Erasure und Pet Shop Boys verlassen das Plattenregal auch

Vor exakt einem Jahr haben die meisten The Cure und Depeche Mode 12inch Platten das Plattenregal verlassen und sich daneben in eine 19 Liter Plastikbox verlagert.

Dieses Wochenende ist eine zweite Box für die Pet Shop Boys und Erasure dazugekommen. Allerdings weiß ich jetzt gerade nicht so recht, wer in die dritte Box wandern könnte, denn die vier Bands haben schon deutlich größere Mengen an Platten im Regal gehabt, als die dort verbliebenen.

Dreamland

Sei jetzt hier und geh nicht weg

Römische Ziffern habe ich anders in der Schule gelernt, um auch mal zu meckern.

Dieses, mein erstes Oasis Vinyl Album habe ich mir im Sommer 1997 direkt nach einem durch und durch sonnigen Schwedenurlaub gekauft, die ganze Zeit schon D’you know what I mean? im Ohr hohe Erwartungen nach neun Megasongs von zwei Megaalben und dann damals die Ernüchterung.

Ich hab mich mal im Winter 23 Jahre später nochmal ganz in Ruhe durch das Album gehört und es schon auch so, dass auf jeder der vier Vinylseiten auch ein echt guter Song drauf ist.

– D’you know what I mean?
– Don’t go away
– Stand by me
– All around the World

Das Cover und das Artwork rundherum ist auch toll, einzig und alleine die Tatsache, dass man auch vom dritten Oasis Album erwartet hat, dass es volle Pulle liefert, hat damals die Enttäuschung anteilig mitgebracht, zumal die damalige vorab Single D’you know, what I mean? sich schon nahtlos in die Reihe der großen ersten Neun eingereiht hatte. Whatever, noch mal nen richtig gutes Oasis Album steht weiter auf meiner Want-Liste für die kommenden Monate und Jahre.

Verschollenheit / Zuflucht / Zuhause

Ich weiß gar nicht, wann ich schonmal fast dieses tolle Album gekauft hätte, aber bin mir sicher, dass es auch damals mit Samskeyti zu tun hatte. Ich hätte gerne ein Klavier und ein Schifferklavier oder ein Harmonium oder so und Klavier-Unterricht.

Die Platte war unglaublich teuer damals, darum habe ich das wohl verworfen – diesmal hat sie erstaunlicher Weise einen ganz normalen Preis für Doppelalben gekostet und kam zudem mit transparent farbigem Vinyl. Blau für Hvarf und Grün für Heim ist es geworden.

Diese limitierte Auflage ist allerdings erst 2013 erschienen, vielleicht raubt ihr das den hohen Preis – mir egal, die war obendrein eingeschweißt und in einer super Qualität für ihre nur sieben statt dreizehn Jahre.

Ich muss direkt nochmal die grüne C Seite auflegen, derweil würde ich was wetten, dass auch das Cover sehr bald mal an der Wand hängt, weil es auch sehr gelungen daherkommt.

Limited edition of 3000 copies on 180g coloured vinyl (Hvarf = clear blue / Heim = clear green) in a gatefold sleeve.
Released for Record Store Day 2013.

und ich brauche ein Klavier …

Es ist jetzt bestimmt vier Wochen her das Ben_ das im Büro wieder ausgepackt hat und ich bin immer noch wie verzaubert von dem Song. Mein Dank geht an Mr. Anmut und Demut.

Mehr Monster

Orange Monster an der Wand

Mal wieder Monster gehört. R.E.M. war in den Neunzigern wirklich nicht wegzudenken, auch wenn das gar nicht das beste R.E.M. Album ist, so war es doch das beste, was mir 1994 so zu bieten hatten.

Hat auch Spaß gemacht es anzuhören, da hatte Nechen eine gute Inspiration geliefert.

Außerdem wollte ich auch mal etwas orange Farbe an die Wand haben in Monster Zeiten wie diesen …

Andere Klasse

I took her to a Supermarket

Völlig aus der Vergessenheit bin ich die Tage im Autochen über den super Song I spy gestolpert und musste mich direkt vergewissern, was für ein Megaalbum Different Class von Pulp ist. Mega.

