Tanzen im elusiven inneren Hohlraum

to escape from Emptyness inside

Die letzte Marc Almond Welle ist noch gar nicht wieder abgeebbt, da kommt ein Soft Cell Album in die Plattenläden. Erste Teaser im Internet ließen das ganze sehr stumpf nach Techno klingen und man hatte das Gefühl – klar das fehlt Dave Ball jetzt, wo er tot ist …

So fühlte es sich zunächts an, als würde hier etwas am Leben erhalten, was eben gar nicht mehr lebte – bis das ganze Album veröffentlicht wurde und ab der superschöndüsteren Intro (elusive) eine ganze Reihe guter Musik kam. Insbesondere The Space inside weckte mich ziemlich heftig auf, Pet Shop Boys Accorde – melancolische Anmutung, triggernder Text – neue „Marc Almond sehnsuchtet herum Hymne“. Lieb ich.

Es ist erst die vier 2026er Schallplatte dieses Jahr, das ist ein erbärmlicher Quartalsschnitt, aber habt ihr euch zuletzt mal Preise von neuen Platten angesehen, so viel hat man vor zehn Jahren bei discogs für einige Raritäten ausgeben können. Ist vermutlich Diesel und Dust im Vinyl.

Wann schreibt Farin wieder Songs für Campino

Eigentlich bin ich gar kein Mitglied dieser Band

Früher hat man nette Sachen in PoesieAlben geschrieben. Wenn man es derart kann wie Farin Urlaub, dann schreibt man ein PoesieLied in ein Album, um die Kollegen anderer Bands zu verehren. Das hat er wirklich zauberhaft gemacht – es ist nach langem Warten mal wieder ein richtig schönes TotenHosen feat. Farin Urlaub Song.

Der Rest des Albums macht, ob der Anschiedsankündigung ein bisschen wehmütig, aber Ende ist erst am Ende, mal sehen, was noch kommt. Ich will mal die Tage das letzte richtig gute Hosenalbum von Alex aus dem Schrank holen …

Nagut, dann eben mehr Pulp

Heute mal den Albumtitel wörtlich genommen und den ganzen Sonntag Pulp und Jarvis Cocker Vinyl gehört, zeitlich rückwärts gehört von 2025 nach 1994.

Sind mit JARV IS und This is Hardcore immerhin auch zwei Vinyl des Jahres dabei, was eine gute Quote für dreißig Jahre ist.

Dabei hat dann auch jedes Album seine Liedsternchen und die von dem neusten Album more aus dem letzten Jahr zB Got to have Love, haben zu dieser Zeitreise animiert.

Jarvis Cover is not Jesus, though they have the same Initals.

Don’t let him waste your Time!

Die beste von allen sechs hier abgebildeten Platten, ist die A Seite der 97er This is Hardcore – die ist wirklich ein bisschen Hardcore aber so RockPop mäßig gerechnet.

Ganz witzig ist, dass ich auch die Promo12″ von This is Hardcore in einem unfassbar gutem VinylSound noch als goldenes BonBon in der Netztauschbörse gefunden habe.

Die Platte bringt zwei Bonus Tracks und einen wunder wunderschönen Abgesang zu This is Hardcore (End of the Line mix) mit, wo nochmal alle Orchester und Geräte durcheskalieren dürfen.

Different Class hat mich damals fasziniert, weil man für jeden Song ein eigenes Cover für das Albumcover tauschen konnte – meine Wiederveröffentlichung kann das leider nicht. Die Lieder sind aber die selben und nicht weniger großartig.

Happy Endings ist mein Favorit auf der His ’n Hers – den Rest fand ich völlig zu unrecht mal so mau, dass er auf dem Dach gelandet ist – den Fehler rückgägngig gemacht war es auch in diesem Hörprojekt toll, dass dass Vinyl im Regal zurück ist.

last but not least, die wunderschöne 7″ von Jarvis Cocker’s Solistendasein mit Don’t let him waste your Time:

Jeder nur ein Kreuz

William Orbit sei Liebe dein Schutzschild

Oh nein, das ist keine schöne Nachricht – William Orbit der Soundmeister von Madonna’s Frozen, der früh übt sich Mixer von Camouflages Love is a Shield und der Mastermind von Blur’s 13 und Tender ist letzten Monat gestorben. Mit 69 wohl zu früh.

