Dagobert

Hast Du auch so viel Spaß?

Es ist bestimmt eins der verrücktesten Alben, das ich besitze und Dagobert ist bestimmt auch einer der verrückten deutschsprachigen Sänger. Aber was genau ist das eigentlich, was er da macht? Es ist zu verspielt für Schlager, aber die Texte sind sowas von Schlager – dazu kommt noch so ein Wienerisches – trotz das er Schweizer ist – in der Stimme und wie Mama und Papa sagen würden sehr viel Schmalz.

Aber es ist so super, ich hab das hier mal zum Hochzeitstag vor ein paar Jahren angeschafft und seither eigentlich geplant mal einen Beitrag zu dem Album zu schreiben, wenn ich eine Flasche Wein intus habe, aber dazu ist es seit Jahren nicht gekommen.

Naja, jedenfalls da es mittlerweile auch noch mehrere Alben von Dagobert gibt und ich bei dem vierten auch sehr sehnsüchtig auf das Vinyl warte, habe ich mir zur Wartezeitkürzung das dritte Album (das soll sehr 80er poppig sein) soeben für -15% Rabatt beim Plattenversand von JPC bestellt, kommt dann vermutlich auch am Hochzeitstag an.

Jetzt aber zurück zum Plattenteller, umdrehen und nochmal hören, es ist so ein großer großer Spaß und es ist auch wirklich schön.

Unsichtbare Berührung

I‘ coming down like a monkey, but it’s allright

Land of Confusion, Into Deep, Invisible Touch, The Brazilian, Throwing it all away sind schon bemerkenswert gute Songs, die sich alle auf dem 86er Werk von Genesis befinden, aber ich komme auch heute (acht Monate vor Weihnachten 2021) nicht drum herum immer und immer wieder das Überlied dieses Albums abzufeiern:

Tonight, tonight, tonight

Die Album Version ist mit knapp unter neun Minuten Länge etwa drei Minute kürzer als die Extended Version, die ich ja auch unfassbar abfeiern könnte. Aber kennt ihr das Musikvideo von Land of Confusion, wo die Darsteller alle als Hurra Deutschland Gummipuppen rumzappeln – ist definitiv ein YouTube googlen wert …

Ich für meinen Teil, werde aber jetzt nochmal die 9minuten Variante und die fast 12minuten Variante hintereinander abspiele aber vielleicht vorher nochmal The Brazilian, das ist auch nicht so oft durch die Radios in den 80ern gegangen, nämlich gar nicht schätz ich, dabei kann man das bringen, ist auch ganz ohne Philgesang übrigens, falls das wer nicht mehr hören kann … ich finde das ja auch mit Phil recht okay gesungen für einen Schlagzeuger.

Trotz alledem über den Klee loben

Problem, Problem, wir reden uns alles schön und streust du Glitzer drauf, sieht’s Scheiße aus.

Ich höre ja unfassbar gerne Zwei Herzen, Gold und Die Stadt, aber die habe ich nur als Dateilieder erworben. Lieder von der Band Klee habe ich tatsächlich auf keinem physikalischen Datenträger gehabt, bis mir heute Trotzallem von JPC als sonnengelbtranspartentes Vinyl geliefert wurde. Ich kannte kein Lied, hatte aber die Hoffnung, dass da schon ein nettes Stück drauf ist, wenn das Vinyl schon so nett farbbenamst wurde.

Tatsächlich gefällt mir das Album sehr gut, sein Opener Club der Liebenden (im Club der hoffnungslos romantisch Gebliebenen) ist eine wunderbar gesungenes und New Order poppiges Kleelied. Die anderen Lieder kommen mit einer PeterLichtigen Verspieltheit auf musikalischer Ebene daher – das mag ich sehr gerne. Zum Beispiel bei Drachentöten – so ähnlich wie PeterLichts Menschen – in Teilen gut bei Just like Heaven von The Cure abgeschrieben und abgespielt.

Und so ist es dann am Ende melancholischer Independent-Bassgitarren-Synthie-Pop der hübsch klingt und hübsch aussieht, wenn er sich auf dem Plattenteller dreht.