Disco 2000 und Common People sind damals meine beiden Tracks gewesen, die ich allerdings nur auf so jeweils einer kompakten Scheibe hatte. Unvergessen bleibt zu dieser Zeit der Pulp Auftritt im Eichenring Scheeßel, als sich Jarvis die Füße verbrannt hatte, weil Barfuß ne blöde Idee auf heißem Bühnenboden war.

Mittlerweile hab ich allerdings zu Common People immer den Captain Kirk im Ohr.

Bei meiner Plattenverpackung kann man aber leider die Cover nicht so lustig austauschen, wie mir das von 1995 im Hinterkopf geblieben ist – schade eigentlich.

Mensch – nimm mich auf eine Reise mit

Take me on a Trip

Sono hab ich auf einer Autofahrt zu einem Kunden weit hinter der Autobahnabfahrt Kirchlengern kennengelernt und mich in die Klänge und Sphären verguckt. Da es dieses Album von 2007 Panoramic View aber nicht auf Platte gibt habe ich da nur so Dateien von.

This is good enough

Im Rahmen der Revinylisierung die gerade alle machen, ist aber das 2018er Album Human als Platte auf den Markt gekommen. Das kannte ich nicht, aber sowohl das Album-Cover als auch das kurze Reinhören sprach mich sehr an.

Zu Hause angeliefert, aufgelegt und durchgehört ist es aber dann tatsächlich noch viel besser als erwartet gewesen. Vermutlich habe ich das Album mitlerweile in kürzester Zeit dreimal durchgehört und insbesondere die A-Seite möchte immer und immer wieder von mir aufgelegt werden.

Kommt ins Plattenregal zwischen Soft Cell und Soulsavers, wenn es nicht noch etwas länger durch sein schönes Cover die Wand ziert.

Von der Nacht getrennt

Wenn man der Nachricht von UPS trauen darf, sind wir am 27.02.2020 erstmal noch mehrere Nächte getrennt, denn die Platte Divided by Night von The Crystal Method ist zwar versandt aber erstmal noch in Kalifornien.

Waiting in California

27.2.
Nach langer Zeit hab ich mal wieder eine Schallplatte in Übersee gekauft, weil sie bei (nur) zwei europäischen Anbietern über 150 Euronen kosten sollte, gleichzeitig aber zB aus Spanien unsägliche 11 EUR Fracht gekostet hätte. Okay UPS nimmt für Flüge über viel Wasser 23 USD, aber dafür Schicken sie auch lustige Nachrichten …

5.3.
Und man merkt dann auch das es ein Doppelalbum ist, denn scheinbar ist erst die eine Hälfte von NY nach Frankfurt gekommen und nen Tag später die andere Hälfte.

Mittlerweile ist die Platte aber komplett in Frankfurt gelandet und hoffentlich nicht beim Zoll eingeschlafen, denn von Frankfurt hierher hat es UPS auch schon mal schneller hinbekommen als dieses mal.

Und am 10.3. hat UPS Germany es angeliefert.

Macht sich gut an der Wand und sehr gut auf dem Plattenteller.

Divided by Night von The Crystal Method höre ich seit Jahren im Auto immer wieder gerne jeden Track.

Drauf gekommen bin ich, weil dieses Album seit 2009 auch in der Vita von Peter Hook auftaucht, da er an zwei Songs mitgeschrieben hat und entsprechend auch am Bass zu hören ist. Außerordentlich gut gelungene Tracks, aber eben nicht nur die beiden, sondern auch noch etliche andere der zwölf Tracks.

Ins Plattenregal kommt The Crystal Method vor The Cure (bzw. was davon übrig geblieben ist):

Collins, Connor, Crystal, Cure

Das ist hartkernig und nicht zum Wiederverkauf

This is hardcore

Vermutlich geht es in dem vor exakt 23 Jahren veröffentlichten Song nicht um Hartkernigkeiten, sondern eher um krassere Pornografie – aber was richtig krass ist, ist dass ich ein Platte gekauft hat, die ich nicht wiederverkaufen darf. Das hat mein Verkäufer auf Mallorca scheinbar irgendwie anders gelöst, aber wie dem auch sei. Dieses Song ist so megagut, dass ich ihn sowieso nicht wieder verkaufen will.