Danke für mindesten diese drei:

Frozen, when your Heart is not open

und Barber’s Adagio for Strings Orbit Radio Version

Love is a Shield

Für Frozen und das Soundgefühl im Ray of Light Album habe ich William Orbit sehr abgefeiert in den 90ern – es hat Madonna zum letzten Mal in alter Frische präsentiert. Tender und zwei drei andere Lieder von Blur’s 13 liebe ich auch, aber da hätte ich Orbit gar nicht hinter gewusst – klingt halt gar nicht nach Dudeltechnopop der Britrock.

Und Love is a Shield habe ich aus der Schlagerrallye auf Kassette in der Orbit US Mix Version aufgenommen gehabt und schon auch sehr kuhl gefunden.

Selbstreflektiert

Giving no Love and getting fat

Sechs Lieder sind auf dem dritten Pet Shop Boys Album Introspective – allesamt sind Mixe, die so eigentlich nicht im Radio liefen. I’m not scared wurde gar von einer anderen Band veröffentlicht. 1988 gab es für mich kaum etwas anderes als die Pet Shop Boys und ggf. ein bisschen a-ha, aberAlbum des Jahres wurde das hier ohne die letzten 13 Jahre was drüber zu verraten warum.

Das ElvisCoverCover

Das Album zu mögen ging eigentlich schon Weihnachten 1987 los mit dem CoverSmashSong Always on my Mind. (Ein Cover Song, eines Songs, den Elvis gecovert hat – so rum)

Im Sommer 1988 kam dann der Sommerhit Domino Dancing dazu und dann im Oktober dieses Album. Man mochte also schon 1/3 und zudem wählte ich direkte Left to my own Devices und die MegaDiscoMaxi zum Song des Jahres 1988.

I’m not scared von Eights Wonder aka Patsy Kensit war auch schon durch Funk und Fernsehen bekannt und mochte ich ab dann in beiden Vertonungen.

Später im Sammelrausch fand man noch heraus, dass I want a Dog ebenfalls bekannt war als Plattenrückseite von der Single Rent. Auch dieses Lied hat aber ein sehr charmantes Update in Klang und Form bekommen.

Somit verblieb als wirklich neues nurAlbum Lied 1988 zuletzt der finale Song auf dem Album: It’s alright. Auf dem Album fand ich den stets sehr mau, vermutlich der schlechteste Track auf dem Album. Allerdings fand auch der seinen Weg in die 7″ Single Box aber erst im Sommer 1989. Bei mir fand da allerdings die sehr niedliche 3″ Kompaktscheiben den Weg zuerst, da so zu der Zeit auch digitales angeschafft wurde, weil es mutmaßlich besser war.

Falls das Album mal in dem selbsterdachten multicolorigen Vinyl veröffentlich wird, kaufe ich mir das Teil nochmal – super Farben! Worüber ich auch immer mal wieder nachgedacht habe, es gibt Introspective als eine Variante von drei 7″ Platten mit den sechs Liedern drauf, aber was mir gerade einfällt – ich habe die ja alle sechs auch als nicht so selbstreflektiert:

unintrospective versions :-)

Sterne sind wir

Something’s gotten hold on my Heart

Im Marc Almond Rausch der Vorwochen habe ich heute eine „fragile“ Lieferung bekommen, die hochwertig und trotzdem preiswert war. Stars we are, das Album vor Tenement Symphony, ist ebenfalls fantastisch, wenngleich es 1988 noch nicht an den Pomp von 1991 rankommt – weil Bob Kraushaar auch nicht Trevor Horn ist.

Trotzdem ist es das Album, was das Wunderwerk Something’s gotten hold of my Heart beinhaltet und zwar in einer Variante ohne Gene Pitney. Trotzdem bombastisch.