Liebesboot, verrückt wie wir sind

Like Moths in Night

Loveboat ist das vermutlich von mir am meisten unterschätzte Erasure Album, das es gibt. Es liegt an der Voarbsingle Freedom, dem Song welcher auch die Eröffnung des Album gibt.

Love’s young dream could be alien

Die anderen Vorzeichen des Albums sind nämlich durchaus ein Zeichen dafür, dass es nicht so schlimm kommen kann, denn es ist von Flood produziert und von Ben Hiller engineered – in der Regel Hitgaranten wie Erasure selber ja auch.

Einundzwanzig Jahre später kommt nun auch meine späte Liebe zum Boot, die sich schon ein bisschen länger mittels des Songs Mad as we are anbahnt, den es die letzten Jahre immer mal wieder lauter im Auto gab … ein Hammertrack, der anfängt, als hätten sich die Producer vergessen zuzuschalten, was dann aber nach und nach passiert und eine ziemlich irre Soundlandschaft schafft …

Eben für diese Soundlandschaften lohnt es sich dann auch auf der B-Seite in Catch 22 reinzuhören, da hört man ein wenig, wie viel Mühe sich Vince, Flood und Ben am Ende gegeben haben und Andy ist sowieso einmal mehr das multioktave, multilinguale Gesangstalent. Nicht vergessen Alien zu hören.

Candy Pop mit Struktur

Nun ist das 20 Jahre Jubiläumsvinyl auf dem Weg in mein Regal, um auch die Erasure Langspielplattensammelung so langsam mal zu vervollständigen – das ist nämlich immer noch nicht passiert – könnte ich mir im 30 Jahre Chorus Jahr eigentlich mal zum Ziel setzen, vielleicht mag ich die anderen beiden die fehlen, dann ja auch noch viel mehr.

Hört mehr Erasure!

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Arolsen, Depeche Mode und andere Sehnsüchte 2021

World in my Eyes

Träume sagen ja etwas über Wunschwelten oder Angstbewältigungen aus, ersteres ist wohl heute nacht passiert. Ich träumte, dass obige Twisteseehütte auf dem Hurricane Festival in „Front of Mainstage“ stand und von uns üblichen Verdächtigen angemietet war.

Uns war in einer Kleingruppe von sechs Personen gestattet, dem Violator-Festival-Act von Depeche Mode auf der Terrasse beizuwohnen. Die Trackliste sollte sein:

  • Kaleid
  • World in my Eyes
  • Sweetest Perfection
  • Policy of truth
  • Enjoy the Silence

Bonus Tracks

  • Halo
  • Personal Jesus
  • Waiting for the Night to fall

Ich bin leider mitten in der spektakulären Intro wach geworden.

Duale Lakaien

Das neue Deine Lakaien Doppelalbum besteht aus einer weißen Platte mit neuen Tracks und einer schwarzen Platte mit Cover Versionen. Sowohl die eine wie die andere Platte weiß durchaus mit gelungenen Stücken zu überraschen.

Der Herr Diplomkapellmeister Horn hat es definitiv immer noch drauf und die Stimme von Veljanov ist nach wie vor ein Hinhörer. Von den neuen Stücken geht Sick Cinema sehr steil und bei den Coverversionen sind sowohl Because the Night und The Walk sehr schön gelungen.

Mehr spektakuläres kann man dann aber Zusammenfassend nicht berichten. Wird nicht das Album des Jahres, beinhaltet keinen Track des Jahres.

USS Pinkertom

I’m tired of having Sex, so tired!

Dieses Weezer Album mag ich ja sehr, die Musik ist anders, abwechslungsreich, das ein oder andere Stück kann man immer mal wieder hören: Tired of Sex und El Scorcho zum Beispiel, schön crazy.