End of the Line

Außerdem ist hier auch der kuhle Abklangsong von This is hardcore mit auf der Platte, der auf der Kompaktscheibe des Albums auch drauf ist, auf dem Vinylalbum aber fehlt.

Die beiden anderen Nonalbum-Tracks The Professional und Ladies‘ Man sind auch stark und wären auf dem Album des Jahres 1998 nicht untergegangen. Schallplatten sollte man übrigens besser nicht bei Verkäufern auf den Balearen kaufen, denn das Ausflugporto ist schon abschreckend, schämt euch was Correos, LastMinute nach Malle fliegen ist ja billiger als Schallplatten verschiffen.

Überflüssige Saxophone und sinnlose Geigen

When do I get to sing „My way“?

Es ist ein Schulzeit-gerade-eben-beendet-Phase-Erinnerungsalbum für mich, wir haben es recht häufig in seiner schwarzen Originalpressung auf Harold oder Joe liegen gehabt. Jetzt gibt es die polierte gelbe Neuauflage im Handel – mit allerlei Klim und Extrabim, aber am Ende bleibt es dabei:

When do I get to sing „My Way“? ist der rausstechende Hit der Platte und der Rest ist so Beiwerk für den man einen besonderen Tag braucht, an dem einem der Sparksgesang auf dem richtigen Fuß erwischt.

Ich fand damals schon Plattencover und Co ziemlich kuhl hätte aber aus dem Stand heraus nicht mal mehr gewußt, dass auch der Albumtitel Gratuitous Sax & Senseless Violins recht lustig ist, selbst wenn man ein Kind hat das wunderbar Saxophon und Cello spielt.

In der Gebärmutter

I sit and drink Pennyroyal Tea

Das Nachfolgealbum zu Smells like Teen Spirit hat es wieder in Teilen in sich. Allerdings taugt für mich nur die Hälfte der Songs was, nämlich die vier die nicht nur Gitarrenkrach und Geschrei sind, oops, das ist sogar nur ein Drittel.

Die Lieder Heart-Shaped Box, Rape me, Pennyroyal Tea, All Apologies sind allerdings sehr sehr große Nummern wie ich finde.

Lange fiel mir gar nichts ein, was ich über dieses 4/12 Megawerk schreiben konnte, außer eben den vier Knallern und dem ziemlich gelungenen Cover. Schade, dass es keine weiteren 4/12 Meisterwerke mehr gegeben hat. Letztes Studioalbum, leider.

Iris strahlend

Iris

Cover sah ziemlich kuhl aus als mir Another Way in meine Playlist der Woche beim Online Hördienst gestellt wurde. Hörprobe klang nett düster, Bandname ist auch ziemlich gut. Da war der Kauf einer bereits sechs Jahre alten Platte beschlossen.

Aber die Platte hat einen Etikettierungsfehler, die Anzahl der Songs auf der A Seite ist nicht identisch mit der Anzahl der Songs die auf dem Label stehen. Lustig, aber die Macher der Platte haben beschlossen, der Platte einen Entschuldigungsschreiben zu verfassen.

Dudelt alles nett daher ohne so richtig aus dem Quark zu kommen, vermutlich hängt die Platte öfter an der Wand, als das sie abgespielt wird, wobei jetzt gerade ist der US-Düsterpop zum zweiten Mal komplett zu Ende gelaufen.

Phanom

Es handelt sich ja wie auf dem Entschuldigungszettel ^^ geschrieben um eine limitierte Auflage, daher ist noch eine Bonusplatte mit ganz gut gelungenen fünf Mixen (die etwas besser aus dem Quark kommen) von Liedern des Radiant Albums mit dabei.

Vierzig Tag nach dem Einkauf, sollte ich auf Kindermundwunsch mal alle Plattencover austauschen und so erlebte ich beim Wegsortieren von Iris eine Überraschung: Im Plattenregal war noch keine einzige Band mit i und so kommt Iris neben Humpe und Jackson.

Tschüss!

Bolgona, Bussi Baby und Colombo sind die drei Hits von den ersten drei Wanda Alben und die sind schon ziemlich gut.

Seit etlichen Wochen suchen wir jetzt auf dem vierten Album Ciao! nach dem Hit.

Es scheint ihn nicht zu geben.

Aber an der Wand macht sich die Platte super.