Cucumber Castle for Marc

Erwähnenswert witzig ist auch der Album Schutz des Verkäufers, denn er hat Marc Almond von den wunderbaren Bee Gees schützen lassen, da hätte ich glatt nen Überraschungsalbum für Papa gehabt …

Mietshaussymphonie

Meet me in my Dream

Es ist ein super fantastisches bombastpop Album welches Marc Almond in den frühen 90ern veröffentlicht hat und es weder in das Kompaktscheibenregal noch in das Vinylregal geschafft hat. Das Album mit dem Namen Tenement Symphony. Was ich habe, ist die Kompkatscheibenmaxi der ersten Single aus dem Album, The Days of Pearly Spencer, was einer der vielen Lieder auf dem Albun ist.

Jetzt dann als Geburtstagsvinyl mit 35 Jahren Verspätung im Vinylregal angekommen, allerdings nicht in der selben Titelpressung wie 1991.

Spannend aber, warum ist es so pompöser Pop, ich hatte ja so eine Vermutung der ich erstmal nicht nachgegangen war. An den einzelnen Songs stand nichts davon – aber hinten auf der Platte: es ist eine Trevor Horn Produktion.

Das Album in der neuen Pressung ist eine Doppel LP und hat auf der Seite D ein paar Bonusmixe, startet aber auf Seite C mit dem Knaller Champagne. Dort lesen sich die Credits des Songs, als würde er vom actually Album der Boys kommen. Julian Mendelson am Mixer aber alles mit der wunderbaren Stimme von Márc Almond.

Barney Ashton-Bulluck, der in dem Produktionsmanagement der Neupressung mitgewirkt hat, erklärt im Beipackzettel des Albums noch, dass die Lieder deswegen in anderer Wagenreihung auf der neuen Pressung zu finden sind, weil so zB Champagne am Seitenanfang deutlich besser gemastert werden konnte, was ich schon gefeiert hatte, bevor ich das gelesen hatte – es ist so ein fantastischer Öffner der C-Seite. Zudem startet das Album so jetzt auch mit dem Prelude, was ja Sinn macht, wenn man als alter Lateiner drüber nachdenkt. Die 1991er Version lässt die B-Seite mit dem Prelude starten.

Schminke ist eine Lüge

We will not be silent

Hören wir hier mit Make-Up is a Lie das beste Morrissey Album seit You are the Quarry, ich glaube schon. Es sind ein paar gut eingängige Lieder dabei, alles in allem verzaubern Make-Up is a Lie und Notre-Dame sehr und der Rest ist sehr gut gemacht. Konnte am Erscheinungswochenende jedenfalls zweimal komplett durchhören ohne das dringende Bedürfnis zu verspüren, einen Track skippen zu müssen.

Schade ist, was bei Morrissey immer schade ist, ich schreibe es nicht nochmal auf …

Der Berg

Open the Door and sooner or later > Delirium!

Da ist die erste Platte mit Erscheinungsjahr 2026 – das ist spät, ich hatte keine Zeit, Lust, Not früher was zu kaufen …

Aber zumindest diese Platte kommt früher als gedacht, da ich sie erst Ende März erwartet hatte. Die Gorillaz sind wieder da.

Habe schwarzes Gold für Sie hat der Postmann gesagt
aber er hatte kein bisschen Recht.

Spektakulär direkt beim öffnen, das Cover ist holografisch und ja gab es alles schon, aber bisher erinnere ich mich nicht an eine Platte, die das kann – nur die Kompakte Alternative von den Boys konnte das …

Was ich vorher wusste und mich sehr drauf gefreut habe sind etliche Johnny Marr Tracks auf dem Album und eins mit den Sparks, was ich allerdings schon vorab im Strom des Netzes hören konnte – das gefällt mir schon etwas länger.

In den Rest, der sehr sehr Schanti, Schanti ist muss ich mich vermutlich gewöhnen und dann irgendwann das Gewöhnen abbrechen – ich lege mich früh fest, aber das wird nicht das Album des Jahres 2026, es ist nicht Plastic Beach.

Mark E. Smith und Paul Simonon Tracks sind super kuhl, Johnny Marr versteckt sich leider zu sehr … aber in The Plastic Guru gefällt er mir gut an seiner Gitarre.