Aber mehr noch als die Songs, hat mich all die Jahre das Artwork entzückt:

Ich habe bestimmt ein Stunde lang im Internet nach einer Karte gesucht, die diese italienischen Schifffahrtskarte via GoogleMap in die Neuzeit bringt, aber im Chinesischen Meer gibt es keine Schmetterlingsinsel und keine Hundeinsel und auch kein Schmetterlingsmeer und außerdem ist nie eine Schiff namens Pinkertom dort durchgefahren oder untergegangen, sondern es ist alles Menschenerdachtes.

Das Cover ist eins der hübschsten Plattencover. Nachdem mein erstes Weezeralbum eine Kompaktscheibe war, fand ich dieses Cover so hübsch, dass ich es mit lieber als Platte gekauft habe, weiß aber noch, dass ich auch die Kompaktscheibe, bei Ween in der Hand hatte.

Wikipedia hat dann neben der italienischen Phantasieschiffkarte noch verraten, dass das Cover von einem japanischen Künstler namens Hiroshige gezeichent wurde. Wunderschön, ich hab es 1996 mal für ein Mixtape abgemalt, finde ich gerade aber nicht wieder.

Zeig uns deine Hitten

(Den Wortwitz kann man nicht so gut ins deutsche übersetzen.)

utz utz utz Baby

Man könnte die Bloodhound Gang ja durchaus als niveaulos bezeichnen und sich daran stören, dass es bei allen Songs ständig nur ums Paaren geht, wie auf dem Discovery Channel, dennoch ist es in der Regel eingängiger Kirmespop, den ich zB bei Kylie Minogue und Lady Gaga auch abfeiere.

Daher freue ich mich auch über das curaçaofarbige Doppelvinyl, welches hier letzte Woche zweimal geliefert wurde. Nachdem ich es Anfang des Jahres bei united vinyl in England bestellt hatte, gab es am 1. April (das vermutlich der Fehler) eine Mail, dass es mit diesem Produkt Lieferschwierigkeiten gibt. Gleichzeitig konnte man aber bei discogs schon Platten für vormals etwa 40 EUR jetzt für 80 EUR kaufen. Darauf bin ich reingefallen, aber jetzt habe ich eine scheinbar limitierte Auflage doppelt und biete diese jetzt halt auch wieder unausgepackt (MINT) bei discogs an …

Zurück zum Abfeiern von und bei Bloodhound Gang Liedern – es ist auf jeder der vier Seiten minidestens ein richtig echter Partyhit, von Fire Water Burn über Along comes Mary, Uhn tis uhn tis uhn tis zu Screwing you on the Beach plus Disco Pogo (von Die Atzen feat. Jimmy Pop). Leider müssen wir diese Platten vor den Pupertieren im Haus etwas verstecken, denn das Covergirl geht der frivolen Aufforderung der Gang auf den Platten und Innenhüllen tatsächlich nach. Daher gibt es auch nicht so richtig viele Fotos vom Artwork heute.

Ich denke drüber nach, die Bestof Alben alle in die 19LiterBoxen zu packen, weil dort ja die Singleauskoppelungen befinden – mal sehen …

Leise ist das neue Laut

Still I don’t know what I can save you from

Die sehr relaxte Art und Weise wie die Kings of Convenience Musik machen hat mir von der ersten Sekunde an gefallen. Dass das Album Quit is the new Loud mittlerweile zwanzig Jahre alt ist, ist natürlich schon erstaunlich, macht aber das Album nicht schlechter oder langweiliger – es ist und bleibt seht tiefenentspannt.

Gleichzeitig ebbt meine Wunsch nach dem passigen RemixAlbum Versus aus dem selben Jahr nicht ab, sind auch diese in der Masse sehr gut – allen voran der Röyksopp Remix.

Failure is always the best Way to learn

Es wäre sehr spannend, wenn Erlend Øye und Eirik Glambek Bøe nochmal gemeinsam an die Produktion eines Albums gehen, wie es wohl würde …

… und sie haben es ja wohl vor ein paar Monaten probiert, waren aber mit den Ergebnissen erstmal nicht zufrieden genug.

Auslöser

I’ll take you to my Graveyards

Die Band The Mobile Homes ist mir in 37 Jahren nicht in die Ohren gekommen, aber jetzt mit ihrem 2021 Album kommen die Schweden dann auch mal bei mir an. Vermutlich hab ich sie im Radio früher immer für Camouflage gehalten, hüstel.