Hier sind wir

Here we are true Romance

Dieses Album ist jahrelang immer mal wieder mit Einzeltracks im Auto gelaufen und ich habe irgendwie nie einen Track weggedrückt, aber auch nie das ganze Album gehört. Jetzt lief mir bei discogs die Tage die Platte über den Weg und ich hab sie nach Hause geholt.

Und wie man es sich hätte denken können, das ist alles tolles Zeugs – ich mag wirklich jeden Song auch wenn ich True Romance die Krone aufsetzen würde. Man bekommt von jedem einzelnen Track gute Laune und irgendwie ist das ja die Idee von Musikkonsum.

Produzent ist Alex Kapranos von Franz Ferdinand, aha, das erklärt ein bisschen was und ist die Steilvorlage für was ich auch mal wieder auflegen könnte …

Citizens! (Nach der Zeitung aus Gotham City, geil!) kommt in Plattenregal neben Neneh Cherry und Clueso.

Auf dem Plattencover wurde gekokelt und gut gelaunt wie ich Kokelkind bin musste ein berühmte Plattencover nachbauen Kid her:

Original

Die besten 17 von Simon und Garfunkel

Hallo Darkness my old Friend!

Grandios, diese Greatest Hits Sammlung ist voll mit progressiven Rock Megahits, wenn man in der richtigen Stimmung ist, dann kommen die alle gut rüber. Heute war aber nur der Job mal wieder Sound of Silence und Bridge over troubled Water zu hören.

Auf dem Cover ist ein Preisschild auf dem Gratis steht. Die Qualität ist tatsächlich unterirdisch, da mit 17 Liedern auch ein bisschen viele Lieder auf zwei Seiten verteilt sind. Zudem ist die Platte nicht so richtig toll gepflegt, allerdings tut das dem Charme der Songs kaum etwas an im Gegenteil.

Im Regal steht die Platte zwischen Sigur Ros und Simple Minds, die man auch mal wieder auflegen könnte, wenn die Panflöten von El Condor Pasa vorbei sind.

Heißpunkt

Dreamland, I need you

24 Tage hat es gedauert das erste neue Album des Jahrzehnts kaufen zu können. Niemand geringeres als die Pet Shop Boys eröffnen meinen 2020er Kaufmarathon. Hotspot heißt ihr neuestes Werk. Über den Daumen ist der erste Eindruck eher mau: Dreamland ist nicht die beste Vorabsingle (auch Monkey Business nicht) gewesen, okay aber nicht der Hammer. Will-o-the-wisp (ein Irrlicht, wie süß!) ist ein kuhler ohrwurmiger Opening Track des Albums, welches dann aber danach belanglos daherplätschert. Ich lege mich direkt fest, das ist vermutlich das Album des Januars mangels Alternativen, aber 2020 wird es sehr hoffentlich noch ein besseres Album geben.

Kindermund: Best Cover ever, man kann echt gut was erkennen!

Burning the Heather (Hermman Löns es brennt die Heide, sagt man bei uns in Lippe) ist auch eins von diesen Dahindudelliedern. Ach naja, die Messlatte liegt immer so elendig hoch bei den Jungs, die ja auch schon fünf Alben des Jahres in der Vergangenheit herausgebracht haben und ja immer wieder was Neues ausprobieren müssen um nicht boring zu sein.

Die Seite B startet ebenfalls mit einem starken Opening Pop Song namens I don’t wanna habe ich gerade im zweiten Anlauf festgestellt. Vielleicht muss man da nur lange genug reinhören, dann wird es doch noch ein Knaller Album. Songs mit dem Namen You are the One hab ich schon in deutlich besser gehört.

Stuart Price hat das Album (zum dritten Mal hintereinander) produziert und eine beachtliche Distanz zu den beiden Alben davor mit den Boys erarbeitet. Wenn es wie bei I don’t wanna tanzbar wird, dann finde ich es viel intelligenter gelöst als noch bei den meisten Songs aus der Electric oder Super Abteilung. Track wie Happy People sind dann aber wieder Elysiumesque uninspiriert und nicht ernsthafte Soundweiterentwicklungen.

Mir reichen sowieso am Ende drei, vier kuhle Tracks um diese Platte zu mögen.