Sektenführertaktiken

All I think of is you there is nothing I can do

Von Paul Wraper und seiner Band Mansun hatte ich noch nie etwas gehört, aber ein Lied namens Omega Man von ihm feat. Steve Wilson hatte ziemlich direkt meine komplette Aufmerksamkeit. Kommt wie ein sehr „rockiges“ Camouflage Werk daher.

Extended Omega Man

Alles zu finden auf dem Album Cult Leader Tactics welches für unter 17 EUR zu haben war und eine Bonus 7“ dabeihatte, wo der Hammersong noch einmal als Extended Mix drauf ist.

<< Das ist mal ein Black Friday Draper Schnapper.

Steve Wilson singt/spricht die Strophen wieder einmal fantastisch, seit The Future Bites mag ich diesen Typen so sehr gerne.

Scharfzackige kleine Tablette

All I really want

Ich habe tatsächlich das Debut Album von Alanis Morissette noch gar nicht in der Verblogung, dabei hat das Album bei einem Meilenstein mitgewirkt. Im Mediengestalterstudium habe ich nämlich versucht das Plattencover nachzustellen und zwar mit dem Haussegen, welche der Alanis ja Doppelgängerin zu Verfügung stehen könnte.

One in my pocket

Aber was ich mich wirklich frage, warum haben wir Alanis eigentlich nicht mal im Schwarzwald bei einem Stück Kuchen getroffen, wo die dort vier Jahre in meiner Kindergartenkindheit gewohnt hat. Ich habe extra meine 25km Wandernadel Sommer 1980 oder so gemacht, bevor sie dann einfach wieder nach Kanada zurückgezogen ist.

Jedenfalls bin ich froh diese Platte im Oktober 1996 bei Ween gekauft zu haben, sagt jedenfalls das Preisschild und sie danach auch rauf und runter gehört habe und ihre Wutanfälle genossen hab – wütend, weil wir uns nie im Schwarzwald trafen schätze ich.

Naja, ist wohl die schmerzerzeugende scharfzackige Pille, die ich schlucken muss, damit der Schmerz darüber aufhört …

Wunderbares Gesamtwerk, erstaunlich das ich es zwölf Jahre für hier übersehen habe.

Tanz Erinnerung genannt

Not ready for the Change

Nation of Language hat mich im Internet mit einem Lied gefangen. BassGitarre und Synthesizer spielen in dem Song Not ready for the Change schön zusammen. Der nölige Gesang vom Sänger Ian und der Keyboarderin Aidan traf mich auch auf dem richtigen Nerv. Insbesondere im Musikvideo performt die Band überzeugend.

Unter dem Kopfhörer kommt der Song und der Rest des Albums richtig gut, allerdings ist es quasi unmöglich zwei oder drei Songs einfach so nebenher zu hören, dann überlagert sich Schrebbel, Sound, Gesang, Gejammer und Bass einfach völlig ungeordnet. Das habe ich in der Form so auch noch nicht erlebt.

Aber ich freue mich, auch eine neue Band im Jahr 2025 entdeckt zu haben, die es bis ins Vinylregal gebracht hat.

Wer ist schlecht?

So schlecht ist diese Album gar nicht. Auch wenn man es sich irgendwann in den späten 80er mal satt gehört hatte, da seine neun Singleauskoppelungen omnipräsent im Radio waren, so ist das doch mit dem nötigen Abstand wunderbares Liedgut.

Jahrzehnte später erwische ich mich immer wieder dabei, nach diesen neun SiebenZollSingles zu suchen, weil es irgendwie kuhl wäre, die alle zu haben.

Was mich wirklich erstaunt ist, dass elf Jahre vinylabel immer wieder an dem Album vorbei geschrieben haben, denn es ist ja locker unter den besten 888 Alben oder Platten, die hier vorgestellt wurden.

Das ist jedoch schlecht

Statistisch wird sich das Schreiben aus Geschichte aus dem Plattenregal vermutlich bald erledigen, denn gab es

We’re sinking, we’re sinkig – but what are you thinking about?
  • 2020 noch 93 Beiträge
  • 2021 noch 84 Beiträge
  • 2022 noch 53 Beiträge
  • 2023 dann 43
  • 2024 noch 31
  • 2025 gerade mal 25

Es scheint eben gerade zu den alten Platten alles gesagt. Zudem kamen 2025 auch nur zwölf neue 2025er und vier ältere Alben dazu.