Ist jedenfalls nette im 21. Jahrhundert angekommener 80er Synthiepop, den ich ganz ordentlich finde. Wieder einmal generiert durch irgendeinen Musikradar bei einem Internetdienst, der scheinbar meinen Musikkonsume einigermaßen auf dem Schirm hat.

Ziemlich lustig auch, dass der Junge auf dem Plattencover uns vor vier Jahren noch dazu animiert hätte, Jay auch so eine Maske zu machen, da die Haare schon sehr ähnlich liegen, aber heute machen wir so einen Spaß erstmal nicht mehr so gerne mit.

Nagut, The Mobile Home wandert dann links neben Moby ins Plattenregal aber das lustige Cover bleibt noch ein paar Tage an der Wand.

Ausradierung für die Fans

Our Love is Superlove

Erasure ist vielleicht das erasuresque Experiment von Erasure, denn es ist so mehr oder weniger nicht darauf angelegt, dem Album Hits entspringen zu lassen, sondern eher es mit elektrischen Meister Werken aufzufüllen. Es ist also am Ende große und wie ich finde großartige Kunst. Es hieß immer auch ein bisschen, dass es ein Album für die Fans gewesen wäre und als Fan würde ich sagen, ist das echt sehr gut angekommen.

Rock me gently

Auch wenn ich ein bisschen das Gefühl hab, dass sich Erasure mit dem Album komplett aus der Radiotauglichkeit verabschiedet hat und somit quasi für immer und ewig aus der Öffentlichkeit verschwand – echt die gibt es immer noch?! – möchte ich auf keinen Track auf diesem Doppelvinyl missen.

Es hat lange lange gedauert bis sich das wiederveröffentlichte Vinyl nun zu der ewig alten Kompaktscheibe gesellt, die im Herbst 1995 begann Gold in die Ohren zu senden. Wenn ich mir für den eigenen Klangkeller etwas wünschen dürfte, dann am liebsten die Maschinen, die das Album Erasure möglich gemacht haben.

Der Beginn – die Zeit

Großes Orchester habe ich die letzten Jahre auch wegen Hans Zimmer seiner Filmmusik nochmal ein bisschen lieben gelernt. Orchester fand ich schon immer faszinierend und bin begeistert, wie so großartige Leute wie die Pet Shop Boys, Depeche Mode, a-ha, etc. es ab und wann mit eingebaut haben in ihre Songs.

Streicher, Bläser und die Gitarre von den Smiths

Hans Zimmer baut vor allem ab und wann Johnny Marr sein Gitarrenspiel mit ein, daher ist mir für Karfreitag überhaupt erst dieses Stück Musik nach dem Kinobesuch wieder in die Ohren gekommen.

Diese beiden hören wir dann auch wieder im Kino und zwar bei dem neuesten James Bond Film, wenn mal Ruhe in der Pandemie ist.

Nachtleben

Mit Quadraten und halben Quadraten kann man super das Pet Shop Boys Artwork des Nightlife Albums nachbauen und das habe ich gerade eben gemacht:

Logo :: Vom vieldeutigen griechischen Begriff lógos (λόγος), das u. A. Wort bedeutet.

Ich liebe Logos, die einfach einfach sind und Schrift, die lesbar ist obwohl sie einfach ist – das ist wunderbare Bauhauslehre, aber ich lenke ab …

Tatsächlich habe ich in den letzten sieben Jahren vergesse das wunderbare 1999 Nightlife Album der Pet Shop Boys zu erwähnen.

Can you love me anyway?

Ich habe mir diese Platte für 30 Pfund aus England schicken lassen und weil sie so schwer ist (haha, 30 Pfund nech) hat der Versand von dieser und dem Fundamental Pet Shop Boys Album 10 Pfund extra gekostet. Die Qualität beider Platten ist allerdings neuwertig und die Qualität der Songs auf Nightlife außergewöhnlich.