Apfelkiste

Apple Produkte zu Weihnachten, das ist wohl voll im Trend. Was mir das Christkind gebracht hat ist aber ein sehr besonderes Apple Produkt, nämlich eins von der Firma Apple, das den weltberühmten US-Konzern schon verklagt hat, weil es so heißt …

AppleBlueBox

Hatte ich mir gewünscht und vergessen – und dass, wo es mit 24 Beatles Singles obendrein noch super gut zum Kalender Konzept 2019 gepasst hat. Jedenfalls gab es dann viel Beatles Musik unterm Baum, was wunderschön war.

In the Town where I was born …

Die Box passt weder ins Plattenregal noch in den Schuhkarton und hat daher einen Spezialplatz neben dem U-Boot bekommen.

Fundamental

2006 produzierte Trevor Horn mal wieder ein komplettes Pet Shop Boys Album, welches sie Fundamental nannten. Es ist erwartungsfroher Weise ein bombastisches Popmeisterwerk geworden.

Obgleich es ein gleichermaßen oft gehörtes Pet Shop Boys Album ist, haben die Kinderohren auf diesem Album erstaunlicherweise den Song Integral für sich entdeckt und ihn quasi das komplette Jahr 2017 hören wollen – sie nennen den Track unabhängig von einander heute noch als einen der allerbesten Songs. Ist im Auto auch schnell mal laut angemacht, ohne dass ich die Finger im Spiel habe – selbst It’s a Sin und Always on my Mind laufen dem derzeit nicht den Rang ab.

Für mich hat dieses Album auch ein paar Lückenfüllertracks, aber auch die ganz großen Hammerstücke. The Sodom and Gomorra Show und Minimal sind so Songs, wo man gut merkt, das die Boys Trevor Horn ganz viel Kram haben dazu machen lassen. Ich finde es ist einmal mehr großartiges Pop sepektakel.

Die Singles I’m with Stupid und Minimal sind großartige Tracks, die es in den späten 80ern auch in den ganz großen Popolymp geschafft hätten nun aber in den Staunschublade kommen, in der sich die Leute wundern, dass die Boys immer noch geile Musik machen – allerdings ist das Werk ja heute auch seine 13 1/2 Jahre alt. Naja, ist ja neueres im Anflug, sodass es auch 2020 wieder heißt, was die machen immer noch Musik?!

Gekauft habe ich die Platte bevor die ReIssues rauskamen, die war leider auch entsprechend ein bisschen kostspieliger, aber pro Hammertrack auch fast im einstelligen Bereich, hihi. Was ich allerdings überhaupt nicht mehr nachvollziehen kann ist, warum das nicht mein Album des Jahres geworden ist, vermutlich weil die Zeit viel mehr an die Musik von The Legends gekoppelt war. Dreizehn Jahre später kann ich hiermit viel mehr anfangen und Fundamental begeistert mich um ein Vielfaches.

Schon mal fein säuberlich ein mp3 entstaubt, ne oder?

Nächste Woche kommt der Hot Spot – yippie!

Den Rest könnt ihr behalten

Für Dich immer noch Fanta Sie ist ein Wortspiel, das man nicht ins Englische übersetzen kann.

Ich lass beim Zähneputzen ständig warmes Wasser laufen …

Ich hab immer mal wieder per Zufall im Auto Tracks von dem Album gehört und immer mal wieder gedacht – och gefällt gefällt, ist auch auf dem 2010er Album, okay.

Letztes Jahr gab es alle Fanta Alben nochmal neu auf Vinyl, da habe ich diese Werk auch mal erworben und dann aber Ewigkeiten nix dazu geschrieben.

Mandelsulz‘ fröhliche Familien

Goodbye, goodbye!

Den Song Waves von Blancmange kenne ich vermutlich aus der Schlagerrallye seit 1983, denn ich bin recht sicher, dass ich ihn auf einen meiner allerersten selbstaufgenommenen Musikkassetten hatte, allerdings ohne zu wissen, was und von wem das eigentlich ist.

Katzen würden Mandelsulz kaufen.

Erst seit eben weiß ich, wie man einen Mandelsulz herstellen könnte, den ich dann aber vermutlich gar nicht mag – aber Waves auf dem Album Happy Families ist immer noch ein super Song, wenn auch der einzige auf dem Album, den man gerne öfter hören möcht.