Hört mehr Erasure

Always live in Harmony, Olaf

Mit bekannter Handschrift war es damals an die Klowand im Zweischlingen geschrieben, was für 2026 nicht weniger gilt, wie es vielleicht vor gut 30 Jahren galt.

Hört mehr Erasure!

Gerade vor und um Weihnachten habe ich alle meine Alben nochmal komplett gehört, viele Höhen wenige Tiefen. Richtig fantastisch das Erasure Erasure Album. Nicht so oft beachtet, aber auch toll, die 7″ B-Seiten von 1994 ^^ Dodo, Tragic und Tenderest Moments.

Eine gute Rezeptur, um mehr Candymomente im neuen Jahr zu generieren.

Vinyl 2025

Jeden Monat ein 2025er Vinyl dazu

Ich bin mir bei meinem Track des Jahres 2025 schon sehr lange sehr sicher:
Nine Inch Nails mit As alive as you need me to be. Das Lied hat düstersynthetischen Dampf und ich konnte es eine Weile (also mehrere Wochen) lang beinahe in Endlosschleife hören.

Das Album dazu ist zudem ein sehr gelungener Soundtrack, aber nicht das Album des Jahres. Zweifelsohne hat das Album von Matt Berninger das beste Cover, ist aber auch meine größte musikalische Enttäuschung 2025.

Mau fand ich auch das Suede Album, da sind sonst immer ein zwei Sternchen drauf, dieses mal aber leider nicht. So funktioniert ein Antidepressiva leider nicht … das gilt auch für das White Lies Night Light.

Das spektakulärste Vinyl ist vermutlich das Arcade Fire. Auch hier halten Farben, Design, liebevolle verpackung leider nicht, was man sich von den Liedern erhofft hätte.

Ganz cool ist das Remix/live Album von Röyksopp, allerdings nicht so richtig ein neues Album, sondern das LineUp der True Electric Tour 2024/2025.

Von dem Franz Ferdinand, Sparks, Pulp (nach einer Reuinion) machen an und für sich richtig ordentliche Alben, die man sich auf kompletter Länge gut anhören kann, allerdings holt einen nichts so richtig aus der Reserve.

Bleiben noch Olly Alexsander und Lady Gaga, die beiden Alben sind sehr hörenswert und insbesondere die Lady Gaga Seite A von den ABC Seiten ist eine Pop-Party, wie man sie sich wünscht. Wenn ich mir von den zwölf Platten eine einzige Albumseite zum Hören aussuchen müsste, wäre es jetzt diese.

Ich denke, damit ist Mayhem mein Album des Jahres.

Klitzekleiner Geheimtipp und ganz neu in 2025 ist/war kurz Nation of the Language, aber da ist dann auch nur ein Song und sein Video toll, das Album auf ganze Länge dann aber langweilig. Bisher hab ich da noch gar nichts drüber geschrieben … kommt später.

Was auch immer

Es ging im Februar 2025 los, Jubiläumsausgaben der 30jährigen Oasis Singles. Diese gab es damals in meinem Plattenladen (bevor es Internet gab) „nur“ in 12zoll Größe und ich habe diese damals nach und nach gekauft.

himmelblau, gesplittert

Whatever ist Ende Februar dann in blau oder rosa als meine erste 7″ aus der Serie (wieder) zu kaufen gewesen.

Da man sich 1995 noch nicht sofort einlesen konnte in die Geschichte und Discografie von Oasis, dachte ich Whatever sei der zweite Songs nach Some might say, welches gefühlt zeitgleich im Radio lief und ebenfalls ein starkes Stück war, aber … eine Art Auflösung kam dann mit dem Album What’s the Story, Morning Glory!

Whatever ist keine Single von dem Album und noch ein paar Monde später kam heraus, es ist auch keine Single aus dem Album Definitely maybe?! Wir haben hier eine Single zwischen den Welten und jetzt in klein und blau.

After all, my wonderwall
Zoom die „goldene“ Box

Weil es Sammlerkosten kostet, gab es die 4x 7’Singles in der goldenen Box dann auch erst vom Christkind 2025. Diese vier Platten sind allesamt schwarze Siebenzöller.