Die meisten Songs auf dem Album sind vom Orchesterkomponist Craig Armstrong produziert und haben tatsächlich viel orchestrales neben den Synthisounds. Die Dramaturgie der Songs ist entsprechend opulent und gipfelt in einem fantastischen Duett mit Kylie Minogue. Gelungen sind aber auch die Tracks die von Rollo / Faithless produziert wurden, die gehen etwas schneller vorwärts passen aber trotzdem in das sonstige Nightlife Ambiente sehr gut hinein.

Don’t know what you want, but I can’t give it anymore ist der kuhlste Name, den jemals eine Single der Boys hatte und es ist außerdem auch eine super Single – ich weiß noch, wie ich die 1999 im Auto abgefeiert habe, als ich sie das erst mal auf 1Live (ja die spielten vor 20 Jahren noch kuhle Musik für meine Ohren) gehört habe.

War ein kuhler Samstag-Vormittag mit Nightlife und Adobe Illustrator.

Auf Luft laufend

Saying funny things you have never heard

Kerli Kõiv Song Walking on Air ist ein One Hit Wonder, ich denke auch, keiner kennt sie wirklich. 2008 hab ich ihre Lied im Radio gehört, da war ich ziemlich verzaubert und habe mir direkt eine Musikdatei beim Apfelhandel gekauft und das Lied tagelang, wochenlang, ziemlich oft gehört und zwar beinahe ausschließlich im Auto. Vielleicht habe ich sogar das Musik Video auf Fressebuch geteilt, das macht man damals schon ab und wann so.

Ich bin bis vor wenigen Tagen gar nicht auf die Idee gekommen, mal direkt nach dem Song auf Vinyl zu schauen, wissend dass es das Album Love is Dead nicht auf Vinyl gibt. Aber was es gibt ist eine Remixe 12″ Promo und da ist eben auch dieser RadioMix von damals drauf.

Es sind so dermaßen entspannend satte Bässe (dachte immer, die wären von Timberland, aber es sind welche von Lester Mendez – you know) und viele toll aber minimal arrangierte Geräusche zu einer Pop Stimme die in einem Zwischenteil des Lieds in einer Art Björksprechgesang ausbricht, was für die 30 Sekunden wirklich super ist.

Kommt in die kuhle Maxikiste für Arolsen.

Lass uns körperlich werden

Ist schon ein bisschen was her, dass ich auf dem Weg vom Freitags-Sport nach Hause von einem Song im Radio in die Nachforschungsüberstunden gerufen wurde, aber am 4. März war es tatsächlich mal wieder soweit, wobei es schon die Wanne nach dem Sport und WDR2 statt früher 1Live war – man wird ja nicht jünger … das letzte Lied dieser Art war übrigens Kerli mit Walking on Air – das war nach April 2008 aber vor Sommer 2008 – welches in einem Abwasch direkt mit bestellt wurde, sich aber als gruselig teuer erwies …

Jedenfalls ist der Nachforschung folgender Einkauf gefolgt:

Ist Kirmes-Pop aber es hält gut die Liga von LadyGaga und Kylie Minogue, die ich ja kürzlich auch mehr oder weniger für Kirmes-Pop abgefeiert habe. Physical sticht deutlich aus dem Album raus und zwar hauptsächlich, weil es ein fantastische Düsteratmosphäre hat – ich hab es x-mal gehört an dem besagten Wochenende nach dem besagten Sportfreitag.

Das Cover wird niemals an der Wand hängen, aber Dua Lipa kommt ins Regal neben The Lightning Seeds und Lust for Youth.

Heldenverehrung mal anders – woanders

Mariana Kurella verehrt den Schriftstelle Thomas Brasch und seine Texte so sehr, dass sie ein Band namens Masha Qrella gründetete und ein paar seiner Texte vertonte.

Wie soll ich das beschreiben? Ich kann nicht tanzen.

In meine Spotify Mix der Woche VorschlägeTM schaffte es hiervon der Song Geister vom Album Woanders, für den wiederum ich mich begeistern konnte und so ein paar mehr Songs anhörte und die Masha Platte in beim lokalen Onlineversandt kaufte. Synthiesounds und interessante weitere Instrumente machen zwar ein paar Sequenzen eher anstrengend, aber ein paarmal trifft es auch sehr gut mein Popherz.