Dafür ist das Platten Cover sehr kindgerecht.

20 Jahre nicht wissen wie es geht

Plötzlich steht sie auf und sie will gehen

Es wäre ganz einfach das Violator Jahr zum 30mal aufzurufen, aber dieses Album und Depeche Mode hat schon so viel Aufmerksamkeit bekommen, dass ich mir nach dem The Cure Jahr jetzt das die Ärzte Jahr folgen lasse.

Manche Sachen bleiben
jahrelang (6) witzig!

Wir hatte so viel Spaß letztes Jahr mit den Cellokindern und dem Schundersong und Wie es geht. Außerdem ist und bleibt die Kuschelhülle das beste, was die letzten 20 Jahre ins Vinylregal gekommen ist.

Heute hat der Tattergreiß die Hülle nochmal ordentlich zweckentfremdet.

By the way: Rock’n‘ Roll Übermensch, Manchmal haben Frauen sind auch noch sehr nette Songs von diesem Album, aber wenn man es ganz genau unter die Lupe nimmt, ist das erschreckend wenig gutes Liedgut für ein Album des Jahres 2000 gewesen. Um den Bogen nochmal zu binden, da ist auf dem Rammstein Album mehr …

Runter mit der Kuschelhülle Album des Jahres 2000

2019, das hatten wir schonmal besser außer das Marajucavinyl

Ich habe bloß 42 Schallplatten gekauft dieses Jahr, die vielen Erasure 7″ Platten mal nicht mitgerechnet ist das wirklich wenig, wenn man bedenkt, dass ich in 12 Jahren mal 1’500 Kompaktscheiben und Schallplatten gekauft habe. Allerdings wirklich kaum noch alten Kram, oder wie New Order sagen würde Music complete.

Mein Radio

Dieses Jahr tue ich mich sehr schwer mit dem Album des Jahres, das fällt mir schon seit November auf. Kein Album ist so richtig durchgängig gut, aber meine Tendenz fällt auf das Rammstein Album. Die Tracks Deutschland und Radio sind ziemlich gelungen, Melodie und Gitarre und Synthiesounds ergänzen sich super, Texte sind halt Rammstein, allerdings ist die Geschichtsstunde zu DDR-Radioempfängern mindestens so gut gelungen, wie der Appell von Udo an Erich im Sonderzug nach Pankow.

Den Track Hurricane von Dido mag ich auch immer noch, aber zu den Rammsteintracks habe ich mehr gefeiert.

Die Überraschung des Jahres ist das New Model Army Album From here. Vieles klingt gut wie die guten alten Sachen, haben aber via Elektrosounds viel an Tiefe dazubekommen – da gefällt mir natürlich um so besser.

Nochmal alles zusammen anghört, reicht mir diese Überraschung allerdings nicht für ein Album des Jahres.

Auch die Überraschung von Laibach reicht mir nicht. Das ist zwar auch wirklich ulkiges Zeug, aber seid wann reicht Ulk?

Nach meinem Editorsflash der letzten Jahre und insbesondere des letzten Jahres, hatte ich den Track von Unkle und Tom Smith lange auf der Liste der besten Songs, war dann aber von dem TripleVinyl insgesamt so enttäuscht, das auch die Liebe zu dem Song The Other Side etwas abgeflacht ist – jetzt gerade muss ich aber sagen, der ist schon sehr gelungen.

Tokyo?

Was der Haussegen und ich nach der Entdeckung über die SpotifySpekulationsLieblingsliederliste noch ordentlich abgefeiert haben ist die Band White Lies und das Album Five. Hier würde ich im direkten vergleich mit Rammstein etwas ins Wackeln kommen und mindestens mal für bestes englischsprachiges Album einen Zettel in die Urne werfen. Der Song Time to give von diesem Album ist auch sehr stark, hat alles was man sich wünscht, kommt im direkten Vergleich aber nicht an Radio ran.

Jedenfalls scheiden Seeed, Deichkind, Robbie Williams und Coldplay aus, denn deren Alben sind bei weitem nicht das Beste, was die je gemacht haben und auch keine Lied ist nah an dem besten, was sie je gemacht haben.