Die Box warnt:

Rock’n’roll ist wirklich gesundheitsgefährdent!

Qualitativ sind die vier Singles super, im Gegensatz zu meinen dreißig Jahre alten 12′ Scheiben fehlt jeweils eine der beiden B-Seiten, aber die sind schon damals zurecht auf der B-Seite gewesen und müssen hier nicht weiter besungen werden.

Eine zweite Nacht in der Oper

Because you don’t know what it means to me

Das überrascht mich jetzt selber ein bisschen, dass ein Queen Album ein zweites Mal in mein Plattenregal wandert, weil es eine Half-Speed-Mastered Variante davon gibt, aber wie schon bei der ersten Nacht in der Oper erwähnt: Es sind einfach zwei sehr wunderbare Songs auf dem Album.

Fünfzig

War laut Discogsanbieter die Qualität des Albums vor fünf Jahren „Near Mint“ muss ich sagen, dass jetzt das 50th anniversary weit weit nearer mint ist. Genau genommen ist es das hammerbeste, was ich je von Queen gehört habe. Bohemians Rhapsody unter dem Kopfhörer ist nochmal eine ordentliche Spur epochaler, als es das sowieso schon ist.

Aber auch The Prophet’s Song geht sowohl gesanglich als auch instrumental ordentlich tief. Da habe ich mir ein schönes SonntagsFrühstücksPlus eingekauft.

So, jetzt zweite Seite nochmal hören, ohne dass dabei rumgetippert wird – freu auf die Harfe @Love of my Life …

God save the Queen

versinke

Ich wollte die Platte schon kaufen, als ich das Cover gesehen habe und zwar ohne zu wisseen, von wem sie eigentlich ist. Zu sehen ist ein Ast, falschfarb fotografiert mit einer Perspektive die an Violator erinnert.

Himmelblaues Vinyl von oben

Dann wurde es zu nächst besser, denn es handelte sich bei der Platte hinter dem Cover um das neue Album Get sunk von Matt Berninger aka Mr. The National. Zudem lieferte JPC himmelblaues Vinyl und das machte die Platte optisch perfekt. Reingehört erinnern. mich die Lieder dann aber leider an Easy to find, meiner schlechtesten Erfahrung mit The National Alben.

So lebendig, wie du mich brauchst

Everything for a Reason, everything for a Reason

Nine Inch Nails und tatsächlich mehr Trent als Atticus haben die Musik für den neuen Tron Film gemacht und erweisen sich für mich als sehr würdiger Nachfolger von Daft Punk.

Doppelvinyl ballert ordentlich in NIN-laune – es ist auf jeder Seite ein Lied mit Text, die alle vier Singlequalität haben, allen voran der Vorabtrack As alive as you need me to be.

Gerade komplett unter dem Kopfhörer angehört, ist weit vorne unter den Nine Inch Nails Platten. Gut klingendes rotes transpartentes Vinyl, zwar nicht 45rpm, aber gut.

Antidepressiva

Eine neue vorgeschlagene Medikation von Suede ist mit und für das neue Album scheinbar empfohlen – aurale Einnahme von Antidepressants.

Jetzt in der dunkleren, nassen Herbstwoche mal ausprobiert – ist eventuell ein bisschen zu getragen, um Stimmungen aufzuhellen. Der Patient bekommt aber Suede, wie man es eben bekommt, wenn man es hört. Leider finde ich das eine Lied nicht, welches den Kauf absolut rechtfertigt, so wie es auf den letzten Suede-Alben immer war.

Trotzdem war es mal wieder schön, nach wochenlanger Pause neues Vinyl geliefert zu bekommen.

Sei nicht leicht

Ein Ausflug nach Hamburg beschwerte diesen Sommer eins der besten Konzerte seit langem. Air, playing Moon Safari.