Qrella kommt ins Plattenregal links neben Queen.

Lutsch dran und sieh, sie ist ein Gewitter

Shalalala

Im August 2011 habe ich mir für 15,99 EUR (inflationär! wie günstig man vor zehn Jahren Neuerscheinungen erwerben konnte) das Arctic Monkeys Album Suck it and see beim Internetversandmaganten zusammen mit einer BobbycarAmpel für den gleichen Preis gekauft.

command + i

Getriggert durch das fantastische Lied She’s Thunderstorm war es eine große Freude zu hören, dass auch die meisten anderen Songs auf diesem Album großartig sind.

Die Plattencovergestaltung ist auch wunderbar schlicht schwarz weiß mit guter Lesetypo und dem Arctic Monkeys Logo, exakt so wie man es sich wünscht.

Hier kommen wir – aber von wo eigentlich?

Stop me oh oh oh stop me

Auf der Rückseite des letzten The Smiths Albums Strangeways, here we come ist ein Foto eines britisches Verkehrsschilds, welches in Manchester an einer Kreuzung stand bis das Album erschien.

Danach ist dieses nicht sehr kleine Schild wohl geräubert worden … wer macht denn sowas, so welche gehören doch in eben dieses Strangeways Prison, oder nicht?!

Was ich nicht rausgefunden habe ist, welche Kreuzung das wohl war, also habe ich mal die in Frage kommenden Stellen in der Straßenkarte von Manchester markiert und zwei Kreuzungen im violetten Bereich der Karte (Viertelmeile zwischen Ancoats und Strangeways und eine halbe Meile zwischen Salford und Picadilly) als mögliche Kandidaten errechnet.

Manchester Viertelmeile für Viertelmeile

Während die Kritiken sich mehr oder weniger einig sind und die Smiths selber auch, soll es sich bei diesem 87er Album um das beste Album der Smiths handeln. Ich finde die anderen aber besser und würde wohl immer eher auf The Queen is dead zeigen. Aber es ist auch wunderbar, dieses Album Sonntagmorgens zu hören und dabei auf GoogleMaps zu starren.

Vielleicht hätte der Hase gewusst, wer dieses Schild mit nach Hause genommen hat oder wo es gestanden hat. Vielleicht hätte er aber auch einen Unhappy Birthday.

Ibuprofen und Beton ist ein schweres Thema

Ich mag den Mond nicht mehr …

Chips

Auf dem letzten PeterLicht Album waren ja anderthalb TopHits, was für ein Album ein bisschen zu wenig ist, aber besser als gar kein Hit natürlich.

Verloren

Das erste Durchhören anmutet ein wenig besser, zB bin ich direkt entzückt von dem Sound und dem Gesang, den Charles zum Song von Verloren beisteuert. Ist eine Art Ballade aber macht doch ein bisschen Synthiedampf.

100mal grau ist 1mal schwarz

Alles in allem dann aber ganz lustig das Album, trotz all der schwarzen Wolkengedanken in jedem zweiten Lied aber auch anstrengend wenn es ans erzählen geht – dennoch werde ich auch mit Ibuprofen glaub ich schnell warm und den LockdownSong e-Scooter deine Liebe von letztem Jahr mag ich auch.

Freunde kommt alle

Ich freue mich auf jeden Fall schon wieder auf nächste PeterLicht Konzerte in Kassel oder Osnabrück oder wo es uns dieses mal hin verschlägt. Über meine sechste Platte von ihm im Regal freue ich mich auch und das wo sie so schön ColaGlasGrün vinylt ist.

Die Zukunft beißt

Es wundert mich ein bisschen, dass eines Mannes neues Album so viel Aufsehen erregt, ohne dass mir der Name Steven Wilson oder seiner wohl berühmte Band Porcupine Tree mir auch nur im Ansatz etwas sagt. Ansprechendes Coverdesign und Veröffentlichungsalarme ließen mich dann aber mal über so Internetservices sicherheitshalber in das Album reinhorchen und es gefiel mir dort auch einigermaßen gut.