Die Pet Shop Boys haben eine langweilige EP im April veröffentlicht und eine vorab Single zum 2020er Album, welche okay ist, einem aber nicht die Schuhe auszieht.

Auf dem Trentemöller Album Observe ist eine toller Track In the Garden. Das pinkvinylige Supersonic Album hat eine wunderschönes Cover.

Cause and Effect ist ein beim wiederholten Male hören gutes Keane Album, aber auch ohne an die fantastischen Vorgänger heranzukommen, aber mittlerweile besser als eine a-ha – Single-B-Seiten Sammlung.

Ian Brown Album ist nett aber Hit, Morrissey’s California Son ist nett aber auch ohne Hit – wobei Suffer the Children spaß macht zu hören, das ragt schon etwas heraus, aber ohne sich in Morrissey’s Top 10 einzureihen.

Bleibt zu guter Letzt eine Kandidatin, die zumindesten von allen die Neuankömmline des Jahres ist: Billie Ellish und ihr Debut Album mit dem Knallersong: You should see me in a Crown (und die Kinderohren sagen Bad Guy)

maracuja ist zumindest die Vinylfarbe des Jahres würde ich sagen. Rammstein und Radio sind Album und Song des Jahres, White Lies ist beste Band des Jahres.

4:13 Träume unter den Sternen

Oh I love, oh I love, oh I love what you do to my Head

Da geht es dahin das Cure Jahr. Hat kein neues The Cure Album gebracht, aber hier und da etwas Erholung, bei drei Urlauben. Allerdings auch hier und da echt mehr Stress als notwendig, beim Pleitenalarm in der Firma.

So hab ich aus der ExtraBox mal das aktuellste und dreizehnte The Cure Album herausgeholt und will es mal komplett durchhören – Alte Sounds in neuen Gewändern erleben, denn das ist hier und da gut gelungen. The only One jüngst auch dank Kalender aufgelegt sticht als der gelungenste Cure Track deutlich hervor.

Keine Mussichdringendhaben-Platten aber mir fehlen tatsächlich auch ein paar Alben (über 30% wie wir in der Buchhaltung sagen):

  • Three imaginary Boys
  • The Top
  • Wild Mood Swings
  • Bloodflowers

Vielleicht gibt es die irgendwann mal dazu, wenn ich gar nicht mehr weiß, was ich kaufen soll …

Freundlich

But it’s the one we all got

Dieser Plattenkauf war ein: Mir egal wie es sich anhört, das Plattencover sieht so super gut aus. Und das war gar nicht einfach, gab nur ein paar UK-Verkäufer, die die Rille verkauft haben.

Auf pinkem Vinyl gibt es das neue Album der Stereophonics namens Kind. Und das Platten cover macht sich wirklich super gut an der Wand. Farbenfreudig, aber nicht einfach nur bunt.

Allerdings finde ich die Tracks erstmal alle nur mittelmäßig. Zwar ist kein Song schlecht aber ich kann meinen Lieblingstrack nicht so richtig finden.

Einigermaßen vorwärts rockt der Song This Life ain’t easy (but it’s the one we all got), aber hierbei handelt es sich auch nur um einen etwas besseren Song, aber das ist was wir haben.

Kommt aber in den Plattenschrank und steht dann neben Stereo Total und den Sternen.

Melodie der Liebe

Immer noch im Nachrausch warte ich ein bisschen auf das nächste Megameisterwerk von Joe Goddard und bin diesbezüglich relativ entzückt von dem Titeltrack des neuen Hot Chip Album Melody of Love.

Auf dem Doppelvinyl ist aber auch noch mehr zu finden, so klingt auch Positiv auf der C-Seite sehr schön vor sich hin.

War im Sommer etwas untergegangen bei mir, aber jetzt im letzten Viertel des Jahres ist es gut, dass es im Sommer Farben gesammelt hat – so wie damals die Maus Frederick. Und es ist auch gut, von Slin nochmal dran erinnert worden zu sein, die Platte wäre beinahe ungehört an mir vorbeigelaufen. (Nein ich kaufe nicht zu viele Platten auf einmal, um sie alle zu hören – ich höre zu wenig!)

Ich hab die anderen beiden Hot Chip Platten gerade falsch einsortiert kaum im Regal wiedergefunden. Hot Chip gehört zwischen Peter Heppner und die Housemartins.