Nachdem die Band das komplette Album Moon Safari durchgespielt hat, wunderschön angereichert übrigens durch Schlagzeug und extra Gespiele auf den ganzen Keyboards und Gitarren gab es noch wunderschönes Allerlei aus den anderen Zeiten …

Kleiner Höhepunkt im zweiten Teil: Don’t be Light

Als Andenken an diesen schönen Abend, gab es jetzt etwas zeitverzögert durch Sommerpause und all dem, ein Vinyl aus 2002 mit eben diesem wundervollen Song, lustiger Weise mit einer kleinen Homage an Konzertbegleiter Arne mit einem Mr. Oizo Mix von Don’t be Light.

Typografie: don’t be light

Dreimal Trentemøller – irgendwie Anders

Heute mal in alle drei Trentemöller Vinyls reingehört – alle drei sind Doppelvinyls, drei Scheiben sind weiß und drei sind schwarz. Auf jedem Album ist ein Megatrack, der es alleine Wert wäre sich das Album zu kaufen:

Was sich aber lohnt neben dieser Liste an Songs, ist einfach mal von jeder anderen Seite auch einen Track zu hören, zufällig – ist auch immer wieder hübsch, räumt hier und da auf im Kopf und ist und bleibt hochgradisch elektrisch, manchmal ein bisschen wie The Cure oder New Order, eher seltener wie the Smiths …

Ihmseins und ihrseins

Imagine it’s a film and you’re the Star

Im Schweif des neuen Pulp Albums musste ich auf die Suche gehen nach dem Album von 1994 His and Hers. Das hatte ich scheibar auf den Dachboden aussortiert, weil es nicht mehr oft gehört wurde in den letzten zwanzig Jahren. Das ist aber ein schwerer Fehler gewesen, denn das Album ist auch wunderbar – okay, die sind alle nicht Hardcore, aber Happy Endings, Pink Glove und Do you remember the first Time sind einfach auch wundertolle 90er Jahre Hymnen, die ich aber auch seit der Epoche nicht mehr gehört habe.

But if you try, then you might get your happy Ending

Also ich war auf dem Dachboden und dort habe ich es nicht im P-Fach gefunden, sondern es stand einfach so in einem Bereich den ich vielleicht „späternochsortieren“ betiteln könnte. Jetzt steht es (Gott sei Dank) wieder im Wohnzimmerregal.

Das könnte eigentlich viel öfter passieren, dass ich eine Platte so wiederfinde, ist viel günstiger als Back in Blacks oder ReIssues jenseits der 40 Euro Marke zu kaufen, oder einen Mondpreis für die 94er Auflage …

Pulp His n Hers Cover
Do you remember the first Time?

PS: Nicht hören und lesen gleichzeitig!

Nicht lesen und hören gleichzeitig

Mehr

And I’m sorry for asking, but are we having Fun yet?

24 Jahre nach dem letzten Album, das ich gar nicht kenne und 27 Jahre nach This is Hardcore, was ich überragend finde, gibt es ein neues Album von Pulp. More.

Es ist ein Album produziert vom James Ford, der zuletzt zwei meiner Alben des Jahres produziert hat: Momentum Mori und Nonetheless.

Produced by James Ford

Die Lieder von Jarvis Cocker und Band klingen frisch und wunderbar nach 90er, gleichzeitig aber hat es mich nicht direkt so fasziniert, wie das JARV.IS Soloalbum von 2020.

Unter den Kopfhörern findet man nebst der frische auch die tollen Produzenten Arrangements von Jarvis und James ganz gut wieder im Ohr. Wunderbar, da haben sich wieder mal die richtigen Jungs getroffen.

Melancholie und die unendliche Traurigkeit

Time is never Time at all

Vor über elf Jahren habe ich schonmal über diese Album was geschrieben, allerdings dort nur wie viel Euronen es Wert ist und was es eigentlich überflüssig im Regal ist, wenn man für den Erlös ein zweites Regal kaufen könnte.

Heute bin ich auch ein bisschen froh, dass diese Platte nicht verschwunden ist und das obwohl es tatsächlich Anfragen und Gebote gab, die den Einkaufpreis von 40 Mark deutlich übertroffen hatten, denn das Album ist doch hier und da sehr schön.

Auf jeder der sechs Seiten (dawn, teatime, dusk, twilight, midnight, starlight) sind hörenswerte Songs zu finden, Tonight, tonight und 1979 nach wie vor allen voran.

Wunderschönes Märchenbuch