So kam gestern rotes Vinyl aus der jpc-Schallplatten-Versandhandelsgesellschaft in Georgsmarienhütte:

Buy now, buy now, have a better Life

Steven Wilsons Musik läuft unter dem Label Progressivrock und hätte wunderbar in B-Movie gepasst, als wir selber wunderbar ins B-Movie passten – es ist sogar auch ein Song auf der B-Seite, der so lang ist, dass nur drei Songs auf die B-Seite passen, während sechs auf die A-Seite passen. Ist auch kein Geschwindigkeitstrick dabei, Personal Shopper ist einfach mal 10 Minuten lang, aber auch einer der besten Tracks auf dem Album. Hierbei gab es Unterstützung von Fyfe Dangerfield und Elton John …

Korkbricket für 150 Pfund

Dieser Song gab vermutlich auch den Aufschlag für das Bookletdesign, dass wie ein hochmoderner OnlineShop anmutet.

Das restlich Liedgut ist so ausgewogen gut, dass ich eigentlich jeden Track mag. Es ist ein bisschen besser gelungen, als die beiden anderen 2021, die ich bisher ins Regal bekommen hab – übrigen ist Steven Wilson zwischen Robbie Williams und Wir sind Helden.

Schurkentage

I’m trying to keep my Newspaper dry

Nach dem so sagenhaften Debutalbum von a-ha lag die Messlatte für das zweite Album schon sehr hoch, aber wen ich mir mein 86er Herz nochmal ansehe, hat mich auch das zweite Album mit seinen Radiosingles damals schon verzaubert und im Sommer 1990 komplett verzaubert, denn in den Sommerferien hatte ich mir die beiden ersten a-ha Alben ausgeliehen.

Im Vinylockdown2 hat mich tatsächlich dieser Zauber so halb noch einmal wieder abgeholt und ich habe mir einen Vermerk zum genaueren Nachhören und schriftlichem Lobhudeln gemacht. Also auf den Plattenteller die norwegischen Popperlen.

Genau, es war neben Manhatten Skyline und I’ve been losing you der Nicht-Radio-Song October, der mich im November/Dezember so massiv fasziniert hat, der Song kommt mit einer Air-artigen Plastiktrompetenleichtigkeit daher, dass es Tiefenentspannung und gleichzeitig Tanzlust erzeugt.

Passte auch ganz gut in die letzten Wintertage kürzlich …

Willkommen dort wo auch immer du bist

Not enough Time for all that I want for you

Ich hatte ja schon zum letzten Jahresende mein Defizit bezüglich INXS beschrieben, doch ich habe weiter Abhilfe geschaffen und mir das wunderbare Album Welcome to wherever you are Back to black Vinyl besorgt. Die Kompaktscheibe gab es damals zu Neueröffnung des MediaMarktes in Schildesche, wo ich mit dem Fahrrad hingefahren bin und hatte nur 15 DM gekostet, weil es in den Top 100 war. 15 DM war etwa die Hälfte von dem, was es sonst gekostet hätte würde ich schätzen.

Nicky’s in the Corner

Das Album hat jedenfalls jetzt noch mehr gekostet, weil der tEURo auch Schallplatten teuerer gemacht hat und man so selbst für eine Back in Black Ausgabe eben 25 EUR bezahlt, was ungefähr 49,60 DM sind, wenn man die Inflation und so ausblendet. Bevor das hier ein BWL Blog wird …

Ich finde wirklich jedes der zwölf Lieder sehr hörenswert, viele verschiedene Instrumente neben der Gitarre machen echt gute Klangbilder. Diese werden echt durch guten Gesang und gute Melodien ergänzt.

Gipfelt für mich in dem Orchesterbombast (Australien Concert Orchester) Song Men and Women, welches das letzte Lied auf dem Album ist und kein Single wurde und so vermutlich kaum jemand kennt. Das sollte jeder ändern.

