonight

Die Album Version ist mit knapp unter neun Minuten Länge etwa drei Minute kürzer als die Extended Version, die ich ja auch unfassbar abfeiern könnte. Aber kennt ihr das Musikvideo von Land of Confusion, wo die Darsteller alle als Hurra Deutschland Gummipuppen rumzappeln – ist definitiv ein YouTube googlen wert …

Ich für meinen Teil, werde aber jetzt nochmal die 9minuten Variante und die fast 12minuten Variante hintereinander abspiele aber vielleicht vorher nochmal The Brazilian, das ist auch nicht so oft durch die Radios in den 80ern gegangen, nämlich gar nicht schätz ich, dabei kann man das bringen, ist auch ganz ohne Philgesang übrigens, falls das wer nicht mehr hören kann … ich finde das ja auch mit Phil recht okay gesungen für einen Schlagzeuger.

Trotz alledem über den Klee loben

Problem, Problem, wir reden uns alles schön und streust du Glitzer drauf, sieht’s Scheiße aus.

Ich höre ja unfassbar gerne Zwei Herzen, Gold und Die Stadt, aber die habe ich nur als Dateilieder erworben. Lieder von der Band Klee habe ich tatsächlich auf keinem physikalischen Datenträger gehabt, bis mir heute Trotzallem von JPC als sonnengelbtranspartentes Vinyl geliefert wurde. Ich kannte kein Lied, hatte aber die Hoffnung, dass da schon ein nettes Stück drauf ist, wenn das Vinyl schon so nett farbbenamst wurde.

Tatsächlich gefällt mir das Album sehr gut, sein Opener Club der Liebenden (im Club der hoffnungslos romantisch Gebliebenen) ist eine wunderbar gesungenes und New Order poppiges Kleelied. Die anderen Lieder kommen mit einer PeterLichtigen Verspieltheit auf musikalischer Ebene daher – das mag ich sehr gerne. Zum Beispiel bei Drachentöten – so ähnlich wie PeterLichts Menschen – in Teilen gut bei Just like Heaven von The Cure abgeschrieben und abgespielt.

Und so ist es dann am Ende melancholischer Independent-Bassgitarren-Synthie-Pop der hübsch klingt und hübsch aussieht, wenn er sich auf dem Plattenteller dreht.

Liebesboot, verrückt wie wir sind

Like Moths in Night

Loveboat ist das vermutlich von mir am meisten unterschätzte Erasure Album, das es gibt. Es liegt an der Voarbsingle Freedom, dem Song welcher auch die Eröffnung des Album gibt.

Love’s young dream could be alien

Die anderen Vorzeichen des Albums sind nämlich durchaus ein Zeichen dafür, dass es nicht so schlimm kommen kann, denn es ist von Flood produziert und von Ben Hiller engineered – in der Regel Hitgaranten wie Erasure selber ja auch.

Einundzwanzig Jahre später kommt nun auch meine späte Liebe zum Boot, die sich schon ein bisschen länger mittels des Songs Mad as we are anbahnt, den es die letzten Jahre immer mal wieder lauter im Auto gab … ein Hammertrack, der anfängt, als hätten sich die Producer vergessen zuzuschalten, was dann aber nach und nach passiert und eine ziemlich irre Soundlandschaft schafft …

Eben für diese Soundlandschaften lohnt es sich dann auch auf der B-Seite in Catch 22 reinzuhören, da hört man ein wenig, wie viel Mühe sich Vince, Flood und Ben am Ende gegeben haben und Andy ist sowieso einmal mehr das multioktave, multilinguale Gesangstalent. Nicht vergessen Alien zu hören.

Candy Pop mit Struktur

Nun ist das 20 Jahre Jubiläumsvinyl auf dem Weg in mein Regal, um auch die Erasure Langspielplattensammelung so langsam mal zu vervollständigen – das ist nämlich immer noch nicht passiert – könnte ich mir im 30 Jahre Chorus Jahr eigentlich mal zum Ziel setzen, vielleicht mag ich die anderen beiden die fehlen, dann ja auch noch viel mehr.

Hört mehr Erasure!

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Arolsen, Depeche Mode und andere Sehnsüchte 2021

World in my Eyes

Träume sagen ja etwas über Wunschwelten oder Angstbewältigungen aus, ersteres ist wohl heute Nacht passiert. Ich träumte, dass obige Twisteseehütte auf dem Hurricane Festival in „Front of Mainstage“ stand und von uns üblichen Verdächtigen angemietet war.

Uns war in einer Kleingruppe von sechs Personen gestattet, dem Violator-Festival-Act von Depeche Mode auf der Terrasse beizuwohnen. Die Trackliste sollte sein:

  • Kaleid
  • World in my Eyes
  • Sweetest Perfection
  • Policy of truth
  • Enjoy the Silence

Bonus Tracks

  • Halo
  • Personal Jesus
  • Waiting for the Night to fall

Ich bin leider mitten in der spektakulären Intro wach geworden.

Duale Lakaien

Das neue Deine Lakaien Doppelalbum besteht aus einer weißen Platte mit neuen Tracks und einer schwarzen Platte mit Cover Versionen. Sowohl die eine wie die andere Platte weiß durchaus mit gelungenen Stücken zu überraschen.

Der Herr Diplomkapellmeister Horn hat es definitiv immer noch drauf und die Stimme von Veljanov ist nach wie vor ein Hinhörer. Von den neuen Stücken geht Sick Cinema sehr steil und bei den Coverversionen sind sowohl Because the Night und The Walk sehr schön gelungen.

Mehr spektakuläres kann man dann aber Zusammenfassend nicht berichten. Wird nicht das Album des Jahres, beinhaltet keinen Track des Jahres.

USS Pinkertom

I’m tired of having Sex, so tired!

Dieses Weezer Album mag ich ja sehr, die Musik ist anders, abwechslungsreich, das ein oder andere Stück kann man immer mal wieder hören: Tired of Sex und El Scorcho zum Beispiel, schön crazy.

Aber mehr noch als die Songs, hat mich all die Jahre das Artwork entzückt:

Ich habe bestimmt ein Stunde lang im Internet nach einer Karte gesucht, die diese italienischen Schifffahrtskarte via GoogleMap in die Neuzeit bringt, aber im Chinesischen Meer gibt es keine Schmetterlingsinsel und keine Hundeinsel und auch kein Schmetterlingsmeer und außerdem ist nie eine Schiff namens Pinkertom dort durchgefahren oder untergegangen, sondern es ist alles Menschenerdachtes.

Das Cover ist eins der hübschsten Plattencover. Nachdem mein erstes Weezeralbum eine Kompaktscheibe war, fand ich dieses Cover so hübsch, dass ich es mit lieber als Platte gekauft habe, weiß aber noch, dass ich auch die Kompaktscheibe, bei Ween in der Hand hatte.

Wikipedia hat dann neben der italienischen Phantasieschiffkarte noch verraten, dass das Cover von einem japanischen Künstler namens Hiroshige gezeichent wurde. Wunderschön, ich hab es 1996 mal für ein Mixtape abgemalt, finde ich gerade aber nicht wieder.