Ganz groß fand und finde ich die Typografische Idee, den ganzen Text als Klebestreifen simuliert zu haben, fett auf das Cover geklebt und fett auf die beiden Plattenseiten. Das ganze Artwork sieht so zusammengeklebt aus – finde ich extrem gut gelungen.

Papier, Schere und Tesa – Grundlagen analoger Gestaltung

… und während ich noch so im Beautiful Girl Welcome Fieber wandelte, hab ich fix noch die anderen drei 7″ aus der kreativen Schaffensphase zugekauft – das Artwork ist so fantastisch und die Songs sind so wunderbar:

Die Strafe für den ganzen Luxus

There’s a Hole where your Heart should be

Elektropop gegen Weltzerstörung durch anhaltenden Luxus, das mahnt OMD in dem Song The Punishment of Luxury an. Das gleichnahmige Album aus dem Jahr 2017 ist angeschafft worden, weil das Cover gut gemacht aussieht.

Gekauft riskierte die Platte dann nach langer Warteschleife in der Box direkt aussortiert zu werden, aber jetzt liegt sie seit ein paar Wochen im Homeoffice immer griffbereit neben dem OfficePlattenspieler und erfreut mich doch. What „langsam reinkommen“ ist all about.

Mittlerweile finde ich, dass doch zwei, drei OMD Songs drauf sind, die zwar klassisches orchestrales Dunkelheiten Manöver dahinspielt, aber egal – das ist ja schöner 80er Pop Leute. 80er Pop ist und bleibt 80er Pop, egal wie oft und egal wie oft versucht neu zu erfinden – es ist 1986 super gewesen und es wird auch 2026 super sein – würde mich freuen, wenn dann auch nochmal ein 80er OMD Album rauskäme, wo ein lustiges Lied wie Robot Man drauf wäre prima albern und Abschlusssongs wie The View from here – wunderschöner Traumpop.

Ich denke, ich sortiere sie doch wieder ins Regal zurück und bestelle mir auch gleich das wunderbare 90er Frühwerk Sugar Tax mal endlich auf Platte …

Wir sind Chaos

In the End, we all end up in a Garbage Dump

Nachdem ich exakt einen einzigen Tonträger (den mit Dope Show drauf?!) von Marilyn Manson besitze, ist letztes Jahr das erste Vinyl seines 2020er Album dazugekommen.

Sick, fucked up and complicated

Das war in erster Linie mal wieder ein Kauf, weil das Cover kuhl aussah und weil auch Marilyn Manson in der Regel immer für einen guten Track pro Album zu haben ist und es lustig ist weißes Vinyl von der dunklen Gestalt zu haben.

Das Album ist tatsächlich am Ende auch über die Musik unterhaltsam – ist jetzt kein Top 100 Songs des Jahrzehnts drauf, aber ich verbuche das Album als lohnenswert, schon wegen des Namensgebersongs We are Chaos.

Marilyn Manson kommt neben das auch gerade erst wegsortierte Madsen Album ins Regal, da bei Madonna und den Manic Street Preachers in das Fach.

Kaleidoscope

One and two, three and four – come through Kaleidoscope

DJ Tiësto hat in den letzten Jahren immer mal wieder ganz schön gute Remixe von Songs gemacht, die man dann davor und auch danach mochte. Richtig verzaubert hat mich aber ein eigener Song von ihm, den er mit Jónsi von Sigur Rós gemacht hat. Kaleidoscope.

Das Lied ist auf seinem gleichnamigen Album und hat außerdem noch andere Kooperationen zB mit Kele Okereke von Bloc Party, sodass es irgendwann genug Kaufgrund für mich gab und es auf Vinyl angeschafft wurde, mich dann aber insgesamt doch etwas enttäuscht (Preis Leistung stimmte am Ende irgendwie nicht) hat und Ewigkeiten (genau genommen seit Anfang Februar 2020) in der Ablagebox neben dem Regel drauf gewartet hat fotografiert, gebloggt und wegsortiert zu werden. Jetzt ist es soweit.

Tiësto nimm im Regal Platz zwischen Tears for Fears und Tocotronic.